die kohle kanns

P

pingelchen

Guest
#1
"In Sydney haben sich die USA, Australien, China, Indien, Japan und Südkorea am Donnerstag auf die weitere Nutzung von Kohle und Erdöl für die zukünftige Energiegewinnung geeinigt."

dahinter steht wohl, zukünftig aus kohle erdölprodukte herzustellen, wahrscheinlich mit ähnlich verherenden wirkungsgraden, wie "sundiesel", u.U. billiger als dieser, aber hochwahrscheinlich teurer als reines pflanzenöl o.ä.

das wäre/ist doch der supergau? wieviel emissionen wollen die vermeiden, um die angeblich 25%, ausgehend vom heutigen emissiongrad, zu erreichen, damit die erde es verkraften kann (also co2 chemisch binden, vom ganzen anderen dreck, der mit fossilen ind ie luft gesetzt wird, wollen wir ja garnicht reden)
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#2
Zefix veralts jetz schon wieder was?


Wie soll die Kohle verarbeitet werden IGCC?

Was wird für die Effizentssteigerung getan?

Mir ist lieber Kohle in einer Zukunf mit einem um 50% reduzeirten Gesamtenergiebedarf
die intiligennt genutzt wir und das CO² versecnzdiert* wird, als Kernenergie
mit Wasserstoffwirtschaft.

Also genau sein beim übersetzen.



* Bayernlatein um auf der Suche nach der Erkenntniss zu helfen ;-)
 
P

pingelchen

Guest
#3
von einem aus heutiger sicht verdreifachten weltenergiebedarf?

die kolhe wird wohl irgendwie verflüssigt, wahrscheinlich erwärmt, bis sie den aggregatzustand ändert ;)

die effizients könnt eman wohl steigern, wenn man es nicht täte

wo willst es denn verhinsencsdieren, ohne das die mutterlehmboden es ausrölpst?

kohle zu diamanten umwandeln, das wäre doch was und gibts auch schon...
 
P

pingelchen

Guest
#4
in meiner freizeit obigen thesen nachgehe noch eine konkrete frage, du bist also für kohle mit co2-sequestierung, um atomkraftwerke und wasserstoffwirtschaft eine alternative entgegenzusetzen? die 50% beziehen sich dann wohl ausschliesslich auf strom, oder gesamtenergiebedarf ? und 50% sind bei dir 50% eines prokopfverbrauches, der gewissenhaft und sparsam ist?
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#5
pingelchen schrieb:
"In Sydney haben sich die USA, Australien, China, Indien,Japan und Südkorea am Donnerstag auf die weitere Nutzung von Kohle und Erdöl für die zukünftige Energiegewinnung geeinigt." [...]
Dieser Satz macht nur dann Sinn, wenn dahintersteckt, dass sie Alternativen zu Kohle und Erdöl mit allen Mitteln verhindern wollen.
Ansonsten hätten sie genausogut beschließen können, dass auch zukünftig die Sonne morgens auf- und abends untergeht. Etwas zu beschließen, worauf man sowieso keinen Einfluß hat, ist immer sehr beeindruckend...

Von wem stammt das Zitat eigentlich, Sabine "Wir-talken-Deutschland-in-den-Untergang" Christiansen persönlich? Die Laufzeit ihrer Quasselrunde sollte man als erstes verkürzen!

Gruß Jens
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#6
Hallo zusammen


Nach der Präventivinformation von Pingelchen der erhellenden ARD
Atomdiskussion bei Sabine (Das Gesicht vom Glos in Großaufnahme,
sowas von erhellend, ein Franke der einen Grantigen Bayern imitiert.
Eben ein Wasserkraftbetreiber der für Atomenergie sein mußte) die
ich mir nicht ganz angesehen hab. Aber Trittin hat mir gefallen auf den
Ehevertrag von Glos, damit hät Er keine Erfahrung mit sowas, gut das
der Fischer nicht da war, das wär ein :joke: gewesen.

