Wechselbad der Gefühle

amperator

Neues Mitglied
20.11.2014
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#1
Ein freundliches Hallo in die Runde!

Ich bin nicht nur neu hier im Forum, sondern auch neu am Steuer eines nagelneuen Nissan Leaf Tekna. In den zurückliegenden 18 Monaten hatte ich die Gelegenheit, in einem zunächst nur auf 12 Monate angelegten Langstreckentests einen Opel Ampera (EV mit Range Extender) Probe zu fahren. Zu diesem Fahrzeug gäbe es natürlich manches zu erzählen, aber das gehört ja nicht gerade in ein Leaf-Forum. So viel aber sei gesagt: Trotz seiner bescheidenen Akku-Kapazität (mein erfahrenes Minimum betrug 48 km, mein Maximum 81 km) hat mich die Elektrofahrerei so überzeugt, dass ich nicht mehr zum konventionellen Antrieb zurückkehren wollte. Die zurückliegenden 18 Monate lehrten mich, mein durchschnittliches Streckenprofil besser kennen zu lernen und meine Fahrweise auf energie- und nervenschonendes Reisen umzustellen. Dabei haben mich die Erfahrungen ermutigt, nun auch noch auf die benzinbetriebene Hintertür des Range Extenders zu verzichten, den ich allerdings nach wie vor für bestimmte Einsatzsegmente als eine gute Alternative zum herkömmlichen Otto-Fahrzeug ansehe - wenngleich eine immer noch sehr teure, von der sich Opel nun wieder abzuwenden scheint, ohne schon eine elektrische Alternative in der Röhre zu haben. Diese Strategie verstehe, wer will!

Im September bestellt, konnte ich nun am vergangenen Freitag meinen für zunächst drei Jahre geleasten Nissan Leaf Tekna entgegennehmen - und ich habe wirklich Spaß daran! Ein wenig erschrocken war ich zunächst von der dicken Mappe mit den Handbüchern zum Fahrzeug: Studienmaterial für lange Winterabende ... Dank der vorherigen EV-Erfahrung erklärte sich aber das wesentlich von selbst, und für PC- oder Smartphoneuser lassen sich auch die meisten Prozeduren in der elektronischen Schaltzentrale ("Multimedia-Navigations-Klimatisierungs-Tablet") intuitiv erfassen.

Noch warte ich allerdings
a) auf die mitbestellten Winterreifen (dank der Klimaerwärmung momentan noch kein Problem!)
b) auf das nachbestellte CHAdeMO-Ladekabel
c) sowie auf den Zugang zu Carwings: Hier funktionert leider noch nichts, trotz Einschaltens der Nissan-Hotline. Der Händler ist aber guten Mutes, bis zur kommenden Woche in Erfahrung bringen zu können, wie er die fahrzeugeigene SIM (TUC) aktivieren muss. Aber was solls: Im Moment gibt es auch so noch genug Neues zu entdecken, und das Fahrzeug tuts bisher auch ganz gut ohne Carwings.

Gestern war ich in der - mit einem kleinen Schlenker - fast 70 km entfernten Oper in Essen. Ringsherum jede "Menge" Ladesäulen (RWE-Hauptquartier), doch keine einzige mit Schuko-Dose für mein mitgeliefertes Standardkabel. Da wurde mir schon ein wenig schwummerig beim Antritt der Rückfahrt: wird es auch wirklich reichen? Der Hinweis des Navis bei Eingabe der Rückroute "Eventuell kann das Ziel mit der vorhandenen Ladung nicht erreicht werden", war auch nicht wirklich beruhigend. Ich habe es trotzdem gewagt, wenn auch mit größter Vorsicht: kürzeste Strecke, ECO-Modus und Fahrstufe B. Und siehe da: die Entfernung schrumpfte auf 53 km, und die angezeigte Restreichweite bei Ankunft an der heimischen Ladestation betrug noch 29 km.

Apropos Ladestation: Hier kann ich glücklicherweise ohne zusätzliche Kosten die ja bereits installierte Wallbox des Ampera benutzen, sie versteht sich mit dem Leaf problemlos und einwandfrei. Und schon nach dem ersten Gebrauch wird sie in meinem Navi auch als Ladestation gelistet. Um sie aber auch für andere User freizugeben, müsste wohl erst Carwings funktionieren, oder?

Nun denn, das wars erst einmal zum Anfang. Ich hoffe, ich habe Euch nicht totgetextet, und ich finde hier im Forum manch nützlichen Hinweis für das und manch schöne Anekdote aus dem Leben der Elektromobilität!

Ein spannungsgeladenes Leben wünscht
amperator