Passivhäuser und Elektroautos


Jens Schacherl

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30.03.2004
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#1
Artikel in der Zeit über Passivhäuser: http://www.zeit.de/2006/05/Energiesparhaus?page=all
Frage an Thomas Eichhorn, Leiter der Redaktion für Bautechnik bei Deutschlands führender Wohnzeitschrift: Warum berichtet Schöner Wohnen nicht über Passivhäuser?

Wie sich herausstellt, ist Eichhorn der Ansicht, dass man dieses Thema »nicht an die große Glocke hängen« solle. Passivhausbau sei eine »sehr extreme Bauweise«, findet er, und außerdem »unter ästhetischen Gesichtspunkten« fragwürdig. Eine »gewisse Rustikalität«, meint Eichhorn beobachtet zu haben, »so ’ne Holzbetontheit«. Das erstaunt, denn Passivhäuser werden längst auch aus Stahl, Beton und Glas gebaut.

Statt über Häuser ohne Heizung zu berichten, informiert Schöner Wohnen lieber über neue Trends im Heizungsdesign: durchsichtige Heizkörper!
Irgendwie erinnert mich das sehr an das eifrig verbreitete Nichtwissen über Elektroautos, das die meisten Journalisten präsentieren (wenn sie sie überhaupt erwähnen).

Gruß Jens
 

Manfred

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05.09.2015
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#2
Hallo Jens


Ich hab nicht alles gelesen

arroganter weiße möchte ich sagen das kann ich mir fast schreiben
das kann ich mir sparen.

Denn wer das schreibt
"Passivhäuser werden längst auch aus Stahl, Beton und Glas gebaut"
ist ein Ar....... was hat es für ein Sinn Häuser neu zu bauen wen
deren Erichtungsbedarf 40 mal so hoch ist wie ein Richtiges
Passivhaus das ist ja wie Elektroauto fahren aus dem Atommeiler


Ein Passivhaus ist noch kompliezierter als ein Eauto und ich bin sicher
das wenn ich den Artikel lese keine Spur von TWD finde.

Grüße aus den Bergen Manfred
 

Jens Schacherl

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30.03.2004
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#3
Hallo Manfred,

soweit ich weiß bezieht sich der Begriff "Passivhaus" auf den Heizenergie-Bedarf und nicht auf die Bauweise :confused:.
Und ein Holz-Blockhaus alleine ohne zusätzliche Isolierung ist meiner Meinung nach noch lange kein Passivhaus (nochmal :confused: ).

Wenn es möglich ist, auch moderne Bürohäuser als Passivhäuser zu bauen, warum sollte man das deiner Meinung nach nicht tun?
Wobei unter "modern" verstehe ich eher sowas hier: http://www.wattwerk.ch, wobei auch dieses Haus aus ökologischem Schweizer Holz ganz sicher nicht ganz ohne Glas und Metall auskommt.

Gruß Jens
 
06.04.2006
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#4
Hallo Jens und Manfred,

Bernd Degwer (er pflegt auf diesen Seiten den Bereich Termine) hat sich ein Passivhaus gebaut. auf seiner Homepage www.degwer.de links oben Passivhaus anklicken, dann seht ihr sein Haus. Auser den tiefen Fensterlaibungen sieht das Haus ganz normal aus. Wenn Ihr unter dem 2ten Bild auf Bautagebuch klickt könnt ihr euch ansehen wie Bernd sein Haus gebaut hat, und was zu beachten ist.

Die mir bekannte Definition für ein Passivhaus: Ein Haus das im Jahresdurchschnitt mindestens soviel Energie erzeugt wie es selbst verbraucht. (Strom, Warmwasser, Raumheizung).

Gruß Frank
 
#6
Hallo Manfred,
danke für den Hinweis auf die Internetseiten von umwelt-wand.de. Dort fand ich übrigens auch die farbige Orginalzeichnung nur transparenten Wärmedämmung, die dann schwarz/weiss auf den Seiten von Nikolaus Waas zur Wärmedämmung wieder auftaucht, vergleiche:
http://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/waas/waermedaemmung/transparente-waermedaemmung.htm
http://www.umwelt-wand.de/presse/bildgraf.html

Deine lobenden Worte zur Seite http://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/waas/waermedaemmung/waermeleitfaehigkeit.htm
freuen mich besonders, denn hier wird grafisch geschickt dargestellt, wie gut Holz als Baustoff ist auch hinsichtlich der Wärmeleitfähigkeit.