Allgemein Infos zur Weltlage http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21792/1.html

Detailinfo zu Sauerstoffvergasung die ich vergessen hab, als Dreiviertelstudie
zur Wasserstoff/Sauerstoffnutzung bei Braunkohle, das mitdenken zur Erneuerbaren
Nutzung entweder selber oder als Intillegente *Dumme* Frage.
http://www.ver-gmbh.com/Aktuelles/DGMK_2004.pdf Piktogramm 9 + 10 Anlage 1 + 2

Zwar handelt es sich hier um eine Braunkohlevergarung zur Treibstoffherstellung
(die Überschrift ist auch zur Desinformation "Null CO² Emission" und Herstellung, das hängt
davon ab wo der Strom zur Elektrolyse herkommt und der Kraftstoff ist garantiert nicht CO²
frei in der Anwendung (aber eben die Suggestion davon)

Denkszenario also für die Holzvergasung unter Captain Picard (the next generation)

Feuerungsleistung (das ist das was an Energie reinkommt ) 1000 kWh 100%
Nutzholzgas aus den Vergaser 900 kWh 90%
*Brenstoffzellenmodul mit Microturbine 75% Wirkungsgrad 675 kWh 67,5% Bruttostrom
110 kWh Arbeitsstrom für die Hot Elly 565 kWh 56,5% Nettostrom
100 kWh H² aus der Hot Elly Effektiv bei Anwendung 50 kWh 5%
Nutzwärme 200 kWh 20%


Einsparung an Primärenergie Strom 565 KWh nach Heutigenmaßstäben 1695 kWh
Einsparung an Heizöl usw. für Wärme 200 kWh " " 220 kWh
Einsparung an Benzin durch H² 50 kWh " " 200 kWh

Die Anlage würde 4266 Fm pro Jahr benötigen oder knapp 2000 Tonnen Holz (328 Hektar)
in Bayer wären also theoretisch 6200 Anlagen wäre eine Einsparung von übern Daumen
113.296.320 MWh Primärenergie in Bayern ( die Grau Energie zu Walderzeugung
Brennstoff Kommt aus dem Restholz Sägeindustrie das ich vernachlässigt hab)

Ach ja Hot Elly Hochtemperatur Wasserstoffelektrolyse 93% Spitzenwirkungsgrad
und als neuerste Lektüre beim Feind (Atomindustrie gefunden Verena und so) gefunden
aber nur für ganz harte Leser http://www.fzk.de/fzk/groups/oea/documents/internetdokument/id_052627.pdf


zu den * es gäb natürlich auch gute Verbrennungsmotoren aber psssssssssssst
Elektroautofahrer ;-)
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#7
Hallo zusammen


Weil mich doch ein Paar angeschrieben haben zu Raps Liter Kilogramm und wie es sein kann
das dann die Gurus sowas verbreiten?

Zu denn Gurus keine Ahnung, kann nur vermuten Sie wollen Ihre Bücher verkaufen?

Jedenfalls keine Kritik von Alt, Fell, Scheer und Trittin an BTL, aber zuminderst im Fernsehen
von Schweizer PSI.

Für Die die mit den letzten Zahlen aus dem Wald, sich noch ein bisserl im Wald fühlen

6200 theoretische Anlagen in Bayern a 500kw sind 3,1 Gw also 2,3 Kernkraftwerke


Raps vom Acker in Bayern hab ich nicht nur Gesamtdeutsch (liegt etwas daran, der Raps ist
kein Gebirgler, jedenfalls nach der Rapskarte http://www.ima-agrar.de/Dateien/Rapsanbau_.pdf )
2004 ca.860.000 Hektar ( http://fnr-server.de/cms35/?id=272 ) a 1,6 Tonnen Öl ist theoretisch
1.376.000 Tonnen (teilt sich aber auf in Biodiesel und Rapsöl) Grob 13.760.000 MWh Primärenergie
plus Rapskuchen also der Rückstand der Pressung ( http://www.agriserve.de/Pflanzenheizungen-Allgemeines.html
Rapskuchen 5,1 kWh/kg mit aktuellen Preisen ) der ebenfalls Verstromt werden kann

Allerdings nicht in einer Thermischen Vergasung besser in einer Biogasanlage 20.640.000 MWh
Primärenergie könnten in Brennstoffzellen wie jetzt bei Stuttgart in Erprobung 12.384.000 MWh Strom
geben und 6.192.000 MWh Wärme was ca. 688.000.000 Litern Heizöl entspricht (ich weiß da fehlt
noch Wärme aber die braucht der Fermenter)

Der nicht flüssige Rest des Rapsöls hat (die Stengel vom Acker nicht eingerechnet (keine Angaben gefunden))
also noch genug Energie um 1 AKW zu ersetzen und obige 688.000.000 Liter Heizöl einzusparen

Wieviel Liter Kraftstoff Benzin/Diesel durch das Rapsöl ersetz werden können hängt vom Verteilschlüssel
Biodiesel/Rapsöl ab, je mehr Biodiesel destoweniger wird ersetzt.


