Ni-Zn - Messung der Blockspannungen


Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
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#1
Guten Tag !

Bei meinen 3 MB-100 habe ich nach 40 km Fahrt die Leerlaufspannung der Blöcke gemessen, anschließend die Spannung bei 35A Ladung und bei 15A kurz vor Volladezustand.
Die Abweichung beträgt lediglich 50mV pro Block (je 8 Zellen).
Die Akkus haben bisher 3700km geleistet.

Die Horrormeldungen wie "Gehäuse gesprungen" etc. haben mich veranlasst, mal zu kontrollieren.
Ich denke, diese Fehler sind, wie ich schon erwähnte, hauptsächlich dem Ladegerät zuzuschreiben.

 

Helmut Juchems

Neues Mitglied
12.06.2003
3
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#2
Hallo Herbert,

ich habe die gleichen Beobachtungen gemacht, allerdings habe ich die Zellen komplett mit einem Batterietester mit 120A entladen und festgestellt, daß die Kapazität der einzelnen Zellen bis zu 5Ah auseinander liegt!
Also vorsicht bei Tiefentladungen, sonst macht man mindestens eine Zelle kaputt!

Gruß
Helmut
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
0
#3
Helmut Juchems schrieb:

mit 120A entladen und festgestellt, daß die Kapazität der einzelnen
Zellen bis zu 5Ah auseinander liegt!
Also vorsicht bei Tiefentladungen, sonst macht man mindestens
eine Zelle kaputt!
Lt. Evercel-Informationen halten die Akkus um so länger, je flacher die Zyklen sind.
Das würde z.B. bedeuten, daß 300 Zyklen mit 33% weniger an der Lebensdauer zehren als 100 Zyklen mit 100%

Nachdem Evercel auch behauptet, es gäbe keinen Memory-Effekt, habe ich meine Ladestrategie so definiert: Lade, wo Du kannst. Wobei ich natürlich nicht nach 5 km schon lade sondern so ab 20 km (meine Alltags-Tagesleistung).
So vermeide ich die Tiefentladungen.
Wenn mit 3xMB-100 auch ca. 80km Reichweite erzielbar ist, so möchte ich dies nicht ständig ausreizen.

Evercel sagt: 500 Zyklen mit 100% oder 10.000 Zyklen mit 10%

In diversen Einschätzungen von "Spezialisten" im Bereich Ni-Cd und Ni-Mh kursiert andererseits wieder die Ansicht, daß jeder Zyklus, sei er auch noch so klein, als voll lebensdauerzehrend zu zählen ist.

Wo die Wahrheit ist, das würde ich gerne wissen. Weiß das überhaupt wer ?

MfG
herbhaem
 

Markus Borck

Neues Mitglied
07.04.2006
4
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#4
Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen,
erstens hängt die Lebensdauer eines Akkus von so ziemlich allem ab:
Temperatur beim Laden / Entladen
Entladerate
Pulsbelastung oder Konstantstrom
Teilladung / Teilentladung
Lagerung in den verschiedensten Ladezuständen usw.

Bei Li-Akkus ist z.B. eine Strategie wie Du sie beschrieben hast eher schädlich, da das beharren der Batterie in einem Ladezustand nahe der Vollladung zu einem schnellen Innenwiderstandsanstieg führt.

Bei allen Akkumulatoren gibt es da Unterschiede. Leider kenne ich mich mit dem Ni-Zink-System zu wenig aus.

Der Vollzustand ist aber der chemisch instabilste, unabhängig von Batterietypus. D.h. hier ist die Selbstentladung am höchsten und das Laden am ineffektivsten. Du wirst also immer relativ viel Energie verschwenden falls Du versuchst, die Zellen immer voll zu halten.
Falls Du die Möglichkeit hast, würde ich eine Ladestrategie vorschlagen, bei der Du die Akkus zwischen 20% Ladung und 80% Ladung hälst. Hier hast Du aber evtl. Probleme mit dem Ausgleich und Du musst auf einen eventuell auftretenden Zelldrift achten.

Die Problematik zeigt sich meiner Meinung nach am Besten bei den Verrenkungen für das Ladesystem beim Prius (Hybridfahrzeug von Toyota). Um die maximale Haltbarkeit des Akkus sicherzustellen wird eine komplizierte Strategie angewendet, die den möglichen Entlade- bzw. Ladestrom und den Ladezustand sowie noch weiter Batterieparameter aufeinander abstimmt. Damit wurde zwar die Nutzung der Batterie eingeschränkt aber es ist wohl richtig, dass der Kunde sich mehr über eine defekte Batterie ärgern würde, als über eine geringer Nutzung des Elektromotors.

Letztendlich wird wohl nur die Zeit bzw. die Zykelzahlen zeigen, ob Du die richtige Strategie gewählt hast. Also viel Glück dabei.

Gruß,
Markus
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
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#5
Markus Borck schrieb:

Falls Du die Möglichkeit hast, würde ich eine Ladestrategie
vorschlagen, bei der Du die Akkus zwischen 20% Ladung und 80%
Ladung hälst.
Ich lade nicht bei jeder Ladung voll auf 100%, sondern vielleicht auf 90-95%.
25 km entsprichen ca. 66% Restkapazität.
Gelegentlich, im Schnitt 1-3 mal pro Woche sind es auch 35-40km Entladetiefe, sprich 50% Restkapazität.

Ich könnte natürlich auch immer erst dann laden, wenn ich mindestens 40km gefahren bin.
Aber die ersten 30km ist die Spannungslage der Akkus so toll, daß die Endgeschwindigkeit entsprechend flott ist.

Gruß,
Herbert
 

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