Straßensperren und City-Maut!

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#1
"Jahrelang haben deutsche Städte Schadstoffgrenzwerte ignoriert. Ab Januar zwingt die EU sie zur Einhaltung. Nun drohen Fahrverbote."
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,330927,00.html

Das wurde aber auch Zeit!
Ich bin nur mal gespannt, ob die deutsche Bürokratie nicht rein zufällig "vergißt", Elektrofahrzeuge davon auszunehmen :rolleyes: .

Gruß Jens
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#2
Jens Schacherl schrieb:

Ich bin nur mal gespannt, ob die deutsche Bürokratie nicht
rein zufällig "vergißt", Elektrofahrzeuge davon auszunehmen
:rolleyes: .
Warum sollten die Elektroautos denn ausgenommen werden. Diese verursachen genauso Emissionen halt nur in Kraftwerken. ;)

Emil
 
G

Georg Schütz

Guest
#4
Ja Emil, bei so einem radikalökologischen Ansatz sollte man den eigentlich auch den Haushaltsstrom abdehen. Schließlich braucht so mancher Kühlschrank am Tag mehr als ich bei meinem alltäglichen Weg von 33km zur Arbeit (2kWh).
Bei diesem Energieverbrauch lohnt es sich sogar noch mit Solarstrom zu tanken, selbst bei 50Cent/kWh kommt man mit 1€ im Vergleich zum Benzinfresser (3,5€) noch ganz gut weg.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#5
Gunther Kufner schrieb:

;-)
Jepp. Aber die sind nicht in den Städten, ausser vielleicht
unseren Solarkraftwerken und BHKWs... :)
Wie umgeht der Ostfriese ein Fahrverbot wegen Emissionen in der Stadt?

Ér befestigt einen Abgasschlauch am Auspuff und leitet so die Abgase in weniger belastete Gegenden, oder er hat einen Zusatztank in seinem Fahrzeug in dem die Abgase gespeichert werden. :p

Emil
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#6
Schließlich braucht so mancher Kühlschrank am Tag mehr als ich bei meinem alltäglichen Weg von 33km zur Arbeit (2kWh).
Dies muss ein Kühlschrank der Effizienzklasse Z sein. ;)

Ein typischer Kühlschrank braucht heute 0,23 kWh/100 l in 24 h.

Bei diesem Energieverbrauch lohnt es sich sogar noch mit
Solarstrom zu tanken, selbst bei 50Cent/kWh kommt man mit 1€
im Vergleich zum Benzinfresser (3,5€) noch ganz gut weg.
Lüg Dir bitte nicht in die Tasche. Die Investitions- und Betriebskosten (Batterie) machen ein Elektrofahrzeug unrentabel. Man kann es getrost als Hobby einstufen.

Da bin ich mit meinem Benzin-SMART der auf 33 km auch weniger 2 € Treibstoffkosten hat noch ganz gut dran. Und ein Diesel-SMART würde auf vergleichbare Treibstoffkosten kommen.

Ich habe auch nichts dagegen wenn Elektrofahrzeuge von solchen Fahrverboten ausgenommen würden. Schliesslich verbrauchen sie wegen ihrer einfachen Bauweise weit weniger Energie und erzeugen weniger Emissionen als die meisten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Aber auch sie verursachen indirekt Emissionen die man nicht vergessen sollte. Und dass es von den CO2 Emissionen keinen Unterschied macht z.B. einen Hotzenblitz oder einen SMART zu fahren habe ich schon gezeigt. Wenn jetzt der Strom der Elektrofahrzeuge von fossilen Kraftwerken in der Stadt kommt hat man wenig gewonnen. Und wenn die Kraftwerke auf dem Land stehen dann ist es ein Handeln nach dem St.Florians Prinzip.

Insofern sollte nur Elektrofahrzeugen die Fahrt erlaubt werden wenn der Strom aus eigener regenerativer Erzeugung kommt (eigene Anlage oder Beteiligung an einer Anlage). Vielleicht könnte man daraus dann einen Rechtehandel entwickeln.

