Thema Blackout

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.713
.....50 Millionen PKWs, davon 15 Millionen Dieselfahrzeuge. Rüsten wir lediglich eine Million von diesen auf Elektroantrieb um und verwenden diese Motoren von durchschnittlich 50 kW Leistung als stationäre Notstromaggregate .......
Noch Fragen? Ich gehe mal von mehreren 1000 Jahren Haltbarkeit dieser Motorflotte aus.

Mal abgesehen das ich das schon vor rund 10 Jahren hier thematisiert hatte ....und das der Angelpunkt für Pro EV......also hier auch gilt das perse so wie jetzt EV kein Heilmittel für das jetzige und zukunftige dringende Aufgabenstellungen .....


KOMENTAR Wieder mal irrrational Wunschtraum wieder besseren Wissens - auf was für eine Betriebsdauer ist ein PKW-Motor konzipiert.....
Für die die einfache Rechnungen lieben - und das gerne mit allgemeiner Lebenserfahrung in Deckung bringen um es auf Wahrheitsgehalt zu prüfen - 200.000KM mal durchschnittliche 100KM/die Stunde ergibt genau die Wirtschaftlche verschleissgrenze von 2000 Stunden (obsolenz Planung der Hersteller für Schnellläufer) und nicht von Propagierten 8.760.000 Stunden (in worten 8 Millionnen)


Das schaft noch nicht einmal ein nicht auf maximale Effizenz; Laufruhe; Startfähigkeit getrimmter Lanz-Buldog Extrem-langsamläufer.

Aber so ist er eben der etwas mehr danebenstehnde Bruder des Prof. Bienlein .
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Nein, nur 100 Stunden Jahresarbeitszeit für GUD-Kraftwerke, das rechnet sich nicht.
Da wären unsere stillgelegten Braunkohlenkraftwerksturbinen viel preiswerter, wenn sie mit Gas betrieben würden.
50 Millionen Elektroautos mit 10.000km Jahresfahrleistung und 15 kWh/100km Strombedarf benötigen 75 Millirden kWh + Heizzuschlag. Durchschnittsleisting ca 12 GW.
Alle gut lösbar mit meinen vorgeschlagenen als Elektrogenertor umgebauten , ausgebauten Verbrennermotoren, die alle dezentral aufgestellt werden und auf Gasbetrieb umgestellt, auch Biogas. Die Diesel mit Zündstrahlbetrieb ( DME). Die russischen Erdgasquellen halten dann mehr als doppelt so lange.
Wenn wir dann unsere Energievernichtungsanlagen abschalten, stehen uns als superschnelle Energiereserven ausgediente Flugzeugtriebwerke zur Verfügung. Die sind finanziell tatsächlich mit wenigen 100 Jahresbetriebsstunden zufrieden. Nur, unsere ausgebauten Verbrennermotoren sind besser. Heizofen bereits eingebaut, wasserbetrieben.

Auch, wenn Ihr sie nicht mögt, noch nicht entwickelte, narrensichere Kernkraftwerke pochen bereits an die Tür. Die könnten da allerdings noch lange stehen...
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.690
Bernd, wer soll denn diesen Ausbau von für den typischen Heizbedarf völlig überdimensionierten Verbrennungsmotoren, und den Umbau zum BHKW zu welchem Preis umsetzen?

Wenn Du weißt wie man ein Muscheldiagramm ließt kannst Du sehen dass der Wirkungsgrad unterirdisch ist. Verbunden mit hohem Wartungsaufwand endet das in einer finanziellen und ökologischen Katastrophe.

Warum denkt man wohl über Mikro- und Nano-BHKWs nach?

Die Senertec und andere BHKWs lohnen sich nur für Großobjekte oder Anwendungen mit hohem Wärmebedarf, wie unisolierte Häuser und private Schwimmbäder, aber nicht für das gemeine Wohnhaus.

Wenn sich so was finanziell rechnen würde, wäre der Markt schon von entsprechenden Geräten überschwemmt. Davon ist aber nichts zu sehen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Man geht weg von komplizierten und wartungsintensiven Anlagen und wechselt entweder zur Gas- oder Wärmenpumpenheizung.

