Thema Blackout

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.562
Es ist edel gedacht, sich hier ums grosse ganze und die gesamte Republik Sorgen zu machen und Lösungen - sozusagen - in den Raum zu stellen. Ich mach das nicht. Und ich fürchte mal, dass es außer uns kaum jemand interessiert. Ist nur so meine unmaßgebliche Meinung.
Ich glaube auch, dass sich kaum jemand für den die Verhinderung eine großen Blackout interessiert. Aber ich lese immer mehr von Leuten, die sich einen Stromspeicher mit Notstromfunktionalität anschaffen. Teilweise werden da 5-stellige Summen an Geld versenkt, in dem Glauben dass man das für die derzeit im Schnitt etwa 11 Minuten im Jahr unbedingt braucht. Bei Niederspannung sind die Ausfälle sogar nur im Schnitt bei 2 Minuten.

Würden diese finanziellen Mittel in mehr PV Erzeugung gesteckt wäre der Energiewende mehr geholfen, und würden sich sogar rentieren, oder zumindest selbst langfristig tragen. Oft sind ja nur die perfekten Flächen mit PV ausgestattet. Aber es gibt oft noch viele weitere Flächen (Ost/West/Flach/Fassaden/...) die auch noch zur Verfügung stehen.

Genauso, wie die Speicherung und damit Teilvernichtung des selbst erzeugten PV-Stroms ist das meiner Meinung nach eine völlig irrationale Handlungsweise, soviel Geld in etwas zu investieren, was so wenig Einfluss hat. Das Notwendigste kann man auch mit weniger als 1/10 der Investition im Notfall das nötigste mit Strom versorgen, oder auch mal ein paar Stunden darauf verzichten.

Klar, solche Naturkatastrophen wie im Ahrtal sind schlimm, und lösen Ängste aus. Aber einmal ist die Wahrscheinlichkeit des Eintritts solcher Ereignisse äußerst gering. Zum Anderen ist nicht gesagt dass dann die eigene komplexe Anlage mehr als ein paar Stunden funktioniert. Da ist die Anschaffung eines Generators, wie der Honda, meiner Meinung nach die bessere Lösung. Allerdings sollte man diesen dann auch mindestens 1x im Jahr auch testen ob er läuft, und ausreichend Langzeittreibstoff, wie ASPEN gelagert haben, um zumindest einige Tage überbrücken zu können.
 

Stefanseiner

Mitglied
29.10.2021
133
39
Saarland
mona-stefan.de
Wenn man wirklich sinnvoll für einen überschaubaren Zeitraum gegen einen Stromausfall gerüstet sein will braucht es dazu weder viel Geld noch viel Umbauten und Technik.

Mein PV-Wechselrichter läuft im Regelfall ganz normal netzparallel, kann aber bei Bedarf umgeschaltet werden (2 Klicks im Menü) auf Inselbetrieb, d.h. der spannt dann ein eigenes 50Hz Netz auf für unser Haus. Direkt aus PV oder / und Batterie.
Vorher muss nur noch die Hauptsicherung des Hauses getrennt werden, damit der erzeugte Strom nicht ins öffentliche Netz zurück geht.

2x Klick, 1x Sicherung umlegen, keine Zusatzkosten - fertig.

Wer mag kann das noch via separatem Relais (20€) am eigens dafür vorgesehenen Ausgang am Wechselrichter + einem automatischen Umschalter (ATS - Automatic Transfer Switch, 30€) automatisieren, dann braucht man keine Sicherung mehr umlegen.

Das Gute daran:
Investitionen in PV + Batterie sind das ganze Jahr über sinnvoll und nicht nur 1 Stunde im Jahre alle 30 Jahre wenn mal Stromausfall sein sollte.


verwendeter Wechselrichter:
- MPP Solar MPI Serie. Modelle mit 3kW, 4kW, 5kW, 5,5kW, 10kW (MPI 5k kostet um 1.500€ inkl. Steuern, Zoll, Zubehör, der dreiphasige 10k etwa 2.500€ inkl. allem, der im Funktionsumfang abgespeckte 5.5k ist mit um 1.000€ der günstigste der Baureihe)
- baugleich ist Infinisolar, hier gibt es zudem noch Modelle mit 12kW und 15kW Leistung

Die günstigere "PiP Serie" kann nicht einspeisen, der Rest ist gleich, kostet dabei nur etwa die Hälfte
 
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