Fuehrerscheinklasse S

  • Themenstarter Jürgen Thiesen
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J

Jürgen Thiesen

Guest
Hallo zusammen,
mich interessiert, ob in anderen Staedten auch mit entsprechenden Zeitungsartikeln Stimmung gegen _jede_ Art von Leichtfahrzeugen gemacht wird (unsicher, gefaehrlic, Verkehrshindernis, teuer > 9.000,- Euro, usw.). Das geht bei uns inzwischen so weit, dass die Fahrschulen behaupten, sie wuerden keinen Fuehrerschein S anbieten weil es zu gefaehrlich waere und die Kids lieber warten sollen, bis sie den Fuehrerschein mit 17 machen duerfen...
Ich hab jetzt hier in der Gegend einen Reporter angesprochen, um evtl. einen neutralen Bericht in die Zeitungen zu bekommen. Das koennte evtl. auch in anderen Staedten angeschoben werden....
Gruss
Juergen
 
R

Rainer Partikel

Guest
Hallo Jürgen,

guter Ansatz. Mir streuben sich auch die Haare wenn ich die verschiedenen Sendungen sehe.

Was soll das eigentlich, der Crash Test läuft bei 40 Kmh frontal.
Das S Klassen Fahrzeug fährt aber nur maximal 45 KmH. Es kann gar nicht zu solch einem Unfall kommen denn das S Klassen Fahrzeug kommt bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 45 KmH schneller zu Stehen als ein schwereres Fahrzeug.

Frontal Unfälle ereignen sich nicht mehr so oft, dafür sorgt die Strassenführung innerhalb und ausserhalb der Ortschaften. Mit einem S Klasse Fahrzeug fährt man/Frau wesentlich defensiver. Riskannt Überholmanöver werden nicht von den S Klasse Fahrern verursacht. Das sind vielmehr die Fahrer die das Fahrzeug steuern das überholt.

Die Fahrzeuge mit einer 45 KmH Beschränkung gibt es doch schon immer, warum wird denn dann jetzt so ein Aufstand gemacht?

Im Stadtverkehr brauchts auch nicht mehr als 45 KmH. Wer schneller fährt steht länger an der Ampel.

Der landwirtschaftliche Verkehr fährt nur 45 KmH. Da meckert auch keiner.
Könnte ja sein, das sich der S Klasse Fahrer gar kein anderes Fahrzeug zulegt. was ja auf der Wand liegt, wenn man sich an die Langsamkeit des Seins gewöhnt hat. Schwimmen da einigen Leuten die Felle weg???
Gruß
ZINNEKE
 
R

reinhold

Guest
Hallo!
Gestern hörte ich einen Bericht in dem behauptet wurde die LM sind "GEFÄHRLICH"
So ein Schmarn!!!!
Nicht das Fahrzeug ist gefährlich denn es entspricht den Zulassungsvorschriften!
Sondern der Fahrer ist gefährlich! den er kann Fehler machen.
Und überhaupt: das ist kein "AUTO" sondern ein Mobil; ein Leichtes.
genau so schnell wie ein Roller nur sicherer.
Mit einem Fahrzeug in der selben Geschwindigkeitskategorie wird es nicht verglichen:
Roller...Moped...Fahrrad(den Berg runter)
Mein Spezl fährt so ein Ding; Ligier, Ambra 45Km/h; 500ccm Diesel;
Anstatt nem grossem Stinker; halt ein Kurzsstreckenfahrzeug; er wohnt in einer Einöde, ca 5K von den nächsten Ortschaft entfernt; für so was ist es gedacht!
WIR LASSEN UNS NICHT VERARSCHEN!
Tschau
Reinhold
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Was mich auch mal interessieren würde, ist, wie die tatsächlichen Unfallzahlen in Ländern aussehen, in denen diese Fahrzeuge schon länger erlaubt, wie z.b. Österreich, Frankreich, ...
Wenn es nach der deutschen Hysterie ginge, müßten diese Länder ja eigentlich halb entvölkert und auf Dritte-Welt-Status abgesunken sein, und alles wegen der Leicht-KfZ!