Die Kombination aus GUD Kraftwerken mit 60 % elektr. Effizienz und Wärmepumpe ist energetisch effizienter als ein Kleinverbrennungsmotor als BHKW mit Wärmenutzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Wertungen: Stefanseiner

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Zuerst mal ein entschiedenes Dementi meiner Rechnung: Da hat mal wieder der Wunschteufel zugeschlagen: Nein, nicht 3 Cent, sondern 30 Cent Ersparnis erbringen die 100 Liter Wasser, um 50 Grad erwärmt.
Da lohnt es schon, für die morgentlichen Brötchen einmal den Reifenberg herunter und vor allem wieder hinauf zu fahren.
Ein stationärer Motor hat eine viel höhere Lebensdauer , als wenn er im Auto eingebaut ist.
Klar, alles nur eine Bastlerlösung. Für Städter unbrauchbar. Da ist die Auslastung viel höher und es lohnt sich die Entwicklung von etwas Vernünftigem. Die Vaillants und Senertecs sind noch viel zu teuer.
Außerdem wirkt das Steuersystem einer solchen Anlage entgegen. So ganz nebenbei gibt es noch unüberwindliche Monopolgesetze und die Altmaiers sind noch putzmunter. Nicht einmal eine Bauchumfangssteuer gibt es.
Ich schlage einen sogenannten Grünfilter vor: Energie- und Wirtschaftsminister kann nur noch werden, wer durch einen Reifen von wohldefiniertem Durchmesser passt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.776
91365 Reifenberg
Da lohnt es schon, für die morgentlichen Brötchen einmal den Reifenberg herunter und vor allem wieder hinauf zu fahren.

Oh Bernd, bleib doch mehr bei der Sache, als hier zu persönlich zu werden. Ich kanns ja noch aushalten dank Alter und dickem Fell.
Aber den Reifenberg rauf und runter um Warmwasser zu machen? Womit denn? Elektrisch wird rekuperiert, einenen Verbrenner kann ich hier nicht mehr runter fahren, und bergauf geht der Strom wieder flöten.

Nö, Deine Vorschläge sind - wohlmeinend angemerkt - ziemlich weltfremd. Und nochwas gilt: Machen, nicht vorschlagen. Und dann über Erfahrungen berichten.

Den Senertec hatte ich mal erwogen. Aber beim Nachrechnen hat sich gezeigt, dass er ab 4000 Betriebsstunden p.a. lohnend ist. Nicht darunter. Da komme ich nie hin. Also nix für mich.

Gruss, Roland
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Lauter Kirsch-Opfer , lese ich gerade im BHKW-Forum. Der Sohn meines Cousins arbeitet dort, in der Entwicklungsabteilung. Muss ich ja wohl schimpfen, wenn ich ihn besuche. Den Honda-Motor hätte ich auch selbst mit meinem bereits vorhandenen Asynchron.Generator verbinden können. Habe ich aber nicht vor. Knattert zu laut, Abgase und das Haus gehört mir auch nicht. Die Stadtwerke Krefeld konnten mich erfolgreich mit 25,94 Cent/kWh einfangen. Entschuldigung, +0,2 Cent Biostromaufschlag. Kommt versandkostenfrei extra aus Norwegen zu mir. Muss ich also gar nicht erst hinfahren. Ich hoffe, er schlägt sich nur nicht mit den vielen schwarzen Braunkohlenelektronen.
Wie sind Eure Erfahrungen mit den papiernen Bio-Elektronen? Die Kirsch-Elekronen haben auch einen negroiden Einschlag, werden aber durch eine teilweise Wärmenutzung geadelt.

Es sind gewaltige Hürden, die einer gemeinsamen Nutzung durch eine Gemeinschaft entgegen stehen. Nein, auch nix für mich. Vielleicht ist der Einsatz eines alten Prius sinnvoller ist, also mit Gasbetrieb. Der ist wassergekühlt und damit direkt ans Haus anschließbar. Vermutlich ein guter Wirkungsgrad und haltbar.
 