Inwieweit man das ganze durch Einsatzoptimierung der Biomassekraftwerke zu Regelkraftwerken
optimieren kann und dadurch Kohleregelkraftwerke einsparen kann (Prozeßdampfvorhaltung) spare
ich mir.
 
A

andreas

Guest
#8
Hallo Manfred
Habe mal Deinen Link weiterverfolgt: http://www.fzk.de/fzk/groups/oea/documents/internetdokument/id_052627.pdf
Seite 10
"Da der physische Transport von
H2 aufgrund der geringen Dichte
immer ineffizient ist, sollte eher
bestehende Infrastuktur z.B.
Stromnetze zur Verteilung und die
einfache Umwandlung Strom/H2
genutzt werden."

Brauchen wir also eine Wasserstoffwirtschaft, wenn wir gute Sekundärzellen und Stromnetze haben?

Ist denn der Prozess Windkraft-Strom-Wasserstoff-Strom-Motor im Wirkungsgrad besser als mit einer Batterie(60-80%)? Ist das technisch einfacher? Kennst Du belastbare Zahlen dazu? Ich lese nur immer: theoretisch kann ein Wirkungsgrad nahe 100% erreicht werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzelle
Stimmt das, was da für die Wirkungsgrade unter Brennstoffzellentypen steht?
Stimmt das, was hier steht? http://www.zeit.de/2004/42/Wasserstoff?page=all

Gruß
andreas
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#9
Hallo andreas


Also so wie der Zeit Artikel geschrieben ist stimmt er, es ist Blödsinn Wind, Sonne oder irgend
einen anderen Primärenenergieträgerträger in Wasserstoff zu verwandeln wenn man schon
Strom hat. Also ist der Windkraft-Strom-Wasserstoff-Strom-Motor immer schlechter als
Wind-Strom(Überlegung wäre Gleichstrom)-Akku-Motor.


Nur ich hab ja geschrieben vom Feind lernen und damit meine ich logischerweise das was Er
gut macht, Mist machen kann man selber.

In Dem FZKlink ist ein Wasserstoffherstellungsverfahren beschrieben ohne Strom nur mit Hitze
den Wasserstoff herzustellen und aus Wasser ist immer Sauerstoff (Ver-Gmbh link als Beispiel) im Spiel,
jetzt hab ich auch wieder den Link mit der Ur Hot Elly aus den 70ern
http://www.uni-muenster.de/Physik.TD/Scripte/Hein/Energiete/45Wasserst.doc Seite 2 (ich bin leider nicht
in der Lage das Bild einzustellen ) da wird Wasserstoff eben mit 93% Hergestellt und Sauerstoff.

So und wenn Du meinen Text liest und nicht die Zeit, aber Dir für meinen Zeit nimmst wirst Du merken
ich will keinen Wasserstoff Transportieren ( hier wird von Transport als Tankwagen gesprochen ) sonder
lokal produzieren als Abfallprodukt der Sauerstoffherstellung. Du hast Recht wir brauchen keine
Wasserstoffwirtschaft so wie dort beschrieben, sondern ich denke über die Verwertung von Abfall H²
nach (laut)

So kurz überflogen dürften bei Wiki die Wirkungsgrade bei Brennstoffzellen stimmen (Achtung heiße
MCFC und SOFC können noch microturbinen betreiben) aber immer kuken Luft oder Sauerstoff und
nicht verpauschalieren.

grüße aus den Bergen Manfred
 
A

andreas

Guest
#10
Hallo
Warum verbrennst Du den Rapskuchen nicht im Winter in einer Zentrale für 1-4 Wohnhäuser oder so? Warum dieser aufwendige Prozess, um einen Rohstoff nutzen zu können. Warum nicht Rapsöl in TDIs oder Heizungen verbrennen? Warum daraus Wasserstoff herstellen? Warum sollte man den Prozess nicht trennen: Naturprodukte und Solar zur Heizung und Warmwasser, Elektrische Energie wie WKA und PV zur Stromversorgung und Batterieladung Richtung Mobil. H2?
Gruß
andreas
 
