Großauftrag: Continental erhält Zuschlag von Sono Motors für Antriebseinheit


Der deutsche Automobilanbieter Sono Motors hat nun die Zusammenarbeit mit Continental bestätigt. Continental ist weltweit der zweitgrößte Automobilzulieferer. Hernach wird Continental die elektrische Antriebseinheit für das Solar-Elektroauto Sion bauen. Dabei werden sowohl der Motor, als auch das Getriebe und die Leistungselektronik in einem System an Sono Motors geliefert. Das Modell soll im nächsten Jahr in Serie gehen.

Auftragswert könnte mehrere Hundert Millionen Euro betragen

Obwohl sich weder Continental noch Sono Motors über den Auftragswert aussprachen, vermutet dpa eine Investition in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Alles in allem möchte das Start-Up ungefähr 260.000 Einheiten des Sion bis Ende nächsten Jahres produzieren lassen. Dafür soll ein europäischer Auftragsfertiger involviert werden. Um welches Unternehmen es sich explizit handelt, wurde nicht mitgeteilt. Lediglich der Zuliefervertrag mit Continental wurde bekanntgegeben. Dabei teilte das Unternehmen aus München mit, dass das System wesentlich bessere Leistungswerte erbringt als die bisherigen Prototypen.

Folglich soll der elektrische Motor ein besseres Drehmoment von 290 Nm und ein gelungener Spitzenleistung von 120 kW besitzen.

Roberto Diesel, Technikchef von Sono Motors, teilte dazu mit: "Unsere Entscheidung für eine Zusammenarbeit mit Continental markiert den Abschluss eines weiteren wichtigen Abschnitts in der Serienvorbereitung des Sion. Mit Continental gewinnen wir einen erfahrenen Systempartner mit hohen Automotive Standards, der unsere Begeisterung für neuartige Lösungsansätze in der Fahrzeugentwicklung teilt und dessen Name weltweit für Qualität und höchstes technisches Niveau steht. "

Akkus von ElringKlinger sollen teurer ausfallen

Auch Neuigkeiten zum Batteriestand wurden mitgeteilt. Die Akkus, die aus dem Hause ElringKlinger stammen sollen, bieten dem Sion Kapazitäten von 35 kWh. Damit soll dem Sion eine Reichweite von ungefähr 250 km gelingen. Jedoch gab der Hersteller an, dass die Energiespeicher teurer ausfallen werden, als eingangs vermutet.

Die Prognose des Batteriepreises aus dem Jahr 2016 lag für 2020 bei unter 100 Euro pro kWh. Sono Motors hatte zu dem Zeitpunkt die Kosten für einen Akku mit 4.000 Euro angesetzt. Die steigenden Nachfrage auf dem Elektroautomarkt hat jedoch dazu geführt, dass der Zellpreis nicht wie erwartet gesunken ist. Daher muss der Preis nun auf 9.500 Euro angehoben werden.

Ursprünglich hatte das Start-Up angegeben, dass der erste Stromer des Unternehmens bei ungefähr 16.000 Euro liegen sollte. Wir hatten darüber berichtet. Ob dieses Maß nun gehalten werden kann, bleibt wohl eher abzuwarten. Eine Anmietung der Batterie wird indes in Betracht gezogen.

Quelle:
automobilwoche.de
edison.handelsblatt.com
electrive.net

sono-motors-grossauftrag-continental.jpg
Bild: Sono Motors
 

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