MEEMo

Mitglied
14.10.2012
125
Gut, wir sind im Bereich Off-Topic/Stammtisch
trotzdem heisst der Titel Blackout, bitte keine Gedankenspielereien, die unrealistisch sind und sich nicht auf Blackout beziehen
dazu kann man Meinungen haben, aber...
die Eintretenswahrscheinlichkeit eines Blackouts ist in der Tat sehr gering
die Auswirkungen sind in der Tat haarsträubend (vielleicht erinnert sich noch jemand an die Eisregen im Münsterland, wo ganze Gittermasten in sich zusammenstürzten)

und noch etwas: wir sind wieder näher dran, an einem Blackout, als auch schon
die oft unterschätzten Gefahren sind: Handel mit Strom - die Zocker wissen nicht was sie tun, sie haben in der Tat keine Ahnung (Wetten auf fallende Strompreise, das sollte als krimineller Akt vom Gesetzgeber von Amtes wegen verfolgt werden müssen, und zwar im ganzen UCTE-Gebiet!)
die Cyberkriminellen werden im Falle eines auftretenden Krieges die gegnerischen Kraftwerke abschalten (Ukraine)

man muss nicht den Teufel an die Wand malen und gewisse Aussagen sind polemisch, aber sich Gedanken machen, was wäre, wenn...

hoffen wir, dass es nie, nie soweit kommt... aber die Titanic war ja auch unsinkbar und...

Lesestoff gefällig?

 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Meine Meinung: es gibt keinen blackout, wenn wir die Wichtigsten Leitungen mit Gleichstrom betreiben, den kann man kontinierlich heruntergeln. Dann gibt es kein Ein-Aus mehr. Viele Verbraucher kann man kontinuierlich herunter regeln.
Alles, was mit elektrischer Heizung verbunden ist, ist zu 100% regelbar, Wärme lässt sich zwischenspeichern. Es muss nicht mehr ein ganzer Stadteil an einem Netz mit drei Phasen hängen, das ausfällt, wenn nur eine Phase aus dem Gleichtakt kippt. Synchronität-was ist das bei Gleichstrom? Das Schöne ist, solch ein Netz muss nicht mit einem Schlag umgebaut werden, das geht auch in beliebig kleinen Schritten, die Gleichstromschienen passen sich jeder Belastung an.
Heute habe ich vom Solardach von Ikea geladen, die Ladeleistung passt sich an, an die einfallende Sonnenenergie und an die Vorlieben des Batteriemännnätschments.
Es ist überhaupt kein Problem, hier einen bidirektionalen Betrieb einzurichten. Die Stromrichtung wird alleine durch die Taktung des PWM-Signals bestimmt. Das funktioniert in dieser einfachen Form in Wechselstromnetzen nicht.
Wechsel- und Drehstromnetze unterschiedlicher Phasenlage lassen sich nur über Gleichstrom-Zwischenkreise problemlos koppeln. In fast jedem Frequenzumrichter zur Motorsteuerung ist das so verwirklicht.
Windgeneratoren werden auch ohne Gleichstromzwischenkreis an das phasenstarre Netz gekoppelt.
Sollte die Saraleitung Wirklichkeit werden, wird die Meerenge von Gibraltar bzw. Sizilien durch eine Gleichstromleitung gekoppelt, eine sogenannte Gleichstromkurzkopplung. Frequenz und Phase dürfen dann auf den beiden Kontinenten verschieden sein (GK und GKK).. Falls man nicht ganz auf Gleichstrom umsteigt.
Unser "Brummnetz" wird dann nur noch wegen der einfacheren Schalter fortbestehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Ganz vergessen habe ich, darauf hinzuweisen, dass Gleichstrom die Leitungen stark verschlankt, weil der volle Leiterquerschnitt vom Strom durchflossen wird. Schon bei 5cm Durchmesser sorgt der Skineffekt dafür, dass das Innere für den Stromfluss wetgehnd verloren ist. Damit der Skineffekt niedrig in seiner Wirkung bleibt, sind unsere Hochspannungsleitungen als 5cm-Durchmesser-Rohre aus Aluminium ausgeführt von ca 1cm Rohrdicke, also moglichst große Oberfläche. Bei höheren Frequemzen verwendet man vieladrige Litzen. Bahnstrom ist mit Rücksicht auf den Skineffekt und damit auch Resonanzlängen, auf 16 2/3 Hz beschränkt.
Wechselstrom von 50 Hz dringt im Wesentlichen nur gut 9mm in einen Kupferleiter ein, in Aluminium etwas tiefer.
Gleichstrom bedarf also geringerer Spannungen zum Energietransport, erlaubt aber aus mehreren Gründen höhere Spannungen, was man natürlich ausnutzt. Die Grenzen sind die Spannungen, ab denen es Überschläge gibt und , wann die Temperatur durch den Ohmschen Widerstand sich ca 100 Grad nähert.
Also, enorme Möglichkeiten. Es wurden Leitungen von 3 Megavolt ausgeführt. Man bleibt heute meist darunter.