Jetzt meine konkreten Fragen:
Was ich bei all den Möglichkeiten der Wanddämmung mit reinen Dämmmaterialien oder der transparenten Wärmedämmung (die ja noch Sonnenenergie von außen reinholen soll) nicht weiss und auch keine Hinweise dazu gefunden habe, ist das Feuchtigkeitsverhalten der Wand.

Wir haben mehrere deutlich unterschiedliche Betriebszustände:
a) Sommer, außen warm, innen kalt, hohe Luftfeuchte innen wie außen, da wohl ständig die Fenster und Türen offen sind (jedenfalls bei uns)-
b) Winter, außen kalt, innen warm. Luftfeuchte außen nicht gemessen, kann aber wegen niedriger Temperatur nicht sehr hoch sein. Luftfeuchte innen gemessen in meinem Haus fast immer zu niedrig mit Werten zwischen 30 und 50 %. Wenn ich nicht Luftbefeuchter der verschiedensten Arten (Pflanzen, Zimmerbrunnen und Venta Luftwäscher) in Betrieb habe, wird es einfach zu trocken. Mit VENTA Luftwäscher halte im zumindest im Schlafzimmer die Luftfeuchte auf gemessenen rund 50 %, was ich als angenehm empfinde.
c) Übergangszeit, innen recht konstant um 20 Grad, außen schwankende Temperaturen, nachts kalt, tagsüber manchmal durch Sonne mehr als 20 Grad.

Nun weiss ich genau, dass die mit über 40 cm eigentlich recht gut dimensionierten Außenwände meines Hauses dann am besten isolieren, wenn sie trocken sind. Die Frage ist: Wie kann ich sie trocken halten, vor allem im Winter und der Übergangszeit, wenn sie hauptsächlich dämmen sollen, d.h. den Wärmefluss von innen nach außen möglichst unterbinden sollen.

Ich möchte hier nämlich noch was tun. Die rund 4000 Liter Heizöl, die ich jetzt pro Jahr brauche, sind mir zuviel, und ich möchte sowieso auf Holz, Pellets oder was Erneuerbares umstellen. Übrigens nur für Heizung. Warmwasser ist voll getrennt und wird über eine Wärmepumpe gemacht, die einen Lagerraum kühlen soll und auch einigermaßen kühlt (leider etwas zu wenig, aber das ist eine andere Sache).

Ich will also die Wärmedämmung verbessern. Natürlich beginne ich erst mal bei Fenstern und Türen, da kann ich noch was machen. Aber auch die Wände sind dran.
Nach Fischer und Eisenbrink oder so ähnlich, die ja kräftig auf die Wanddämmung mit Styropor und auch grundsätzlich schimpfen, bringt Wärmedämmung wenig. Bin zwar aufgrund eigener Erfahrungen nicht dieser Ansicht, habe aber einen Gesichtspunkt aufgegriffen, den ich hier zu Diskussion stellen möchte:

Ein Großteil der Wärmeverluste einer Außenwand entsteht durch Wärmeabstrahlung, vor allem nachts gegen klaren Himmel und so. Das könnte man verhindern durch eine einfache vorgebaute Holzwand.
Die Vorteile liegen für mich auf der Hand: das kann ich recht preisgünstig selber machen, und wenn ich Lärchenholz nehme, brauche ich mir um den Langzeitschutz, also Streichen und so, auch nicht viel Gedanken machen. Holz kann außerdem recht große Feuchtigkeitsmengen aufnehmen und abgeben, kann also regulierend wirken. Außerdem kann ich natürlich die Holzwand in einem Abstand von einigen cm anbringen und zwischen Ziegelwand und äußerer Holzwand noch ein Dämmmaterial schütten, z.B. wieder Holz (wie wärs mit Holz-Pellets?).

