Dringende Empfehlung


Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Allen, die irgendwie mit Batterien zu tun haben (der eine oder andere hier könnte sich angesprochen fühlen), empfehle ich dringend den Kauf des kleinen Infrarot-Taschentermometers, das bei Conrad z.Z. für 19 Euro 50 verkauft wird.
Ich empfehle eine Sammelbestellung, denn wie ich die Apotheke kenne, setzen die den Preis gleich über 24,50 auf 30 Euro hinauf, wenn wir in Horden dort einfallen.
Ich meine, es gibt nichts Schöners zur Temperaturmessung unter der Zunge, Wetterprophetie und vor allem zur Beurteilung unserer Batterien. 0,1 Grad Auflösung, ein kalter, blauer Winterhimmel wird nicht angezeigt , da er tiefer als -70 Grad strahlt.
Messzeit: 0,5 Sekunden.
Also, auch für Passivhäuslebauer unbedingt zu empfehlen.

Da könnt Ihr Euch die Wärmekamera sparen, die ich einmal angepriesen habe.
Euer Haus wird demnächst an den richtigen Stellen gedichtet und schnell werdet Ihr herausfinden, wie sinnvoll es ist, das Cityeldach bei blauem Winterhimmel mit einer Silberfolie abzudecken (Notfalldecke, Feuerwehr oder Rettungsdienst fragen).

Bitte die Optik vorne sauberhalten und beim Kauf auf Fingerabdrücke kontrollieren, außerdem eine Vergleichsmessung vornehmen. Conrad ist kulant.

Auch aus Hunderten Einzelbatterien sind die schlechten schnell aussortiert, wie bei meinen 12 (jetzt nur noch 10) Aldimignons.

Wichtig: Alle Farben, alle Oberflächen sind für Infrarotstrahlung tiefschwarz außer Metalloberflächen. Aber schon eine leichte Schmutzschicht, Farbe oder Rost macht diese infrarotschwarz.
Saubere Metalloberflächen lassen sich nicht messen, die reflektieren dann die Umgebungsstrahlung. Einzig trockener Lehm als Nichtmetall macht eine geringfügige Ausnahme (reflektiert ca 30%). Durch manche dünne Kunststofffolien und manches Glas kann die Strahlung durchdringen und zum Beispiel durch sauberes Metall darunter beinflusst werden, so lässt sich auch bronze oder Bundeswehrfarbe nicht messen. Halt, halt! Frisches Blattgrün reflektiert ebenfalls 30%, wie die Bundeswehrfarbe (Metallzusatz) , so erkennt man die al Qaida im Urwald.
Hervorragend die Eiswacht auf der Straßenoberfläche, einfach das Ding aus dem fahrenden Auto halten, Knopf drücken, eine halbe Sekunde warten, fertig zum Ablesen während mehrerer Sekunden bzw. bis zum nächsten Knopfdruck.
Super, super, super!
Viel Spass mit zukünftig gesunden Kindern und Batterien!

Anm.: Die teureren Modelle mit Laser und so sind eigentlich überflüssig!
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.630
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Bernd,

die Infrarotthermometer haben teilweise große Toleranzen,d.h. die Werte kritisch betrachten. Auf bestimmten Oberflächen, z.B. blankes Mettall messen die Geräte nicht richtig. Die Geräte brauchen auch einige Minuten um sich zu aklimatisieren, d.h. nicht auspacken und messen...
 
G

Georg Schütz

Guest
Für einen Glatteistest oder das Fiebermessen wär mir die vorgeschlagene Methode auch ein wenig grob. Conrad gibt eine Genauigkeit von 1,5°C und eine Reproduzierbarkeit von 1°C an.
Der höhere Preis für andere Thermometer liegt oft in der komplizierteren, selektiveren Optik begründet. Das hier angebotene Thermometer misst auf 1m Entfernung auch eine Fläche von 1m² aus.
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Jetzt habe ich ja schon einige Erfahrung im Umgang mit dem Gerät:
Wichtig ist insbesondere die Sauberkeit der Optik und des Reflektors: Ich hatte zunächst ein Gerät erwischt, das hatte einen leichten Fingerabdruck auf der Frontscheibe, das zeigte tatsächlich zu einem Teil die Umgebungstemperatur an. Das gab ich zurück.
Vorsicht bei der Reinigung! Die Frontlinse besteht meistens aus Plastik!
Ich habe aber Tests gemacht bei der Messung im abgekühlten Zustand (um +1 Grad und nach längerer Lagerung auf der Heizung, und dann das Innere meines Gefrierfachs gemessen: es ergab sich eine Abweichung von nicht mehr als 1 Grad.. Offensichtlich sind diese Einflüsse per Programm kompensiert, mein Gerät ist sogar überkompensiert!
Übrigens entdecke ich gerade ein wenig Staub auf dem Spiegeltrichter.

Trotzdem muß man bei Absolutmessungen solche Einflüsse berücksichtigen.
Bei unseren Messungen kommt es aber auf die Differenztemperatur zur Umgebung an, und da ist mein Gerät sauber monoton, auch bei 0,1 Grad Genauigkeit!