Ich hätte dann auch noch aus meinen Beteiligungen an verschiedenen Windparks noch ein paar 10.000 kWh an Rechten anzubieten. ;) Denn momentan kann ich gut und gerne behaupten alle Energie die meine Familie und ich verbraucht wird mehr als vollständig regenerativ gewonnen.

Gruß,
Emil
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#7
Emil schrieb:

[...] Die Investitions- und
Betriebskosten (Batterie) machen ein Elektrofahrzeug
unrentabel. Man kann es getrost als Hobby einstufen.
Durch ständiges Wiederholen falscher Behauptungen wird man vielleicht irgendwann amerikanischer Präsident, aber wahrer werden sie dadurch nicht.

Es gibt nicht DAS Elektrofahrzeug, genausowenig wie alle Leute Smart fahren, die kein Elektrofahrzeug haben.
Mein Scootelec hat sich jedenfalls nach über 3 Jahren, knapp 22.000 km und nicht vorhandener Batterie- und sonstiger Wartungskosten längst rentiert, vom nicht mit Geld zu bemessenden Fahrspaß ganz zu schweigen.
Und ob sich mein Renault Express rentiert hat?
Selbst wenn ich stattdessen einen Smart hätte, wären die "Treibstoffkosten" immer noch höher, und ein gebrauchter Smart hätte mich auf jeden Fall mehr gekostet als der Renault (inkl. Transport aus Frankreich und Zulassung in D).
Wartungskosten in 2 Jahren: 755€ für 4 neue Ganzjahresreifen+TÜV+neue Bremsscheiben vorne, 1 neuer 12V-Bleiklotz und etliche Liter destilliertes Wasser Der Link wurde entfernt (404)..

Komisch übrigens, daß sich Elektrofahrzeuge immer auf den Zehntelcent "rentieren" müssen. Wenn das bei Verbrenner-Kisten auch der Fall sein müßte, dann würden Marken wie Porsche und BMW, und der größte Teil der heute am Markt befindlichen übermotorisierten PKW-Modelle dazu, überhaupt nicht existieren.
Aber mir kann ja gerne mal jemand vorrechnen wie sich ein BMW-Mini (=Spritsäufer ohne Kofferraum) "rentiert"...
Ich habe auch nichts dagegen wenn Elektrofahrzeuge von
solchen Fahrverboten ausgenommen würden. Schliesslich
verbrauchen sie wegen ihrer einfachen Bauweise weit weniger
Energie und erzeugen weniger Emissionen als die meisten
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Aber auch sie verursachen
indirekt Emissionen die man nicht vergessen sollte. Und dass
es von den CO2 Emissionen keinen Unterschied macht z.B. einen
Hotzenblitz oder einen SMART zu fahren habe ich schon
gezeigt.
Daß das auch davon abhängt, wie der Strom produziert wird, unterschlägst Du leider.
Wenn jetzt der Strom der Elektrofahrzeuge von
fossilen Kraftwerken in der Stadt kommt hat man wenig
gewonnen. Und wenn die Kraftwerke auf dem Land stehen dann
ist es ein Handeln nach dem St.Florians Prinzip.
Damit behauptest Du, für den Anwohner einer viel befahrenen Straße z.B. der Münchner Innenstadt wäre die Belastung durch Lärm und Schadstoffe praktisch gleich groß, egal ob an der Ampel vor seinem Fenster Autos mit Verbrennungsmotor stehen oder Elektrofahrzeuge, die mit Strom aus einem modernen Kohle- oder Gaskraftwerk außerhalb der Stadt geladen werden.
Eine wirklich interessante Theorie...
ntc.gif