Was ist mit dem Nässe- bzw. Feuchtigkeisverhalten? Ich möchte nicht - wie es bei Styropordämmung die Gefahr ist - eines Tages eine nasse Dämmung außen am Haus haben, die eigentlich mehr zum Wärmeverlust als zur Dämmung beiträgt.

Wie also kann ich die Wärme drinnen halten und die Wand trocken halten?
Wer kann mir dazu aus eigener Erfahrung was sagen oder schreiben?

Vielleicht kopiere ich diesen Text auch mal ins Forum von Bernd Degwer (den ich persönlich kenne). Offenbar liest Bernd diese Foren nicht mit.


P.S. Feist, Fischer, Eisenbrink und sancal sind zwar interessant. Vieles von dem, was auf deren Seiten steht, kann ich jedoch durch eigene Erfahrungen nicht - ich betone nicht - bestätigen.
 

Jens Schacherl

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30.03.2004
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#7
http://www.sueddeutsche.de/,immm1/immobilien/kaufenbauen/artikel/534/68466/

Trotz allem: ein Passivhaus aus Glas, Beton und Stahl mag zwar nicht so ökooptimal sein wie eins aus Holz oder Stroh, aber immer noch besser als ein Nicht-Passivhaus (heißt das dann "Aktivhaus"? ;-) ).

Gruß Jens
 
R

Rainer Partikel

Guest
#8
Moin Roland,

ich möchte hier mein bescheidenes Wissen einbringen. Vor einiger Zeit habe ich gelent, das Holz-Pellets unter Beimischung von Weizenmehl gepresst werden. Das Weizenmehl dient als Bindemittel und könnte als Isolationsmaterial mit der Zeit Feuchtigkeit aufnehmen und zerrieseln oder gar müffeln????
ZINNEKE
 

Manfred

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05.09.2015
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#9
Hallo Roland


Also als ich noch Häuser gebaut (Holzständerhäuser) in den 80ern da hätt ich mirmehr so Hausherrn
gewünscht die nachdenken und nicht jeder Mode nachrennen.

Feuchtigkeitsverhalten der Wand eben das ganz besondre Thema und mein besondres Kompliment für
"eines Tages eine nasse Dämmung außen am Haus haben, die eigentlich mehr zum Wärmeverlust als zur Dämmung beiträgt." und Du hast Glück das Du das mir nicht persönlich sagst
" und wenn ich Lärchenholz nehme, brauche ich mir um den Langzeitschutz, also Streichen und so, auch nicht viel Gedanken machen" weil sonst häst Du einen ganz dicken Schmatz gekriegt <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/love/022.gif> endlich mal Einer der Holz nicht Totstreichen will <img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/hands/035.gif>

So jetzt soweit ich Zeit hab kurz ein paar Fakten

Wie Du so schön schreibst zum Zungenstromtest man muß heut mit den schlimmsten rechnen, für alle Mitleser
ohne Grundkenntnisse TWD und SWD nur an Sonnenbeschienen Wänden Verwenden!

Eine Lärchenholzverschalung sollte Hinterlüftet sein, einfüllen von Dämmmatriälien in Holz immer mit Vorsicht genießen, ich hab zuviel Holz verfault in der Isolierung liegen sehen weil es keine Luft bekam.

Minihorrorbeispiel über die b. Degwerseite Links http://www.hallerdach.de/frspassiv.htm bei Ausführungen
in Mineralölisolierungen der absolute Horror. Holz so dünn das es im Brandfall in einer viertel Stunde Durch ist und Über die ganze Höhe in Mineralwolle gepackt, mich packt das grausen.

Luftdichtigkeit ein tolles Wort da muß jede Wand ersaufen über den Kummer wie mit der Deutschen Sprache
umgegangen wird, in diesen Fall wär mir airstop sympathischer. Ein Haus soll Diffusionsfähigkeiten haben und Zugdicht sein.