Mit HGÜ erschließt man größere Flächen, was die Netzstabiität erhöht. Andereseits steigt die Anschlagsgefahr. Allah erteilte al Qaida einen entsprechenden Auftrag. Ich bin Zeuge einer entsprechenden Veranstaltung in Düsseldorf. Deutschland wurde allerdings relativ verschont.
 
Zuletzt bearbeitet:

Stefanseiner

Mitglied
29.10.2021
236
40
Saarland
mona-stefan.de
Ich dachte, wir hatten bereits in Beitrag 4 und 9 geklärt, dass die Angst vor einem echten Blackout (= nicht bloss ein temporärer, regionaler Ausfall wegen ein paar im Unwetter umgestürzter Masten) in Deutschland unbegründet weil wissenschaftlich nicht nachvollziehbar ist...
 
  • Like
Wertungen: Kamikaze

p.hase

Aktives Mitglied
04.03.2012
1.318
Jeder Drilling oder Nissan (seit 2010) hätte im Ahrtal von jetzt auf gleich Strom spenden können für Kaffee, Tee, Heizlüfter. Durfte man aber nicht, da Deutschland.

Habeck vorgestern im Radio. "Wenn wir dran sind werden wir den Strom (für Elektroautos?) rationieren". Stichwort "von aussen steuerbare geförderte Wallbox". Jetzt wissen sie endlich und Deine Versicherung auch wer wann wieviel mindestens wieviele Kilometer fährt.
 

wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.627
55
Egweil
Habeck vorgestern im Radio. "Wenn wir dran sind werden wir den Strom (für Elektroautos?) rationieren". Stichwort "von aussen steuerbare geförderte Wallbox". Jetzt wissen sie endlich und Deine Versicherung auch wer wann wieviel mindestens wieviele Kilometer fährt.
Es werden grausige Zeiten auf uns zukommen, zeit das Land zu verlassen. Wenn alles gut geht ist es bei mir im kommenden Jahr soweit.
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Für die Rationierung der Strommenge zur Aluminiumherstellung bin ich schon lange Bitte nicht ausgerchnet in Deutschland. Ich wohne in der Abgasfahne von Garzweiler. Was habt Ihr bloß gegen das "smarte Netz"? Irgendwo muss schließlich der Ladestrom dafür geregelt werden. Das Übermitteln privater Daten können wir verhindern.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.776
91365 Reifenberg
Langsam kommt es mir vor, dass der Blackout nicht eigentlich ein technisches Problem ist.
Sondern mehr ein menschliches.

Technisch jedenfalls - da bin ich mir sicher - bekomme ich das in den Griff. Aber ich kann nicht für andere sprechen.