Zur Behandlung empfehle ich (3x täglich vor dem Fahren ;-) ):
Der Link wurde entfernt (404).
The purpose of this paper is to prove that EVs recharging from today’s power plants are substantially cleaner than even the most efficient ICE vehicles. The myth that EVs are “elsewhere emission vehicles” will be put to the test with facts that clearly show EVs and power plants are cleaner, more efficient and more reliable then the infrastructure that supports ICE vehicles.
Insofern sollte nur Elektrofahrzeugen die Fahrt erlaubt
werden wenn der Strom aus eigener regenerativer Erzeugung
kommt (eigene Anlage oder Beteiligung an einer Anlage).
Vielleicht könnte man daraus dann einen Rechtehandel
entwickeln.
Der heilige St. Bürokratius möge uns alle vor derartigen Komplikationen bewahren
xpb_nut.gif
.

Gruß Jens
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#8
Es gibt nicht DAS Elektrofahrzeug, genausowenig wie alle
Leute Smart fahren, die kein Elektrofahrzeug haben.
Mein Scootelec hat sich jedenfalls nach über 3 Jahren, knapp
22.000 km und nicht vorhandener Batterie- und sonstiger
Wartungskosten längst rentiert, vom nicht mit Geld zu
bemessenden Fahrspaß ganz zu schweigen.
Die Elektroroller und Autos mit NiCd Akkus sind vielleicht eine Ausnahme, aber wenn es um die vierrädrigen Seifenkisten mit Bleibatterien geht sieht die Sache ganz anders aus. Du kannst hier regelmässig über die Lebensdauer der Batterien lesen.

Und ob sich mein Renault Express rentiert hat?
Selbst wenn ich stattdessen einen Smart hätte, wären die
"Treibstoffkosten" immer noch höher, und ein gebrauchter
Smart hätte mich auf jeden Fall mehr gekostet als der Renault
(inkl. Transport aus Frankreich und Zulassung in D).
Wartungskosten in 2 Jahren: 755€ für 4 neue
Ganzjahresreifen+TÜV+neue Bremsscheiben vorne, 1 neuer
12V-Bleiklotz und etliche Liter destilliertes Wasser
Der Link wurde entfernt (404)..
Du kannst ja wohl ein Fahrzeug das Du wegen des fehlenden Marktes günstig bekommen hast nicht mit anderen Serienfahrzeugen vergleichen.

Komisch übrigens, daß sich Elektrofahrzeuge immer auf den
Zehntelcent "rentieren" müssen. Wenn das bei
Verbrenner-Kisten auch der Fall sein müßte, dann würden
Marken wie Porsche und BMW, und der größte Teil der heute am
Markt befindlichen übermotorisierten PKW-Modelle dazu,
überhaupt nicht existieren.
Nicht ich habe den Vergleich gemacht sondern Georg. Ich habe nur klargestellt, dass bei den meisten Elektrofahrzeugen auch noch erhebliche Batteriekosten zu berücksichtigen sind.

Damit
behauptest Du, für den Anwohner einer viel befahrenen Straße
z.B. der Münchner Innenstadt wäre die Belastung durch Lärm
und Schadstoffe praktisch gleich groß, egal ob an der Ampel
vor seinem Fenster Autos mit Verbrennungsmotor stehen oder
Elektrofahrzeuge, die mit Strom aus einem modernen Kohle-
oder Gaskraftwerk außerhalb der Stadt geladen werden.
Das habe ich nicht behauptet. Aber wenn Du in die Richtung bohrst dann können wir ja auch mal über die Leute reden die in der Nähe von Großkraftwerken leben, wo nunmal in D überwiegend der Strom herkommt, und sich massiv in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen.

The purpose of this paper is to prove that EVs recharging
from today’s power plants are substantially cleaner than even
the most efficient ICE vehicles. The myth that EVs are
“elsewhere emission vehicles” will be put to the test with
facts that clearly show EVs and power plants are cleaner,
more efficient and more reliable then the infrastructure that
supports ICE vehicles.
Also ein Fehler ist schon mal in der Studie enthalten wenn es um "more efficient" und CO2 Ausstoss geht, siehe Beispiel SMART. Ich weiss nicht ob diese Studie einer wirklich kritischen Betrachtung, insbesondere hinsichtlich der Bedingungen in D, standhalten würde. Eine Studie die von einer Lobby kommt ist immer sehr kritsich zu betrachten.

