Netzausfall und Frequenzschwankung

Karl W

Aktives Mitglied
16.05.2005
707
0
#1
Hallo Freunde,

es wird viel spekuliert,
vermutlich war ein kleiner menschlicher Fehler die Ursache.
Es sei Ihr oder Ihm verziehen.
Folgefehler bleiben dann meist nicht aus.
Die Struktur scheint noch nicht optimal gestaltet für einen Ablauf mit sehr wenig Menschen an den "Schalthebeln" ?

Wo aber bekommt man die Aufzeichnungen der Netzfrequenzen an verschiedenen Knotenpunkten?

Sonnenelektrische Grüße

Karl

p.s. Redundanz ? Woher weiß ein KKW oder WKW wann es kurzfristig Leistungkorrekturen durchführen soll?
 

Stephan Hloucal

Neues Mitglied
01.05.2007
14
0
#2
Windkraft stabilisiert Stromversorgung!

An diesem Abend schalteten meine Windkraftanlagen so, wie es der Netzbetreiber verlangt, wenn das Netz in Gefahr ist, ab. Eine momentane Leistung von 15 MW wurde innerhalb von einer Sekunde heruntergefahren. Nachdem die Spannung und Frequenz im Netz wieder standen, konnten elf E-70 innerhalb weniger Minuten automatisch wieder hochfahren. Somit waren 15 MW wieder am Netz! Der Ausfall betrug bei uns nur etwa 30 Min.
Wir brauchen mehr dezentrale regenerative Erzeugungsanlagen, die am Netz schnell und flexibel reagieren können.
Gruß
Stephan der den SAXI mit Windstrom lädt.
 

Karl W

Aktives Mitglied
16.05.2005
707
0
#3
Hallo Stephan,
war es so, daß durch eine "Netzspitze"( nach dem Ausschalten der Leitung über die Ems) viele Anlagen abgeschaltet haben und hierdurch dann der Netzzusammenbruch unvermeidlich wurde ?
Ältere Anlagen fahren bei wieder stabilem Netz wohl nicht selbstständig wieder hoch,
seit wann gibt es das automatisierte Wiederanfahren ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#4
Hallo Karl


Mische mich hier als Artfremder ein, aber Wiederanfahren betrifft auch Wasserkraftwerke
Die sicher seit beginn der Einspeisung. Also 1991, vorher je nach Geldbeutel.

Alte Anlagen haten meist Mechanische oder Hydraulische Regler ohne
große Steuerungseingriffe durch die Regelelektronik. Bei größeren Anlagen
rentierte sich dann das Nachrüsten, kleinere Anlagen bekammen Gleichstromregler
z.B. 24 V Batteriegesichert. Bei Netzausfall wird die Turbine über die Akkus geschlossen
( Nach Lastabwurf, was ersteinmal einen gehörigen Drehzahlanstieg zur
folge hat ) nach Wiederherstellung des Netzes fährt die Anlage an ( ca. nach 15 sec. wird geliefert )
klappt jetzt so seit Millionen von Kilowattstunden.

Was aber kein Grund ist nicht darüber Nachzudenken wie man es besser machen könnte.

Über die Strucktur wie man es macht, ein Link aus Plexiglas Ausland weil man dort
auch darüber Nachdenkt die Netze schlechter zu machen und denn Leuten zu erzählen es wird alles besser
( ja besser Abkassiert )

http://www.eeh.ee.ethz.ch/downloads/academics/studentprojects/pps_ws00_01_netz.pdf
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#5
Hallo Stephan,

lässt sich nachvollziehen ob die Abschaltung durch einen Schaltbefehl des Netzbetreibers, oder aber durch eine automatisch Schutzschaltung ausgelöst worden ist?

Danke,
Emil