ARD Doku vom 03.06.19


schachtelhalm

Aktives Mitglied
13.11.2012
338
Zebra Batterien hatten wir schon - im Saxo. Die sind inzwischen (fast) alle durch Lithium ersetzt, Lithium ist leichter und funktioniert bei Zimmertemperatur.

Im Winter hatte das Zebra Vorteile, weil es ohnehin geheizt werden musste, hat es keine Probleme mit der Eiszeit gehabt.

Aber dreimal auf Zimmertemperatur abgekühlt, dann war so tot, die Zebrabatterie.

Das Militär baut die voll geladene und abgekühlte Batterie gerne in Atomraketen ein. Bei Bedarf, so nach 200 Jahren werden die mit einer Termitladung aufgetaut fliegen ihr Ziel an und explodieren dann.. Ein zweites mal werden die nicht aufgetaut.

Was Lithium macht, wenn es nach 200 Jahren aufgetaut wird? So haltbar wie Edisons Stahlbatterie wie sie ebenfalls im Citroen Saxo eingebaut wird (Ni-Cd und NiMH passen alle in den selben Sack) wird sie wahrscheinlich nicht sein. Viele alte Edison Batterien laufen heute noch, beispielsweise in der Columbia von 1924 in Sinsheim. Da ist inzwischen eine neue drin, aber die alte geht noch.
 

Joe2262

Neues Mitglied
04.07.2019
8
Nun ja. Meine Erfahrung spricht eine andere Sprache. Im Log kann man auslesen, dass die Batterie schon 8 x ausgekühlt ist, und hat immer noch 100% Kapazität. Zudem wird offenbar nichts in die Forschung zur Verbesserung der Systems investiert.
Schwachpunkt, und das habe ich nun von vielen sonst begeisterten Thinkfahrern gehört, ist die Elektronik. Zurzeit habe ich auch mit dem PCU zu kämpfen. Der Akku-Wert stimmt nicht mit der Anzeige im Auto überein, was das ganze Fahrzeug lahmlegt. Alle anderen Komponenten sind Top. Der Fachmann in der Schweiz, der diese Fahrzeuge wartet hat keine Lösung und beim Hersteller in Norwegen herrscht Funkstille. Ich werde das ungute Gefühl nicht los, dass niemand will, dass das Auto läuft. Es könnte ja jemand auf die Idee kommen, das könnte eine Alternative zu Lithium sein.
Ich bleibe dabei, Wenn schon öko , dann richtig!! Wenn da auch Nachteile vorhanden sein mögen. Die ökologischen Vorteile überwiegen bei weitem. Und mit den Forschungsmilliarden die zur Zeit in E-Mobilität gestecht wird, könnte diese Technik auch weiter gebracht werden.
 

wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
2.880
ich zitiere in unserer heutigen schnellebigen zeit nur eine zeile aus deiner beschreibung

""Einziger Nachteil: Es gibt meines Wissens noch keine Schnelladefunktion.""

und das ist genau der knackpunkt,,,, wenn man mal ne längere strrecke zurücklegen will
bye wolle
 

Joe2262

Neues Mitglied
04.07.2019
8
Es ist halt auch eine Frage der Einstellung. Es bedingt einerseits Planung und andererseits die Flexibilität, bei Bedarf halt mal einen Verbrenner zu leihen oder mieten. Immer noch besser als Lithium.
Für die allermeisten Anwendungen reichts problemlos. Und ich wiederhole: wenn die Industrie bereit wäre in die Forschung zu investieren, wären da sicher Verbesserungen möglich.
Auch hier: Die ökologischen Vorteile überwiegen! Wenn schon öko, dann richtig.
 

Werni

Mitglied
19.02.2019
283
Die Zebrabatterie weist leider einige unübersehbare Nachteile auf, der Größte ist, man bekommt sie kaum. Ansonsten verweise ich mal auf diesen Thread:


Die Vakuumtechnik ist für den Selbstmacher kaum beherrschbar, selbst mal ne Akkuzelle wechseln ist so quasi unmöglich. Und der Akku ist wohl recht empfindlich gegen starke Stöße, was bei eine automobilen Anwendung nicht ohne Problempotential ist.. Für die stationären Anwendung dagegen ist sie durchaus gut geeignet, da kann man sich auch (noch) besser isolieren, da Platz da meisstens kein Problem ist.

Lithium ist auch gar nicht so problematisch. Sicher ist da noch erheblich Verbesserungspotential, aber wenn man den Umweltschaden, der bei Ölförderung entsteht als Grundlage nimmt, ist das Problem relativ...