Ich bezweifele auch nicht dass durch Einsatz von Elektrofahrzeugen die Emissionen insgesamt geringer werden. Dies liegt aber vorwiegend daran, dass nahezu alle Elektrofahrzeuge nicht mit konventionellen Fahrzeugen in Komfort und Reichweite vergleichbar sind.

Der Punkt um den es mit vorwiegend ging ist dass die Emission, wenn auch geringer, woandershin verlagert werden. Die Leute und die Natur in der Nähe der fossilen Großkraftwerke muss auf jeden Fall durch einen höheren Ausstoss mehr leiden, während die Stadtmenschen mit ihren Elektromobilen sich als große Umweltfreunde in den Vordergrund schieben wollen. Irgendwie finde ich das nicht gerade fair. Deshalb meine Kopplung mit der regenerativen Energieerzeugung.

Emil
 
R

Rainer Partikel

Guest
#9
Hallo zusammen,

nun laßt doch mal das Gezeter. Seht das Ganze als echte Chance für Elektroautos. Wenn innenstädte einmal für den konventionellen Verkehr gesperrt werden die Leute aber Auto fahren wollen, dann ist der Zeitpunkt schlechthin gekommen....... :cheers: Und wenn die Mitmenschen sich an diese Art der Automation gewöhnt haben dann wird unser Nischendasein eine Erlösung erfahren.

Also wenn die Innenstadt gesperrt wird müßen wir fahren fahren fahren usw usw.

Dann wird die Bahn die Mietfahräder abschaffen und viele kleine EL`s anbieten.

ZINNEKE
 
R

Rainer Partikel

Guest
#10
Hallo zusammen,


schaut mal hier rein: http://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/1859/Tagungsband%20Luftreinhalteplan%207.pdf

ZINNEKE
 
K

Karl

Guest
#11
Hallo Emil,

ich bin eindeutig für die city-Maut ( was ist das für ein Wort? Wo sind die Germanisten?) - natürlich nur dann, wenn mein Saxi ausgenommen ist! Die Energie kommt vom Dach ( in München! ), ca. 5000 kWh /a =ca. 40.000 km.
Ich hätte dann freie Fahrt!
Kosten : Photovoltaikanlage energetisch schon lange, finanziell gerade abgeschrieben. - Die Energiekosten liegen also bei Null! ( das kann man natürlich auch anders rechnen!)
Batteriekosten bisher 10 cts/km , stetig fallend, 5 cts/km sollten erreichbar sein.

Der Komfort ist - bis auf die mangelhafte Heizung und Klimaanlage- nicht schlecht, doppelt so viele Sitzplätze als der Smart, sogar die Türen müssen nicht per Hand bedient werden sondern gehen elektrisch!

Zugegeben, die Reichweite (bzw. die Battterien) muß verbessert werden, in Tschechien war ich aber schon mit dem Teil!

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
R

Rainer Partikel

Guest
#12
Hallo Karl,

das darf doch nicht war sein. Die Reichen blättern die Maut auf den Tisch und die Armen dürfen husten. So dann doch auch nicht. :hot:

In der kommenden Zeit sollten alle Anstrengungen unternommen werden das in Jedem Parkhaus mindestens eine Park und Charge Tankstelle eingerichtet wird.

ZINNEKE
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#13
das darf doch nicht war sein. Die Reichen blättern die Maut
auf den Tisch und die Armen dürfen husten. So dann doch auch
nicht. :hot:
Ich wollte es in meinem letzten Beitrag nicht schreiben, aber jetzt ist doch die passende Gelegenheit dazu.

