Nachts laden ohne Garage/Carport


heekelectric

Neues Mitglied
09.11.2018
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#1
Servus zusammen!

Nach 8 Jahren mit dem Stinker-Passat ist es endlich Zeit für einen Stromer. Der BMW i3 solls sein - ein Leasing-Angebot von der Niederlassung München habe ich bereits.

Mein einziges Bedenken ist noch, dass ich in der Innenstadt wohne und keinen festen Parkplatz habe. Kein Kundenberater bei BMW konnte mir einen wertvollen Tipp geben, wie ich sicher stellen kann, dass ich abends nicht 4km zur nächsten freien Ladesäule fahren muss, wenn der Wagen mal leer ist. Dass man über ChargeNow Säulen reservieren kann, war der einzige Tipp.

Daher meine Frage: Ist jemand von euch auch Laternenparker und hat einen schlauen Weg gefunden, trotz fehlendem festen Abstellplatz immer zu laden, wenn geladen werden muss?

Danke schon einmal und lieben Gruß

Frederik
 
#2
Oh Du Glücklicher.... denn in München soll es eine Reihe von kostenlosen Stromtankstellen bei ALDI geben. Alle drei Normen, also Gleichstrom über Chademo und CCS und AC über Typ2. Riesiger Vorteil: Kostenlos und quasi "barrierefrei". Also - wenn frei - einfach einstecken und eine Stunde kostenfrei laden.
Nachteile: Ladezeit begrenzt auf 1 Stunde, Strom gibts nur von Mo- bis Samstag von 8-20 Uhr, also während der ALDI Öffnungszeiten. Und (eigentlich) nur für ALDI Kunden während der Einkaufszeit. Und nur 20 kW Ladeleistung. Trotzdem wegen ihrer Einfachheit sehr beliebt, daher wohl nicht immer frei..
Ich hoffe, Du hast einen ALDI mit Stromtankstelle in Deiner Nähe.

Ansonsten gibt es in München sicher noch viele öffentliche Ladestationen. Bei den meisten muss man aber eine Zugangskarte oder ähnliches haben und kostenpflichtig sind sie auch. Also nicht barrierefrei. Direkter Zugang mit Karte des Anbieters bzw. Betreibers der jeweiligen Stromtankstelle ist im allgemeinen günstiger als über Roaming. Manchesmal gibt es auch vergünstigen Strom über Deinen Hausstrom-Lieferanten. Sehr häufig (und in vielen Teilen Europas) möglich ist der Zugang über newmotion per Karte oder RFID-Tag. Das ist ein holländischen Abrechner, der auch eigene Ladesäulen betreibt. Ist zwar beliebt, wird aber von machen E-Autofahrern kritisch beurteilt nachdem die Firma von Shell aufgekauft wurde.

Der neue BMW i3 kann mit seinem Drehstromladegerät über AC und TYP2 Anschluss bis 11 kW laden, direkt Gleichstrom über CCS bis 40 oder 50 kW, je nachdem, was die Stromtankstellen hergeben. Über einen NRGkick oder Jouice-booster gibts bis 11 kW auch an normalen roten Industrie Drehstromsteckdosen. Oder über eine herkömmliche aber mobile wallbox zum Mitnehmen. Über Schuko oder CEE blau (Campingdose) kann man mit dem mitgelieferten Heimladekabel auch laden, dauert aber länger.
Suchen kannst Du auf den üblichen Stromtankstellenlisten. Ich bevorzuge die Liste bei goingelectric oder www.lemnet.org

Verständlich? Oder zu technisch oder zu viel? Scheue Dich nicht, bei Bedarf nachzufragen.

Gruss, Roland
 
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thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
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#3
Also da bleibt zu fragen - Schon mal mit dem ausgewählten Fahrzeug die maximale Fahrleistung ausprobiert?
NEIN!
Dann nachholen!!!

