Nickel-Stahl Akku

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
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#1
Hallo in der Runde

Vor einiger Zeit habe ich 8 36 Ah 12V Blöcke Nickel -Stahl-Akkus bekommen.
Sie sind schon älter, vermutlich aus einer Relaisstation.

Ich weis nur daß Sie mit Kalilauge gefüllt werden, eine ziemlich große Lebensdauer haben.

Hat jemand Kenntnis über diese Batt. Art, wie Sie geladen werden, wie belastbar
Sie sind.

Sie sollen stationär als Notversorgung dienen.

MFG Michael
 
R

Roland

Guest
#2
Ich habe mal versucht, rauszufinden, wer diese Ni-Stahl gebaut hat.

Fehlanzeige.
Was steht drauf? Könnten es russische oder ukrainische Akkus sein? Pierre Scholl aus der Schweiz ist vor Jahren mit besonderen Akkus aus der Ukraine über 500 km mit einer Ladung in seinem Ligier electrique gefahren.

Ansonsten kann ich die mir beste bekannte Internetsite zu Akkus empfehlen: http://www.basytec.de/links.html

Dort findet man nicht nur Namen und links zu einer großen Zahl von Herstellern, sondern auch weiterführende Hinweise zu verwandten Gebieten.

Gruss, Roland, bsm
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
0
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#3
Hallo Michael
Früher wurden NiFe-Akkus bei der grauen Post (Telekom) als Notstromversorgung verwendet.Welche masse haben denn deine Zellen?
Sind sie in grauen Holzgestellen?Manchmal sind in die Stahlgehäuse Nummern und Firmennahmen/Zeichen eingeschlagen.Müsste mal nach meinen alten Unterlagen kramen.
Gruss Peter
 
R

Roland

Guest
#4
Den Firmennamen NIFE gab es mal (ich glaube sogar in Deutschland), und ich habe auch schon Akkus mit dem Namen NIFE gesehen - allerdings waren es NiCd Typen für stationären Einsatz. Vielleicht weiss jemand aus unserer "Gemeinde" mehr zur Firmengeschichte von NIFE. Die Firma ist jedenfalls bei Google so nicht mehr zu finden. Wenn man NIFE als Suchbegriff eingibt, findet man aber noch Hinweise auf Firmen, die damit zu tun haben, und zwar in Deutschland, Brasilien, Indien und so. Ich habe nicht lange gesucht.

Man findet bei google auch Bilder und Fachartikel zum NiFe Akku, wenn man "NIFE Akku" als Suchbegriff eingibt, z. B. dies Bild hier:
http://pkelement.webpark.sk/nife.htm

Frag doch dort mal an, die Firma ist in Deutschland und hatte früher NIFE sogar im Namen: http://www.nife-tnb.de/sites/produkte.html

Gruss, Roland, bsm
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
0
#5
Hallo

Die Akkus sind in filigrane graue Holzkisten ca l=70 H=25 T=15cm
Keine Ahnung wie alt, sind aber mit einer Nummer geprägte Blechschilder
dran. Es sind sechs Akkus in einer Kiste. Rausgenommen habe ich noch
keine, werde aber mal eine auseinander nehmen.

MFG Michael
 
K

Karl

Guest
#7
Hier ein link in dem die Geschichte von NIFE kurz erklärt wird-

http://www.nife-tnb.de/sites/firma.html
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
0
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#8
Hallo Michael
10-20 Jahre können die Teile schon auf dem Buckel haben,was aber nicht heisst,dass sie defekt sind.
Die Teile in den Holzkisten gab es früher oft gebraucht von Post, Bahn und Bund im Surplus-Handel.Wir haben die Zellen mit Dest.Wasser gespült bis kein Dreck mehr kam,dann mit Kalilauge befüllt und sie tatens wieder lange Zeit in Gartenhäusern usw.Aber frag mich bitte nicht nach der Konzentration der Lauge,es ist schon viel zulange her .Werde aber mal in alten Unterlagen stöbern,mal sehen ob ich noch was finde.
Gruss Peter
 
19.01.2004
137
4
Krefeld
#10
Mir ist der Nickelhydroxyd-Eisenhydroxyd-Akku vor ca. 45 Jahren in einem Uralt-Elektrische-Wunderbuch von Graetz, oder wer das war, begegnet. Der war demnach nicht kaputtzukriegen, nachdem der Erfinder das Eisen oder Nickelhydroxyd unter sehr hohem Druck in auf eine der beiden Platten geschweißte, perforierte Stahlröhren presste. Das Problem war vorher immer gewesen, dass eine der beiden Substanzen aus den Platten herausbröckelte.
Diese Batterien hatten teilweise jahrelang in versenkten U-Booten auf dem Meeresgrund gelegen und waren nach Säuberung und Wiederbefüllung mit Kalilauge voll betriebsfähig. Ich habe einmal eine Nickeleisenbatterie aus Wehrmachtsbeständen gekauft , die konnte ich allerdings nicht mehr zum Leben erwecken, es war auch offensichtlich keine mit diesen Röhrchen.
Das Pressverfahren soll angeblich verloren gegangen sein.
Vom Speichergewicht sollen diese äußerst günstig gewesen sein, weit besser als unsere heutigen NiCaDs. Auch der Wirkungsgrad hin und zurück lag sehr hoch, über 60%. Die Leistung war mäßig. Aber überladefähig, erinnere ich mich, und, dass sie extrem lange brauchte, um die volle Wirksamkeit zu entfalten.
Möglicherweise war das Herstellungsverfahren so geheim und so aufwendig, dass kein Patentschutz beantragt wurde?
In den USA behauptete eine Firma, das Verfahren zu besitzen. Man hört nichts mehr davon. Böse Zungen könnten behaupten, Schublade von GE.
 
W

wotan

Guest
#11
Pardon
Saft-Nife hat sich bei mir, auch durch die Bezeichnung entsprechender Ladegeräte bei mir so eingefressen, dass ich weitere Veränderungen in der Betriebszugehörigkeit nicht mehr verfolgt habe.
sorry, wotan
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#12
Hallo Michael,

die Firma Eagle-Picher hat Anfang/Mitte der 90er Nickel-Eisen-Batterien für Elektroautos gebaut, z.B. diesen Dodge TEVan.

Am besten Du googelst nach "nickel iron" mit und ohne "eagle picher", oder Du fragst mal in der EVList (Anmelde-Anleitung beachten!).

Soweit ich mich noch an frühere Postings/Infos zu diesem Akkutyp erinnere, ist die Energiedichte und Lebensdauer etwa vergleichbar mit den NiCds von Saft (den TEVan gabs auch mit NiCd!), die NiFe haben aber einen höheren Innenwiderstand und verbrauchen mehr Wasser.

Ob oder warum diese Technologie nicht weiterentwickelt wurde weiß ich leider auch nicht, immerhin ist Eisen um einiges ungiftiger als Cadmium.

Gruß Jens
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
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#13
Hallo Jens

Danke für den Tipp
Du weist doch, am Markt setzt sich leider oft das durch was am besten
Balzen kann und nicht das was sinvollsten ist. Das braucht man für Später
wenn zu viele Verbraucher aufgewacht sind.

Wie klein währe ein Markt wenn man alles was die Schwelle sinnvoll und gut
nicht erreicht weg läst?????? :) :) :) ....... Gut sortierte Tante-Emma
müßte reichen.

MFG Michael