Ist das Elektrofahrzeug nicht auch ein Privileg für diejenigen die es sich leisten können?

Wieviele Elektrofahrzeugfahrer haben noch ein normales Fahrzeug mit Verbrennungsmotor?

Hinzu kommt noch, dass Elektrofahrzeuge heute überweigend noch so unzuverlässig sind so dass sie nur von jemandem mit techn. Sachverstand betrieben und genutzt werden können.

Ich glaube darüber sollte man auch mal nachdenken bevor man Arme und Reiche gegeneinander auszuspielen versucht.

Emil
 
R

Rainer Partikel

Guest
#14
Hallo Emil,

wer spielt hier wen gegeneinander aus wenn der Reiche fährt und der Arme hustet :-( Das wird doch durch die Maut erfolgen oder nicht :sneg: Und die wird von der jeweiliegen Stadtverwaltung dann auch noch verpulvert.

Ich kenne igentlich keinen Bürger des Mittelstandes der ein Elektromobil fährt. Eigentlich sind es nur vernünftige Menschen.

Die Maut hat in London funkioniert weil es um London herum sehr wenig Einkaufszentren oder Büros hat. Mit der Maut wird die Luftbelastung in die Vororte gedrängt, was früher oder spähter auch die Innenstadt ersticken lässt.

Habe gerafe einem Kollegen eine Zenerkarte des ÖNPV aus Brüssel gezeigt. Da kostet eine 10er Karte € 9.80. Die wissen warum. Und dort spricht noch keiner von einer Maut.


ZINNEKE :(
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#15
Emil schrieb:

Die Elektroroller und Autos mit NiCd Akkus sind vielleicht
eine Ausnahme, aber wenn es um die vierrädrigen Seifenkisten
mit Bleibatterien geht sieht die Sache ganz anders aus. Du
kannst hier regelmässig über die Lebensdauer der Batterien
lesen.
So ein Forum, das in erster Linie dazu dient, Leuten mit Problemen zu helfen, ist nicht repräsentativ.
Soweit ich im city-el-Forum auf dem laufenden bin, haben meist diejenigen Probleme, die gerne basteln ;-) bzw. die immer an der Reichweitengrenze herumfahren.
Von denen, die mit Skoda/CityStromer/Hotzenblitz mehrere 10.000km/Akkusatz fahren oder >60.000km/Akkusatz mit dem Twike, hört man relativ wenig.
Du kannst ja wohl ein Fahrzeug das Du wegen des fehlenden
Marktes günstig bekommen hast nicht mit anderen
Serienfahrzeugen vergleichen.
Warum nicht? :confused:
mobile.de ist voll mit Benzin-Diesel-Gebrauchtfahrzeugen in derselben Preisklasse.
Ein Rapid in der Benziner-Version mit gleichem Baujahr und km-Stand hätte übrigens etwa das gleiche gekostet (Schätzung, Vergleich ähnliche Fzg. auch wieder bei Mobile).
[...] dann können wir ja auch mal über die Leute reden die
in der Nähe von Großkraftwerken leben, wo nunmal in D
überwiegend der Strom herkommt, und sich massiv in ihrer
Lebensqualität beeinträchtigt fühlen. [...] Die Leute und die Natur in der Nähe der fossilen
Großkraftwerke muss auf jeden Fall durch einen höheren
Ausstoss mehr leiden
Sicher gibt es Studien darüber, wie sehr Menschen & Natur in der Nähe eines modernen Kohle- oder Gaskraftwerks mit Rauchgasentschwefelung, Elektro-Partikelfilter und DeNOX-Anlage leiden müssen.
Ein oder mehrere Links wären nicht schlecht...
während die Stadtmenschen mit ihren
Elektromobilen sich als große Umweltfreunde in den
Vordergrund schieben wollen.
Niemand verbietet den "Landmenschen", elektrisch zu fahren.
Ich kenne keine genaue Statistik, aber soweit mir bekannt ist, leben auch heute längst nicht alle EMobil-Fahrer in Großstädten.