Zur Isolierung mit Schüttung und/oder eventuell Luftisolierung. Luftisolierung bedeutet nicht Hinterlüftet
sondern Stehende Luftkammern (Gedacht eben zwischen Holzständerwänden)
aus http://www.energiesparhaus.at/fachbegriffe/uwert.htm
"Ja, aber... nur bei wirklich stehender Luftschicht, wie z.B. die eingeschlossene Luft in Dämmstoffen. In Luftschichten bildet sich eine Konvektion (Luftströmung), die einen Ausgleich zwischen warm und kalt verursacht. Je breiter die Luftschicht, desto leichter kommt es zu so einer Ausgleichsströmung. Richtwerte bei senkrechten Luftschichten: 5mm Luftschicht hat einen Wärmewiderstand R von 0,12m²K/W, 10mm von 0,15m²K/W, 40mm bis 200mm von 0,18m²K/W. Bei noch dickeren Luftschichten nimmt die Dämmwirkung sogar wieder leicht ab. "

(einschränkende Bemerkung von Manfred das empfolene Optimum in den 30er Jahren zu sparsamen bauen
war 40mm. Ich bin dieser Empfelung gefolgt und verwende 3 Schichten a 40mm getrennt mit 8 mm Seekiefer
Verpackungsplatten 3 Schichtverleimt und davon den Ausschuß (mangelnde Optik))

Für alle Brandbomben auf Fundament bauer eine gesamtbetrachtung von Isollierstoffen
http://www.energiesparhaus.at/gebaeudehuelle/polystyrol.htm
( Leseprobe "In diffusionsoffener Ausführung (als gelochte Platte) teurer als andere Dämmstoffe")

Und die Erklärung warum das Passivhaus heute scheinbar anders geshen wird als in den 80ern
http://www.energiesparhaus.at/gebaeudehuelle/passivhaus.htm
"Ein Passivhaus weist nach einer Definition des Passivhaus-Instituts Darmstatt (Dr. Feist)"

Dr. Feist ?? hab ich irgendwo schon gelesen? Ach ja das war der putzige jetzt hat Er nicht nur sein
eigenes Institut sondern Er definiert Sich auch noch Selber, das ist ja ganz *besonders putzig*

etwas ausführlicher gings mit mehr Zeit Manfred

p.s. noch TWD/SWDmild http://www.energiesparhaus.at/gebaeudehuelle/twd.htm
http://www.energiesparhaus.at/fachbegriffe/vakuumdaemmung.htm
 

Manfred

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05.09.2015
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#10
Hallo Rainer

Das mit den Müffeln kann sich schnell erledigen.

Aber die Mäuschen die sich ansiedeln schätzen solche Bauherrn sehr.

Aber solange noch Weizen in der Isolierung ist ist auch immer unterhaltung in den Wänden.

<img src=http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/animals/041.gif>
 
R

Rainer Partikel

Guest
#11
Moin,

noch ein kleiner Beitrag: Ich erinnere mich mit Wehmut an meine kleine Schreebergartenlaube. Alle Nachbarn haben jährlich das Holz mit einem stinkenden Produkt getränkt. Rainer lie Efeu und wilden Wein wachsen. Ist das eine Alternative???
ZINNEKE
 

Manfred

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05.09.2015
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#13
Hallo Jens

Gut zu Deinen Einwand das ein ein Passivhaus nur über die Heizenergie
definiert wird hab ich schon in Rolandsantwort geschrieben.

Was ich da nicht geschrieben hab das ich eigentlich ein böse Bemerkung
zu den Wort Energieberater machen könnte. Als böser Wolf würd ich beim
durchpusten von den Wort nämlich bemerken da sollte Stehen
Energiekostenberater weil vorrangig geht es um Kosten und nicht um eingesetzte
Energie.

Im Batterieforum schreibt Berny über Blei und teuer, was meinst Du was
Ölisolierungen ( polysterol glaub ich 260 kWh je m³) Beton und Stahl
kosten in Zukunft?

Ich habe mit allen Baustoffen gearbeitet und Stahl und Beton haben im
Industriebau unübersehbare vorteile ( Ein Sägegatterfundament aus Holz geht nicht
ehrlich) aber in Wohnbereich hat das nichts zu suchen. Zuminderst nicht
wenn man selber darin leben will und nicht nur Hauspartys machen will
um andre zu beeindrucken.

Ich hab auch Glasburgen gebaut (der Kunde ist König) aber selten leben die
erbauer nach Jahren noch darin, es sei denn sie sind Jetseter und eh nur 2 Wochen da.

