Lenkung schwergängig bei Kälte...


Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.066
schon häufiger las ich hier an kalten Tagen, das sich viele über eine schwergängige Lenkung beklagten.
Oftmals zerlegten hier dann einige die komplette Lenkung und fetteten mit einem dünnen Fett neu.

Könnte es sein, das viele den Fehler bereits behoben hatten ohne es zu merken, als sie die Lenkung auseinander nahmen?!

Auch mir sit es aufgefallen, jedoch schon im ersten Winter, und das El ist gerade mal Bj 2003, gemerkt hatte ich es 2006 oder 2007, in der Zeit sollte das Fett noch nicht so verharzen.
Also kam es mir sowiso immer suspekt vor, als hier alle meinten es wäre verharztes Fett.
Mal abgesehen davon, an der Teleskopstange habe ich extra zähes Fett genommen!!! da es hier dämpfend wird und auch das Spiel der Teleskopstange mindet bzw. vertuscht.

Also, um es auf den Punkt zu bringen, in der letzten zeit gab es auch wieder kühlere Tage, und auch mir viel wieder diese schwergängige Lenkung auf.
Also machte ich mich heute auf der Arbeit daran meine Vermutung zu überprüfen und lockerte einfach ein wenig die Schelle an der Lenksäule, da die Schraube recht locker war, glaube ich erst doch falsch zu liegen, aber die erste Fahrt danach bestätigte meine Vermutung.
Die Lenkung geht wieder superleicht.

Könnte es ein, das einfach nur die Schelle bei Kälte mehr schrumft als der Rest und daher einfach bei Kälte die Säule zu sehr festklemmt?!
 

korbi

Aktives Mitglied
02.08.2006
1.115
Chiemsee
Hallo Sven,

die Physik sagt ja:
Schau mal bei http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4ngenausdehnungskoeffizient die Werte nach. Für alle möglichen Kunststoffe sind die Längenausdehnungskoeffizienten deutlich größer als bei Metallen.

Wenn es da kalt wird schrumpft die Schelle und man lenkt schwer. Wenn man zu fest zieht schrumpft sie auch - klar, dass es sich dann schwerer lenkt.

Von der Konstruktion halt nicht so gut gelöst.

Wenn es da ein paar gibt, die das so bestätigen, sollte es ins elwiki dazu.
 

cruiser

Mitglied
12.07.2008
64
Bei mir liegts definitiv nicht an der Schelle. Lenkung geht immer schwer. Die Schelle war aber schon locker. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal darum kümmern.
P.S. mir ist allerdings aufgefallen, daß die Lenkung im Stand leichter zu drehen geht, als während der Fahrt.

Gruß

Martin
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.984
hallo jungs :)
ich kann nur bestätigen, dass die schelle die die lenkverkleidung am ort hält da sehr anfällig ist mit dem leicht- oder schwergängigen lenkung.
aber es fährt sich leichter wenn sie ein wenig schwerer geht als wenn sie (wirklich) leichtgängig ist. dann schlackert die lenkung nur noch so.
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
3.342
Wenn deine Lenkung waehrend der Fahrt schwerer geht als im Stand wuerd ich mal das Gestaenge fetten, das Kreuzgelenk und das Kegelrad ueberpruefen und das Lenkspiel einstellen.

@Sven: Ich hab auch das Gefuehl, als ob die Gaengigkeit temperaturabhaengig waere.
Was fuer´n Fett verwendest du? Ich hab die Lenkung erst komplett ueberarbeitet (Lenkspiel wurde seit 93 noch die justiert, Kupferbleche waren teilweise original falsch eingebaut..), aber trotzdem ging die Lenkung heute morgen schwerer...
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.066
naja, mein Fett ist mit Sicherheit nicht das optimale.
Hatte das genommen was ich zuerst fand.
Wollte eigentlich normales Universalfett wie esauch im Baumakrt erhältich ist nehmen, fans dann aber im Keller nur so nen Hochtemperaturfett das sehr viel zäher ist.
Aber ich habe auch nur das Teleskopgestänge damit nachgefettet, das Lenklager selber, also da wo auch die Blinkerhebel und so dran sind habe ich noch nicht zerlegt, das ist noch original.
Daher kann ich Dir da keine Tipps geben, vermutlich wird Citycom schon das beste für den Zweck nehmen ansonsten einfach mal da anfragen, falls es ein besseres aber halt auch teureres gibt, das zu teuer für die Serie wäre.
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.066
Also das würde mir jetzt Sorgen machen!!!
Im Stand lenke ich möglichst überhaupt nicht, weil mir das das kleine Gumigelenk leit tut und ich es vermutlich alle 5000-10.000km tauschen dürfte!!

Und wenn es dann bei Dir wärend der Fahrt NOCH schwerer geht, holla, würde mal schnellstens nach sehen,
Gesund klingt das nicht!!
Demnach stellt sich Deine Lenkung vermutlich auch nicht von selbst zurück?!
Hast Du irgendwo mehr als 1-2mm Spiel?
 

cruiser

Mitglied
12.07.2008
64
Stimmt, von alleine geht die Lenkung nicht zurück.
Wo sollte ich denn zuerst nachsehen?
P.S. Spiel hat die Lenkung gar nicht. Der Wagen hat gerade mal 2500km gelaufen, stand aber 2 Jahre nur rum.