Gruß Jens
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#16
Emil schrieb:

Ist das Elektrofahrzeug nicht auch ein Privileg für
diejenigen die es sich leisten können?
Dies gilt in einer Marktwirtschaft für alle Produkte. Was möchtest Du dagegen tun, den Kommunismus wiedereinführen?
Der hohe Preis von Elektrofahrzeugen wird übrigens durch die geringen Stückzahlen und damit zusammenhängende weitgehende Handarbeit bei der Fertigung verursacht. Bei höheren Stückzahlen und einer Serienfertigung, wie bei anderen Fahrzeugen üblich, würden natürlich die Preise für die Komponenten sinken, ebenso wie die Fertigungskosten.
Daß das funktioniert, sieht man z.B. beim Toyota Prius: im Prinzip ein Elektroauto mit zu kleiner Batterie und einem Benzinmotor als Ladegerät :D .
Wieviele Elektrofahrzeugfahrer haben noch ein normales
Fahrzeug mit Verbrennungsmotor?
Inwieweit ist das wichtig? Entweder der Verbrenner steht, während das EMobil unterwegs ist, oder wenn beide gleichzeitig unterwegs sind, ersetzt das EMobil den zweiten Verbrenner der sonst nötig wäre.
Hinzu kommt noch, dass Elektrofahrzeuge heute überweigend
noch so unzuverlässig sind so dass sie nur von jemandem mit
techn. Sachverstand betrieben und genutzt werden können.
Hier spricht sicher Deine langjährige persönliche Erfahrung mit den verschiedensten Elektrofahrzeugen.
Wenn Du wissen willst, wie unzuverlässig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren scheinbar sind, dann lies doch mal ein paar Jahrgänge de.etc.fahrzeug.auto.
Allerdings gibts für die Stinker meistens eine freundliche Werkstatt um die Ecke, die gegen Überlassung größerer Geldbeträge das erledigt, was EMobilisten mangels Markenwerkstatt oft selber machen "müssen".
Ich glaube darüber sollte man auch mal nachdenken bevor man
Arme und Reiche gegeneinander auszuspielen versucht.
Wer außer Dir versucht denn hier, sparsame & umweltfreundliche Mobilität zum Grundkonflikt zwischen Arm und Reich hochzustilisieren? Irgendwas muß mir entgangen sein...

Gruß Jens
 
G

Georg Schütz

Guest
#17
Hallo Emil,
ich brauch mir wegen Kosten für meine beiden E-Fahrzeuge keinen in die Tasche lügen. Für mein City El habe ich 500€ und für das Scootelec 1700€ bezahlt. An Versicherung zahle ich für beide jährlich 100€, Steuern keine. Die Batterien haben mich bisher 250€ gekostet. Bei Mercedes bekomme ich für alles zusammen vielleicht ein oder zwei Schiebedächer. So rentabel wie meine beiden Elektrofahrzeuge waren meine Verbrenner leider nicht, obwohl ich bisher nur zwei sehr preiswerte Autos hatte.

Ich hoffe der Staat erfährt nicht davon, wie billig es ist Elektrofahrzeuge zu fahren - sonst streicht er mir noch die Kilometerpauschale, die allein dazu ausreicht meinen elektrischen Fuhrpark komplett zu finanzieren.

Es gibt sogar Leute, die mit Elektromobil fahren Geld verdienen. Ich kenne einen CityEl-Fahrer, der hatte eine Werbeaufdruck auf seinem Mobil, der ihm jährlich einige Hundert € einbrachte und der mit seinen für 200€ erstandenen Bleibatterien schon 20000km fährt und diese Batterien immer noch fährt. Bei ihm lagen sämtliche laufenden Kosten unter den Werbeeinnahmen.