#11
Hallo Andreas,

>>>>>>>>> Warum verbrennst Du den Rapskuchen nicht im Winter in einer Zentrale für 1-4 Wohnhäuser oder so?
Hab ich probiert mit ein paar Kübeln Rapskuchen. Die Probleme liegen im Detail: Rapskuchen darf nicht feucht werden, dann schimmelt er schnell. Rapskuchen gibt es nicht zum Nulltarif, ich hörte von rund 12 C/kg. Rapskuchen ist sehr eiweisshaltig. Ich habe keinen speziellen Rapskuchen-Brenner oder Ofen gefunden. Das Verbrennen in normalen Holz- oder Kohleöfen bring sehr schlechte Abgaswerte und wird auf größten Protest der Umweltschützer, Zulassungsbehörden und Schornsteinfeger stossen.

>>>>>>>>> Warum dieser aufwendige Prozess, um einen Rohstoff nutzen zu können.
Die Prozesse gerade beim Verbrennen und der Energieumwandlung in Kraftwerken werden hauptsächlich deshalb immer aufwendiger, weil man Umweltverschmutzung, Gestank, Abgase und so vermeiden will.

>>>>>>>>>>> Warum nicht Rapsöl in TDIs oder Heizungen verbrennen?
Gute Frage. Das mach ich seit gut 3 Jahren mit einem VW Golf III TD, und bisher hats sehr gut funktioniert. Bin über 80.000 km bisher mit Rapsöl gefahren. Preis zur Zeit 75 C pro Liter ab Öhlmühle mit Tankstelle. Vom Verbrennen in Heizungen wird abgeraten. Die Anpassung der Brenner ist bisher nur individuell erfolgt und wohl machbar. Allerdings steht überhaupt nicht genug Rapsöl für Mobilität und Heizungen zur Verfügung. Man sollte es für Mobilität lassen. Es gibt da Bereiche, wo es wichtig ist und vorgeschrieben werden sollte, z.B. in Bootsantrieben in Booten, die auf empfindlichen Gewässern fahren.

>>>>>>>>> Naturprodukte und Solar zur Heizung und Warmwasser
Gute Idee. Wie verhalten wir uns, wenn die Landwirtschaft sich zwischen Energienutzung und Nahrungsmitteln entscheiden muss. Landwirte verdienen zur Zeit bei einigen Getreidesorten für Nahrung fast nichts, für Heizung aber gut. Also Getreide verbrennen, sozusagen als eine Art Natur-Pellets?

>>>>>>>>> Elektrische Energie wie WKA und PV zur Stromversorgung und Batterieladung Richtung Mobil.
Sehr gut, das mache ich z.B. mit dem Strom für meine Elektrofahrzeuge, d.h. Batterieladung. Außerdem speist meine eigene Photovoltaik-Anlage rund 3500 kWh p.a. ins Netz. Meinen Windkraftanlagen Anteil werde ich mal nachrechnen, vor Jahren entsprach er mal rund 20.000 kWh p.a.

Zur Zeit suche ich eine vernüftige Lösung für mein Heizungsproblem. Will weg vom Öl. Holz ist leider arbeitsaufwendig im Gebrauch und auch nicht soooo billig, wenns man kaufen müßte. Die billigsten Lösungen wären Getreideverbrennung (rund 2 bis 3 C pro kWh Wärmeenergie) oder eine elektrische Wärmepumpe (auch rund 3 bis 4 C pro kWh Wärme, basierend auf 11 C / kWh Schwachlasttarif und Nutzungszahl 3). Die vielen noch billigeren "Freie Energie" Geräte, von denen ich in den letzten 30 Jahren gehört habe, habe leider allesamt noch keine Nutzenergie geliefert oder wurden nie (als käufliche Geräte) angeboten.

 
A

andreas

Guest
#12
...für nachwachsende Rohstoffe, bei denen die Reste nicht zu qualitativ hochwertigen Brennstoffen verarbeitet werden. Diese Reste kann man - mit mehr oder weniger Aufwand- thermisch verwerten.

