Einfahren des Akkus. - Elektroauto Forum

Einfahren des Akkus.

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Croesoft

Neues Mitglied
27.05.2023
2
Ich hab mal eine Frage. Ist es bei einem EV genauso wie bei LI- Akkus für Elektrowerkzeuge? Dort steht die maximale Akku Kapazität wohl erst nach dreimaligem Entladen und laden zur Verfügung…
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Ich schätze mal das dürfte vom Hersteller abhängen.
EIGENTLICH sollten die Akkus ja balanciert sein, wenn das Fahrzeug ausgeliefert wird. Dazu ist mindestens eine Volladung nötig.
Wenn danach die echte Kapazität ermittelt wurde, dann braucht es dafür einen kompletten Vollzyklus.
Bei der Auslieferung ist das Fahrzeug dann entweder schon geladen oder es sollte zeitnah erstmalig geladen werden.
Zudem haben Li-Ion und LiFePo4-Akkus idR. direkt ab Werk nahezu 100% ihrer Kapazität - im Gegensatz zu anderen Batteriechemien.

Kurzum: Kann man machen, aber ich zweifle daran, dass es viel Effekt hat.

Für wesentlich wichtiger halte ich die Akkupflege über die Zeit:
> Möglichst immer im SOC-Fenster zwischen 20% und 80% (nur unmittelbar vor langen Fahrten auf 100% laden)
> Schnelladungen (>22kW) nur dann durchführen, wenn es wirklich nötig ist
> Akku bei sehr heißem oder sehr kaltem Wetter möglichst schonend benutzen (z.B. ausreichend lang vor der Fahrt die Akkuklimatisierung nutzen, falls das Fahrzeug das bietet)
usw.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.947
Ich glaube hier geht es nicht ums Balancing sondern um die 1. paar Zyklen in denen sich das SEI Layer auf der Anode bildet.

Früher waren die Zellen nach der Produktion gar nicht vorgeladen und mussten erst Mal mit geringem Strom "formatiert" werden. Teilweise wurden dabei von Herstellern wie Winston/Thundersky ein Laden bis 4,2 V gefordert, jetzt sind es nur noch 3,7 V. Heute sind die Zellen in der Regel schon einmal vorgeladen worden, so das die Bildung des SEI Layer schon weitgehend abgeschlossen ist.

Dennoch empfiehlt es sich bei einem neuen Fahrzeug, insbesondere bei den 1ten Ladungen möglichst nur mit nur maximal 11 kW auf 100 % zu laden, statt mit Schnellladung. So kann nicht nur die Ausbildung des SEI Layer abgeschlossen werden, sondern auch alle Zellen ausbalanciert, und die Kapazitätsanzeige auf 100 % kalibriert werden. Aber es hat auch keinen drastischen negativen Einfluss wenn man es nicht macht.
 
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Wertungen: Kamikaze

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
9.478
46
Hannover
www.litrade.de
Die Zellen werden ja im Werk schon geladen und Entladen.
UNd nein, Einfahren ist Quatsch, das wäre so, als wenn du dir neie NIMH Rundzellen kaufst und die Zyklierst um gleich die volle Kapazität zu haben dafür aber unnötig Lebensdauer verballerst.
Wenn du nicht von Anfang an die volle Kapazität benötigst, fahre einfach damit, du wirst ihn dann schon oft genug laden.

Auch die Thunder Sky Winston brauchten da nicht, die wurden bereits im Werk geladen und Entladen, da ihre Kapazität ermittelt wurde (Jeder Händler bekommt nach de Lieferung ein entsprechendes Messdiagramm bzw Messprotokoll)

Die 160er Winston /Thunder Sky in meinem EL wurden z.B: nie bis 4 oder so geladen und das habe ich ebenfalls auch den Kunden geraten nicht zu tun.
Es gab aber FAhrzeuge wie den TAzari, der die Zellen IMMER so hoch geladen hat

Der SEI Layer bildet sich also so oder so aus
 
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Wertungen: Sascha Meyer

jugge

Aktives Mitglied
08.03.2019
318
Bei Blei verbessert sich die Kapazität. Bei Li-ionen, Lifepo4 ..... Blödsinn. Das sind kleine unterschiede bei den Zellen die sich so nach und nach ausgleichen. Eine Parallelladung mach ich keine mehr, ausser die Zellen haben deutliche unterschiede. Man kann ja aber auch 1 Tag bevor man die Zellen zusammen baut alle mal parallel anschliesen, da passen sich die auch an und der rest macht dann das BMS.
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
9.478
46
Hannover
www.litrade.de
"Man kann ja aber auch 1 Tag bevor man die Zellen zusammen baut alle mal parallel anschliesen, da passen sich die auch an "
Das funktioniert tatsächlich nicht, LiFePo4 muss dabei geladen werden, bei Lipo ginge es
 

jugge

Aktives Mitglied
08.03.2019
318
"Man kann ja aber auch 1 Tag bevor man die Zellen zusammen baut alle mal parallel anschliesen, da passen sich die auch an "
Das funktioniert tatsächlich nicht, LiFePo4 muss dabei geladen werden, bei Lipo ginge es
Ich hab jetzt mal verglichen das 1. Pack das ich eingebaut habe vor 1 Monat und parallel ein Wochenende geladen habe mit dem das ich gestern eingebaut habe ohne auszugeichen. In der Smart BMS App sehe ich da kein Unterschied, das der neuere Pack weiter auseinander driftet. Scheiss Zellen werden wohl immer ausseinander driften.
 
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jugge

Aktives Mitglied
08.03.2019
318
Hab beide BMS noch auf 3,65V Ladeendspannung pro Zelle und gesammte ladeendspannung auf 58.4V stehen.
Werd da aber demnächst runter gehen wegen der Hitze. Nicht das ich da noch Elektrolyt verliere.
War da nicht in Smart BMS auch eine Einstellung für Ausgleichsstrom ??? Hab da ein paar Versionen versucht und finde das nicht mehr ??? Aber bei den dünnen Drähten dürfte ja sowieso nicht viel Ausgleichstrom fliesen.
 
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