richtiges Akkutraining bei "neuen" Ersatzakkus im 106 ... eure Erfahrungen


Andi aus Bad Essen

Aktives Mitglied
05.02.2010
1.742
Hallo,
Meine Frage geht in Richtung: "Eure Erfahrungen mit Akku trainieren"

ich habe noch eine nicht gebrauchte SAFT 100 MRE 2012 für meinen Peugeot 106e erstanden.
Diese hat eine 2008er ersetzt, die nach 100.000 km eine 2013er ersetzt hat, die jeweils nur noch 30 km geschafft hatten, um dann die 5V zu unterschreiten.
Es war immer diese eine G oben links im Akkukasten.
Alle anderen laufen immer noch zu 0,01 V syncron und lassen bis zu 100 km RW zu.

Ich habe die "neue" wiederbelebt, indem ich zunächst Wasserstand geprüft habe: Wasserstand okay.
Dann habe ich einen Gleichrichter mit 10A und 8.5V drangesetzt und den Akku auf 8,5 hochgeladen.
Interessant war schon, dass das nach 6 Stunden erledigt war ??? (Sollte dies bei einem entladenen Akku nicht eigentlich mind. 10 Stunden dauern ?)
Dann habe ich noch ca. 1 Stunde Überladen mit 8,5V und schön blubbern lassen und dann mit Wasser befüllt.
Dann eingebaut. (Alle aneren Akkus waren auch frisch voll- und überladen.)
1. Tour immer im grünen Bereich gefahren: Nach 30km bricht die Spannung im betroffenen Akkukasten um 1,5V ein
2. Tour nahezu immer im grünen Bereich unterwegs: nach 55km bricht die Spannung um 1,5V im betroffenen Akkukasten ein
3. Tour folgt

Ich habe gehört, dass so ein stillgelegter Akku seine Zeit braucht, bis er wieder voll da ist.
WIeviele Zyklen braucht so ein Akku, um wieder auf Touren zu kommen ?
Oder sollte die Kappazitat gleich zu Beginn auch voll da sein ?
Sollte ich mit Reisefön den Akku nochmal auf 5 Volt runderladen ?

Wie sind eure Erfahrungen ?
 

Andi aus Bad Essen

Aktives Mitglied
05.02.2010
1.742
3. Tour 75 Km, dann Spannungseinbruch 0,5V vorne.

Habe solange mit Fön entladen, bis ein Akku (vermutlich der neue) 5V erreicht hat.
(Robometer zeigt an: 5,57hinten / 5,51beide vorne => Ein Akku hat vorne ca. 0,6 weniger als die anderen)
Energieanzeigeanzeige bei 1,5%.

Nach dem Abklemmen des Föns:
Alle Akkus rappeln sich wieder auf 6V hoch.

Ich denke, es wird.
 

Andi aus Bad Essen

Aktives Mitglied
05.02.2010
1.742
4. bis 7. Tour ähnlich der anderen.
Dann war die Wasserwartung dran. Jetzt kommt's :

Nach der Wartungsladung hatte der neue die volle Reichweite wie die anderen.
Vermutlich fehlte ihm einfach nur diese sogenannte Insitialisierung. Diese hat dann durch die Wasserwartung stattgefunden.
Lediglich im oberen Spannungsbereich verhält sich der "neue" generell anders als die anderen. Er geht in der Spannung höher als die anderen und bei jeder Reku sorgt er für eine gewisse Differenz in den Spannungen. Die Reichweite aber stimmt.

Aber dann, nach der Wasserwartung, hat ein zweiter Akku, auch oben, die Grätsche gemacht.
Habe bei dem gleichen Anbieter noch einen bestellt.
Diesen habe ich dann aber deutlich länger bei 8,7V kochen lassen um ihn zu initialisieren. Dann habe ich Wasser aufgefüllt und eingebaut.
Dieser hat nun von Anfang an die volle Reichweite.
1. Tour gleich 96 km möglich ohne Training.