Manfred, wenn ich Dich richtig verstanden hatte, willst Du aus Abfall H2 produzieren und den Kohlenstoff in die Erde verbannen. Rapskuchen wäre zumindest ein Abfall. Und auch aus Biogas läßt sich H2 extrahieren, wie Deine Links zeigen. Aber ist H2 wirklich so einfach und effektiv umzusetzen? Ich denke an Wikipedia und die Wirkungsgrade...

Aber Roland, warum soll man nicht Rapsöl in Ölheizungen verbrennen, wenn es mit Holz, Holzpellets, Stroh usw. auch funktioniert? Es liegt an der Besteuerung, daß das Rapsöl ins Auto gehört, und nicht in die Heizung. Mit dem aufwendigen Prozess meinte ich die Umwandlung von Biogas in H2, um es in mobilen Brennstoffzellen in Strom zu verwandeln. Wenn wir eine Nahrungsmittelüberproduktion haben, dann sollten wir sie schnell verbrennen, bevor wir die Märkte anderer Kontinente komplett zerstören. Ich weiß nicht, woran es liegt, daß Getreide in Deutschland billiger als Heizöl ist, aber liegt es vielleicht an Steuern und Subventionen? Ein vom Gesetzgeber gewollter Zustand läßt sich auch ändern.
Wenn man es schafft, mitten in Frankfurt eine Müllverbrennungsanlage zu betreiben (thermische Verwertung), warum sollte man dort keinen Rapskuchen oder andere Pflanzenreste verbrennen können? http://www.fes-frankfurt.de/index.asp?url=Anlagentechnik_-_Verbrennung_(Emissionstabelle)&mode=b

Und nochmal an Manfred: Daß man bei der Stromerzeugung Abwärme hat, ist nur in unseren Breiten und auch nur im Winter ein Vorteil, ansonsten ist es ein lästiges Übel! Ich heize mit Fernwärme, die stammt aus einem BHKW, und ich kann Dir sagen, es ist die teuerste aller Heizungsarten. Es ist eher so, daß man Wärme termingerecht braucht, und nebenbei Strom hergestellt wird. Aber brauchen wir in Zukunft wirklich noch so viel Heizenergie? Geht das nicht mit Niedrigenergiehäusern, Wärmespeichern und Solar/nachwachsenden Rohstoffen viel einfacher? OK, stationärer Rapsölmotor mit Stromerzeugung wäre auch nicht schlecht, aber decken sich die Investitionen? Wie groß soll ein BHKW sein? Eine Ortschaft, ein Straßenzug, ein Industriepark oder nur ein Reihenhaus? Warum sollten sich die Deutschen ein BHKW ins Haus stellen? Damit sie autark sind? Woher kommt die Vorstellung, daß Dezentralität ein Vorteil ist?

Und bitte gib die Quelle zu Deinen Bildchen an, das letzte bezog sich wahrscheinlich auf den Energiemix in Deutschland für alles?

Mein Stammtischfazit: Es gibt viele Möglichkeiten, Energie einzufangen oder zu behalten, H2 ist eine besonders teure und ineffiziente Art der Umformung.

So sprach der Ignorant
andreas
 
#13
Hallo Manfred,
die Internetveröffentlichung von http://www.agriserve.de/Pflanzenheizungen-Allgemeines.html hat mich doch sehr nachdenklich gemacht, jedenfalls bei der Frage der Körnerverbrennung.

Andreas, dies ist nur für Deutschland relativ neu, in den USA scheint es schon recht üblich zu sein. Wenn Getreide gar nicht subventioniert werden würde, wäre der Preis noch niedriger, d.h. das Verbrennen wäre noch lohnender. Insofern verstehe ich Deinen Seitenhieb auf die Subventionierung nicht ganz.

Hier zur Erinnerung der Orginaltext von www.argriserve.de aus dem Jahre 2004:
Es ist klar, daß kein Unternehmer, der rechnen muß, auf diese Gewinne verzichten kann.
Bei 1000 Tonnen Gerste sind beispielsweise sind bei der üblichen Verwertung rund 88.000,- Euro Verkaufserlös zu erzielen.
Die Herstellungskosten liegen ebenfalls bei (mindestens) 88.000,- Euro, sodaß der Landwirt bei der üblichen Verwertung keinen Gewinn macht und umsonst gearbeitet hat.
Wovon soll er Steuern zahlen?
Wovon soll er seine Familie ernähren?

