Kewet von 48 V auf 60 V umbauen??


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Thomas

Guest
#1
Hallo zusammen
Ich habe seit kurzem einen KEWET Typ 2
ist es möglich den Kewet von 48 V auf 60 V Umzurüsten ?
Für Vorschläge währe ich sehr dankbar .
Mit freundlichem Grus
Thomas
 
27.09.2004
57
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#2
Hallo,

ich habe meinen Kewet mit 60V gefahren, einfach eine Batt mehr eingebaut. Allerdings Blei Gel Akkus, deren Spannung auf maximal 15V pro Block beim laden begrenzt war. Bei offenen Akkus, die bis zu 17V Blockspannung geladen werden kann ich keine Auskunft geben.

 
D

Dirk Scharnberg

Guest
#3
Hallo Jürgen,
das ist ja ein Ding, ich fahre auch einen El2. Ich hatte nicht gedacht, daß das so
einfach möglich ist. Kann die Steuerelektronik das ab. Und der Motor, wird der nicht zu heiß.

Im Kofferraum währe ja noch genug Platz für eine Batterie, Das erhöht warsacheinlich die Reichweite auf 80-90KM.

Schreib doch mal Deine Erfahrungen.

Gruß
Dirk
 
T

Thomas

Guest
#4
Hallo Jürgen
Das währe ja klasse wenn das so einfach geht .
Gab oder gibt es Gründe (technische) die gegen einen Umbau sprechen ?
Auf alle Fälle werde ich mir schon mal eine neue Batt zulegen .
Wie ist es denn mit der Endgeschwindigkeit ?
Mit freundlichem Grus
Thomas
 
27.09.2004
57
0
#5
Hallo,

ich habe das damals einfach mal probiert, da ich den Kewet kurz danach auf Drehstrom Antrieb umgebaut habe. Das ging sehr gut, ich hatte so 50km Reichweite mit 60 V allerdings waren die Batterien nicht mehr so gut.
Man kann auch versuchen 2 6V Blöcke zu bekommen, die dann unter dem Kofferaum unterzubringen sind. Ich wüsste keinen Grund nicht umzubauen, die Endgeschwindigkeit geht dann über 70 Km/h und der Kewet wird richtig flott.
Mehr kann ich Euch leider nicht dazu sagen, mit Drehstrom bin ich dann mit quietschenden Reifen angefahren.

 
T

Thomas

Guest
#6
Hallo Jürgen
Du hast ja richtig viel an deinem Kewet ausprobiert echt klasse .
Denn Umbau auf Drehstromantrieb solltest du vielleicht noch ein bischen genauer
beschreiben .Du hast mich richtig neugierig gemacht, und auch bestimmt ein paar andere hier im Forum.Es würde mich freuen einen weiteren Bericht von dir lesen zukönnen.
Mit freundlichem Gruss
Thomas
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.395
52
Filderstadt
www.elweb.info
#7
Hallo zusammen,
ich habe auch schon einen Kewet auf 60V umgerüstet. Die Fahrleistungen waren kein Vergleich zur Serie. Wer sich noch erinnert der erste Weltumfahrer mit dem Elektroauto (Herr Mohr) ist mit einem von JME umgerüsteten El Jet 2 gefahren. Die Fahrleistungen konnten wir deutlich verbessern...

Den nicht immer positiven Bericht hier für Euch...
Grüße Ralf

Weltumrundung im Elektromobil

Für acht Monate dem Alltag Lebewohl sagen. Einmal im eigenen Automobil um die Welt fahren. Was kann es Schöneres geben? Scheinbar nichts. Um es sich aber nicht ganz so schön zu machen, beschloß der Geograph und DWR-Redakteur Robert Mohr etwas Besonderes. Eine Weltreise in einem Elektromobil - die erste überhaupt.

Daß die erste Weltumrundung in einem Elektromobil kein reines Zuckerlecken werden würde, war klar. Klar auch das nur sehr zähe Vorankommen in zwei Etappen pro Tag, à jeweils 100 Kilometer. Um mit gebrauchten japanischen Autos die Strecke Moskau-Wladiwostok zu bewältigen, brauchen professionelle Autoüberführer rund zehn Tage. Mit meinem dänischen Kewet El-Jet benötigte ich 70 Tage. Dabei war ich meist vom Morgengrauen bis in die Nacht unterwegs. Zeitraubend sind die Ladepausen. Drei bis sieben Stunden braucht man dazu, je nachdem, ob das Laden mit beiden oder nur mit einem Ladegerät möglich ist. Nachtfahrten, wie ich sie noch später in tropischen Ländern unternehmen sollte, kamen im spätherbstlichen Sibirien nicht in Frage. Das Risiko zu erfrieren bändigte meine Abenteuerlust.