Gruß Jens
 
L

lutz

Guest
Hallo City el Gemeinde,

ich habe bisher nur eine negative Auswirkung des neuen S-Klasse Führerscheins gesehen. Das Versicherungskennzeichen für 2005 soll fast das doppelte von 2004 kosten. Ich befürchte das ist der Vorgriff der Versicherungen auf das erwartete Versicherungsaufkommen wenn jetzt 16 Jährige auch mit diesen Fahrzeugen unterwegs sind. Ist das nur bei meiner Versicherung so (WGV)?

Mir persönlich erscheint ein Vergleich der Leichtfahrzeuge mit Fahrrädern Mopeds und Rollern auch vernünftiger. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich sowohl mit dem Moped, Roller als auch mit dem Fahrrad auf meiner täglichen Arbeitsstrecke schon Unfälle mit Verletzungen hatte (das geht ruck zuck), mit dem City el (toi, toi toi noch nix passiert) fühle ich mich erheblich sicherer.

Grüßle vom Bodensee

Lutz
 
J

Johannes Müller

Guest
Hallo zusammen,

auch mir sträuben sich mittlerweile die Nackenhaare, wenn ich die "tollen" Berichte im Fernsehen sehe.

Auch ich meine man sollte aufhören die Äpfel mit den Birnen zu vergleichen. Wenn unsere Tochter 16 wird, freut sie sich schon auf unser City-El und wir sind beruhigter, weil sie nicht mit einem Roller o.ä. unterwegs sein muss.

Meine eigenen traurigen Erfahrungen mit diversen 2-Rädern sind:
- eine 15 jährige Klassenkameradin wurde mit ihrem Mofa von einem Auto übersehen -> sofort tot
- der Bruder einer weiteren Klassenkameradin rutscht mit 80 km/h, damals mit einem Leichtkraftrad, nach einem Sturz unter ein Auto -> auch sofortiger Exitus

Jeder hier im Forum wird wohl ähnliche Berichte beisteuern können.
Die Klasse der Fahrzeuge, die 16jährige auf unseren Straßen bewegen dürfen, darum geht es.

Es braucht mir niemand als Motorradfahrer erzählen, dass ein Rad mehr unsicherer wäre als mein 2-Rad-Fahrzeug. Bei Fahranfängern ganz zu schweigen.

Thema Geschwindigkeit: Ich wohne auch auf dem Land und muss zuweilen hinter Rückezügen oder Traktoren herfahren. Das gehört dazu, denn die können auch nicht fliegen. Nur bei meinem City El hat sich sogar schon unser Dorfpolizist aufgeregt, dass es eine Verkehrsbehinderung wäre, obwohl wesentlich einfacher zu überholen als die genannten Verkehrsteilnehmer.

Ich für mein Teil genieße es mit einem Fahrzeug unterwegs zu sein, dass mindestens genauso (immer noch) auffält wie ein bunt gescheckter Ferrari.

Immer die nötigen Amps in den Batterien wünscht
Johannes
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Hallo,

ich bin aus Österreich. Der einzige Leichtfahrzeug-Unfall, bei dem ich Zeuge war, ist jener, bei der der Ligier meiner Nachbarin angefahren wurde, als sie beim Einbiegen wartete - nur Sachschaden (Radaufhängung vorne verbogen/gebrochen).

Wenn ich mich so unter Kollegen umhöre, dann werden diese Fahrzeuge meistens kritisiert, nicht anders als in Deutschland. Die ärgsten Kritiker bewegen die schwersten Stinker...

Auch Angehörige der Generation, die BMW-Isetta und Messerschmidt-Kabinenroller selber erlebt haben, denken kaum anders.