Diese 1000 Tonnen Gerste können aber bei der Nutzung in Feuerungsanlagen
rund 500.000 Liter Heizöl ersetzen, welche derzeit rund 200.000 Euro kosten.
Der Heizölpreis beträgt derzeit 40 Cent je Liter.
Somit kann der Landwirt einen Gewinn von 112.000,- Euro machen.
Selbst wenn nur 400.000 Liter Heizöl verdrängt werden,
dann kosten diese 160.000,- Euro und der Landwirt kann einen Gewinn von 72.000,- Euro machen.


Und dann der Preisvergleich laut Tabelle vom 12. Januar 2006
Heizöl 16,45 Euro für 1000 MJ (ca. 277 kWh Energieinhalt)
Getreide -Stroh 2,88 Euro für die gleiche Energiemenge
d.h. 17 Prozent vom Heizölpreis !

Frage: Gibt es schon preisgünstige kleine Getreide-Verbrennungsöfen für den Hausgebrauch?

Wie erwähnt: Ich will weg vom Öl, weil mein Kessel sowieso ersetzt werden müßte. Da kann und will ich gleich auf eine andere Energieart umsteigen und bin daher sehr auf der Suche. Die Diskussion ist für mich also weniger akademisch oder philosophoisch / weltanschaulich als vielmehr recht praktisch mit dem Gedanken: Was tun? Jetzt!

 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#14
Hallo Roland

Ich kenn keine, ist aber nicht aussagekräftig da ich zu Thema Hausbrand nicht
surfe. Denke nur das die Schadstoffe das Problem sind Chlor


<img src=http://www.getreide-heizung.de/images/chlorgehalt.gif>


<img src=http://www.getreide-heizung.de/images/thumbs/kessel3.jpg>


aber vielleicht kann man es ja durch das Örtliche Schwimmbad leiten.


Grüße vom Hackschnitzelheizer Manfred


p.s. http://www.getreide-heizung.de/index.php
 
#15
Hallo Manfred,
bin gerade auf den entsprechenden Seiten wegen Getreidekörner Verbrennung am Surfen, z.B. bei: http://www.agriserve.de/Brennstoff-Getreidekoerner.html

Da fand ich auch den inhaltsschweren Satz:
11. Die Gesetzeslage:
Bei Anlagen unter 100kW ist in vielen Teilen Deutschlands die Getreidekörnerfeuerung verboten, in anderen Teilen Deutschlands erlaubt oder geduldet.
Es ist ratsam, bei der Erlangung der Betriebsgenehmigung mit Bedacht vorzugehen.
Bei Anlagen über 100kW ist ein sehr aufwendiges Genehmigungsverfahren notwendig.

"Getreidekörner enthalten in gewissem Maße Chlor, sodaß die Flamme und das Rauchgas die Feuerungsanlage angreifen." siehe http://www.agriserve.de/Brennstoff-Getreidekoerner-Kurzfassung.html

Ja Manfred, wie Du schon schreibst: Das Chlor und die Schlackenbildung sind die Probleme. Oder wie ich in einem früheren Beitrag andeuten wollte: es geht im Prinzip viel, der Teufel steckt im Detail. Interessant, dass Guntamatic schon Kessel für Körnerverbrennung gebaut hat (Guntamatic Powerkorn Kessel). Danke für den Tip.

Das hauptsächliche Detail für mich zur Zeit ist, dass es nur wenige Versuchsanlagen gibt und noch nicht sowas wie den "Stand der Technik".
Bei den jetzigen und wohl zukünftig noch größeren Preisunterschieden zwischen Getreide und Heizöl wird sich da wohl schnell was ändern. Ich denke, dass es in ein paar Jahren ein breites Angebot geben wird.


P.S. Es gibt drei örtliche Schwimmbäder in unserem kleinen Reifenberg, das nur knapp 200 Einwohner hat. Eines davon ist in meinem Garten und hat 38 qm Wasserinhalt. Im Winter, während der Heizperiode also, ist aber kein Wasser drin.
 