Gruß

Martin
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.066
also, z.b. aufbocken, das Gummigelnek abschrauben und sehen ob das Rad dann schon frei dreht.
Bei mir kann ich das Rad in der Luft hängend nach recht drehen, sobald ich es loslasse schnell es sofort nach link an den Anschlag!!
Vielleicht ist das Spiel im Kronrad zu Stram eingestellt!! Obwohl ich mir kaum vorstellen kann, da jemand das so fest anknallt.
Ansonsten kann ja nur noch das Gummiteil völlig hinüber sein, aber das sollte man schon mit blosen Auge sehen, und dann mal am Lenkrad drehen wenn das Gummigelenk noch ab ist.
Muss auch sehr leicht gehen, ansonsten ist es die Schelle denke ich.
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
3.342
Ich hab auch nur das Gestaenge gefettet. Die Lenksaeule fliegt aber demnaechst raus und wird gegen das System Peter Juergens ausgetauscht.
Ich werde morgen mal die Lenkung begutachten und auch den Test durchfuehren, den du dem Martin gegeben hast.
 

Rappelkisten-Stephan

Neues Mitglied
22.08.2014
15
Hallo !

Ich habe Ihren Bericht über die schwergängige Lenkung gelesen aber mir fehlt eine genau Angabe wo und was ich genau lockern soll, um die Lenkung wieder flüssig zu machen !
Könnten sie mir mal genauer sagen ...evtl. mit Bild, wo ich was machen soll !

Vielen Dank im vorraus.

Gruß von Stephan
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.066
welches BJ ist dein El? Alles vor 2006 muss sowieso mal zerlegt und neu gefettet werden
 

korbi

Aktives Mitglied
02.08.2006
1.115
Chiemsee
lies mal den elwiki-Beitrag durch!

http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=cityel_lenkung&s[]=lenks%C3%A4ule

da sind auch Bilder drin.

Das ganze ist halt da, wo die Lenksäule unten aufhört und im Dom verschwindet.
 

Rappelkisten-Stephan

Neues Mitglied
22.08.2014
15
Hallo !

Vielen Dank für die schnellen Antworten. Das Baujahr meines CityEl ist 1999 !
Ich werde mich mal darum kümmern, damit ich diesen Winter nicht feststecke.
Mein Problem dürfte nur sein, dass ich eher ein Laie bin was mechanische Teile angeht.
Aber bisher konnte meine KFZ Werkstatt meines Vertrauens anhand von ausgedruckten Bildern immer helfen.


Gruß von Stephan
 

Andi aus Bad Essen

Aktives Mitglied
05.02.2010
1.741
Ich mache es so, das hält in der Regel für 1-2 Jahre:
Haube auf:
Unter dem Lenkrad ist eine Schraube für eine kleine PlastikBlende.
Diese Schraube lösen, Blende nach untern schieben.
Dann siehst Du an der der Plastikführung für die Alulenkstanke eine kleine Niete mit einem kleinen Loch in der Mitte.
Du nimmst handelsübliches WD40 und spritzt das in dieses Loch hinein.
Dabei drehst du das Lenkrad vorsichtig und langsam von Anschlag links zu Anschlag rechts (nur 180° Umdrehungen möglich, eine Seite der Lenkstange wird benetzt).
Aber Vorsicht: Nicht gegen den Anschlag donnern!!

Dann machst Du die Haube zu und verdrehst das Lenkrad um 180°, dann Haube wieder auf.
Prozess wiederholen. (Damit benetzt du die zweite Seite der Lenksäule mit Öl.)

Dann einwirken lassen.
Während dessen kannst Du die Blende wieder anschrauben.

Nach ca. 3 Min. mache ich die Haube zu und drehe das Lenkrad dann mehrmals von Anschlag zu Anschlag (Jetzt die vollen 360°+).

Das geht nach einigen Umdrehungen, wenn das Öl sich gut verteilt hat, immer leichter.

Fertig. Kein Auseinanderbauen und Zeitaufwand von 15 Min.
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.565
wers wirklichegnau wissen will wos schwer geht muß halt mal eine der Schrauben am Kreuzgelenk entfernen , dann sieht man obs Lenkrad auch ohne lenkung schwer geht .
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.066
ich würde bei diser Quick an dirty Lösung aber z.B: PTFE Sprühfett verwenden, um nicht alles Fett herauszuspühlen sonder wenigstens das alte wenigstens etwas aufzufrischen
z.B.
http://downloads.cdn.re-in.de/875000-899999/886403-in-01-de-WEISSES_SPRUEHFETT_MIT_PTFE_300_ML.pdf
 

Rappelkisten-Stephan

Neues Mitglied
22.08.2014
15
Hallo !

Vielen Dank für die Tipps. Aber der Tipp von Andi war der Beste. Habe alles so gemacht wie beschrieben und jetzt dreht es wieder butterweich und leicht. DANKE !!!

Tipp habe ich mir ausgedruckt und in die Werkstattecke gelegt.

Gruß aus Warendorf
 

Helixuwe

Aktives Mitglied
31.12.2011
448
Und wenn dann man nicht ein Reinigungsöl verwendet sondern gleich Balistol sollte es noch mal so gut funktionieren.
Wird halt gern übersehen das Reinigungsöle sich nicht für eine Schmierung eignen.
Seit ich es mit dem richtigen Anzugsdrehmoment der Schrauben versucht habe ist das Schwerbeikaltproblem auch kaum noch ein Problem. Ok. Bei 30 Grad im Schatten geht es immer noch leichter wie bei 0 Grad im Schnee.
Gruß Uwe
 

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