 

weiss

Administrator
15.01.2004
2.203
hallo allerseits :)
es gibt schon einiges an schäden bei den leichtfahrzeugen hier im land vorarlberg/österreich, aber die meisten sind von den fahrern selbst verursacht! darum kommen die auch nicht in die zeitung oder ins IE.

ein unfall hat herbert übersehen und der war in hohenems. dabei ist eine lenkerin von einem leichtfahrzeug so erschrocken über ein überholendes auto, dass sie das lenkrad verrissen hat... also auch eingenverschulden. trotz eines überschlages mit dem leichtfahrzeug ist der frau nichts passiert...
euer weiss aus dornbirn am bodensee
 
G

Georg Schütz

Guest
Die HUK ist bei meinem Versicherungskennzeichen nur um etwa 3€ (wenn ich mich richtig erinnere) auf 57€ gestiegen.
 
G

Georg Schütz

Guest
Die Bezeichnung der Leichtfahrzeuge als Verkehrshindernis ist äußerst undifferenziert. In der Stadt schaffen sie ihre 50km/h alle Mal. Und auf Landstraßen können sie in der Regel problemlos überholt werden. Denn ein Roller oder Moped hat eine Breite von 70cm, das CityEl beispielsweise etwa 1m. Bei einem Zweisitzer mag das vielleicht etwas anders sein.

Auch die Sicherheit dürfte nicht bei allen gleich sein. Ein CityEl mit seiner elastischen Wanne war bei den ADAC-Tests jedenfalls nicht dabei. Der Motor kann sich beim CityEl auch nicht gefährlich in den Fahrraum bohren. Und meines Wissens ist noch kein gravierender Unfall mit schweren Personenschäden beim El aufgetreten - aber man erfährt ja auch nicht alles.

Bei den Leichtfahrzeugen von Gefährlichkeit zu reden halte ich für eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Gefährlich sind eher die "Schwerfahrzeuge" - die Leichtfahrzeuge haben höchstens mangelnde Sicherheit.
 
J

J-O

Guest
Hallo,
jetzt muß ich meinen Senf auch mal dazugeben.

1. Mich nerven diese ständigen Testberichte auch ganz schön. Seit die laufen
(eigentlich ist´s immer derselbe Test nur auf unterschiedlichen Sendern
und unterschiedlichen Sendungen) schleichen meine Eltern immer wieder
um mein EL. Ich warte schon drauf, daß Sie mich fragen, ob ich nicht
lieber sicher zu Fuß gehen will... wegen der Sicherheit
2. Was soll diese Gewichtsbeschränkung? Umweltschutzgründe werden´s
kaum sein. Will man also die Mitmenschen vor den Jugendlichen schützen?
Ist doch ganz klar, daß ein 400 kg Fahrzeug nicht die gleiche Sicherheit
bieten kann, wie ein 2-3 mal so schweres Auto, das zudem doch auch noch
mehr Knautschzone hat (auch wenn Citycom das auf seiner Homepage
behauptet). Übrigens, weiß wer wo man Fotos, bzw. Ergebnisse, des hier
beschriebenen Crashtests bekommen kann? Würd mich wirklich interessiern.
(besonders was mit den Batterien passiert)
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß ein EL so sicher ist, wie ein
Mittelklassewagen. Beim Seitencrash schon vom Gefühl her, beim
Frontalcrash wegen der geringen Fahrzeugmasse und den
(Säure-) Bleiklötzen direkt hinterm Fahrer und beim Auffahrunfall
schon wegen der fehlenden Kopfstütze... (hab mir übrigens eine eingebaut,
und so ganz abwegig fand ich die Idee mit dem Schalensitz auch nicht...)
Bei uns fahren die Bauernkinder jedenfalls schon seit Jahren ab ihrem
16. mit dem Trecker oder Unimog zur Disko :) oder in die Schule.
Das sind echte Klopper, ohne Gewichtsbeschränkung, die notfalls über
ein normales Auto einfach drüberrollen würden. Stört sich scheinbar
niemand dran...
3. Gibt´s eigentlich ne Beschränkung bei den Abmessungen? Wenn man rund
ums Leichtfahrzeug 0,5 Meter Wabengewebekunststoff (wie in der Nase der
Formel 1 Flitzer ) montieren würde, dann denke ich, könnte man bis 45 kmh
gut die Sicherheit eines PKW erreichen.

