Teslas 'Autopilot' verzockts mal wieder... Das ABS auch?


Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
655
Hi,

bin gerade über dieses gestolpert:


Ein Tesla fährt in einen umgefallenen LKW. Der 'Autopilot' soll das Hindernis übersehen haben... Ist ja nun nicht gerade klein.

Was mich aber wirklich wundert: Kurz vorher scheint der Tesla kurz zu blockieren (Wolkenbildung als er neben dem winkenden Fahrer vorbeifährt), aber eine größere Verzögerung ist da nicht zu sehen. Ist das ABS von dem Ding wirklich so schlecht, dasses erst Blockieren zulässt und dann überkompensiert? Ich erinnere mich an Bremsprobleme beim Start vom Model 3.

Gruß,

Werner

Edit: Hoppla, in News sollte das nicht so prominent - bin in der falschen Rubrik gelandet. Sollte an den Stammtisch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.600
Filderstadt
www.elweb.info
Ich habs mal zu Tesla verschoben... Stammtisch muss nicht sein.

Bei allen System werden nach meinem Stand feste Hindernise wie Brückenpfeiler, Brücken ausgeblendet. Es ist für das System schwer zu erkennen, was auf der Fahrbahn liegt oder darüber ist. Noch(!) ist die Rechenleistung nicht auf dem Niveau von einem Mensch, lediglich die Reaktionen sind schneller. Werden Fahrzeugumrisse erkannt, klappt es schon ganz gut, nur hier lag der LKW mit dem Dach zum ankommenden Fahrzeug. Der Autopilot hat es nicht erkannt und der Kollisionsasisten greift erst ein wenn es nicht anders geht und kann eine Kollision aber nicht mehr verhindern, steht auch so im Handbuch. Er hat nur den Job die Aufschlagsgeschwindigkeit zu verringern.

Nach der Maximalbremsung am Anfang lässt das ABS die Räder wieder drehen, damit der Fahrer die Chance hat ggf auszuweichen. In Zukunft wird das Fahrzeug ggf auch selber ausweichen wenn der Fahrer nichts tut, so wie hier.

Was voraus auf der Fahrbahn wird, versuchen die System zu erkennen. Das Auffahren auf feste Hindernisse gabs beim Tesla leider schon öfters auf der Autobahn oder auf dem Highway. Das erste mal wars ein querender Sattelschlepper.

Der Autopilot war Anfangs so programiert dass man ihn durchaus längere Strecken alleine fahren lassen konnte. Mittlerweile muss ich alle 20 Sekunden ein Drehmoment am Lenkrad wirken lassen.

Die Entwicklung ist kontinuierlich, aber noch sind die Systeme wie ein kleines Kind: man freut dass es kontinuierlich dazu lernt, aber man darf es nicht alleine lassen, sondern muss bereit sein einzugreifen.

Grüße
Ralf
Mit 200.000 km Tesla Autopilot 1 Erfahrung.
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
655
Hi,

erstmal danke fürs verschieben.

Zum ausweichen: Da gabs mal ne Situation mit einer die Straße überquerenden Entenfamilie, die ein tesla korrekt umfahren hat. Dass der 'Autopilot' (noch) nicht wirklich einer ist, wurde ja schon des öfteren thematisiert.



Mir gins hier eher um die Bremswirkung, die sieht auf dem Video doch eher bescheiden aus, daher die Farge mit der Überkompensation. Das habe ich bei meinem Smart leider auch feststellen müssen, knallt man auf feuchter Straße zu hart aufs Pedal, blockiert er sofort und dann setzt das ABS sehr vehement ein, kommt aber aus dem gleiten auf Wasserglätte nicht mehr wirklich heraus, solange man auf der Bremse bleibt.
Bremst man langsam mit stetig steigendem Pedaldruck, liegt die Blockiergrenze durch den nach vorne wandernden Schwerpunkt deutlich später, und man bekommt wesentlich mehr Bremswirkung zusammen. Ist man einmal am rutschen, kommt man nur noch zu ordentlichen Bremswerten, indem man zuerst den Pedaldruck deutlich senkt und danach langsamer wieder aufbaut.
Auf den Bildern sieht das genau so aus. Das sollte ein aktuelles Auto doch besser hinbekommen... Gerade Tesla ist doch in Sachen Software eigentlich weit vorne, weil die auf ihrem eigenen System entwickeln, also alle Parameter kennen.

Aber auch Software unterliegt den physikalischen Grenzen. Das sieht man gut beim Elchtest des Grand Cherokee 2012. Das aufsteigen hat man zwar per Softwareänderung in den Griff bekommen, dafür überstieg die mechanische Belastung dann die Limits eines anderen Teils... In der Summe auch nicht besser. Wie man am schaukeln schön sieht, ist die Federung einfach zu weich, da hilft letztlich auch keine Software.


Jedenfalls, wenn in meinem Umkreis mal ein tesla auftaucht, hoffe ich, dem mal etwas auf den Zahn fühlen zu können. Vom Bedienkonzept war ich zwar schon immer gar nicht angetan, aber als reines Auto in seinen Grundfunktionen betrachtet hats mich eigentlich schon überzeugt.

Gruß,

Werner
 

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