Selbstbau - Antriebstechnik?

A

Andre Bryx

Guest
#1
Moin!

Nach dem ich zum Thema Elektromobile Blut geleckt habe, möchte ich mich in Richtung Winter ein bisschen mit dem Selbstbau eines kleinen Elektrofahrzeugs beschäftigen. Ob Sinn oder Unsinn stc. sei dahingestellt, hauptsache Freude an der Technik. Vorweg - ich weis, wie man schweißt und kenne seit mehr als 30 Jahren die heisse Seite des Lötkolbens und die Geheimnisse des Transistors :)

Als erstes Projekt schwebt mir (inspiriert durch den C5) ein Dreirad vor, aber momentan komme ich bei der Frage der Antriebstechnik nicht so recht weiter. Zahnriemen oder Kette, welcher Motor & Getriebe etc. Stromversorgung sollte irgendwo im Rahmen 12 - 48 Volt bleiben.

Gesehen habe ich viel, aber bei Preisen jenseits der 300-500 Euro für ´nen simplen Motor mit Getriebe liegt das leider nicht im Preisrahmen für Experimente, vor allem wenn man damit noch keine Erfahrung hat.

Vielleicht hat ja jemand Lust ein bisschen Privat darüber zu diskutieren oder kann ein paar Tipps & Tricks nennen und hat sogar evtl. etwas "Experimentiertechnik" für den etwas schmaleren Geldbeutel zum abgeben ?

Vielen Dank,
Andre
 

Karsten-

Mitglied
12.12.2004
91
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#2
Ich will Dir ja nicht den Mut nehmen, aber mit 100% Sicherheit wird ein Selbstbau (so er denn auf öffentlichen Straßen fahren soll) um Größenordnungen teurer als ein guter "Gebrauchter". Egal ob C5 oder City-EL .

Aber trotzdem viel Spaß beim basteln. ;-)
 
A

andrebryx

Guest
#3
Es geht ja, wie gesagt, um reine experimentelle Technik.
Es soll kein "industiell ähnliches" Fahrzeug mit gelackter GFK Karosse werden, , sondern einfach nur sozusagen ein Rahmen mit Rädern, Antrieb & Lenkung für das private Ämüsement, wobei ich persönlich mehr über die elektrische Antriebtechnik lernen möchte, die bei mir noch eine Bildungslücke darstellt.
Mein Hauptziel ist schlichtweg "learning by doing" .Ob es - wie schon erwähnt - Sinn macht sei dahingestellt.
Kosten kann man immer minimieren, angefangen beim Stahl & Kleinteile für das Fahrwerk vom Bekannten mit dem Metallbaubetrieb bis zum Rest aus der Bastelkiste. Elektronik habe ich bisher immer selbst gemacht und da ist der Kostenfaktor überschaubar.

Gerade das Gerede von "Macht keinen Sinn" ist ja gerade die Innovationsbremse in Deutschland. Alle reden z.B. die "Ich-Ag" tot, was ja auch zum Teil aufgrund wenig qualifizierter & geeigneter Personen stimmt, aber auf diese Art und Weise habe ich nach der Arbeitslosigkeit nach einem Jahr mit einer "völlig unsinnigen" Geschäftsidee schon so viel Umsatz und Zukunft, das ich mich innerhalb von 9 Monaten vom Förderprogramm abmelden konnte(musste).

Als ehemaliger Funkamateur kenne ich die mitleidigen Blicke, wenn mein Zimmer Quadratmeterweise mit Funkgeräten, Verstärkern, Antennencontrollern, brutzelnden Lötkolben etc. zugestellt war und man mich fragte, warum ich einen solchen Aufwand betreibe, wenn ich doch einfach das Telefon benutzen könnte, um jemanden in den USA zu erreichen. Ich erinnere mich auch noch an die frühen 80er, als der erste Fernehsatellit über Deutschland auftauchte und ich eine 2 Meter Antennenschüssel aus Alu-Spanten, diversen gedrehten Teilen, Karnickeldraht und Abspannmechanismen incl. dem Empfänger komplett selbstgebaut hatte und man mir vorher aus zig Kehlen weisgesagt hatte, das das nie funktionieren würde. Hat es es letztendlich aber ...

Und genau aus diesem Grunde möchte ich eines Tages auch auf dieses Projekt zurückblicken und mir sagen können "Da steckte Arbeit drin, Du hast was gelernt und es hat funktioniert" ....
 
K

Karl

Guest
#4
Hallo Andre,

schöner Beitrag!
Zur Antriebstechnik würde ich gleich mal auf Drehstrom gehen, das fordert dann den Elektroniker! Gleichstromantriebe sind eigentlich out.
Die Zukunft liegt vielleicht in der Reluktanzmaschine?

Andererseits ist es richtig, daß man in der elektrischen Antriebstechnik das Rad nicht neu erfinden muß!
Das funktioniert ja seit weit über hundert Jahren ( abgasfrei!).
Ich würde daher auch ein komplettes "Auto" empfehlen, da kannst du dann die wichtigsten Teile ausbauen und den Rest umweltgerecht entsorgen ( ich habe im gesamten Forum noch nie etwas von einem irreparablem Antriebsmotor gehört!)- der einzige Knackpunkt sind heute noch die Batterien!

sonnenelektrische Grüße

Karl
 
W

wotan

Guest
#5
Hallo Andre
Da solltest du dich vielleicht mal mit "John" in Verbindung setzen. Der baut, wie er sagt pro Jahr ein Projekt, und wie ich, zumindestens anhand von Fotos sagen kann, mit Erfolg und minimalem Aufwand.
Adresse unter Suchbegriff "john".
viel Spass
wotan
 
W

wotan

Guest
#6
Nachtrag
Mit minimalem Aufwand meine ich natürlich die puristische, aufs wesentliche konzentrierte Ausführung und nicht den Arbeitsaufwand, welcher durch Freude am Schrauben und am Ergebnis gerechtfertigt werden kann. :spos:
wotan
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
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#7
hallo,
habe vor längerer zeit fast die ähnliche idee gehabt und auch hier mal nachgefragt...meld dich doch mal bei mir
gruß michael