E-Auto Start-Up Faraday Future steckt in ernsten Schwierigkeiten

Schon seit geraumer Zeit versucht das Elektroauto Start-Up Faraday Future sich krampfhaft über Wasser zu halten. Ein Plan nach dem anderen scheitert und das BEV FF91 scheint nun auch nicht in Serie gehen zu können. Nachdem die Fabrik in den USA gestoppt wurde, muss nun sogar Personal entlassen werden.

Die Luft wird immer dünner

Entlassungen und Gehaltskürzungen - Faraday Future macht wieder Schlagzeilen, allerdings keine positiven. Wie der Blog The Verge nun berichtet, kürzt das Unternehmen das Gehalt der Mitarbeiter um stolze 20 Prozent. Einige Angestellte sind bereits entlassen worden, wie das Start-up kürzlich bekannt gab. CEO von Faraday Future, Jia Yueting, kürzt sein Gehalt hingegen um einen Dollar. In einer Email an die Mitarbeiter des Unternehmens wurde zudem mitgeteilt: "Das Unternehmen hat sich verpflichtet, seine Finanzen zu überwachen und wird diese Entscheidung mit dem Ziel neu bewerten, die Gehälter wieder herzustellen, sobald die Finanzierung gegeben ist."

Für Faraday Future dürfte es insgesamt ein erneuter Rückschlag sein. Diese Kürzungen stellen schließlich Anzeichen von ernsthaften Schwierigkeiten dar. Yueting hatte erst vor einiger Zeit versucht, sich vom chinesischen Immobiliengiganten Evergrande zu lösen. Der Investor hatte eine Tranche von 800 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt - nun wollte Yueting zurückgetreten, weil sich Evergrande zu einer zweiten Investition negativ geäußert hat.

Gericht soll Klärung erzielen

Wie es zwischen den Partnern weitergehen wird, ist noch unklar. Ein Gericht in Hongkong soll jetzt für Klarheiten sorgen.

Indes warten Interessierte immer noch auf den FF91, der 2017 in Las Vegas vorgestellt wurde. Das 1.000 PS starke Elektroauto soll von 0 auf 100 in 3 Sekunden kommen und mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 km/h punkten. Mit einer 130 kWh Batterie sind zudem an die 600 km erreichbar. Das Modell soll 100.000 Dollar kosten - doch ob das Auto auch tatsächlich ausgeliefert wird, steht bisher noch in den Sternen.

Quelle:
http://www.manager-magazin.de/
www.theverge.com


Bild: Faraday Future
 

Kommentare