Gruß aus einen selbergebauten Haus Manfred

p.s. Der Archtiket hatt selbstversändlich den Plan unterschreiben dürfen
 

Manfred

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05.09.2015
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#14
Hallo Jens

Du und Deine linken Links

Ich wollt schon ganz was andres machen und hab mich festgelesen

http://www.sueddeutsche.de/immobilien/kaufenbauen/artikel/184/66118/

und was steht da provokant wie einst die Siernen sangen,
( http://12koerbe.de/mosaiken/mos-14.htm )

Transparenter Beton Licht wie Reispapier

http://www.sueddeutsche.de/immobilien/kaufenbauen/artikel/321/55266/

jetzt hab ich das ganze noch nicht ganz von allen mir zugänglichen Seiten berachtet,
aber soweit schon mit verstand läst sich viel aus Beton machen.

Aber das gilt nicht nur für Beton.

Das ist eben das schöne an der neuen Zeit ( neben vielen Unschönen) ELWEB Offtopic
und offene Grenzen für Ideen (Schrott-weg-werf-ware ist die Kehrseite) krativer Dialog.

Aber Passivhäuser nach Dr. Feist sind Denklogik Autobahnen mit Schlaglöchern so groß wie
Panzergräben.
 
#15
Hallo Manfred,
die Vakuumdämmplatten hatte ich mir auf verschiedenen Messen angesehen. Eigentlich super, aber:

a) dampfdiffusionsdicht.... na ja, wo man es brauchen kann, ist das wohl ok. Muss aber bei der Gesamtkonstruktion berücksichtigt werden.

b) kosten bei rund 2 cm Dicke über 100 bis 125 Euro pro m2. Das ist mir zu teuer, bei aller Liebe zu den neuen Material. Soll dafür so gut dämmen wir 20 cm Styropor.

Bemerkung am Rande:
Ich hatte mich übrigens mehr dafür interessiert, weil ich einen Batteriekasten für mein CityEl damit bauen wollte.

Zu meinem eigenen Haus: Beim Umbau vor einigen Jahren habe ich die gesamte Dachhülle gut gedämmt. Gut? War mir nie ganz sicher, ob es wirklich gut war, aber die Wärmeverluste nach oben sind gering. Rund 25 cm Warmcell zwischen den Sparren (gerissenes und geflocktes Altpapier), oben drauf eine relativ harte Weichfaserplatte, darüber die Lattung und Dachziegel (darüber dann noch an einigen Stellen phtovoltaische Solarmodule, Solarabsorbermatten und Solarkollektoren für Warmwasser). Darunter 15 mm dicke langfasrige Holzfaserplatten (OSB-Platten) und dann darauf Rigips und Anstrich mit Zimmerfarbe. Frage dazu: ist das nun dampfdiffusions-offen? Eine Folie als Dampfsperre ist jedenfalls nach oben nicht drin. Sperrt Rigips mit Farbschicht den Dampfdruck?
Das Wohnen ist jedenfalls vom Raumklima angenehm hier, da kann ich nicht klagen. Und warm ist es auch.

War übrigens gerade einen Stock tiefer und habe Fenster und Heizungen kontrolliert. Draussen gemessene 4 Grad plus, Sonnenschein, aber schon im spitzen Winkel auf die Fenster, innen alles schön warm (subjektiv) und die Heizkörper alle kalt durch Themostatventile. In sofern eigentlich nicht so schlecht das Haus, die Fenster und die Wände. Fenster habe ich hauptsächlich Süden und Westen, Norden und Osten fast nichts.

Aber nochmal die Frage: Was kann man an der Außenwand noch machen?
Der Nachbar hat gerade Stypropordämmung überall angebracht und ist mit dem warmen Haus im ersten Winter schon voll zufrieden. Ein anderer Dorfbewohner hat vor über 25 Jahren sein Haus mit Styropor isoliert und scheint auch noch zufrieden zu sein. Werde demnächst mal hingehen.

