Zusatzblattfedern hinten - Elektroauto Forum

Zusatzblattfedern hinten

  • Themenstarter Bernhard Zeiter
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B

Bernhard Zeiter

Guest
Hallo zusammen,

Habe heute von einem Händler alte gebrochene Blattfedern erhalten. Diese sind aber 8mm dick.
Ich möchte die Federung hinten, nach den Angaben von Berd Degwer 21cm lang und 6mm dick über der bestehenden Feder einbauen und verstärken. Die bestehenden Federn in meinem Miniel 48V L02511 sind 6mm dick.
Meine Frage: Hat jemand Erfahrung mit 8mm dicken Zusatzfedern. Für die Verschraubung könnten entsprechen längere Schrauben gewählt werden.

Mit freundlichen Grüssen
Bernhard Zeiter
 

Georg Schumacher

Neues Mitglied
04.03.2006
4
Hallo,

die gebrochenen Federn werden da nix nützen, weil die eigentlich immer vorne brechen.

Die Vorgehnsweise ist eigentlich umgekehrt:

Alte 6mm Blattfern im Bereich kurz vor dem Stoßdämpfer absägen.

Eine neue 8mm Blattfeder ganz normal einbauen, mit dem Unterschied, dass jetzt die abgesägte 6mm Feder darüber gelegt wird. Die vordere Alu-Distanzscheibe bleibt stattdessen draußen. Die 6mm Federn werden nur noch vorne befestigt!

Eine andere Version würde ich nicht empfehlen!

Gruß Schorsch


www.solar-mobil.de
 
B

Bernhard Zeiter

Guest
Gruss Schorsch; Werte Elisti

Wir sind uns schon einig. Die gebrochenen 8mm Federn will ich natürlich so bearbeiten d.h. kürzen und 2 entspr. Löcher bohren zum befestigen vorne am Fahrzeug.
Nur ist eben dann eine 8mm Zusatzfeder über der noch intakten 6mm Feder.
Meine Frage ist: Ist das auch eine gute Lösung?

MfG
Bernhard
 
J

Jürgen

Guest
Hallo Bernhard

Mit den Federn habe ich mich auch schon ausgiebig beschäftigt. Ich fahre nun schon 20.000 Km mit Zusatzlage.
Also, meine Meinung ist, die bessere Lösung wäre schon, wenn die Hauptlage aus 8 mm Material und die Zusatzlage aus 6 mm wäre.
Begründung: Die Haptlage trägt die größte Last. Und die Zusatzlage übt nicht so großen Druck auf die Hauptlage aus. Dadurch wird der Verschleiß durch Abrieb geringer.
Aber in Deinem Fall hast Du ja eine intakte 6 mm Hauptlage. Ich würde das so machen, wie Du es vorgeschlagen hast. Die Federwirkung ist die selbe.
Um die Reibungskraft der Zusatzlage zu minimieren, könnte man ja die Zusatzlage so lang wie möglich machen. Denn die Zusatzlage trägt nur am Ende.
Bis zur Stoßdämpferbefestigung ist ja Platz.
Die Schnittkante am Ende eine langgezogene Fase anschleifen, damit die Auflagefläche möglicht groß ist. Um bequem schmieren zu können, habe ich 20 mm vor dem Ende ein 5 mm Loch gebohrt. Dort kommt gelegentlich Öl rein und schmiert von innen.
Nun ist ja der Dämpfer auf die Feder abgestimmt. Ist unkritisch, da ja die beiden Lagen untereinander reiben und sich gegenseitig dämpfen. Das Dämpfungsverhalten ist einwandfrei. Und der Federweg ein paar Zentimeter größer.
Als Ersatz habe ich mir aus Federmaterial vom Schrottplatz Ersatzfedern gemacht, sollte man immer da haben. Die Bohrungen sind 11 mm Durchmesser.
Aber vorbohren, das Material ist sehr hart. Langsame Drehzahl nehmen, dann steht die Schneide länger.

Zwischen den Federn sollte man ordentlich schmieren. Das kann man am besten beim Zusammenbau mit Fett machen. Im Nachhinein dann mit dickem Öl.

Mit freundlichen Grüßen,Jürgen aus Finsteralde
 

heireprocresY

Mitglied
19.08.2013
128
Hallo Bernhard, Hallo Jürgen, Hallo Schorsch, Hallo alle,

also ich fahre auch seit mittlerweile 10.000km die Variante mit den 8mm Hauptfedern und den 6mm Zusatzfederen (die übrigens von Jürgen gefertigt wurden! Nochmals Danke!) oben drüber. Der Komfort ist o.k. aber....
trotz guter Schmierung ist mir im letzten Monat eine 8mm Blattfeder gebrochen!! ... und genau da wo die Dinger immer brechen, direkt hinter der hinteren Bohrung der vorderen Befestigung.
Man sagt mir allerdings eine eher sportliche Fahrweise mit dem EL nach...........
Ich fahre allerdings nur mit einem Satz Banner Akkus rum und nicht wie der Jürgen mit 2 Satz Starterbatts... bin aber wohl ein wenig schwerer als er!!