Na ja, ich denke ich werde weiterhin mit meinem EL möglichst nur in der
Stadt fahren, bei Überlandfahrten den Radweg nutzen,
und mich damit trösten, daß es im Vergleich zum Roller recht sicher ist.

viele Grüße

J-O
 
A

andreas

Guest
Hallo Rainer
Das mit dem längeren Bremsweg bei größerem Fahrzeuggewicht stimmt nicht, oder nur sehr eingeschränkt. Das Cityel z.B. hat mit Sicherheit einen längeren Bremsweg als jeder Verbrenner mit ABS. Der Bremsweg ist unabhängig vom Gewicht, solange kein ABS im Spiel ist und die Räder nicht blockieren.
Allerdings hast Du in einem Punkt recht:
Wenn ein schweres und ein leichtes Fahrzeug frontal aufeinanderprallen, dann hat das leichtere den kürzeren Bremsweg.
Bei allem Idealismus: Panzer sind sicherer als Fahrräder.
Was dazu kommt: Das Cityel kippt außergewöhnlich schnell um. Ich hab das mal ausprobiert, also Kurvenfahren und anbremsen, bis ein Hinterrad hochkommt. Es war klar, daß das Cityel ohne Gegenlenken umgekippt wäre. Bei Regennasser Strasse kippt es vielleicht nicht mehr, dafür rutscht es dann bis zum nächsten Bordstein, um dort umzukippen. Ein normales Frontmotorauto kann kaum übersteuert werden, es kippt auch nicht auf trockenem Asphalt, es sei denn man schaukelt es auf. Wenn ich mit dem Cityel auf nasser Strasse in einer linkskurve Strom gebe, dann untersteuert es, in einer rechtskurve übersteuert es.
Ich glaube, die Entwicklung ist am Cityel vorbei gegangen. Während alle anderen Autos sicherer für die Insassen und Fußgänger werden, ist beim Cityel alles beim alten geblieben.
Das Cityel ist kompromisslos auf Energiesparen ausgelegt, leider ist der Name falsch gewählt, es müßte Countryel heißen! Es ist für den Stadtverkehr zu niedrig, man kann über fremde Motorhauben nicht drübergucken und hat einen ganz schlechten Überblick, vor allem bei Regen.
Ich verstehe nicht, wieso gerade junge, unerfahrene Menschen besonders unsichere und schwierig zu beherrschende Fahrzeuge nutzen sollen?
Andererseits empfinde ich das Cityel als bessere Alternative zum Moped. Es ist ein Elektroroller, ein Exot, ein Prototyp, der es auf die Strasse geschafft hat.

Gruß
Andreas
 
R

Rainer Partikel

Guest
Hallo Andreas, Hallo Gemeinde,

ja du magst ja Recht haben, aber im Grunde wird hier doch von den Medien den Kleinstfahrzeugen der Krieg angesagt. Es ist einfach üble Stimmungsmache die den all-gemeinen Fahrzeuglenker sehr negativ beeinflusst.

Wir wissen um die Eigentschaften des EL´s aber es ist beherrschbar, besonders wenn es nur 45 KmH fährt.

Im Allgemeinen werden Kraschtests immer mit gleichartigen Fahrzeugen veranstalltet..... Wenn nun der Gesetztgeber die Palette der Kleinstfahrzeuge erweitert ist doch die Frage zu stellen wer hier geschützt werden muß , sicherlich nicht die PS Boliden.

Es geht doch auch so: Seht her, es gibt nun einen weiteren, schwächeren Verkehrsteilnehmer auf den Rücksicht genommen werden muß. Diese kleinen Fahrzeuge haben doch auch einen Vorteil. Sie schlängeln sich nicht durch den Verkehr, der Lenker wird gleichberechtigt im Verkehr erzogen. Er wird nicht nass wenn er im Regen fährt. Er kann mir nicht unters Auto rutschen. Wir sehen das Fahrzeug eher so das es nicht übersehen wird...etc etc

Wenn wir wirklich so gefährlich wären, dann müßte unsere Versicherungspämie exorbitant hoch sein.