Ich weiß nicht welche Rechnung du bei CO2-Emissionen anstellst, aber ich messe meinen Verbrauch ab Steckdose und benötige tatsächlich 6kWh/100km. Da alle Kraftwerke heute 40% Wirkungsgrad schaffen würde man selbst bei fossilen Kraftwerken auf 1,5l kommen - aber wie gesagt, bei so geringem Energieverbrauch ist sogar die Photovoltaik noch kostengünstig.

Zur Behauptung, dass die Leute in der Nähe von Großkraftwerken besondes leiden: im 7km Umkreis meiner Wohnung befinden sich zwei Großkraftwerke (mitten im dicht besiedelten Ruhrgebiet), die fossile Brennstoffe verfeuern. Eines haben wir während der letzten Tour de Ruhr besichtigen können. Von irgendwelchen Emissionen haben wir nichts mitbekommen. Kein Wunder, die verlassen das Kraftwerk aus einem 300m hohen Schornstein und bestehen dank der heutigen Rauchgasentschwefelung im wesentlichen aus CO2, welches zugegebenermaßen uns alle noch in die Klimakatastrophe treiben wird, aber für die Anwohner nun wirklich keine Belästigung darstellt.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#18
Wieviele Elektrofahrzeugfahrer haben noch ein normales
Fahrzeug mit Verbrennungsmotor?Inwieweit ist das wichtig?
Dies zeigt, dass das Elektroauto alleine nicht den Badarf an Mobilität decken kann.

Hier spricht sicher Deine langjährige persönliche Erfahrung mit
den verschiedensten Elektrofahrzeugen.
Die vielen Nutzer von Elektrofahrzeugen die tagtäglich in allen möglichen Foren posten ergeben dieses Bild. Es scheint z.B. so zu sein dass viele der Nutzer von Elektrofahrzeugen nur einen Reichweitenbedarf von 1/5 der Reichweite des Fahrzeuges im Neuzustand der Batterien haben damit sie auch im Winter noch gerade so an ihr Ziel kommen. Da macht es dann nichts wenn die Batterien nur noch eine Reichweite von 10 km und weniger haben. Und wenn das Fahrzeug dann wirklich nicht mehr geht dann hat man ja noch den zuverlässigen Verbrenner in der Garage. Und grundsätzlich werden alle 1-2 Jahre nach teilweise lächerlichen 5000 km Reichweite die Batterien getauscht. Gegen diese Fakten nützen auch ein paar Beispiel mit höheren erzielten Lebensdauer wenig.

Wenn Du wissen willst, wie unzuverlässig Fahrzeuge mit
Verbrennungsmotoren scheinbar sind, dann lies doch mal ein
paar Jahrgänge
de.etc.fahrzeug.auto.
Du solltest das alles in Relation zu 50 Mio Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und ein paar 1000 Elektrofahrzeugen setzen.

Und nach fast 1 Mio km mit Verbrennern kann ich mich nicht beschweren. Ich musste in dieser Zeit nur ein einziges Mal den ADAC rufen. Dabei haben die meisten der genutzen Fahzeuge Fahrleistungen von 140 - 200 Tkm erzielt bevor ich sie ausgetauscht habe.

Wo bekomme ich auf ein gekauftes Elektrofahrzeug 3 Jahre Garantie oder 100.000 km, insbesondere auch auf die Batterie?

Jetzt komme bitte nicht wieder mit dem Prius. Der Prius ist ein Hybridfahrzeug und die Fahrleistung wird überwiegend direkt mit dem Verbrennungsmotor erbracht. Die Batterie wird nur minimal belastet und kann so auch eine lange Lebensdauer erzielen.

Ich rede hier von den heute erhältlichen Elektrofahrzeugen wie City-El, Twike, ...

Wer außer
Dir versucht denn hier, sparsame & umweltfreundliche
Mobilität zum Grundkonflikt zwischen Arm und Reich
hochzustilisieren? Irgendwas muß mir entgangen sein...
Nochmal, ich habe nicht mit Arm und Reich angefangen. Und es ist ja auch völlig egal ob es eine Lösung mit Maut gibt, oder ob eine Sperre mit Ausnahmen für Elektrofahrzeuge: Der Arme der sich weder die Maut noch ein Elektrozweitfahrzeug leisten kann bleibt immer auf der Strecke.

