Entladung im Ruhezustand ?

  • Themenstarter Heinz Sause
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Heinz Sause

Guest
#1
MOIN MOIN :)
Während der kalten Tage habe ich mein City-el nicht bewegt , aber über einem warmen Kellerloch geparkt.
Die übliche Batterieladung mit so um 6Kwh ging vorweg.
Das Batterie-Ladegerät ist von der alten Art.
Eingebaut sind wartungsfreie Champion 90Ah.
Mindestens 10 Tage stand das Fahrzeug.
Spannungsüberwachung durch eine lange Leitung zu Wohnung.
Ich habe , vor der nächsten Fahrt eine Auffrischung mit etwa
1,2 kWh gemacht weil die Spannung abgesunken war.
Ich meine, so bei 42Volt.
Fahren konnte ich bis zum zeitweilgen Batteriealarm nur bei 18km.
Früher beobachtete ich das beim abklemmen der Batterie
heftige Funken spritzten, was ja wohl einen Stromfluß anzeigt.
In der Werkstatt erzählte man mir etwas von einem "Kurzschließen" über eine Glühbirne an den Netzstecker?
Ist da ein Stromfluß im Stillstand ? Wie kann das auf einfache Weise verhindert werden ?
Heinz
 
K

Karl Weippert

Guest
#2
Hallo Heinz!

Der Stromfluss im Ruhezustand ist nicht unbeträchtlich- vor allem der DC-DC Wandler zieht Strom; nach 10 Tagen sind sicher schon einige Ah verbraucht.

Das mit der Glühbirne dient dazu, den sehr hohen Anfangsstrom beim Anschließen der Batterien zu begrenzen, die Birne dient als Vorwiderstand. Noch einfacher ist es beim alten Ladeteil, da nimmst du einfach den Schukostecker für 1 Sekunde zwischen den Batteriepol und die Anschlußklemme, dann erst die Anschlußklemme auf den Pol. Mit den Schaltnetzteilen ist das nicht zu empehlen !

Mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl
 
W

Wolfgang Klievering

Guest
#3
Ca Gasungsspannung x entnommene Ah x Ladefaktor ( Batt + Lader ) von 1,25.
Ergebnis in Wh.
Bei mir 58 V x 50 Ah x 1,25 = 3600 Wh = 3,6 KWh wenn sie ganz leer sind

Gruß Wolfgang
 
H

Herbert

Guest
#4
Hallo,

danke, aber so ganz habe ich das nicht verstanden. 58V Gasungs-Spannung gilt also für vier 12V-Akkus, ja? Wenn ich also "rückwärts" rechne, und in meinen CityEl gehen maximal 2,5 kWh primär rein (meistens nur 1,5 kWh), dann kommen also in den Batterien (3 Stück) nur insgesamt 46 kWh an? Im Normalfall also nur 28 kWh? :-( Bisschen wenig. Wo liegt der Fehler? Irgendwie glaube ich, werden meine Batterien nicht richtig voll. Sie sind "leider" wartungsfrei, so dass ich keine Säuredichte messen kann.

Gruss
Herbert
 
H

Heinz Sause

Guest
#5
MOIN MOIN
Die gemessenen KWh sind ermittelt durch ein Stecker Meßgerät
und schließen wohl noch 1,8KWh allein für das Ladegerät ein.
Jedenfalls beträgt die Leistungsaufnahme nach 8Std noch
etwa 180Watt.
MfG Heinz Sause
 
H

Heinz Sause

Guest
#6
MOIN MOIN
Der Umstand mit dem hohen Anfangsstrom bedeutet dann ja
auch das ein Batterie-Hauptschalter problematisch wäre.
Es sei denn ,diers Hauptschalter wird seinerseits z.B.
per Taster und Vorwiderstand kurzzeitig überbrückt.
Gibt es solche Lösungen schon.
Ich jedenfalls finde es nicht doll das da der Saft ohne nutzen
fließt.
Heinz
 
27.09.2004
57
0
#7
Hallo,

das geht schon, man kann eine kleines Relais vor dem Hauptschütz für 5 sec anziehen lassen, welches einen Ladewiderstand schaltet.
nach der Zeit zieht das Hauptschütz erst an, dann funkt es nicht.

 
D

Dirk Hunecke

Guest
#8
Hallo Heinz,

ich gehe davon aus, daß bei Dir der originale Trafolader eingebaut ist.
Wenn das der Fall ist, solltest Du einmal Deinen kWh Zähler überprüfen oder die Einstellung des Ladegerätes.

Ich hatte bisher maximal 2,8 KWh bei total leeren 100Ah Deta-Batterien reingeladen. Nach 8 Stunden zeigte mein Verbrauchszähler eine aktuelle Leistungsaufnahme von ca. 60W an. Das geht dann noch etwa auf 25-30 W zurück. Diese Werte sind dann die Leerlaufleistungsaufnahme des Trafoladers.

Wahrscheinlich geht Dein Zähler nicht richtig. Einige dieser preiswerten Modelle weichen bei stark induktiven Lasten beträchtlich ab. Ich hatte mal am Trafolader den Cosinus phi im Leerlauf gemessen, der Betrug nur ca. 0,4.
Das heißt die Wirkleistung ist nur 0,4 mal so groß wie die Scheinleistung.
Dein Instrument zeigt bestimmt nur die Scheinleistung an.