R

Rainer Partikel

Guest
#16
Moin zusammen,

ich muß es einfach loswerden......
Die GTZ hat vor einiger Zeit einen weltweiten Jugendfotowettbewerb durchgeführt. Die Wanderausstellung ist um die Welt gereist und die Gewinner, eine kleine Gruppe Jugendlicher aus allen Ecken dieser Welt , durfte Europa kennenlernen.

Da trug es sich zu, das ein afrikanischer Junge sah wie ein Pferd in einem Pferdetransporter hinter einem Pick Up gezogen wurde. Der Junge stellte die Frage warum der Fahrer nicht das Pferd benutzt das wäre doch einfacher und auch sinnvoller. Glaubt Ihr das dieser Junge es verstehen wird das wir Getreide verbrennen um Energie zu gewinnen......

ZINNEKE
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#17
Hallo Rainer

Das ist wieder ein Beispiel wie weit die Dinge nach ¤ bewertet werden

Etwas mehr Gefühl für die Dinge und etwas mehr Verstand fürs Detail
wären für den Hochzivilsations Europäer gut (beim Ami glaub ich machmal
alles zu spät) Verschwendung ist und bleibt Verschwendung auch wenn
es profitabel erscheint.

Europa ist in der Verantwortung, der Welt ein gutes Beispiel zu geben,
lang genug war es ein Schlechtes.


Deshalb *Fortiter in re, suaviter in modo* Manfred





p.s. wenn aber Getreibe verheizen dann effizent - gibt ein Forum
dafür http://www.getreide-heizung.de/forum/t-203.html#571
da gehts zu einer Aussage über Steuer und Rapsöl
 
B

Bernd M

Guest
#18
Hallo Roland,
zur Zeit sind ja die Holz-Pellets modern.
Ich kenne zur Zeit nur die Vorteile:
-Nachwachsener Rohstoff (CO2 neutral)
-Zur Zeit fällt noch mehr Abfallholz an ,als von den Privaten Verbraucher verbrannt werden kann.
-Es gibt mehere Anbieter von Pellets (kein Anbieter Monopol)
-Ein Vollautomatischer Betrieb ist möglich,wenn der Vorratsbehälter "höher"steht als der "ofen".
-Förderprogramm extra für dieses System

Meine Informationen sind ca 3Jahre alt.
Hat sich da an der Frond was geändert ,oder warum willst Du Getreide verheizen?

Ich habe vor 3 Jahren eine Gasheizung bekommen und letzten Sommer habe ich ein paar Warmwasser Solarpanele dazugebaut.

Bernd M
 
#19
Hallo Bernd M,
da Du mich gezielt und namentlich genannt nach meinen Wünschen fragst, so möchte ich Dir meine Überlegungen nicht vorenthalten, die z.B. auch auf den Werten der folgenden Tabelle basieren:

<img src=http://www.solarmobil.net/bilder/brennstoff-tabelle-2006-01-12.jpg>

Die Tabelle ist Teil der Internetseite www.agriserve.de. Die setzten sich dort recht einghend mit diesem Problem auseinander, u.a. auch aus der Sicht der Landwirte, die dadurch wieder eine vernünftige Absatzmöglichkeit für Getreide haben.

Ich habe hauptsächlich zwei Nachteile bei der Körnerverbrennung gefunden:
1. normale "Brotsorten" eigenen sich wegen des hohen Eiweissgehalts nicht so gut für die Verbrennung. Daher muss man spezielle Sorten benutzen, die dann auch angebaut und angeboten werden müssen. D. h. die kontinuierliche Versorgung muss erstmal aufgebaut werden.

2. Es entsteht bei der Verbrennung zuviel Chlor. Das ist offenbar auch den Behörden, Schornsteinfegern und so bekannt, daher braucht man für Körnerverbrennung noch erschwerte Zulassungen bis hin zur Einzelzulassung unter besonderen Auflagen. Die speziellen Sorten für energetische Nutzung sind da Grundvoraussetzung, denn diese Sorten sind nicht so eiweisshaltig und machen daher nicht ganz so starke technische Probleme.

Und übrigens: Strohverbrennung scheint das absolut günstigste zu sein. Hier habe ich allerdings noch keine Öfen für den Hausgebrauch, also in der 10 bis 25 kW Klasse gefunden.

