Reaktivierung meines City EL Baujahr 1991 Serie 3084


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Wilhelm

Guest
#1
Hallo Leute habe seit ein paar Jahren meinen City El Baujahr 1991.
Habe erst ca. 1000 km damit gefahren, dann sind meine Batterien nach und nach kaputt gegangen.

Der Batterie-Satz war seinerzeit im Fahrzeug enthalten, durch Krankheit und andere teure Hobby`s habe ich das Fahrzeug dann nicht mehr gefahren.
Will aber jetzt wieder loslegen, sonst ist die Saison zuende.
Wer kann mir sagen wie man am besten und am günstigsten das Cityel reaktivieren kann (neue Batterien ist mir schon klar).

Habe auf der Homepage der Firma Citycom gelesen, das man durch einbau eines HF-Ladegerätes und Fließakkus den Wagen wieder Fit bekommt.

Das ganze ist aber nicht ganz billig, meine Frau sagt das sich das ganze nicht lohnen würde.:confused:
Aber ich fahre gerne mit dem City el, wenn nur die geringe Reichweite nicht wäre.

Umbau auf Gasantrieb ?

oder

wieder Batterien die nach XX km wieder kaputt sind.

Oder hat jemand eine andere Alternative !!!!!!!!!!

Würde mich über eure Antworten freuen.

Wilhelm
 
06.04.2006
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#2
Hallo Wilhelm,

gib mal in der Suchfunktion "nizn" und statt letzte 30 Tage alle ein. Dort wirst Du einiges über Nickel Zink Akkus erfahren, sie haben eine größere Reichweite wie Blei und sind nicht so Temperaturempfindlich, außerdem kann man den Originallader für die Akkus umbauen, das ist bestimmt billiger wie ein Zweitwagen.

Gruß Frank
 
W

Wilhelm

Guest
#3
Hallo Frank,

vielen Dank für den Tip, werde der sache nachgehen.
Ist ganz interessant.

Frohe Ostern

Wilhelm
 
#4
Hallo Wilhelm,
Batterien sind ein Thema, und es kommt wohl hauptsächlich darauf an, wieviel Du fahren willst, und wieviel Aufmerksamkeit Du der Ladung angedeihen lassen willst.

Billige Baumarktbatterien sind wohl preislich das untere Ende, mit 300 Euro oder so, vielleicht sogar weniger, bist Du dabei. Die Ladung dann gut überwachen, unmittelbar nach dem Entladen (nicht zu tief, versteht sich) immer gleich etwas anladen, und mit Zeitschaltuhr gesteuert unmittelbar vor dem Losfahren noch "Fertigladen" mit kurzer Gasung, 1/2 Stunde oder so. Bis zu 10.000 km Gebrauchsdauer sind erreicht.

Dazwischen kommen die Champignon oder SSB oder so Vlies Akkus, mit Preisen so bis um die 400 bis 600 Euro (schätze ich mal). Die halten dann ebenso, vielleicht sogar länger, je nach Geschick bei der Beschaffung.

Preislich kommen dann 3 Stück NiZn, die rund 500 Euro pro Stück kosten, vielleicht auch günstiger. Die Reichweite dürfte etwas höher sein, das Gewicht günstiger (je 22 kg).
Das Ladegerät ist anzupassen, da die Ladeschlussspannung bei 3 mal 16 Volt oder so, ist temperaturabhängig, also bei rund 48 Volt liegt.

Das obere Ende sind dann 6 mal 6V 100 Ah NiCd von Saft, die pro Stück rund 500 Euro kosten, also zusammen rund 3000 Euro. Auch hier ist das Ladegerät anzupassen.

Wie gesagt, es hängt von den erwarteten Reichweiten und Fahrleistungen zusammen. Für Wenigfahrer, also bis zu einigen tausend km, ist Blei sicher voll ausreichend.

Noch etwas: Besonders bei Blei steigt die Lebensdauer erheblich durch drei Faktoren: Strombegrenzung runter drehen, max. 100 A oder so, jedenfalls nicht wesentlich über C1 (also einen 100 Ah Akku nicht über 100 A belasten, als Faustformel). Dann nicht tiefentladen, möglichst nicht ein einziges Mal. Und dann immer richtig laden, also wie erwähnt vor dem Losfahren fertigladen (also Blau Säure kurz Gasen lassen). Und natürlich noch etwas: Batterien wollen benutzt werden. Wenn sie lange unbenutzt rumstehen, gehen sie auch kaputt.
Das lange rumstehen und nicht benutzen ist beim El fast tödlich für Batterien, denn es fliessen kleine Ströme in die Messtechnik und den DC/DC Wandler. Sie ziehen nach einigen Wochen den Akku total leer, und dann kann er hin sein. Wenn er länger als eine Woche stehen soll, dann die Akkus abklemmen.

Und noch etwas: Ich habe etwa 100 Watt Solarmodule auf meinem El. Damit werden die Batterien immer gut frisch gehalten.

Batterien lassen sich gut mit Muskeln vergleichen. Sie müssen trainiert werden und immer schön in Übung bleiben, sonst erschlaffen sie und sind nur schwer zu regenerieren. Werden sie allerdings überbeansprucht, gibts so was ähnliches wie einen Muskelriss, und der ist kaum reparierbar. Batterien kann man zum Glück auswechseln.