Gruss, Roland
Wir sollten die Sache nicht einseitig optimistisch sehen und auch nicht einseitig pessimisch. Besser realistisch.
 

p.hase

Aktives Mitglied
04.03.2012
1.318
Man kann das Spiel mit dem Blackout noch weiter betreiben. Die japanische Version des Mirai hat eine Chademo-Buchse im Kofferraum. Würde man den Mirai in ein japanisches Passivhaus stellen könnte man mit seiner Wärmepumpe über die Lüftung heizen oder kühlen UND den Haushalt mit Strom versorgen. Ekelhaft von uns überhaupt an sowas zu denken bei 9,50€ gedeckelt pro Kilogramm H2.

Eine Firma unweit von Deutschland, verkauft kleine 10kW Schnelllader/Rückspeiser wie geschnitten Brot - an Chademo-Fahrer, zur Stabilisierung des Stromnetzes und um den überschüssigen Solarstrom zu verkaufen. Überall hin verkaufen sie diese Kiste in Europe, wie blöde, nur nicht in Deutschland. Weil, ätsch, verboten.

So schaffen wir den Klimawechsel.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.690
Die kleinteilige Stromerzeugung aus irgendwelchen Brennstoffen ist eine große Verschwendung von wertvollen Resourcen, selbst wenn die Wärme genutzt wird. Es geht darum in der Dunkelflaute aus möglichst wenig Brennstoff möglichst viel Strom zu erzeugen. Wenn man dabei noch die Abwärme nutzen kann, umso besser, aber vordringlich geht es um den hochwertigen Strom.

Bei der Stromerzeugung aus Brennstoffen mit hoher Effizienz vor allem die Größe. Ein GUD-Kraftwerk erzeugt den Strom mit teilweise 60+ Wirkungsgrad. Mit Großdieseln kommt man auf mehr als 50+ % Wirkungsgrad. In beiden Fällen kann man auch regenerativ erzeugte Brennstoffe nutzen. Aber selbst wenn man weiter fossile Brennstoffe nutzen würde, wäre das bei einer hohen installierten Leistung an EE weniger als 1/10 des heutigen Verbrauches, insbesondere wenn man nicht nur den heutigen Strommarkt, sondern auch andere Sektoren wie den Verkehr und den Wärmemarkt mit einbezieht. Die hohe Effizienz der Großanlagen sorgt dafür dass der Verbrauch drastisch reduziert wird.

Die Niedertemperaturwärme, die man mit dezentralen Micro- und Nano-BHKWs erzeugen möchte, wird mit einem Verzicht auf hochwertigen Strom erkauft. Diese Niedertemperaturwärme kann in der Kombination GUD+Wärmepumpe viel effizienter erzeugt werden. Die Klein-BHKWs habe einen elektrischen Wirkungsgrad, der kaum 30 % übersteigt.

Eine einfache Beispielrechnung:
Klein-BHKW: 10 kWh Brennstoff -> 3 kWh Strom + 6 kWh Wärme
GUD(ohne Wärmenutzung)+WP: 10 kWh Brennstoff -> 6 kWh Strom -> 3 kWh Strom + 9 kWh Wärme
GUD(mit Wärmenutzung)+WP: 10 kWh Brennstoff -> 6 kWh Strom + 2 kWh Wärme -> 3 kWh Strom + 11 kWh Wärme
Damit das Klein-BHKW überhaupt diesen Nutzen erbringt muss es rein wärmegeführt genutzt werden. D.h., nur wenn man Wärme braucht erzeugt es auch Strom. Für eine sichere Stromversorgung müssen die Anlagen aber Strom geführt betrieben werden, d.h. es gibt nicht immer eine Nutzung für die Wärme, und der Überschuss muss ohne Nutzung weg gekühlt werden. Gerade während der Dunkelflaute wo der Strombedarf am höchsten ist, ist es oft noch nicht so kalt, dass ein hoher Heizbedarf vorhanden wäre. So gibt man sich damit zufrieden dass man aus 10 kWh Brennstoff nur 3 kWh Strom macht. Das ist nur halb so viel Strom wie man aus dem GUD Kraftwerk bekommen könnte.

Auch sind die Investitions- und Betriebskosten für Millionen von Klein-BHKWs inklusive nötiger Versorgungsinfrastruktur, weit höher als für die äquivalente Erzeugungsleistung und Infrastruktur für GUD-Kraftwerke.

