Lagerwechsel Hinterachse-Restlaufzeit bei Geräusch


Enno

Mitglied
15.05.2006
234
Moin in die Runde,
vermutlich haben meine Lager in den Bremsgrundplatten Hinterachse ihre Laufleistung erreicht. Ich habe beim fahren ein "rauhes, etwas hohl, bei 40km/h auf und abschwingend" klingendes Geräusch aus Richtiung "hinten". Ich vermute Lager. Tausch ist kein Problem für mich-schon mal gemacht, Lager liegen hier bereit.
Mein Problem: Ich habe keine Zeit und muss fahren.
Gibt es eine Erfahrung, wie lange ich damit noch fahren kann, bis sich die Lager z.b. auf der Achse einarbeiten (was ich nat. vermeiden will)?
Ich weiß, die Arbeit muß umgehend gemacht werden aber siehe oben.
Vielen Dank für mögl. konstruktive Tipps und Grüße
Enno
 
Hallo Enno,
hatte vor einigen Wochen erst das gleiche Problem. Als es mir aufgefallen ist bin ich noch ca. 2 Wochen lang weiter gefahren, also ca. 5-600km. Das wird dann immer lauter und man hört einzelne Kügelchen bersten.
Solange werde ich aber nie mehr warten!
Beim herausschlagen aus der Bremsankerplatte blieb der verklebte Aussenring des Inneren Lagers aufgrund fehlender, bzw. zermalmder Kügelchen an Ort und Stelle. Der Innere Ring und das äußere Lager waren natürlich draußen.
Da hilft dann kein Klopfen oder auch kein Abzieher mehr, nur noch der Dremel.
Das ist keine schöne Arbeit, vor allem wenn der Bremsschlauch nicht entfernt werden soll.

Ich weiß, das hilft dir jetzt nicht wirklich weiter, aber trotzdem mein Rat: Nicht zu lange warten und lieber, wenn möglich, mit dem Fahrrad fahren.

mfG
Peter
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
3.642
Hi Enno,
mir faellt nur ein, wie man den Aufwand reduzieren kann. Ein zweite Bremsankerplatte vorkonfektionieren, beide Teile einfach austauschen, sodass man direkt wieder fahrbereit ist und dann die alte Platte in Ruhe aufbereiten.
Hast du ne Bremsankerplatte in Reserve? Wenn nicht durchforste ich meinen Fundus.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 

Michael Hu

Mitglied
02.04.2006
252
Hallo Enno,
Wechsel die Lager bitte schnell. Dauert pro Seite mit angeschossenen Bremsschlauch maximal 1h. Wenn mal der Lagerring gebrochen ist dauert es viel länger und möglicherweise ist dann die Bremsankerplatte und die Welle kaputt. Dann hast du nix gewonnen. Sind es die Konsolenlager ist richtig Arbeit abgesagt.
Mit sonnigen grüssen Michael
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.246
SOFORT!!! wechseln!
Wenn es schon mahlt, kann es bereits deutlich zu spät sein
Zerleg es am besten gleich morgen und bestell neue Lager.
Es kann sogar passieren das die Räder plötzlich völlig unerwartet blockieren, das Lager zerbröselt und sich die Stücke tief in die Welle fressen
 

laase

Aktives Mitglied
08.10.2009
1.038
Bin ja der Meinung, daß die Konsolenlager fast ausschließlich von nicht ausreichend angezogenen Radmuttern kaputtgehen. Aber das hilft Dir jetzt natürlich nicht mehr. Aber vielleicht anderen: geht runter und schaut, ob ihr die Muttern bei "eingestellten" 100Nm noch weiterdrehen könnt! Wenn ja, dann auf jeden Fall häufiger kontrollieren/nachziehen!
Enno, wenn Deine Welle schon "angefressen" ist, können die Lagersitze evtl. durch Metallauftrag wieder repariert werden. In dem Zug kann man auch "strammere" Sitze herstellen lassen, wo die Lagerinnenringe trotz sich umlaufend-durchbiegender Welle nicht so sehr zum "Wandern" neigen. Such hier mal nach "Berolina". Bei der Firma durfte ich damals sogar meine Motorkonsole montiert lassen!
 

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
324
Hallo !

Lagersitz durch Metallauftrag reparieren :

Werkstätten findet ihr unter Dienstleister " Flammspritzen " ( so nennt sich das Verfahren )

Gruß

Walter
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
3.642
Bei mir in der Gegend hab ich mir die Finger wundtelephoniert. Keine Chance. Flammspritzen macht hier im Land niemand. Ich hab die Achse entsorgt..

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 

Enno

Mitglied
15.05.2006
234
Moin in die Runde,
kurze Zwischeninfo zu meinem Beitrag vom 11.9. (nicht nur nehmen, sondern auch geben-in diesem Fall-Infos :) ) . Habe es jetzt endlich geschafft rechts hinten die Bremsgrundplatte zu demontieren und die 2 Lager aus zu bauen (Neueinbau fehlt noch und kommt später). Was erfreulich ist: weder Achse noch Lager zeigen Verschleißerscheinungen. Die Bremsgrundplatte konnte ich händisch von der Achse ziehen. Meßbare Toleranzen (E-Schublehre) habe ich nicht festgestellt bzw mit viel Willen 5/100mm. Die 2 Lager i.d. Bremsgr.-platte s "liefen" noch rund und gleichmässig. Trotzdem tausche ich die jetzt. Vielleicht sieht`s links anders aus...
Bei der Gelgenheit habe ich gleich die Dämpfereinheiten mit den Gummihülsen kontrolliert-auch noch ok, wie`s scheint-naja die "Bleizeiten sind vorbei-weniger Gewicht-weniger Belastung.
Soweit mein Zwischenstand,
viele Grüße
Enno
 

Enno

Mitglied
15.05.2006
234
Moin in die Runde,
Abschlußinfo:
Endlich sind die Radlager in den Bremsgrundplatten gewechselt. Die Geräuscheverursacher waren die Lager auf der linken Seite. Mit der Fingerprobe konnte man den rauen Lauf deutlich spüren. Die Achse ist aber noch nicht eingelaufen. Die Bremsgrundplatten konnte ich händisch von der Antriebsachse abziehen. Der Ausbau war gut machbar. Der Tausch der Lager war bei vorherigem Einfrieren auch gut machbar. Bei der Gelegenheit kontrollierte, reinigte und, soweit nötig, ölte ich auch gleich die Achsgeometrie, reinigte die Bremsen und Umfeld, kontrollierte die Dämpfereinheiten, Stossdämpfer, Handbremsseile usw.
Die abschließende Probefahrt ergab: Geräusch weg-man hört vielleicht nur noch leicht den Curtissteller, den Riemenantrieb und den Motor alles eher leise-wie ein Leicht-E-Mobil eben fahren soll. Vielen Dank für eure Tipps!
Viele Grüße
Enno
 

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