Dann gibt es ein Pro und Kontra - aber mal so viel vorweg und pauschal, wenn unter den Vorraussetzungen man ein Fahrzeug kauft das nicht auch Langstreckentauglich ist wird man nur selten glücklich werden können.
 
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Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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Filderstadt
www.elweb.info
#4
Hallo Frederik,

es kommt sehr drauf an, was Du an täglicher / wöchtenlicher Fahrleistung hast. Wenn Die Fahrleistung gering ist, kann man entsprechend seltener laden.

Ein Kollege geht mit seiner ZOE einmal die Woche laden. Wenn du aber jeden Tag hohe Farleistungen hast, z.B. nach Augsburg pendeln müsstest, sieht die Sache anders aus.

Schau mal in den Verzeichnissen nach öffentlichen Ladestationen. Evtl ist eine AC Ladestation an einem Ort an dem Du länger bist oder eine DC Ladestation liegt geschickt auf dem Weg. Vielleicht kann man auch eine Lademöglichkeit beim Arbeitgeber einriichten.

Viele Grüße
Ralf
 
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thegray

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15.04.2008
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#5
Aufs letzte vom Ralf - ist eigentlich naheliegend aber bei all denn Alltagsdingen und dann noch neues Themengebiet....

Pro- Hinweis - den Ralf vergessen hat -> Und für viele Entscheider ein Hemmschuh......seit 2017-18 Nach einer Anweisung der Berliner an alle Oberfinanzdirektionen der Bundesländer sind - Bis zu 50Euro Ladekosten/Pro Monat beim Arbeitgeber an einer dortigen Anschluss auf Antrag - KEINE Geldwerten Leistungen die abgerechnet oder im besonderen Umständlich nachzuweisen sind.
Kosten für die Einrichtung sind als Sondermaßnahme ebenso Steuerrechtlich von der Firma im gleichen Jahr geltend zu machen.
WENN man also beim Arbeitgeber vorstellig wird sollte man vorbereitet sein - eine erstmal erganeenes NEIN dann in zweiten Anlauf wieder rückgöngig zu machen bedeutet noch dickere Bretter bohren zu müßen.


Contra - Ich habe in der Straße eine Zoe Fahrerin die fährt jeden Tag und das seit gefühlten 2 Jahren, Kurz vor Mainz-Hechtsheim ich denke das sind ~40Km.
Habe sie nie zuhause laden gesehen (ja ja ich kann lesen ich weis das der Zoe keine Schuko-Ladung "Möchte")
Habe sie mal gefragt .... "ich habe einen Aldi in der Nähe meines Arbeitsplatzes... und dann noch eine weitere ander Säule die geeigent ist 4km weg für den Notfall.
(bei so Lösungen bedenke das es heute bei allen Großen Parkplätzen mehr mehr private schwarze Scheriffs gibt - keine Parkscheibe, Parken ohne Einkaufen ; zu lang .....40Euro nach einer Woche troztmit Widerspruch... Mahnverfahren mit 70Euro nach 4Wochen gibt es gleich Auftrag an den Gerichtsvollzieher.)
Also nicht für Jeden brauchbare Lösung der nicht nach ~1Stunde Schnellladen mal schnell Zigarettenpause zur Ladestation gehen kann.

Ebenso - ist man heute mehr als Früher Mobil zu sein - Was nützt dir jetzt grade so in Reichweite zu sein, eine über viele Jahre laufende Finanzierung zu stemmen und auch um die Ecke eine Lademöglichkeit zu suchen. UND in einem Jahr ändert sich der Wohnort oder die Arbeitsstelle an einen anderen Ort - und dann !?
(wobei man das auch relativieren muß für einen gut beschäftigten Akademiker mit 5000Netto sieht so eine Rechnung anders aus als für einen der mit 2200 einer "gut besuchten " Großstadt lebt.