Emil
 
R

Rainer Partikel

Guest
#19
Hallo Emil,

wieso bleibt der Arme auf der Strecke? Weil er kein Geld hat und auch noch husten muß.

Um das zu relavitieren. Durch Steuern und andere Abgaben kann keine Umweltverschmutzung wett gemacht werden. Die, die fahren wollen zahlen dann auch noch eine Maut, egal wie hoch diese ausfällt. Das wird aber nicht passen, denn die Vorgaben aus Brüssel sind nicht auslegungsfähig. Wer verstößt, der muss zahlen. Dann gibt es eine zweite Welle von klagewilligen Bürger .Und das zahlt dann die Rechtsschutzversicherung hoffentlich. Um das klar zu stellen, auch die Tabaksteuer und die Ökosteuer sind in meinen Augen nur Geldruckmaschienen für die Regierung.

ZINNEKE
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#20
Georg Schütz schrieb:

ich brauch mir wegen Kosten für meine beiden E-Fahrzeuge
keinen in die Tasche lügen. Für mein City El habe ich 500€
und für das Scootelec 1700€ bezahlt.
Sorry, aber gerade tust Du es wieder indem Du Äpfel mit Birnen vergleichst:
Irgend jemand hat mal den Neupreis für die Fahrzeuge bezahlt und dieser sieht ganz anders aus. Der Neupreis fängt so bei 7.000 EUR an und liegt bei einer nurmalen Ausstattung wohl zwischen 8.000-9.000 EUR. Für 9.000 EUR bekommt man einen neuen SMART, andere Kleinwagen sind noch billiger. Und ein solcher Kleinwagen ist dem CityEl bezüglich des Nutzwertes weit überlegen.

Und wenn Du Gebrauchtwagen vergleichen willst Dann findest Du jederzeit eine Verbrennergurke die auch nicht mehr kostet.

Und beim Scootelec ist es auch nicht anders.

Ich weiß nicht welche Rechnung du bei CO2-Emissionen
anstellst, aber ich messe meinen Verbrauch ab Steckdose und
benötige tatsächlich 6kWh/100km. Da alle Kraftwerke heute 40%
Wirkungsgrad schaffen würde man selbst bei fossilen
Kraftwerken auf 1,5l kommen - aber wie gesagt, bei so
geringem Energieverbrauch ist sogar die Photovoltaik noch
kostengünstig.
Hier vergleichst Du schon wieder Äpfel mit Birnen. Ich habe dagegen einen Hotzenblitz mit einem Verbrauch von 15 kWh/100km und einen Diesel SMART verglichen. Ein CityEl ist schwer vergleichbar da es kein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor gibt. Ich bin aber überzeugt davon, dass wenn man den CityEl mit einem Verbrenner ausrüsten und sich auf die gleichen Fahrleistungen beschränken würde praktisch kein Unterschied in den CO2 Emissionen ergibt.

... aber für die Anwohner nun wirklich keine Belästigung darstellt.
Ich bin mir sicher dass bei Ankündigung eines Neubaues eines weiteren Kraftwerks dort sofort eine Bürgerinitiative gegründet würde. ;)

Ich finde es schon amüsant, dass jetzt von Fahrern von Elektrofahrzeugen die Emissionen der fossilen Stromerzeugung ständig schöngeredet wird, obwohl eine Unzahl von Studien der Umweltverbände genau das Gegenteil beweisen um die fossile Stromerzeugung durch regenerative Energiequellen abzulösen.

Ich frage mich nur warum die Schornsteine 300 m hoch sein müssen wenn nur heisse Luft und ungiftiges CO2 dort herauskommt.

Gruß,
Emil