GUD-Kraftwerke haben spezifische Investitionskosten von etwa 800 €/kW.

Kein man ein Klein-BHKW mit 1 kW elektr. Leistung für den gleichen Preis oder weniger Herstellen und installieren?
Was kostet die Versorgungsinfrastruktur mit Gas pro Klein-BHKW?

Im Vergleich zu Klein-BHKW hat eine Wärmepumpe kaum Wartungskosten und eine sehr lange Lebensdauer. Gebäude brauchen nur einen Stromanschluss und keine zusätzliche Infrastruktur für einen Brennstoff.

Da die Wärmepumpe mit Strom läuft kann man sie Elektroautos einsetzen um überschüssigen Strom in Nutzenergie zu speichern, und so die intermittierenden EE viel effektiver nutzten. Das ist sogar effizienter als die Speicherung der Energie in Batteriespeichern, da kein Rückwandlungsverlust entsteht, da die Nutzenergie Wärme direkt ohne Wandlung genutzt werden kann. So kann zu Zeiten hoher Erzeugung im Schnitt etwa die 3-fache Menge an Nutzenergie gespeichert werden, und diese in schwachen Zeiten effektiv genutzt werden. Damit lässen sich je nach Größe des vorhandenen Speichers nicht nur tägliche Schwankungen, sondern auch Schwankungen im Wochenbereich ohne große Verluste ausgleichen. Ein Speicher für 30 kWh Wärme ist viel günstiger und langlebiger als ein Stromspeicher für 10 kWh Strom.

Natürlich erfordert das auch eine entsprechende Steuerung. Die Basismechanismen dafür sind aber schon vorhanden, sie müssen nur richtig priorisiert werden.

Für das Ortsnetz gibt es die Spannung als Regelgröße, für das Verbundnetz die Frequenz. Sowohl Erzeuger als auch Verbrauchen können diese Größen nutzen um netzdienlich einzuspeisen, als auch netzdienlich zu verbrauchen/speichern. Wo bei hier die Priorität ist möglichst viel EE einzuspeisen und den Überschuss mit möglichst geringen Verlusten lokal und regional zu speichern, auch als Nutzenergie Wärme. Genauso sollten bei Unterdeckung der EE erst Mal die lokalen und regionalen Speicher weitgehend geleert werden, bevor eine Erzeugung aus Brennstoffen einspringt.

Das Konzept mit der Kombination aus GUD+WP ist meiner Meinung nach besser für eine effiziente Versorgung mit Strom und Wärme geeignet, als eine Versorgung mit Million von umgebauten Verbrennungsmotoren.

Was den immer wieder erwähnten Gleichstrom betrifft, so sehe ich außer als für die effiziente Fernübertragung in einem kontinentalweiten Strom Verbund, keine Vorteile auf der Ebene der regionalen Übertragungs- und Versorgungsnetze. Im Gegenteil, denn einmal haben wir heute ein Vebundnetz mit Wechselspannung, und ein Umbau in ein Gleichspannungsnetz würde wegen des fehlenden Nulldurchgangs eine aufwendige Aufrüstung aller Sicherungsmaßnahmen und Schalter erfordern. Zum Anderen gibt man den Vorteil der einfachen Netzregelung von Erzeugung und Verbrauch über die Frequenz auf. Das könnte man heute zwar mit modernen Kommunikationsmitteln ersetzen, aber dies würde immensen Aufwand für die Gewährleistung der Ausfallsicherheit erfordern.