Ändert aber nicht s an der Tatsache das man erst mal die Strecke in der Praxis 1-2 mal so gefahren sein sollte, wie man eben fährt. Mit dem Fahrzeug seiner Wahl.
Dann der nächste Schritt wo sind welche Ladehalte wie oft muß ich da wie lang ran, kann man das beim Einkaufen; Kaffee ..usw; Wenn eine Ausfällt habe ich eine erreichbare Alternative. Wie teuer kommt mich dieses Laden !!!! Da wird sich bei einigen in den 1-2 Jahren was ändern müßen.
KANN mein Fahrzeug dort so Laden wie ich das brauche/wünsche. Auch da ist Praxis wichtig!

NUR mal so auf die Schnelle ins Unreine ....
 
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wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
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#6
nur mal gaaaanz kurz,
rede mal mit deinem arbeitgeber, das ist der ort, an dem dein fahrzeug tagtäglich für 8-9 stunden dumm rumsteht,
also der sinnvollste ort das laden zu bewerkstelligen,
meiner hat beim ersten besuch mit meinem elektrofahrzeug,
sofort die elektriker in bewegung gesetzt,
mir ne außensteckdose zum laden zu instalieren, auch wurde der parkplatz für mich separiert,,,,,
gut, nicht jeder cheff ist soooo .... ausserdem sollte ich auch nur tagsüber den stecker reinstecken, da wir solar auf allen dächern haben,
 

Martin Weber

Neues Mitglied
06.12.2018
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#7
Ich finde Wolfgangs Ansatz ist sehr gut. Nicht nur, weil es dir bei der Lösung deines Problems hilft. Es schafft auch Aufmerksamkeit für das Thema E-Mobilität im Arbeitsumfeld und macht so eventuell auch andere neugierig auf dieses Thema ;)
 

wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
2.697
19
#8
leider gibts aber auch nachteile,
z.b. neidvolle kolegen, die sich dann beschweren das sie nicht auf firmenkosten diesel kriegen,,,
mein komentar:
siehste kauf dir ein e-auto kriegste den tank voll...
end vom lied, mir wurde (von kolegen?) der stecker gezogen,
was mir aber auch nicht weh tut,,, siehe RW
 

Andreas106

Neues Mitglied
29.03.2011
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#9
leider gibts aber auch nachteile,
z.b. neidvolle kolegen, die sich dann beschweren das sie nicht auf firmenkosten diesel kriegen,,,
Dem kann man damit entgegnen, daß man den Strom bezahlt. Bei meiner Anfrage damals habe ich gleich darum gebeten. Es wird unbürokratisch ein banaler Stromzähler abgelesen. Dafür zahle ich ca. 19,5 Cent/kWh brutto.
Als Argument wäre da noch:
Der Autofahrer bekommt einen kostenlosen Parkplatz, der mit den Öffis bzw. zu Fuß kommende bekommt nichts!
Ein Parkplatz kostet mehr als das bisschen Strom.
 

wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
2.697
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#10
glaube mir,
war bei mir auch so,
cheff sagte als die elektriker die leitung legten gleich zu mir (als lagerist war ich auch für besorgungen zuständig) und du fährst in baumarkt und holst so nen stromzähler der wird dazwischengehängt,
als ich dann nach nem halben jahr und wasweißich wievielen kw mal wegen zahlen bei ihm war, hat er mich ausgelacht und sagte schmeiß nen fünfer in die kaffekasse und gut is,
davon haben die kolegen natürlich nix erfahren, aber neider gibts immer und überall,
ist auch eine form von neid wenn sie sich nur auf e-parkplätze stellen, damit sichh da kein e-auto hinstellen kann...
 
19.01.2004
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Krefeld
#11
Der Unternehmer kann sich von den EEG-und KWK-Umlagen befreien lassen. Das möchte ich nur einmal anmerken. Unser Steuerdschungel ist immens. Warum sollen wir ihn nicht noch undurchdringlicher machen, wenn es einer guten Sache dient?
Die meisten Unternehmer scheuen allerdings Steuergeschichten und sind deswegen auch "Schläfer".