Gruß
Bernd Degwer
www.degwer.de
 
B

Bernhard Zeiter

Guest
Hallo zusammen

Besten Dank für die Antworten. Es ist konstruktionsbedingt, dass die Federn genau hinter dem Einspannpunkt, wo gerade auch die hintere Schraube sitzt bricht. Dort ist das Biegemoment am grössten und somit das Material am stärksten beansprucht. Damit die Federung gleichmässig von vorne nach hinten belastet würde, müsste die Stärke d.h. Dicke nach hinten abnehmen.Meine 6mm Federung ist bis jetzt 30000km noch nicht gebrochen.
Ich werde nun die 8mm Feder über der 6mm Feder montieren. Die günstigste Länge muss ich noch direkt am Fahrzeug bestimmen. Die Schmierbohrung am hinteren Ende ist eine gute Idee, dort werde ich einen kleinen Schmiernippel für die Fettpresse montieren.

MfG
Bernhard
 
V

Voeltz

Guest
Hallo Leute bin nach längerer Krankheit wieder fit. Das Problem mit den Blattfedern habe ich ganz anders gelöst !!!!!!!!! Da Die Scheißdinger immer hinten nach der Bohrung brechen habe ich Sie ganz raus und habe 2 Stabis eingebaut !!!!!! Eigenkonstruktion !!! Bis jetzt nur gute Erfahrung damit gemacht.!
Als Stoßdämpfer habe ich 2 von einem Roller verwendet !!!! Verstellbar !! in der Härte !!!! Geht geil!!! Falls Fragen Schreibt !! Setze dann Daten rein Stärke Bohrung breite usw !! Gruß Herby
 

wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.677
Kreis Soest
Hallo allerseits,

nach langer jobbedingter Zwangs-EL-Bastelpause wollte ich doch eben mal auf die schnelle endlich mal die Zusatzfedern einbauen die ich schon vor einer Weile gem-. Elwiki und Forum spitz abgeflext hatte.

In einem Punkt bin ich beim Einbau aber jetzt verwirrt:
Im Gegensatz zu anderen Aussagen, habe ich lediglich eine Alu-Dinstanzplatte von 5 mm Stärke zwischen Blatterfedern und Chassis.

Da ich sowieso auch mit der einen Feder noch genügend Freiheit im Radkasten hatte, wenig Sinn darin sehe, den EL um die 8 mm der Zusatzfeder höher zu legen, und auch eine höhere "Zwischenlage" von 13 mm (5mm Alu+ 8mm gekürzte Zusatzfeder), als eher problematisch sehe, da dadurch andere Winkel-und Spannungsverhältnisse entstehen, würde ich die 5 mm Alu-Platte am liebsten weglassen, und einfach durch die 8 mm Zusatzfeder ersetzen - immerhin liegt der EL damit ja schon 3mm höher ;-)

Die Frage ist jetzt, ob man die Alu-Platte einfach so weglassen kann, da sie lediglich der Höheneinstellung dient, oder ob sie noch einen anderen Sinn hat?????

Da der EL gerade aufgebockt mitten in der Einfahrt steht (ich dachte ja, das wäre in 1 Std. Mittagspause erledigt) wäre ich für Hinweise super dankbar!!
 

wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.677
Kreis Soest
Ich schon wieder :)

na, das nenne ich Kundenservice:
Da bekomme ich doch heute Abend einen Anruf von Peter Jürgens (www.bastelwastel24.de), bei dem ich die Tage ein neues Ritzel, Wechselkette etc. bestellt hatte, und erklärt mir (ich wusste erst gar nicht, worum es geht ;-)), dass ich die Alu-Distanz-Platten problemlos draussen lassen kann, wenn gut 3 Finger in den Radkasten passen, und, was sehr wichtig ist (was ich natürlich in meiner Hektik nicht bedacht hatte), dass es bei einseitigem EL-Aufbocken Verspannungen gibt, und wenn man die Schrauben der Blattfedern in dieser Position anzieht, wahrscheinlich irgendwann die Radlager leiden ...

