Billig-"BMS" (A, V, W, Ah-Anzeige)



Nur bis 20.02.2023 bis zu 780 € THG-Prämie für alle Fahrer von Elektroautos (2022 & 2023)!
» Jetzt die höchste Quote am Markt sichern
» Oder direkt FIX 275 € für 2023 erhalten.

Für 2022 & 2023 noch nicht beantragt? Beeile dich, sonst bekommt der Staat DEIN Geld!
(Werbung)

Kamikaze

Aktives Mitglied
Könnte man tatsächlich bei 3,3 V einen LiFePo4-Akku überladen, wenn man ihn nur lange genug dran lässt?
Korrekt.
Steigt denn nicht auch bei LiFePo4 mit zunehmender Ladung der Innenwiderstand, der dann eine weitere Stromaufnahme bei einer so niedrigen Ladespannung verhindert?
Auch das ist weitgehend korrekt.
Der Innenwiderstand steigt und "bremst" die Ladung.
Der Ladestrom wird aber niemals "null". (Keine Ahnung, warum genau - ist aber so.)
Die Ruhespannung von LiFePo4-Zellen liegt bei etwa 3,2V und ändert sich praktisch nicht zwischen "voll" und "leer".
Je länger die Zellen über dieser Spannung gehalten werden, um so mehr stresst das die Zellen.
Das stört nicht, wenn man hin und wieder mal über Nacht den Balancer arbeiten lässt, aber wenn die Zellen quasi 24/7 so gestresst werden, dann dürfte sich das negativ auf die Lebensdauer auswirken.

Daher: Laden bis "voll" mit einer Spannung zwischen 3,3 (die letzten % dauern lang, die Zellen haben aber weniger hohen Spannungsstress) und 3,5V (geht schneller, die Zellen haben hohen Spannungsstress - dafür aber nicht so lang), und danach das Ladegerät abschalten (echte Ladegeräte machen das automatisch; es gibt auch Netzteile, die man entsprechend einstellen kann).
Hier gilt es den persönlichen Sweet-Spot zu finden.
Bei deinen wenigen Zyklen und dem Wunsch Sonnenstrom effizient zu nutzen, würde ich persönlich ein Ladegerät wählen, das mit etwa 3,5V lädt und dann abschaltet.
Für z.B. eine Hausbatterie, die ständig entweder am be- oder entladen ist, würde ich die Ladespannung eher Richtung 3,3V wählen und manuell die Spannung zum balancieren erhöhen.
Wenn dein EL aber die meiste Zeit rum steht, dann solltest du schauen, dass die Zellen zwar voll sind (um das EL jederzeit nutzen zu können), der Ladevorgang halbwegs zügig abgeschlossen ist (Also Ladespannung ~3,5V) und danach die Zellen "ausruhen" können (Ladegerät abgeschaltet, Zellen auf Ruhespannung).
Je nachdem, wie groß dein Akku und deine zu erwartenden Fahrstrecken sind, kannst du im Sommer (wenn die Akkuheizung nicht arbeiten muss) auch darüber nachdenken, das EL einfach aus zu stecken, wenn es einmal voll ist.
Der DCDC zieht nur extrem wenig Strom, wenn man nicht irgendwo einen 12V-"Stromfresser" im EL hat. Im Original sind das nur ein paar wenige mA, die der Akku da liefern muss. Das fällt im Laufe von ein paar Tagen quasi nicht auf und ist im Zweifel innerhalb von ein paar Minuten nachgeladen, wenn man eine Tour absehen kann.

Alternativ: Nutze den Natoknochen. Also: Voll laden, am Natoknochen ausschalten (Dann ist im Normalfall alles - auch der DCDC - vom Akku getrennt. Eine Selbstentladung findet nicht statt.), und vor einer Tour eben kurz den Widerstandstaster drücken, Natoknochen Einschalten und losfahren. So mache ich das, wenn mein EL mal absehbar länger als ein paar Tage steht. Es ist dabei übrigens völlig egal, ob das EL dann ein paar Monate, oder nur ein paar Minuten abgeschaltet ist (z.B. weil man was vergessen hat und doch nochmal los muss). Dafür ist der Natoknochen nämlich da. ;)
 
  • Like
Wertungen: Sascha Meyer

wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.500
Hallo Rick,
vielen, vielen für Deine ausführlichen Erläuterungen!!!!! (y)(y) (y) (y) (y)

Da es mir insbes. auch um eine Art Automatisierung geht (insbes. auch für Zeiten, wie ich sie kürzlich erlebt habe, wo ich mich gar nicht ums EL kümmern kann), werde ich es dann verm. standardmässig so machen:

Ich baue mir ein Meanwell so um, dass es mit 5-8 A CC bis 3,4 V läd (mache ich momentan bei NiCad eh so - müsste dann nur eine Zener-Diode für die Abschaltspannung tauschen), und dann abschaltet.
Das dann täglich per Zeitschaltuhr für ca. 3 Std (muss sich nat. auch noch ein bisschen einspielen) von den Solarpanels.

Wenn die Akkus nahezu voll sind, sollte dann (ggf. nach erfolgtem Ausgleich des nächtlichen Ruhestromverbrauchs) der Lader schnell wieder abschalten.
Wenn die Akkus einen gewissen Ladestand (75-80%) erreicht haben, ich aber absehen kann, dass das EL noch ein paar Tage stehen wird, schalte ich den Lader dann trotzdem manuell ab.

Und in einem Punkt hat Sven auch sicherlich recht: Insbes. bei dem weniger gefahren Perm-EL werden die LiFePo4 wohl eher an Alterung als an den Zyklen bzw. den Zwischenladungen sterben.
Eigentl. sollte ich mir da Gedanken machen, die Akkus im Gegenteil sogar auch in die Hauseinspeisung einzubinden ... wenn das so einfach wäre ...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Wertungen: Kamikaze

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.990
91365 Reifenberg
Eigentl. sollte ich mir da Gedanken machen, die Akkus im Gegenteil sogar auch in die Hauseinspeisung einzubinden ... wenn das so einfach wäre ...
Bei 48V Systemspannung gibt es eine Reihe von Geräten. Ich empfehle Victron.
Habe gerade meine Hausanlage mit einem Victron Multiplus II GX 5000/70 plus einem Solarladeregler BlueSolar 150/45 ganz gut zum laufen gebracht. Und andere Kollegen hier im Forum haben ähnliche Anlagen.

Wäre nur noch die Frage zu klären, wie man das mit dem Ab- und Anklemmen des Akkus macht. Gelegentlich will man sich mit dem Fahrzeug ja vom Haus entfernen..... Wie üblich liegen die Teufelchen auch hier im Detail.

Wenn man "nur" den EL-Akku gut und sicher solar laden will - also wenn er zuhause ist - kann man auch einen Victron BluSolar Laderegler dafür nehmen. Auf 12V, 24V oder 48V stellen sie sich beim erstmaligen Anschluss selbsttätig ein, und behalten diese Einstellung auch bei Abklemmen und Wiederanschalten des Akkus (gerade ausprobiert). Nach Victron Unterlagen kann man sie sogar auf 36V Systemspannung einstellen. Und mit einem kleinen Drehschalter kann man die Ladekennlinie auf verschiedene Akkutechnologieen einstellen. Stellung 7 ist für LiFePo.

Gruss, Roland
 
  • Like
Wertungen: Kamikaze

Anmelden

Neue Themen