Wasserwartung - Ausgleichs- oder Wartungsladung? Vorherrschende Meinung?


dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
44
Hallo zusammen,
in den nächsten Tagen ist die Wasserwartung fällig.
Ich habe verschiedene Meinungen zur Ladung gelesen und wollte mal fragen, ob sich da eine vorherrschende Ansicht herauskristallisiert hat.

Ich neige dazu, nur eine Ausgleichsladung zu machen, warm sind die Blöcke auch so schon...

Gruß,
Falk
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.278
Hatte man die ausgebaut gesehen und durch die Wandung genau beobachtet?
Keine Zelle Trockengelaufen?
Wie viele Vollladungen seit dem; und Km-Leistung.

(Achtung vor denjenigen die einen SUPER Empfehlungen geben aber in Bezug auf die KM-Leistung regelmässig DIY-gekillte Blöcke hatten - weil sie superwissenschaftlich ..... offensichtlich resistent gegen jede Erkenntnis )

Elektrolytstand - unbekannt - ebenso der Verbrauch einzelner Zellen.
AUCH die Homogenität der Einzelblöcke im Gesamtsystem - Heist auch kein EBÜ vorhanden und schlimmer keines einbauen wollen?

Als Notlösung dann das -
Dann dieseinmal einmal Wasserwartung machen, mit der kleinen Ladeleistung und dann die zukünftigen normalen Verbrauchsladungen/Ladung nach ErFahrung und Zeitschaltung abbrechen also nicht immer in die "kontinuirliche" Überladungs-Phase laufen lassen.

Dann kann man mit sinkenden Wasserverbrauch - als in jeden Kreis protokolieren; Mit den ganzen AH-Werten des Fahrzeugs-CPU. Und nach ErFahrung die Wasserwartungsinterwalle immer Weiter "ausdehenen"
Drauf achten das man auch ausreichend langsam Füllt - am besten eine "Drossel und eine feste Trichterhöhe" und vorher mal üben - damit man sieht wie schnell die vom Hersteller emphohlne Füllgeschwindigkeit ist.

Füllanschlüsse;
mit "Q-Tipp" penibel reinigen und - dran denken das früher schon so mancher Mist in die Zuleitung eingespüllt wurde. Ich habe an die die ich mal rankam mal Chemisch neutral "durchgeblassen" da war ein Mist drin...

Waassser:
Ich bestelle immer Doppeldestiliertes bei meiner Hof-Apo, die liefern 10L auf Bestellung frisch für mich abgefüllt "Laborwasser" kostet mich kaum mehr als die 08/15 Baumarktbrühe die nicht schlechter sein muß aber kann ;-)
Frei nach dem Motto - je weniger Fremdstoffe Mineralischer oder Metallischer Art desto besser.

Denke:
DENN ist der "Füllungsgrad" jetzt unbekannt - und grade die betreffenden "schlechteren" Zellen verbrauchen auch noch mehr Wasser - dann werden Zwei Prozesse irgendwann unkontrolliert eintreten.
1.Trockenfallen von Zelloberflächen -> nicht mehr reversible Schädigung der Kapa.
2. in Fall 1 und spätere Wasserwartung-Volllaufen, noch stärkere Wasserverbrauch und Belastung bei hoher Gesamtblockbelastung mit einem möglichen Thermalen Runaway der Zellparameter -> Versagen der Elektroden Isolatoren mit Lichtbogen -> bestemfalls Zellausfall mit Kurzschluss bedingt nutzbar ; schlimmeren Fall Durchschalgen nach drausen-> Wandung hat Loch Elektrolyt läuft aus bei MRE-Blöcken nächste Problem mit der Wasserkühlung (ähnlich mit Zylinderkopfschaden am Verbrenner)
Ganz schlimm Lichtbiogen nach oben und entzünden des Knallgas - ganz Blöd wenn es mehrere Zellen sind die dann in Kette ......das Rumst und der Wagen ist heftig "Inkontinent"
3. im ganz milden Fall - macht man es dann irgendwann besser und hat die Blöcke nur unnötig schneller Altern lassen. Die die dann nochmal in der lage Sind 3-4000 in einen Lixx-Satz zu investieren - egal....