Eine Weiterentwicklung des Wechselspannungsnetzes mit Frequenzregelung zu einem flexiblen Instrument Erzeugung, Verbrauch und Speicherung nach Priorität zu steuern scheint mir deshalb viel sinnvoller zu sein.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.690
Die werden an bestehenden Trassen platziert und der Anschluss ist weit günstiger als ein flächiges Gasnetz bis zu jedem Haus.
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
589
Auch, wenn der Wirkungsgrad eines bereits vorhandenen, vor der Veschrottung geretteten Verbrenners nur 15% beträgt, die übrigen 85% Wärme lassen sich in der Heizsaison voll nutzen und der elektrische Wirkungsgrad schlägt dann mit vollen 100% zu Buche. Wenn dann mitten im Sommer der Strom ausfällt, stören uns dann auch die 30 kW Gasverbrauch nicht, wenn wir damit das spannende Länderspiel gegen San Marino zu Ende sehen können,
Wenn unsere Versorungsnetzbetreiber dann 10 mal im Jahr geübt haben, bekommen sie das europäische Netz auch wieder nach drei Minuten hoch, sogar telefonisch oder mit Flaggenzeichen.
Dann laufen Eure GUD-Kraftwerke wieder. Üblicherweise windet es dann auch wieder, die Sonne geht auf und die Polen stehen nicht mehr auf den beiden nördlichen Strömen.
Notfalls helfen uns unsere amerikanischen Freunde mit leckeren, gecracktem Flüssigaskugeln aus.
Ein fester Liefer- und Anlandevertrag vermeidet jede Art von Blackout.
Ich spreche hier nur von kostengünstig umgebauten Notstromaggregaten , die wir vor der Verschrottung gerettet haben. Als stationre Motoren haben die eine ansehnliche Standzeit. Bei einer Stunde Laufzeit im Jahr halten die mehr als 1000 Jahre.
Ihr merkt, es geht mir nur um den Notfall, der dann wirklich vermieden wird. Dezentral. Wärmeverteiling notfalls über Feuerwehrschläuchlein. Stromverteilung über den Stacheldraht vom Bauern. Ist ja wirlich nur für den Notfall.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.776
91365 Reifenberg
Ist ja wirlich nur für den Notfall.

Ich höre seit über 30 Jahren von diesen Ängsten, auch in der Familie. Notfall und so. Habe daher kleine Notstromaggregate hier rumstehen. Muss mal schauen, ob die es noch tun. Also ob die überhaupt noch was tun.

Ja wirklich: Nur rumstehen. Seit vielen Jahren.
Ich habe sie in 30 Jahren genau NULL mal benötigt. Na ja, den Honda 20i wollte ich auch zum E-Auto laden unterwegs nutzen. Habe ich allerdings in 35 Jahren Elektromobilität auch noch nie benötigt.

Das neue Schlagwort: German Angst.
Na ja, was noch nicht ist, kann ja noch werden. Stürme, Unwetter und andere Katastrophen. Auch ein Trafo kann mal brennen. Für ein paar Stunden reichen die 19 kWh Akkus in meinem Hotzi. Falls länger dauert, muss ich es doch mal wieder mit einem Verbrenner probieren. Das alles gilt für mich und mein Haus. Was ich persönlich tatsächlich machen werde, ist eine kleine Notstromversorgung für die Heizung. Will nicht im Kalten sitzen, wenn mal ein paar Tage der Strom weg ist. Die benötigten elektrischen Energiemengen sind gering, vor allem für die Holzheizung. Eigentlich nur für 2 Pumpen á ca. 15 Watt oder weniger. Also unter 1 kWh pro Tag. Eine von den Pumpen geht sowieso schon mit 12 Volt. Für die andere Standard-Heizungspumpe suche ich noch eine 12V Lösung. Notfalls muss es über einen kleinen Wechselrichter gehen. Allerdings ist ein wirklich nennenswerter Strom- und Heizungsausfall in den nunmehr knapp 40 Jahren, die ich in diesem Haus lebe, noch nicht vorgekommen. Wie geschrieben: 40 Jahre. Ich spreche hier nicht von 1000 Jahren.

Es ist edel gedacht, sich hier ums grosse ganze und die gesamte Republik Sorgen zu machen und Lösungen - sozusagen - in den Raum zu stellen. Ich mach das nicht. Und ich fürchte mal, dass es außer uns kaum jemand interessiert. Ist nur so meine unmaßgebliche Meinung.

Gruss, Roland
 
  • Like
Wertungen: Kamikaze

Anmelden

Neue Themen

Neueste Beiträge