Insgesamt läuft aber die Gesamtspannung in bestimmten Bereichen auseinander.
Im unteren Spannungsbereich, also nach Entladung passt alles.
Unter Last sind die beiden neuen härter als die alten.
Beim Laden und Rekuperieren laufen die beiden in der Spannung deutlich höher als die alten und sorgen für ein nerviges Gepiepe des Robometers. Es scheint fast so zu sein, als wären sie schneller voll oder könnten die Energie besser aufnehmen als die alten.
Ich frage mich also, ob sie dadurch im Wasserverbrauch auch schneller sind ?

Werde das weiter beobachten.
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
234
nahe Giessen / Hessen
Spannend :) Wo hast Du die Akkus denn her?
Hast Du ein potentes Ladegerät, um mal einen Akkupack einzeln zu messen? Wie ist denn der Innenwiderstand?
Wie hast Du ermittelt, dass die beiden neuen "härter" sind als die alten?

Ich könnte mir vorstellen, dass die alten Akkus schneller gasen als die neuen .- zumindest ist "fortgeschrittenes Alter" oder Kapazitätsverlust (z.B. durch Sulfatierung oder generell Alterung) und geringere Ampereababe bei Bleiakkus auch Ursache für früheres Blubbern als wenn der Akku knackfrisch ist.
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
234
nahe Giessen / Hessen
Schon klar, lies noch mal genauer :)

Der grundsätzliche Mechanismus ist ja aber der gleiche - eine elektrisch leitende Flüssigkeit (in dem Fall eine Lauge, keine SchwefelSäure wie bei Blei) ermöglicht den Elektronenaustausch zwischen zwei Platten (inkl. chemischer Umwandlung von z.B. Bleisulfat bei Bleibatterie, bei NICD natürlich kein Blei...). Bei Sättigung der "Aufnahmekapazität" der aktiven Plattenoberfläche findet eine Spaltung des in der Säure/Base enthaltenen Wassers zu Sauerstoff und Wasserstoff (Knallgas) statt (=Gasen) - das entweicht (je nach Bauprinzip, aber bei den SAFT NICDs ist das gegeben) - wodurch ein Wasserverlust entsteht - der ausgeglichen werden muss (Wasserwartung)...

Ergo: Je älter/weniger Leistungsfähig/etc... der Akku - desto schneller erreicht er die Gasungsschwelle...

So zumindest mein Gedankengang...
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.258
Der letzte Gedankengang ist schon mal richtig.

*
Unter Last sind die beiden neuen härter als die alten.
Beim Laden und Rekuperieren laufen die beiden in der Spannung deutlich höher als die alten
Ist falsch ! weil Widerspruch in der Aussage

*

Andere Betrachtung:

Und das ist eben die Crux ob jetzt Spannungsteiler eines BS und Robometer oder das Original Schema.
Und fördern auch obige falsche Verständnis.

Alle Drei Konzepte setzten voraus das man einen Homogenensatz hat um Gut zu funktionieren - natürlich Robometer besser als orginal - (auf die andere Simpel Lösung ist die Zeit zuschade....) Entscheidend ist aber hier die Zellspannung bzw. als kleinste Einheit eben der Einzelblock.

Und was manche sich selbst als Wissen-Schaftler oder als Profi daher kommen lange bis garnicht geschnallt haben - dazu führte das sie immer wieder die Grenzen über alles Gemessen versteht sich, ausloten und damit Sprichwörtlich wenn auch unregel-massig regelmässig fachlich Kompetent - Blöcke vor die Wand fahren.
Wie sagte Einstein - Irrsinn ist immer das Gleiche zu machen und eine anderes Ergebnis zu erwarten.
Gedächnis Zitat: Peng - ......mir ist schon wieder eine Block kaputt gegenagen, warum verkauft mir keiner einen....(Anmerkung - ich weis heute wieso.....)


Zur Fragen
Wenn die Spannung "Hochläuft" bzw eben bei Belastung einbricht dann liegt das an dem RI
Der Ri ist in gewissen Grenzen wieder von Lauge; Temperatur; und inaktiver Masse und Ladung abhängig.

Man betrachte eine einzelne Zelle eines Blocks - wiederum an Ansammlung etlicher parallel geschalteter " flacher" Zellen. (mit der Einschränkung das sie sich den selben Elektrolyten "Teilen".