DENKE BESONDERS
Und eine einfaches EBÜ kostet dich - Weniger als einen Block auszutauschen - den man anders noch ein Paar Jahre hätte ErFahren können. (und was ist mit den anderen 20bis 28 Stück.... ;-) )
Top-Geflegte Akkusysteme sind bei dem einen oder anderen in der Vergangenheit - wenn auch das selten war- "wegen obiger Gründe" schon mal an die 200.000KM rangelaufen. Schafft man das nicht könnte es an seinem eigenen "vorsätzlichen" Mist-Handeln gelegen haben (die Vorgeschischte kann man ja nicht mehr ändern nur "abmildern")

Somit DIY
 

saxobernd

Neues Mitglied
23.07.2020
33
Vollgeladen und eine halbe Stunde sprudeln lassen, genügt meiner Meinung völlig, damit keine Lauge überfließt. Meine Meinung stellt keine Herrschaftsansprüche. Das überlaufende Wasser hat dann fast keine Leitfähigkeit. Wenn, dann ist mindestens ein Block nicht in Ordnung. Die Temperatur erzeugt nur wenig Dichteunterschied.
 

Thomas P106E/iOn - Berlin

Neues Mitglied
10.11.2009
37
Berlin
Vorm Befüllen hatte ich ne Ausgleichsladung gemacht, dann sind alle Zellen maximal warm und im späteren Betrieb läuft niemals Lauge über die Überlauf aus.
Ich kann Thegray nur zupflichten: möglichst sauber arbeiten, Einlässe vorher reinigen.
Ich hatte mir einen Leitfähigkeitstester besorgt (20€) und das Baumarktwasser vor Kauf gemessen und schlechte Wasserchargen stehen lassen.
Den Einfülltrichter an die Motorhaube hängen, ca. 0,5m überhalb der Oberkante Sagembox ergibt eine gute Durchflussgeschwindigkeit des dest. Wassers.
Bei mir gingen nach 6.000 bis 8.000km bei der wasserwartung zwischen 5 und 10 Liter rein.

Nun wünsche ich gutes Gelingen und allzeit viel Freude mit den Auto!

Thomas, Berlin
Peugeot106electric, Peugeot iOn, EQC.
 

dl3daz

Neues Mitglied
28.10.2018
44
Vorm Befüllen hatte ich ne Ausgleichsladung gemacht, dann sind alle Zellen maximal warm und im späteren Betrieb läuft niemals Lauge über die Überlauf aus.
Ich kann Thegray nur zupflichten: möglichst sauber arbeiten, Einlässe vorher reinigen.
Ich hatte mir einen Leitfähigkeitstester besorgt (20€) und das Baumarktwasser vor Kauf gemessen und schlechte Wasserchargen stehen lassen.
Den Einfülltrichter an die Motorhaube hängen, ca. 0,5m überhalb der Oberkante Sagembox ergibt eine gute Durchflussgeschwindigkeit des dest. Wassers.
Bei mir gingen nach 6.000 bis 8.000km bei der wasserwartung zwischen 5 und 10 Liter rein.

Nun wünsche ich gutes Gelingen und allzeit viel Freude mit den Auto!

Thomas, Berlin
Peugeot106electric, Peugeot iOn, EQC.
Danke für den Bericht.
Eine Frage habe ich noch: Sollte ich nach der Ausgleichsladung noch 30 Minuten warten, bevor ich die Wasserwartung mache oder sofort anfangen?
Das SAFT- Handbuch ist da unklar (jedenfalls für mich).

Schönes Wochenende,
Falk
 

citicar75

Mitglied
13.08.2018
174
... Ich habe mal ne Kurzanleitung zum Thema "Wasserwartung" angefügt. Ist zwar nicht für die STM Akkus, aber
prinzipiell die gleiche Verfahrensweise. Wasser nur nachfüllen, wenn der höchste Elektrolytstand erreicht ist, das
ist bei Ladeende (plus Nachladephase), wenn nichts mehr aus Strom in die Chemie "umgefüllt" werden kann.
Sollte man das Aqua dest zeitiger nachfüllen, besteht die Gefahr des Überlaufens von Lauge beim nächsten Volladen. Die 30 Minuten verstehe ich so: "innerhalb" von 30 min. "nach" dem Volladen. Dann ist der Flüssigkeitspegel am höchsten ... und die Lauge hat etwa noch 25-30 grd C
Als "Hosenträger zusätzlich zum Gürtel" kann man ja das Aqua dest noch auf ca. 40-45 grd C anwärmen, dann ist die Dichte des Wassers kleiner als die der Lauge und das Wasser setzt sich "obendrauf" und beugt dadurch ein
Auslaufen der Lauge vor ... (Wenn es dann in der Zelle ankommt, hat es sich ohnehin auf unter 40 grd C abgekühlt)
Vermischen tut es sich dann sowieso ...
Das überlaufende Wasser aus den Kisten - "Fingerprobe" machen - es darf sich nicht "seifig" anfühlen - dann ist
keine Lauge mit ausgelaufen - sofort hinterher aber die "Finger" spülen - Lauge entfettet !!!
Was auch nicht in der Fahrzeug (oder des saftigen) Dokumentation steht, ist, es gibt einen Unterschied in der inneren Zellenstruktur, bedingt durch die geänderten Separatoren (das leidige Durchschlagen bei ca. 1000 Zyklen oder gute/schlechte Akkus). Dort sollte man auch seine gezielte Aufmerksamkeit drauf richten.
Diese Fahrzeug/Ladedokumentation bezieht sich auf Akkus der älteren Baujahre (94-2003, 2003 Ende der E-Karren-
Produktion). Bei den meisten sind dann die Akkus mal gewechselt worden gegen die neueren (ab 2004) - da iss alles dann andersch - das sollte man unbedingt beachten !!!
 