Wer Schreibfehler findet, der kann diese behalten.

ZINNEKE
 
F

Florian

Guest
Ich bin jetzt alle "Fahrzeugarten" durch: Roller, Motorrad, Auto, Cityel. Geprägt hat meinen Fahrstil der Roller. Heizen, spät bremsen, Vollgas-Vollbremsung. Motorrad war mir zu gefährlich, vielleicht probier ichs in der Midlifecrisis wieder. Und ein altes Auto (Citroen AX ca. BJ 90) hat ganz ähnliche Probs wie ein El.
Wenn ich in der Kurve eine Vollbremsung mache, mach ich einen Abgang. Ist bei jedem nicht AbS-Auto so. Zumindest auf 3 Räder kommt man damit auch ohne Aufschaukeln.
Wenn man die Schwächen seines Fahrzeugs kennt, kann man damit auch sicher fahren. Das El bricht mit dem Heck aus, wenn man zu schnell dran ist. Nur kurz Gegenlenken und es fährt wieder geradeaus. Zum Abfangen IMHO leichter als bei einem großen Auto. Bis mein El das Bein hebt, dauerts schon. 20 km/h und plötzlicher Volleinschlag und ähnliches. Aber dann sollte man eh einen Schalensitz und Vierpunktgurt haben, damit man nicht gegen die Seite gedrückt wird.
Aber letzenendes ist die Mechanik seit Beginn der Serie mehr oder weniger die gleiche. Ich würde das El höher und länger machen, um den Kindersitz zu einem richtigen Sitzplatz zu machen, aber ansonsten hab ich mit der Technik eigentlich keine Probleme.

Florian
 
A

andreas

Guest
Hallo
Danke, daß Ihr mir nach meinem Verriß überhaupt noch antwortet.
Es gibt 2 Typen von 3-Rädern: A) City-El B) Isetta
Das Cityel ist meines Wissens das einzige Fahrzeug mit dieser Rad-Konfiguration und das aus gutem Grund:
Es kippt in Kurven um, vor allem, wenn man dann noch bremst. Ich weiß ja nicht auf was für einer Sorte Asphalt Du seitlich rutschst, aber auf richtig Gutem ist nix mit rutschen. Es fühlt sich sehr instabil an auf zwei Rädern. Möglicherweise kommt es darauf an, wie die Gewichtsverteilung im Cityel ist.
Richtig, Du schreibst, es bricht mit dem Heck aus, das nennt man übersteuern. Das Problem ist, der Kurvenradius wird dadurch im enger, das Fahrzeug ist schwer beherrschbar, kann schleudern. Dieses Verhalten wurde der A-Klasse mühsam durch ESP abgewöhnt. Du ahnst gar nicht, wie radikal die Bremssysteme sich auswirken.

Also nochmal, man fährt eine Kurve, sieht ein Hindernis und muß in der Kurve bremsen:
Beim Typ B) müßte sich das Auto mit seinem Schwerpunkt über das kurvenäußere Vorderrad überschlagen. Das ist ohne Aufschaukeln oder übersteuern unmöglich. Aber so ein Auto übersteuert auch nicht, es sei denn es hat Heckantrieb. Gebremst wird praktisch nur vorne. Und das ist gut so.
Beim Typ A) ist es die Linie zwischen kurvenäußerem Hinterrad und Vorderrad. Diese Linie liegt viel näher am Schwerpunkt.

Beim Cityel wurde diese Problematik dadurch entschärft, daß der Radstand recht lang ist und das Gewicht auf der Hinterachse einen großen Anteil hat. Dadurch wird der Abstand vom Schwerpunkt zur Linie relativ groß. Hier kann man auf der Hinterachse recht anständig bremsen.

