Hyundai Kona EV mit 64 kWh Akku persönliche Eindrücke einer Probefahrt


EVplus

Neues Mitglied
27.05.2011
35
Berichte hier etwas über meine persönlichen Eindrücke zum Hyundai Kona mit 64kWh Akku.
Pro :
1. Es ist entspannend, mit soviel Batteriekapazität herumzufahren
2. Leistung/ Motorleistung ist im "Überfluss" da, Im Vergleich zu einem Renault ZOE den ich 2 Jahre lang fuhr
3. Relativ "sparsamer" Energieverbrauch pro 100km , lt. Anzeige im Fahrzeug um die 14,5 kWh pro 100 km .
4. Einstellungen zur Ladestärke und Begrenzung des maximalen Ladestands des Akkus im Fahrzeugmenü individuell einstellbar
5. "aufgeräumter Motorraum"

Dann kommen allerdings schon die "Kontras":

1.Verhältnismässig langsame Ladegeschwindigtkeiten an AC und DC !! Wenn man denn überhaupt unterwegs laden muss....
2. Laute Wärmepumpe
3. "hoppeliges" Fahrgefühl, man fühlt jedes Streichholz auf der Strasse....
4. Head up Display für mich schlecht/ nicht ablesbar ...oder ich war zu doof es einzustellen
5. Geringes Platzangebot auf der Rückbank
6. SUV Karosserie mit hohem Windwiderstand ( Geschmacksache )
7. Spurhalteassistent unbefriedigend...habe allerdings nicht die Erfahrungen mit Anderen
8. lange Lieferzeiten

Enttäuschend fand ich wirklich Punkt 1 meiner Kontraliste. Hierzu ein paar Fotos.

20181023_103205klein.jpg

Ladezeit an einer 50kW DC Ladestation von 63% bis 100% laut Fahrzeuganzeige über 2 Stunden. Nach 25 Minuten wurde der Ladevorgang von mir beendet. Es wurden in dieser Zeit an der 50 kW DC Ladestation gerade mal 10 kWh geladen, was ich persönlich enttäuschend fand.

20181023_101106klein.jpg

20181023_101224klein.jpg

An der heimischen Wallbox mit eigenem 32A codiertem Kabel war die maximale Ladeleistung bei 7,1 kW . Mit dem Ladekabel welches dem Fahrzeug beiliegt war die Steckercodierung lt. Aufdruck bei 20 A . Dadurch war die Ladeleistung auf ca 4,3 kW begrenzt und der "Schieflastverordung" Genüge getan.
Die Leistungsnachführung mit regelbarem PWM Signal ( Dampfregler an meiner " Bettermann Wallbox" ) war unverzüglich und lt Leistungsanzeige der Wallbox zwischen 1,3 kW und 7,1 kW

20181022_174722klein.jpg

20181022_175407klein.jpg

Ich persönlich würde die Mindestaustattung "Trend" ohne die Wärmepumpe vorziehen, da mich der Lüfterlärm nervt und man mit 64kWh , nach meiner Ansicht, sowieso genug Strom dabei hat. Da bin ich jedoch "Renault ZOE vorgeschädigt".
Der Fußgängerwarnton bis Temp 30 ist auch nicht mein Ding, soll man aber angeblich abschalten können...

Das Head-up Display ist nur in der teuersten Ausstattungsvariante erhältlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

EVplus

Neues Mitglied
27.05.2011
35
Ein schöner Fahrtbericht aus Frankreich auf der Autobahn:

https://www.automobile-propre.com/essai-hyundai-kona-64-kwh-paris-bordeaux-par-lautoroute/

Bei 130kmh Autobahnfahrt mit Tempomat wurde ein Verbrauch von 20,5 kWh pro 100km angezeigt .
Die Schnellladung von 28% bis 93% SOC an einer Ionity Schnellladestation erreichte maximal 77 kW Ladeleistung und dauerte 1 Stunde und 4 Minuten.
Die Werksangabe mit 100kW Ladeleistung wurde nicht erreicht.
 

Kona_Neuling

Neues Mitglied
15.03.2019
3
Hallo liebe Community,

ich fahre seit ca. 3 Wochen einen Kona Elektro 64 kWh und sind bisher sehr zufrieden. Jetzt ist nun auch unsere Wallbox bereit zur Ladung und nun ergibt sich gleich folgendes Problem. Laut Deutscher Gesetzgebung kann man aufgrund der Schieflastverordnung nur mit max. 3,7 kW laden. Das tut er auch.