Anhänge

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.278
JA - Danke genau

Genau 1. Das Wasser wird bei mir vor dem Füllvorgang in dem original Container auf einem "Modifizierten" Inducktionsherd/Platte gestellt - den kann man so schön auf Temperatur Programmieren. Auf 60-70 Grad aufgeheizt. (2Hand 20€)

Eben aus den "Dichtergedanken"

(Weil ich auch noch bei anderen NICD´s auf Nummersicherst gehen möcht.)

Genau2.
INNERHALB 30min

Ist eigentlich Logisch -
Ziel ist doch WAS? > Füllen ohne durchmischen - WEIL anders sich in folgenden Zellen übles ereignet.
Problem ist durch die Konstruktion der Füllöffnungen bedingt, sind die nicht irgendwie Parallel. Sondern der Ausgang einer ist der Eingang einer anderen.

Wie beim Cocktail an der BAR - Nicht geschüttelt und nicht gerührt > auch KEINE UNRUHE wenn es Sprudelt also Gasungsphase IST UNRUHE.
Ergo WARTEN.

Wann ist der Stand am höchsten?
Wenn die Zelle überladen ist?
Zusätzlich durch Ladung -Wärme entstanden und somit alles sich etwas noch Ausdehnt (ABER nicht die Gehäuse die bei richtigen vorgesehenen Einbau vor allen die Luftgekühlten "Presspassung" haben.
Ergo die Blöcke sind Warm - IMMER! bei der Überladung. (daher stimmt auch das anderswo geschriebene nicht ganz so sinngemäß - es gibt zwar keinen so großen Dichteunterschied des Flüssigkeit selbst. Aber die Summe aller Plus anwärmen des Neuen macht schon einen Unterschied) Genauso eine gute Behandlung im Betrieb unter Verwendung einer EZB einen geringen Wasserverbrauch zu Folge hat

Vor allen verhindert es bei einer späteren unbeaufsichtigten Übervollladung das dann doch was eine Zelle weiter gedrückt wird. Einer Der kleine Unterschied(e) - der es macht das einige Über Jahre selbst mit ungleichen und kritischen Blöcken KM-Schruppen (bei Voller Herstellerreichweite ) ohne starken Einbruch; Lichtbogen und Knaller.
Und andere mit weit unter der Hälfte der Reichweite zudem - auch noch immer wieder von def. Blöcken berichten.


Zurück zum Cocktail
Aber nicht zu lange warten - IDEAL es herrscht auf der Oberfläche kein "Seegang mehr aber kleinste Bläschen zwichen den Zellen lassen die "Tide" eher etwas höher auflaufen.
Ergo - Etwas Warten aber nicht zu lang ;-)
Mann muss auch 3-4Kreise in angemessener Zeit abarbeiten.
Da die Blöcke warm sind - sollte man wenn möglich das Wasser im Container deutlich anwärmen.

Zur Sicherheit im Fall des Falles -
Und damit man kein Tsunami-auslöst was wieder zu Seegang führt, lieber etwas zu langsam als schneller befüllen (man hat ja keine optische Kontrolle)


Und wie gesagt - mal bei 1-2 Apotheken in der Umgebung nachfragen was Labor-Wasser (Bi-Dest. Also erst Osmosdeumkehr und dann noch wirklich destiliert oder gleichwertig Chemisch gefiltert)kostet. Und es frisch für mich aus dem Großhandel bestellt und hat nicht schon über Monate durch die Umverpakung Sauerstoff-aufgenommen) Ich zahle für Hochreines kaum mehr als im Baumarkt und eine Lokaler-nicht Konzern Betrieb hat etwas davon.


so muß weg


 

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