Insofern sehe ich kein Problem. Ich habe jetzt noch ein zweites mit Laserpointer und 15% Sensor-Öffnungswinkel der Optik: die Genauigkeit ist bei diesem teureren, mit Fresnel-Olastiklinse ausgestattetem Teil schlechter.
Nein, gerade das kleine Gerät ist für unsere Zwecke ideal: Erst alle Batterien langsam hintereinander mit der "Min"-Einstellung abfahren, dann mit der "Max"-Einstellung. Gibt es keine Ausreißer, ist alles in Ordnung. Ist die Differenz hoch, durch Einzelmessung den Übeltäter ausfindig machen.
Kommt es bei einer anderen Messung auf absolute Genauigkeit an, wie bei der Messung meiner Körpertemperatur unter der Zunge, reicht es, wenn ich mit einem Erfahrungswert korrigiere. Natürlich darf sich nicht durch Atem Kondesat auf der Frontscheibe oder auf dem Plastireflektor bilden. Sonst lieber unter dem Arm mit den üblichen Bedingungen messen, nach Herausfinden der Temperaturkorrektur nach Vergleich mit einem geeichten Fieberthermometer! Achtung: die obere Mundhöhle und die Oberseite der Zunge ist oft mehr als fünf Grad kälter!

Bei der Eiswarnung kommt es allein auf die Oberflächentemperatur der Straße an:
Das, was dieses Gerät an Genauigkeit schafft, leistet kein Außentemperaturthermometer.: Die Abweichung zur Lufttemperatur liegt bei klarem Himmel meist jenseits von fünf Grad. Dieses Gerät zeigt auch in diesem Fall nur geringe Abweichungen. Natürlich empfiehlt es sich, das Gerät einmal bei Zimmertemperatur auf seine Eichung zu überprüfen.

Der Messöffnungswinkel ist wirklich nicht sehr weit von 60 Grad (angegeben: 45 Grad) entfernt, was man sehr genau durch Einschwenken eines heißen Gegenstandes (natürlich Nichtmetall oder lackiertes Metall) von der Seite prüfen kann. Es ist also unmittelbar vor das Messobjekt zu halten.
Achtung: Flammen werden fast nicht gesehen, sie sind für Infrarot fast völlig durchlässig! (Feuerzeugflamme).

Die Infrarotscanner für Architekten sind normalerweise unglaublich teuer: So ab 12.000 Euro. Ich hätte bei dem Industrieangebot von Conrad zuschlagen sollen.
Angebot und Nachfrage machen dort den Preis: Wenn es um die Umwelt geht, fragt normalerweise kein grüner Architekt nach dem Preis.

Für unsere Batterietests ist es das Gerät mit der höchsten Genauigkeit: Danach kommt erst die Handmessung durch Hautkontakt (am besten natürlich mit der Oberlippe). Ich besitze auch einen Mini-Platin/Platinrhodiumthermoelementfühler, sonst optimal für diese Zwecke, aber die Genauigkeit ist zu vergessen (Wärmekontaktproblem) .

Es gibt auch Wärmeindikatorkreide, auch die ist viel ungenauer.

Natürlich bleibt eine Spannungsmessung unvergleichbar aussagekräftiger...

Übrigens, Sonnenstrahlung stört durch Reflexe weit weniger, als man annehmen möchte: Wenn ich das Gerät auf die Häuser neben der gerade aufgehenden Sonne und dann direkt in die Sonne halte, ergibt sich eine Abweichung von 4,9 zu 3,2 Grad!
Auch Fehlmessungen erkennt das Gerät.

Übrigens, stelle ich gerade fest, dass man fünf Batterien pro Sekunde scannen kann, das können die teuren Geräte nicht.
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Während nichtmetallische Festkörper und Flüssigkeiten, auch Wolken, von meinen verschiedenen Infrarotthermometern übereinstimmend genau gemessen werden, gibt es doch erhebliche Unterschiede bei dickeren Gasschichten. So beträgt die größte Differenz, die ich bei 5 Grad Lufttemperatur am Boden als Strahlungstemperatur des knallblauen Himmels gemessen habe, bei dem einen Thermometer minus 71 Grad Celsius, bei dem anderen minus 12 Grad. In allen anderen Fällen waren die Messungen gleich.

Es gibt auch bessere Thermometer, die nach einem Differenztemperaturverfahren bei verschiedenen Wellenlängen messen. Die messen selbst Metalloberflächen sehr genau, wo die genannten Billigteile versagen. Für uns unnötig teuer.
Die Heizung überwache ich, indem ich beliebigfarbige, in diesem Fall rote Klebebänder oder auch klaren Tesafilm auf eine Stelle des Rohres klebe. Auch dünnes Tesafilm erscheint für Infrarot schwarz. Batterien haben meist ein Kunststoffgehäuse, da gibt es überhaupt kein Problem. Tip für Bleiakkus ohne Gel:
Eine gefährliche Säureschichtung erkennt man an einem Wärmegefälle von oben nach unten. Unten bleibts kalt UND schwer. Dann tüchtig schütteln. Nicht den Kopf, das Cityel.
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
Hallo Bernd

Daß die Säureschichtung existiert und Sie stattfindet kann man überall lesen.
Was fehlt ist ein einschätzbarer Vorgang.
Angenommen eine Batt frich fitt gemacht bleibt einfach stehen.
Nach welcher Zeit tritt eine Schichtung ein? ( nur z.B. )
Vieleicht gibts da schon Standard Parameter, aber ich glaube Du weist was ich meine.

MFG Michael
 

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