Was für Körnerverbrennung steht, ist der zur Zeit unschlagbar günstige Preis.
Allerdings ist mir durchaus klar, dass die Preise für alle Energieformen im Fluss sind. Körnerverbrennung ist erst kürzlich so billig geworden, und das kann sich auch wieder ändern. Eine Sicherheit für die nächsten 20 Jahre oder so gibt es nicht.

Das gilt natürlich für alle Energieformen. Ein Kollege liebäugelt (auch) mit einer Pelletheizung. Der Brennstoff ist rund 40 % billiger als Heizöl. Allerdings sollte man auch die Anlagenkosten mit berücksichtigen. Dies ist nur sehr individuell möglich. Berücksichtigt werden muss dabei, ob man sowieso gerade neue Anlagen braucht. Dann sieht die Rechnung natürlich besser aus. Aber nochmal zum Kollegen: Er wird wohl eine Pelletheizung schon deshalb einbauen, weil ein Lieferant ihm für die nächsten 5 Jahre den Pelletpreis schriftlich garantiert hat.

Mit anderen Worten: Deine Einschätzung, dass Pellets noch für eine Weile preisgünstig zu haben sein werden, scheint zu stimmen. Heizöl, das jedenfalls ist meine Einschätzung, wird sicher nicht billiger werden. Wenn die Irankrise sich verschärft, können die Preise für Rohöl auch leicht über 100 Euro pro Barrel ansteigen, und dann sieht es bitter aus für alle Heizöl-Verbraucher.

Holz ist natürlich unschlagbar günstig, wenn man selber mitarbeiten (kann). Wenn man es getrocknet ofenfertig kauft, ist der Preisunterschied zu Heizöl zur Zeit nicht so gross. Und dann dauernd zum Ofen rennen und auffüllen.... Wie heißt es dazu in den entsprechenden Foren ".. man macht sich zum Sklaven der Heizung". Bei Holz ist der Gesichtspunkt der Bequemlichkeit durchaus ernst zu nehmen. Das läßt sich nur individuell und auch nicht so leicht finanziell bewerten. Mit anderen Worten: das muss jeder für sich entscheiden, was er da machen kann und will. Übrigens: Holzheizung ist in Stadt- oder Mietwohnungen sowieso kaum machbar wegen des Holzlagers.

In der obigen Tabelle fehlt die Kombination Strom und Wärmepumpe. Erstaunlicherweise ist die kWh Wärmeenergie hier zur Zeit echt billig: Schwachlasttarif mit 10 Cent pro kWh geteilt durch Nutzungszahl 3 (die hoffentlich im Jahresmittel erreicht wird) ergibt dann 3,33 Cent pro kWh Wärme. Bei einem Bedarf von 20.000 kWh Wärme p.a. würden das "nur" 666 Euro p.a. an Heiz-Energiekosten ergeben. Nicht schlecht gegenüber zur Zeit rund dem doppelten bei Heizöl. Und bequem dazu, man braucht nicht mal einen Heizkeller und einen Öltank oder Holzspeicher. Z.B. die Luft-Wasser Wärmepumpe kann draußen - oder besser - sollte draußen stehen.

Nochmal zur Klärung: Ich bin noch immer in der Phase des Lesens, Diskutierens und Lernens. Noch ist bei mir privat keine Entscheidung für eine neue Heizung gefallen. Holz und Pellets sind noch immer im Rennen. Und der Gesichtspunkt der Bequemlichkeit steht bei mir ziemlich weit oben. Ich möchte also die Möglichkeit eines automatischen Betriebs ohne ständigem manuellem Nachfüllen sehr gerne haben.

 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#20
Hallo Zusammen

Es ist auch zu bedenken das das den Heizwert erhöt <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/hands/054.gif>

Ist zwar abhängig von der Art der Mitarbeit,
denn offen Traktor im Winter heimfahren, erhöt den Heizwert nicht.

Aber im Frühtau zu berge wenn die Andern <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/tired/043.gif>
frisch, from, frei und frölich seine Axt geschultert und für Ausgleich
im Biomassehaushalt gesorgt.
Ermöglicht aberns einen gesunden <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/tired/025.gif>

während im Automatikbetrieb duraus das vorkommen kann <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/tired/048.gif>

Dringend von der Selbstwerbung abzuraten ist bei zwei linken Händen
sonst sieht das beim Bier bestellen so aus <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/hands/102.gif>