Gruss, Roland Reichel, bsm
Batterien
 
B

Berthold hudetzka

Guest
#5
Hallo Frank
Bin E-biker möchte 2 Ni Zn Akkus MB 15 einsetzen, dafür soll mein leichtes
Ladegerät für Bleifliess-Akkus weiter verwendet werden.
Wie kann dieses Ladegerät angepasst werden?
Mit sonnigen Grüssen
Berthold
 
06.04.2006
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#6
Hallo Berthold,

wenn ich richtig informiert bin baut Bernd Kürten den city-el Lader auf NiZn Akkus um. Mail ihn mal an und erkundige dich dort. Ich besitze noch keine NiZn Akkus und habe auch keine Ladekennlinien davon.

Mit freundlichem Gruß

Frank
 
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Rainer Partikel

Guest
#7
Hallo Roland,
mit Verlaub, du solltest das Thema der billigen Baumarktbatterien nicht ansprechen. Diese Batterien sind überhaupt nicht für die permanente Energie entnahme zu gebrauchen. Eine Starterbatterie muß kurzfristig viel Enegie hergeben und hat dann, wie bei einem PKW wieder eine Pause um sich zu erholen. Gleichzeitig wird Sie geladen. Diese Art der Batterien ist nicht billig weil schlecht, sondern nicht teuer weil eben anders. Mann nennt diese Battereien nicht ohne Grund STARTERBATTERIEN. Schau dir mal die Preise für die Solarbatterien an. Da bist du ganz schnell bei den uns bekannten City EL Batteriepreisen. Wir bewegen uns in einem ganz anderen Leistungsspektrum. Sicherlich ist der Satz Batterien für das City El nicht gerade billig. Aber bei den heutigen Benzinpreisen ist das City El unschlagbar, darüber sind wir uns doch einig trotz aller Nachteile der geringen Reichweite im Vergleich zum PKW dem das City El eben keine Konkurenz machen will.
Ach ja, habe am 16.04.2003 mein City El geliefert bekommen. Sicherlich werden wir uns an dieser Stelle öfters lesen.
Beste Grüße
Rainer P.
 
B

Berthold hudetzka

Guest
#8
Hallo Frank
Vielen Dank für den Hinweis und die schnelle Antwort,
werde mich weiter erkundigen.
Gruss Berthold.
 
W

Wilhelm

Guest
#9
Hallo Roland,

als ich meinen City el bekommen habe habe ich wie mann das wohl so macht den Stecker des Ladegerätes in die Steckdose gesteckt und vollgeladen.

Am nächsten morgen bin ich dann zur Arbeit gefahren und am Abend nach ca. 42 km habe ich das gleiche getan.
Was meinst du damit "max 100 A laden und am morgen nachladen" und was meinst du mit Strombegrenzung runterfahren.
Das größte Problem was ich wohl habe, ist das ich den City el länger habe stehen lassen.

Gruß Wilhelm
 
#10
Hallo Wilhelm,
ich verstehe Deine Frage nach "100 A laden" nicht, denn auch nach mehrmaligem Lesen meines Beitrages habe ich davon nichts entdeckt.

Ich hatte von Entladen gesprechen, also von der Belastung der Batterie im Betrieb. Beim City-El gibt es eine Strombegrenzung, die in gewissen Grenzen einstellbar ist. Normaleinstellung ist 120 A. Wer lange Lebens- oder Gebrauchsdauer der Batterie erreichen will, der stellt lieber noch geringer, also auf 100 A Entladestrom ein. Die Fahrleistungen werden natürlich etwas schwächer dadurch. Der Hinweis war mehr für diejenigen gedacht, die wissen, was eine Strombegrenzung beim Fahren ist, auch dieses Thema ist so oft in den Foren angesprochen, dass ich annahm, es ist etwas bekannt.

Und nochmal zur Klarstellung: Die Strombegrenzung bezieht sich auf die Entladung beim Fahren, hat mit dem Laden gar nichts zu tun.

Über das "Fertigladen" unmittelbar vor dem Losfahren und der damit verbundenen Gasung bzw. Säuredurchmischung ist vielfach hier im Forum geschrieben. Gilt natürlich nur für Blei-Säure. Ich gehe mal davon aus, dass diese Effekte jetzt bekannt sind.

Gruss, Roland
 
14.05.2006
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#11
Hallo Leute.
Ich fahre nun fast 9 Monate täglich einen alten Mini El SN 3109 mit preiswerten Blei Flies Batterien von Dynasty 12 Volt 75 Ah (UPS 12/270) ersteigert bei eBay für 50 Euro/ Stück plus Versand 12Euro/ Stück. Reichweite nur 30-35 Km im Sommer. Im Winter ohne Heizung 20 bis max. 25 Km. Bisher 2000 Km gefahren. Stromverbrauch 200 KWh. Laden mit 4 Computerschaltnetzteilen 42-48 Volt. Habe eine Batterie noch geteilt, so habe ich 20 Zellen = 40 Volt.

Gruß
Karl-Heinz
 

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