Und was ist von diesen Platten zu halten:
http://www.bewusst-bauen.com/bewusstbauen_de/_06_news/detail.jsp?id=007

Bin sehr dran interessiert, weil was ähnliches hier in der Nähe produziert wird, geschäumt aus Beton oder so, nicht ganz so leicht wie Styropor, aber fast. Will mir mal ein Muster holen. Ein befreundeter Konstrukteur hatte mich drauf hingewiesen. Er hatte die Schäummaschinen mit konstruiert. Und das alles in Reichweite meines E-Mobils.

Sorry wegen der vielen Fragen und Diskussionen. Aber ich mache diese Umbauten / Ergänzungen an meinem Haus jetzt nur einmal. Das muss dann passen. Für Fehlversuche ist weder Zeit noch Geld da. Daher diskutiere ich lieber alles erst endlos durch, ehe ich es mache. Bisher brauche ich etwas weniger als 10 Liter Heizöl pro qm Wohnfläche und Jahr, also knapp 100 kWh pro qm und Jahr. Will mindestens auf die Hälfte kommen, das wäre dann schon fast Niedrigenergiehaus-Standard. Noch weniger wäre super, so um die 20 kWh pro Jahr und qm. Alles nur Wärmeenergie zum Heizen. Strom und Warmwasser ist extra.

 

Adolf Höötmann

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13.07.2006
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#16
Hallo zusammen,
ich muß doch mal eine schüchterne Frage stellen: Wieso ist Dampfdiffusion bei kontrollierter Be-und Entlüftung eigentlich immer wieder ein Thema?
Der Taupunkt liegt doch klar definierbar innerhalb des Lüftungssystems nach dem Wärmetauscher und wird per Kondensatsammlung schlicht ins Abwasser entsorgt. Das Problem ist doch eher zu trockene Luft...!
Nochwas zu Wolfgang Feist: Ich hab mit ihm Anfang der 80er in Trübingen studiert, damals ein regeneratives Energiekonzept für das Dorf verfasst und kann mal schlicht behaupten dass er einfach ein Idealist ist. Und wenn sein Institut zertifiziert, dann weniger um Profite zu scheffeln (das tue eher ich mit WKA), sondern um den Begriff "Passivhaus" nicht zerfasern und entwerten zu lassen.
Gruß A.H.
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#17
Hallo Adolf


Der Taupunkt ist deshalb momentan ein Thema weil mich Roland bei Seinen Gewohnheiten
nach Isolierungen gefragt hat. Also offene Fenster und Luft die die Mensch Tier und Pflanze leben und
gedeihen läst, was aber immer schnell mit der Energieeffizienz kollidiert wenn dieses auf ein absolutes
System ausgerichtet ist.


"Der Taupunkt liegt doch klar definierbar innerhalb des Lüftungssystems nach dem Wärmetauscher"
ja das stimmt in einen Passivhaus nach den System.

Warum ist ein Passivhaus mit TWD oder SWD kein Passivhaus? weil nicht soviel Isolierung verbaut wurde?

Es ist ein alter Streit Strahlungswärme oder warme Luft (jetzt hab ich mich aber zusammengerissen
das ich nicht heiße Luft geschrieben hab :D ) was wärmt besser? Ich als Kachelofen (Grundofen mit Elektronicksteuerung) und Wandheizung Nutzer bin jetzt natürlich schon etwas mehr in Strahlung angehaucht?
Na eigentlich wär das ja eher etwas für die Luftheizung.

"damals ein regeneratives Energiekonzept für das Dorf verfaßt und kann mal schlicht behaupten daß er einfach ein Idealist ist" Idealisten sind oft wie Erfinder es kann nur so gehen und nicht anders. Praktiker
müssen oft mit Kompromissen leben, nicht jedes alte Haus abreißen, Biodiesel fahren statt jetzt schon elektrisch, in Holzgaskraftwerken 30% elektrisch akzeptieren.