Bei 4-Rädrigen Fahrzeugen hat man z.B. auch bei alten Opel Astras eine lastabhängige Bremskraftbegrenzung auf der Hinterachse, damit das Auto in der Kurve beim Bremsen nicht übersteuert oder dreht.

Welche Möglichkeiten hat man bei einem kippenden EL?
Man kann Gegensteuern.
Man könnte auch mal versuchen ganz schnell voll in die Eisen zu treten. Dann würden alle Räder sofort blockieren und man würde wieder rutschen.

Genug geschrieben
Gruß
Andreas
 
G

Georg Schütz

Guest
Hallo Andreas,
die Aussage, dass es nur zwei Typen von Dreirädern gibt. Es gibt bzw. gab einige Hundert von ihnen. Schau einmal unter http://www.3wheelers.com/azlist1.html nach, dort sind die wichtigsten aufgelistet.
 

Frank Rethagen

Mitglied
06.04.2006
208
Hallo Andreas,

die Isetta von BMW hatte im normalfall 4 Räder. Es gab nur einige für den Export bestimmte Fahrzeuge die drei Räder hatten. Diese Fahrzeuge wurden in Länder geliefert, wo der Betrieb von dreirädrigen Fahrzeugen deutlich günstiger war wie die von 4-rädrigen (z.B. England).

Das Twike hat übrigens vorne auch nur 1 Rad, ist aber durch die breitere Spur der Hinterachse unempfindlicher gegen umkippen.

Gruß Frank
 
F

Florian

Guest
Hätte ich meinen AX noch, würde ichs dir vorführen. Ein Fronttriebler, der auf normalen Straßen übersteuert. Und wenn du mit einem Auto ohne ESP/ABS in einer Kurve eine Vollbremsung hinlegst, kommt das Heck immer. Das El fährt man in solchen Situationen wie ein Motorrad. Geradeaus lenken, Vollbremsung und nach öffnen der Bremsen wieder einschlagen. Um das Kippen in schnellen Kurven zu vermeiden, musst du einfach Vollgas geben, wenn er anfängt sich zu neigen. Kann aber sein, das das nur mit der 48V-Version geht (Drehmoment).
 

Enno

Aktives Mitglied
15.05.2006
384
Hallo Florian, Andreas, Georg, Frank und alle anderen Beitragenden,
sorry, aber ich steck´ mich da mal zwischen. Wir diskutieren jetzt wirklich über die Kippgefahr des El´s im Zusammenhang mit dem Führerschein S. Mir geht das Sicherheitsangstgesabbel in den Medien auch gegen den Strich. Wie schon an anderer Stelle geschrieben wurde soll dann doch jeder seinen armierten Benzinpanzer fahren. Andererseits gibt es sicher eine Tendenz des risikoreicheren Fahrens in gewissen Altersstufen. ABER DAS EL AUF DIE SEITE ZU LEGEN BENÖTIGT SCHON EINIGE BESONDERE (FEHL ?)FAHRREAKTIONEN und passiert nicht so schnell. Und jetzt komme mir niemand mit irgendwelchen passierten Szenen. Ich weiß auch von einigen Unfällen aber nach selbst gefahrenen 50000 km im El sind mir auch Not/Vollbremsungen, schnelle rechts-links Schleuderausweichaktionen usw nicht unbekannt. Immer ist es gut gegangen (und ich bin bestiimt nicht der Superfahrer). Deswegen kann schon Morgen auch bei mir was schief gehen aber wenn ich mehrfach auf zwei Rädern im El unterwegs bin sollte ich mal selbstkritisch mein Fahrverhalten überprüfen. So das mußte mal raus-Entschuldigung wenn sich jemand angegriffen fühlt.
Viele Grüße
Enno
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.692
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Andreas,
das mit der Vollbremsung beim Kippen geht, solange man noch relativ nedrig ist. bei Slalomrennen (auch das gibts) habe ich das mit dem el schon gemacht. Wenn das Fahrzeug relativ hoch gestigen ist, bewährt sich gegenlenken, in der Hoffnung, dass Platz ist.

Grüße
Ralf Wagner
 

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