Gruß,

Werner
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
2.853
91365 Reifenberg
... und was in keiner Studie berücksichtigt wird:
Wenn alle Autos elektrisch fahren, wird kein Öl mehr produziert und gefördert und gepumpt und so weiter. Damit fällt der Strombedarf für diese Industrie weg. Schätzungsweise etwa 50% dessen, was alle E-Autos benötigen werden. Soviel mehr Strom wird also gar nicht benötigt, wie immer wieder in interessen-gesteuerten Berichten genannt wird. Die Elektroenergieversorger jedenfalls sehen keine Probleme.

Mit anderen Worten: Man muss gegenrechnen. Hier ersetzt eine Technologie eine andere. Belastungen kommen neu dazu, dafür fallen alte Belastungen weg.
Strom muss nicht wie Öl transportiert werden, also per Tanklaster über Strassen. Da passiert immer mal wieder was.

Ich jedenfalls habe vom Diesel die Nase voll. Wörtlich.

Gruss, Roland
Das Wesen des Stromes wird Dir schlagartig bewußt, wenn du damit in Berührung kommst.
 
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Werni

Mitglied
19.02.2019
283
Der Diesel ist inzwischen auch nicht schlechter oder besser wie der Benziner. Hat beides seine Probleme, und mit allen (auch funktionierenden) Filtern bekommt man doch das CO2 nicht weg. Die Mogelpackungen der Autoindustrie sind kein technisches, sondern ein politisches Problem. AdBlue und Feinstaubfilter funktionieren. Ein 40 Tonner ist inzwischen in absoluten Schadstoffwerten sauberer als ein Diesel-SUV (weil bei LKW schon seit Jahren die Messungen im realen Fahrverkehr gemacht werden). Mir als SUV-Hersteller wär das ja peinlich...

Nun könnte man Benziner mit Alkohol und Diesel mit Pflanzenöl fahren, dann hätte man einen kleinen CO2-Kreislauf und müsste nicht auf das im Erdöl seit Jahrmillionen gespeicherte zurückgreifen. Wäre auch schon ein großer Fortschritt, aber das E85-Experiment wurde ja von Lobbygruppen abgewürgt. Mit geänderter Bedüsung oder einer entsprechend toleranten Software im Steuergerät kann fast jeder Benziner E85 fahren. Ich habe es selbst lange getestet und war sehr angetan - ruhigerer Motorlauf, excellente Abgaswerte. Es gibt keinen technischen Grund (außer 'falschen' Motorwerkstoffen), es nicht zu fahren.

Auch wenn der Ölverbraucht der Mobilität wegfällt, bleibt noch viel - Heizungen z.B. werden auch nicht alle einfach mal so ersetzen. Aber es bringt trotzdem was, und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Wichtig ist, Lobbygruppen klein zu halten. Die haben schon viel für Einzelgruppen wirtschaftlich sinnvolles durchgeboxt, was der Gesamtheit im besten Fall nichts, im schlechtesten Fall massive Verluste brachte.

Gruß,

Werner
 

Joe2262

Neues Mitglied
04.07.2019
8
GLAUBE KEINER STUDIE, DIE DU NICHT SELBER GEFÄLSCHT HAST! Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Alle die etwas sagen möchten, neigen zum Übertreiben. Da werden Fakten gerne mal zurechtgebogen. Dass Studien oft gekauft oder zumindest gesponsert werden ist bekannt. Oder es werden wichtige Fakten einfach weggelassen, die das Resultat auf die falsche Seite verändern könnten.

Kleines Beispiel: Soeben gelesen in einem Bericht pro und contra Lithium, "Andere Studien beweisen genau das Gegenteil"!?!:oops:
Das sagt mir, dass auch hier jeder das hören will was ihm gefällt und die meisten Studien immer ein Zielpublikum bedienen. Leider kann man das als Laie schlecht unterscheiden.

Fakt ist, dass auch Lithium ökologisch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Wenn ich mir vorstelle, wie Kobalt aus der Erde gekratzt wird und die Gewinnung von Lithium ganze Landstriche trockenlegt, damit wir mit einem "guten Gewissen" unsere Mobilität aufrechterhalten können........
Am Schluss sind sie noch einmal die lackierten, weil der zu erwartende Klimawandel genau diese Menschen am härtesten trifft.
Nach einem Bericht eines Afrika-Korrespondenten sind südlich der Sahara 200 Millionen Menschen daran ihre angestammten Gebiete zu verlassen, weil die klimatischen Verhältnisse diese Gebiete unbewohnbar machen. Und wir fragen uns verwundert: "Warum kommen plötzlich so viele Menschen übers Mittelmeer?"

Gelesen diese Woche: "Japan verabschiedet sich von der Lithium-Technologie" und forscht nach alternativen Systemen.
Offenbar haben die Japaner die Zeichen der Zeit erkannt, und investieren ihre Forschungsgelder in etwas Besseres. Ich bin gespannt, was das Resultat sein wird.
Mein nächstes E-Auto wird wohl japanisch sein, weil mit Lithium will ich nichts zu tun haben.
 

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