Auch in so einer Einzelzelle gibt es Platten oder man nenne es besser Folien die "Besser" also Aktiver am "Spiel" Teilnehmen als andere, entsprechend verteilen sich auch da die Ströme rein wie raus.

Grade bei Blöcken (in dem jetzt beleibt die Historie der selbigen mal außen vor) die erst wieder zum Einsatz kommen - ist es wichtig länger nicht die Volle Reichweite auszutesten und keine hohen Ströme zu fahren um - den "Folien" die Zeit zu geben " so vollständig wie es "ihnen" möglich ist, wieder zu kommen - weil einige darunter auch sehr hochohmig sein können.

LANGSAM geladen geht Hohe Strommengen rein ohne eine Gasung auszulösen - hohe Ströme wieder eben doch und die hochohmigen Bereiche "klinken" sich sagen wir mal aus der Sache aus. Und Hubbs ist es so als hätte die unbekannt lange gelagerte nur die Hälfte zu geben, bestimmte Bereiche einer Zelle sich völlig überfahren sehen und sich verweigern ausklinken ooooodddder sauer werden. Weiter Strom ......knall auf Fall hat man das Malheur wieder....

Wenn ich also einem sagte DU must Langsam einzyklen dann macht man kein Einbau; Läd voll; fährt auf die Autobahn oder geht an die letzte Reichweite ran... Weil egal was man mir Erzählen Will in einem 95KM/h Franzmann ist Autobahn -> "Vollstrom" angesagt ob man vorsichtig fährt oder nicht - fährt man die Max-Reichweite werden " ich nennen es mal Folien; "Microzellen" oder noch besser "parzellen" :love:durch umpolen gestresst .

Das ist mal eine Einzelbetrachtung von Reaktivierten - daraus Folgt.
DerJETZTIGE Zustand ist nur eine Momentaufnahme - und kann im Ideal sich nach wenigen Zyklen oder im anderen evtl. erst nach vielen Dutzenden in den Werten verschieben.

Darüber hinaus weis man ohne EBÜ nie welche die schlechteste Kapa hat und welche in des RI Werten stark abweicht und wo hin - ob es eine Alte oder eine Neue ist.....Folge STRESS -> Folge Quittung .....
 

Andi aus Bad Essen

Aktives Mitglied
05.02.2010
1.742
Ist falsch ! weil Widerspruch in der Aussage
ist falsch, weil einfach beobachtet.

Ich beschreibe die Beobachtung mal genauer:

vor dem Akkuprolem liefen die beiden Spannungsanzeigen (Vorne Kästen-Gesamtspannung/9 = bspw. 6,82V und hinten Kasten-Gesamtspannung /11 = 6,80V )
4 Jahre lang jeden Tag absolut parallel, auf die 0,00 Stelle. Immer hatte der vordere Satz in der Schnittspannung 0,02V mehr als der hintere.
Sowohl beim Laden als auch beim Entladen, sowohl in der Endladephase als auch in der Endentladephase.

Plötzlich, seit Anfang 2018 brach die vordere Spannung um 0,15V ein. Umgerechnet auf die Gesamtspannung des Kastens ~1,5V, was ja bekanntlich der Spannung einer Zelle im Block entspricht. Bei einer EBM wurde der G Akku vorne oben (zum Glück) als Übeltäter identifizeirt und ausgetauscht.
Wenig später das gleiche bei dem benachbarten D Akku.

Seit dem Einbau der beiden neuen sind Differenzen zu beobachten:
1. Beim Laden gehen die neuen - falsch, der Satz mit den neuen - schneller in der Spannung hoch, bspw. hinten: 7,5V vorne: 7,65V
2. Beim Entladen hält der vordere Satz unter Last besser die Spannung, bis zu 0,04V, läuft aber ohne Last parallel auf 0,00V (=> die neuen sind härter?!)
3. Beim Rekuperieren, besonders die ersten Kilometer flitzt der vordere Satz in der Spannung deutlich höher als der hintere, manchmal auch bis zu 0,15 V

Mögliche Schlussfolgerungen:
1. Ganz plötzlich führen die anderen, sonst immer absolut parallel laufenden Säfte zu dieser Differenz (was ich für unwahrscheinlich halte.)
2. Die "neuen" verhalten sich anders als die alten und führen zu diesen Differenzen, die der Robo mit lautem Piepen quittiert.