Nun zu meiner Frage: Laut erstem Beitrag von EVplus schafft man sogar 7,4 kW. Ich frage mich nur wie? Da der Kona nur Einphasig laden kann, ist dies eigentlich doch gar nicht möglich.

Ich würde mich über einen regen Austausch freuen.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
2.893
91365 Reifenberg
Hallo liebe Community,

ich fahre seit ca. 3 Wochen einen Kona Elektro 64 kWh und sind bisher sehr zufrieden. Jetzt ist nun auch unsere Wallbox bereit zur Ladung ....
Was für eine Wallbox ist es? Mit 32A (bis 22 kW) oder mit 16A angeschlossen? Wenn mit 16A dreiphasig (bis 11 kW) angeschlossen, gehts auch nur bis 16A, mehr wirst Du auch bei Umkonfigurierung des Wagens oder mit 32A codierem Kabel nicht herausgekommen.Dafür sorgt das entsprechende Pulsweitensignal der Wallbox, dass dem Kona Ladegerät diese Begrenzung vorgibt.

Wenn Deine Wallbox mit 32A angeschlossen und abgesichert ist, kanns gehen. Dann könnte es am Ladekabel liegen, das nur mit 16A codiert ist.

Also beschreib Deine Wallbox und Dein Ladekabel mal näher, vielleicht kann man daraus was ersehen.

Gruss, Roland
 

Kona_Neuling

Neues Mitglied
15.03.2019
3
Es ist eine sonnenCharger Wallbox. Das Ladekabel ist auf 32A codiert. Es ist ein Mennekes LRF25 C0043 Ladestecker mit 32A Codierung. Es liegen 11kW an, könnte auch auf 20 kW erhöht werden, aber das erhöht die Einphasige Leistung nicht auf 7,4kW.
 

Kona_Neuling

Neues Mitglied
15.03.2019
3
Auch habe ich bei Hyundai Deutschland nachgefragt, ob es irgendwann ein Upgrade auf Mehrphasiges Laden (siehe Zoe oder BMW i3) für den Kona geben wird? Leider wussten sie darauf keine Antwort.:(
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
2.893
91365 Reifenberg
Es ist eine sonnenCharger Wallbox. Das Ladekabel ist auf 32A codiert. Es ist ein Mennekes LRF25 C0043 Ladestecker mit 32A Codierung. Es liegen 11kW an, könnte auch auf 20 kW erhöht werden, aber das erhöht die Einphasige Leistung nicht auf 7,4kW.
Danke für den Hinweis auf die sonnenCharger Wallbox. Dort steht dies in den technischen Daten:
"Der sonnenCharger ist werkseitig auf 11 kW / 3,7 kW (3- / 1-phasiger Anschluss) limitiert. Wenn alle technischen Anforderungen (siehe Dokument: Hinweise zur Installation) erfüllt sind, kann der sonnenCharger
für eine Ladeleistung von 22 kW / 7,4 kW (3- / 1-phasiger Anschluss) aktiviert werden."

Wenn die wallbox also nur an 11kW bzw. dreiphasig 16A Absicherung angeschlossen ist, kommt auch nicht mehr raus. Da nützt auch das dickere Ladekabel mit 32A Codierung nix. Erst die generelle Verstärkung der Anschlussleitungen und Sicherungen und nach Aktivierung der Wallbox auf 32A bzw. 22kW bekommst Du die mögliche Ladeleistung von einphasig 32A bzw. 7,4 kW raus. Eigentlich. Denn VDE und EVU Vorschriften begrenzen die Schieflast auf einphasig 20A. Mehr möchten sie nicht zulassen. Könntest also immerhin mit 4,6 kW laden.

Hausanschluss verstärken:
Die Umstellung auf 32A Anschlussleistung muss Dein Anschluss hergeben. Also die Kabelquerschnitte, die Absicherung und der Hausanschluss müssen so gemacht sein.
Nicht jeder Hausanschluss kann sowas verkraften. Meiner z.B. ist für das ganze Haus mit 3x35A abgesichert. "Hochrüsten" auf 63A ist möglich bei den meisten Anschlüssen, es muss jedoch von einem Elektriker gemacht und dann dem EVU gemeldet werden. Mein Versorger (die bayernwerk AG) meinte nach Prüfung ihrer Unterlagen, dass das bei mir ohne weitere Umbauten und nur mit einer anderen Haussicherung gemacht werden kann durch einen Elektriker. EVU Verwaltungskosten knapp über 50 Euro.

Gruss, Roland
 

Anmelden

Neue Themen