Viele Grüße

Dirk
 
06.04.2006
208
0
#9
Hallo Heinz,

ich habe mal über einen längeren Zeitraum den Stromverbrauch ab Steckdose über einen normalen Wechselstromzähler gemessen. Im el war der normale Trafolader. Ich habe ca 12 kw auf 100 km verbraucht.

Gruß Frank
 
#10
Hallo Frank,
ich möchte mich an die Hinweise von Dirk anschließen:
Die früher (vor einigen Jahren) erhältlichen billigen Stecker-Stromzähler machten genau nur das, was der Name sagt: Sie erfaßten den Strom, muliplizierten irgendwie mit der Spannung und zeigten das dann fälschlicherweise als Watt an.
Stimmt aber nicht. Es sind nur VA, korrekterweise auch als Scheinleistung bezeichnet.
Es gibt leider durch den cosinus Phi bei Wechselstrom die drei Größen Wirkleistung, Scheinleistung und Blindleistung.
Erst die neueren Zähler zeigen wirklich Wirkleistung an. Nur für die muss man zahlen, und nur die ist wirklich interessant.

Aber trotzdem: 12 kWh pro 100 km erscheinen mir sehr viel. So 6 bis 9 kWh sind üblich. Durch angepasstes Laden kannst Du das reduzieren:
So laden, dass die Ladung gerade morgens kurz vor dem Losfahren beendet wird. Dann geht nicht so viel nutzlose Energie in die Gasung.
Beobachte Deine Ladung. Ich vermute mal, dass das Ladegerät etwas hoch eingestellt ist in Bezug auf die Ladeschlussspannung. Dann geht viel zu viel Energie in die Gasung, und außerdem brauchst Du auch viel Wasser.

Am einfachsten und ohne jedes Nachstellen am Ladegerät kannst Du über eine Zeitschaltuhr so laden, dass die Ladung irgendwann nachts einsetzt und so beendet wird, dass der Akku morgens beim Losfahren richtig voll ist, d.h. gerade noch eine halbe oder ganze Stunde oder so gegast hat. Das ist auch super für die Lebensdauer, denn das verhindert etwas die Säureschichtung. Die Batterie dürfte um den Faktor 2 bis 5 länger leben !!!

Gruss, Roland Reichel, bsm
Kurzstrecke: Citroen AX
Langstrecke: VW Golf Variant mit Pflanzenöl
Ich bin gegen Buschbrände und Ölteppiche.
 
J

Jürgen Thiesen

Guest
#11
Hallo Roland,
ich bin auch gegen W.Buschbrände und Ölteppiche. :))
Zum Stromverbrauch:
Beim Stansdart-EL36V mit HF-Lader liegt der Verbrauch je nach Gelaende und Fahrtyp bei ca. 4-6 kW auf 100km (ueber laengere Zeit gemessen (1Monat))
Bei meinem El (48V, Nebenschlussmotor) liegt der Verbrauch auf der Standartstrecke (Weg zur Arbeit) je nach Fahrer zwischen 4,2kW (Freund) und 5,6kW (ich) wobei ich mich an die eingetragene Durchschnittsgeschwindigkeit (62km/h) halte :))
Die Messungen an meinem El hab ich ca. 1/2Jahr durchgefuehrt.

mit sonnigen Gruessen
juergen
 
J

Jürgen Thiesen

Guest
#12
Hallo Heinz,
das Hauptproblem das Du nach der laengeren Standzeit hast, ist dass die Batterien weich werden (auch als "einschlafen" bekannt: s. Ralfs Seiten).
Da hilft nur eins: fahren (auch wenns klappert (Zaehne)) :)

juergen
 
H

Heinz Sause

Guest
#13
MOIN MOIN
Danke für die vielen Infos,
Werd mal , was die Messungen angeht versuchen genaueres zu ermitteln.
Also nicht mehr auf die Anzeige des Stecker _Messgerätes allein verlassen. (war übrigens ein Gewinn bei Preisausschreiben)
Wieder Winter, werd mal sehen das es zu einer Batterieentladung durch Heizung und Licht kommt , um danach
voll zu laden ohne Zeitschaltuhr per Strommessung prüfen.
Und wenns kalt bleibt bau ich die Batterien aus, basta.
MfG Heinz
 
06.04.2006
208
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#14
Hallo Roland,

ich habe das el nicht mehr, aber der Verbrauch war bei mir wirklich so hoch.
Ich habe den Verbrauch mit einem ausrangierten Wechselstromzähler vom Energieversorger gemessen (reine Wirkleistung).
Ich fahre jetzt Hotzenblitz, der verbraucht (mit dem gleichen Zähler gemessen) zwischen 15 und 20 kwh ab Steckdose.
Aber Du hast sicher recht das die Batterien überladen wurden, denn ein Bekannter von mir hat sich vor ein paar Monaten auch ein el mit Trafolader gekauft und er füllt relativ selten Wasser nach, ich mußte alle 2 Wochen nachfüllen.

Gruß Frank
 
W

Wolfgang Klievering

Guest
#15
Wenn du normale gut Batts hast wirst du etwa 50 bis 60 Ah entnehmen können.
43 V Gasungsspannung x 55 Ah x Ladefaktor 1,25 macht etwa 2,9 KWh wenn sie ganz leer sind und ordnungsgemäß geladen wurden.

Gruß Wolfgang
 

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