Zum Einzyklieren:
Dass die Akkus zunächst mit flacher Leistung gefahren und geladen werden, versteht sich von selbst.
die 96km Reichweite habe ich mit Robometer ausgelotet. Die Fahrt endete, als die Spannungdifferenz sich das erste mal um 0,01V veränderte.
Da wird keine Zelle umgepolt haben.
95 km/h fahre ich eh nie.
Normalstrom liegt eher so bei 55-65A bei 70 km/h
Anfahrstrom idR bei <100A
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.258
Nebenbei - danke - Das ist der Beweis das die Lösung wie es das Robo-Meter bietet nicht letzter Weisheit Schluss ist.
Die gesparte Arbeit bei der Installation gegenüber einer EBÜ - zahlt man später drauf so oder so ..


Zu Sache wenn die Neuen Einzelblöcke für das Gesamtverhalten des Kastens durch "ihre" vermutete Steifigkeit ist -
Mal nur auf den RI betrachtet - von den wir meistens Reden.

DANN kann es nicht SEIN das diese "Steifigkeit" beim Rückladen dann durch eben diese Einzelblöcke nach oben läuft - das ist falsch, weil ein falscher Rückschluss. Wenn die Neuen einen niedrigen RI haben und ausreichend Speicherkapazität dann müßen eben diese Einzelblöcke als die Steifen deklariert, eben als (aus Sicht als Einzelblock) LETZTES ansteigen. Das ist hier nach der beobachten Schilderung der Sachlage ja genau der Gegenteil -> Das ist Widersprüchlich der so technisch keinen bestand hat, somit auch die Vermutung nicht richtig sein wird.

In Kurzform -
Also irgendwas stimmt da nicht!
Auch an der Erklärung!
schneller in der Spannung hoch, bspw. hinten: 7,5V vorne: 7,65V
2. Beim Entladen hält der vordere Satz unter Last besser die Spannung, bis zu 0,04V, läuft aber ohne Last parallel auf 0,00V (=> die neuen sind härter?!)
das Letzte ist ein Widerspruch (wenn die Zellen ausreichend Kapa haben)

Bitte nicht persönlicher nehmen als gemeint - Denn man hat es ja mehr als Frage/Antwort geschrieben und nicht mit viel Wissschaftsblabla aufgeblasen und dann als als Absolutum und feststehende Regel hingestellt. (das dann wegen der scheinbaren Kompetenz des Regelaufsteller - dann mehr mal weniger von "Neulingen" Nachgemacht zu Schäden führt - da reagiere ich immer empfindlch drauf andere auf so Holzwege zu führen.)
Also EBEN EBEN - gibt etliche die Reden/Schreiben Inhaltlich sowas
Dass die Akkus zunächst mit flacher Leistung gefahren und geladen werden, versteht sich von selbst.
Persönlich die erfahrung gemacht habe, Handeln dann aber schlau wie sie sind - wie sich später mal "dritten" gegenüber "verplappern", anders!
(Soweit kein Problem jeder handelt eigenverantwortlich - außer wenn man dann andere die einem den Akku gegeben hat, nicht bezahlt und als Betrüger brandmarkt dann wird es zu einem Problem)

Mögliche Schlussfolgerungen:
1. Ganz plötzlich führen die anderen, sonst immer absolut parallel laufenden Säfte zu dieser Differenz (was ich für unwahrscheinlich halte.)
2. Die "neuen" verhalten sich anders als die alten und führen zu diesen Differenzen, die der Robo mit lautem Piepen quittiert.
Das hat mit Glauben zu tun nicht mit Wissen, sofern sind wir wieder beim Ersten Absatz.

Nach meiner Einschätzung -
A. Läuft die nächsten Monate alles glatt - sollte sich dieses Spannungsbild tendenziell immer mehr zum früheren angleichen.
B. Meldet sich hier was anderes an.....das in ferner Zeit.... blödenfalls zu einem Reichweitenverlust oder weiteren Ausfall führt.
 
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