Was mich bei den Konzept Passivhaus stört sind solche Aussagen *Kalksandsteinwand als Speichermasse*
oder Beton. Luft ist in dieser Art Passivhaus der Wärmeträger jede art Speichermasse wird eine niedrigere
Oberflächentemperatur haben also Wärme aus Körperstrahlung oder Kontakt aufnehmen. Dadurch ist bedingt das die Raumluft wärmer ist als bei Strahlungswärme. In der Literatur (erst letztens auf BRfernsehn)
wird bis zu 5° unterschied gesprochen (wobei bei zwei Leuten im Raum das oft jeder anders möchte)

In den 80ern hab ich eben auch mit Energie und Kostenreduzierungshäusern gearbeitet weil Baukosten immer höher im konventionellen Hausbau (zur zeit das Gegenteil) ziel war es Rohbauten schnell und
trocken zu erstellen um den Leuten Selbstausbau zu ermöglichen (Aktivhaus).

Die Heizung war von Warmluft bis Kacheloffen je nach Anspruch des Kunden und eben damals der Gedanke
der Geregelten Isolierung Tags rein Nachts dicht.

Die Strahlung der Sonne durch die Wand auf den Strahlungsverteiler und das ohne elektrische Energie
wie bei SWD und Luftstromheizung.

Grüße aus Kacheloffenwärme
 

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
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#18
"Der Taupunkt liegt doch klar definierbar innerhalb des Lüftungssystems nach dem Wärmetauscher"
ja das stimmt in einen Passivhaus nach den System.

Hallo Manfred,
das stimmt durchaus auch bei einem normal isolierten, luftdichten nicht "atmenden" (was fürn Schwachsinn gel) Haus. So eine Lüftung ist da auch sinnvoll und komfortabel. Auch bei Frost, wieso denn nicht?
Ich plane das gerade, weil ich meine verwöhnte Frauenbande
(3 Töchter/Ehefrau/Picardhündin) nur in einem engen Temperaturkorridor nörgelfrei im Haus halten kann. Und im Sommer können sie dann per Bypass und Abkühlung durch Brauchwasserwärmepumpe kühl gefächelt werden.
Gruß A.H.
 
B

Bernd M

Guest
#19
Bei zweischaligen Mauerwerk kann man püfen ob der Hohlraum schon "gefüllt" ist.
Wenn ein gewisser Spalt vorhanden ist kann man "Mineralgestein"(Vulkangestein?)
einblasen.
Vorteil :die Wände werden nicht dicker ,der Wassertransport wird nicht behindert.
Nachteil :Nur anwendbar bei bestimmten "Steinhäuser",nur eine begrenzte Isolierung möglich.


Bernd M
 
#20
Hallo Manfred,
danke für den Hinweis auf die Internetseite mit dem Bild der Temperaturverteilung innerhalb der gedämmten Wand laut http://www.co2sparhaus.de/waermedaemmung/achtung.htm

Das Bild empfinde ich sehr hilfreich für das Verständnis, was eigentlich in der Wand vorgeht.
Was ich daraus und aus Deinen anderen Hinweisen folgere ist, dass eine Außenwanddämmung mit Styropor durchaus funktionieren kann, wenn alles fachgerecht gemacht wird und dafür gesorgt wird, dass die Wand nicht nass werden kann. Werde die Isolierung meiner Nachbarn mal daraufhin ansehen, vor allem die rund 30 Jahre alten Häuser mit solcher Isolierung.

Übrigens: ich spreche von 8 bis 10 cm Styropor. Wer hat denn 25 cm erwähnt?

Bei all meinen Fragen zum Taupunkt und so ging es mir darum, zu verstehen, was in der Wand vorgeht, und wie man hier am besten Schäden vermeiden kann. Und natürlich möchte ich möglichst wenig Wärmeverluste haben.

Und nochwas: Von kontrollierter Lüftung mit Wärmetauschern habe ich bisher noch gar nichts erwähnt. Trotzdem vielen Dank für die Hinweise. Die Lüftung ist bei mir kein Problem. Im Winter nicht, und im Sommer schon gar nicht. Nur im Sommer - so hatte ich es geschrieben - steht die Terassentür eigentlich immer offen. So können Hund, Katze und Menschen ungehindert rein und raus, leider auch die im Sommer oft sehr feuchte Luft.
Und obwohl die Lüftung eigentlich keine Problem ist, habe ich doch vor, in einigen Räumen eine Zwangsbelüftung mit Wärmetauschern zu installieren. Kann später über diese Erfahrungen berichten. Noch liegen die Geräte verpackt hier in meiner Nähe rum.

 

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