... ach ja ... und gaaanz nebenbei dann noch die Frage, für welche Ritzelgrösse ich mich jetzt entschieden habe, damit er die Sachen rausschicken kann. ;-)

Soviel Enthusiasmus und Kundenservice ist ja nun alles andere als alltäglich :spos: :spos:
Deshalb erlaube ich mir mal, mich hier ganz öffenlich zu freuen :cheers:
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
10.248
Hallo

Aufbocken geht ganz einfach auf einen Bierkasten, EL vorne hochheben und Bierkasten bis vor den Batteriekorb unters EL schieben, dann sind alle Räder frei und man kann nach Herzenslust schrauben.

Ich hab übrigens 2* 8mm Federn drunter und das funktioniert auch. du brauchst auf jeden Fall längere Schrauben als vorher die serienmaßigen Schrauben gehen nur knapp über das eingeschweißte Gewinde, die vordere Schraube darf bei manchen Fahrzeugen nicht zu lang sein damit sie nicht an den Befestigungsbolzen des Batteriekorbs stößt, ist aber nicht bei jedem Fahrzeug so, bei mir z.B. ging sie ohne Probleme daran vorbei.

Schraubenqualität ist 8.8, keine billigen Baumarktschrauben verwenden.

Gruß

Roman
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
9.498
46
Hannover
www.litrade.de
auch wenn deise Antwort schon ein wenig älter ist :)
Meines Wissens nach soll man mit hoher Drehzal arbeiten!! bei stark gehärteten Bohrern, damit die Belastungsspitzen an den Flanken so kurz wie möglich auftreten ansonsten brechen sie.
Hohe Drehzal, wenig Druck, Schneidöhl.
Ich habe meine Feder gleich mit dem 11er gebohrt, ging wie durch Butter.
Nur keine einfachen HSS oder beschichtete Bohrer nehmen, sie schaffen gerade mal eine kleine Vertiefung, nach dem vierten billig Bohrer bin ich dann ab in den baumarkt und habe extra harte Bohrer gekauft.
Damit habe ich dann alle Löcher gebohrt. Und der ist immer noch gut.
 

Friedhelm Hahn

Aktives Mitglied
19.06.2005
1.483
Kleiner Tipp:

Wenn der HSS-Bohrer nicht ausreicht und ein Widia-Bohrer zu teuer ist bzw. nicht verfügbar, nehmt einen Steinbohrer.
Dieser muss natürlich auf einem für Hartmetall geeigneten Schleifbock (meist die etwas grünlichen Scheiben, Silizium-Karbid) wie ein HSS-Bohrer scharf geschliffen werden!
Geht wutzgut, kostet nicht viel...;) .

Gruß
 

wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.677
Kreis Soest
Hallo,

erstmal kann ich diesen Umbau nur wärmstens empfehlen.:spos:
Nachdem ich vorher den Eindruck hatte, der EL findet, obwohl ich gut auf die Strasse achte, jedes Schlagloch von selbst, musste ich die Löcher jetzt bei der Probefahrt schon gezielt suchen.
Der Unterschied zu vorher ist echt WAHNSINN! :cheers:

Ich habe jetzt 2 Federn von 8 mm Stärke übereinandergesetzt. Die obere Feder auf 275 mm abgelängt, und auf den letzten 100 mm auf 10 mm verjüngt.
Zwischen den Federn liegt ein 0,8 mm Kupferblech, das ich vor dem Einbau erst auch nochmal mit Kupferpaste eingeschmiert habe.
Ich hatte nur eine Alu-Distanzscheibe drin, die rausgeflogen ist, weil ich nun auch ohne 5,5 cm (vor Umbau 4,0) Freiheit im Radkasten habe.

Fazit ist eine superstramme Federung, die unbeladen (obwohl ich schon einen 27kg-48V-Zusatzakku im Kofferraum habe) schon fast etwas zu hart ist. Wenn dann aber nochmal 25 kg (Hund+Lader) drin sind, ist es einfach nur göttlich :spos:

Das Bohren mit einem Standrad-HSS-Bohrer war tödlich. Ich habe fast genau so viel Zeit mit Boher-Schleifen verbracht, wie mit dem Bohren selbst. Tut Euch das nie an!!!!!

Der weitere Nachteil, wenn man eine (Standard-Bruchstelle am hinteren Befestigungspunkt) gebrochene Feder wiederverwendet, ist, dass der Biegeradius nicht mehr genau passt.
Beim nächsten Mal würde ich def. die paar Euro investieren, und direkt einen Satz neue Federn kaufen und ablängen.

@Roman: Ich hebe mir den EL immer auf einer Euro-Palette mit dem Palettenhubwagen an. In diesem Fall war aber die Palette im Weg, daher habe ich dummerweise einseitig aufgebockt :-(
 

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