Russisches Herz, amerikanischer Kommerz

Besonders in Amerika war es schwer, Privatleute davon zu überzeugen, daß bei einer Ladedauer von sieben Stunden nur Strom im Wert von zwei Dollar verbraucht wird. Ein Hauptproblem waren die Sicherungen, die oftmals eine Stromentnahme von 40 Amperestunden (beim Anschluß beider Ladegeräte) nicht vertrugen. Die Russen wußten sich da noch zu helfen. Sie hatten oft selbst unverwüstliche Nägel anstelle von Sicherungen eingebaut oder ließen mich offenherzig meine modifizierten Sicherungen einschrauben. Die größte Reichweite von 162 Kilometern pro Ladung erreichte ich in Panama. Der Durchschnitt lag bei etwa 100 Kilometern, wobei sich 40 km/h als wirtschaftlichste Geschwindigkeit herausstellten. Die Höchstgeschwindigkeit meines Kewet El-Jet (70 km/h) halbierte seine Reichweite und kam für mich deshalb nicht in Frage. Die von mir erreichte Spitzengeschwindigkeit betrug 124 km/h. Der kurze Radstand des 2,45 Meter langen Zweisitzers gewährleistet nur unzureichende Stabilität, so daß nur ein leichter Schlenker das Fahrzeug versetzen kann. Bereits eine kleine Bodenwelle reicht aus, um die Federbeine durchschlagen zu lassen. Das Ganze wird von einem Schleifen der Reifen im Radkasten und dem Geruch nach verbranntem Gummi begleitet. Wenn auch die 40 Stundenkilometer Reisegeschwindigkeit, ebenso wie das ständige Überholtwerden mir bald in Fleisch und Blut übergingen, an die langen Ladezeiten konnte ich mich nicht gewöhnen. Zu frustrierend waren die Örtlichkeiten, die ich dabei anfahren mußte. Meistens waren es Tankstellen, Rasthäuser oder irgendwelche Betriebe am Straßenrand. Obwohl die Transamerikana nahe dem Pazifik verläuft, war für mich die Küste nur selten zu sehen. Denn Umwege bedeuteten Zeitverlust.

Ladegeräte als Hauptproblem

Hätte ich schon in Los Angeles gewußt, daß in den folgenden Monaten in Mittel- und Südamerika fünf Ladegeräte explodieren würden, so hätte ich dort robuste US-Modelle besorgt. Stattdessen drosselte ich die deutschen High-Tech-Geräte der Firma Elba von 220 auf 110 Volt und betete. Das Hauptproblem waren die Transistoren. Pfennigartikel zwar, aber in ganz Amerika in dieser Ausführung nicht erhältlich. Über die Heidelberger Firma "JME Solar/Elektro-Mobile" erfolgte nun ein reger Versand von Ladegeräten von der Alten in die Neue Welt. Jedoch der Zoll in Mexiko-City weigerte sich, die Waren freizugeben, der Paketdienst sperrte sich dagegen, sie postlagernd zu versenden und die "hilfreiche" deutsche Botschaft wollte in nichts verwickelt werden. Aus versprochenen drei Zustelltagen wurden drei Wochen Zwangsaufenthalt in Acapulco. Und es wären noch mehr geworden, wenn ich am Ende nicht selber in die Hauptstadt gefahren wäre. Wieder in Deutschland, sollte ich auch noch erfahren, daß auf Kurzschluß, als was mir meine Pannen ausgelegt wurden, kein Garantieanspruch besteht. "Ausnahmen wie die Durchführung einer Weltumrundung zählen nicht", hieß es. Was aber die Defekte wirklich verursacht hat, kann ich nur vermuten: Die hohen Temperaturen mit einer gleichzeitig verminderten Drehstärke des Ventilators bei nur 110 Volt können es ebenso gewesen sein wie die zu hohe Luftfeuchtigkeit oder der Staub der Pisten. Als den wahrscheinlichsten Ladegerätkiller sehe ich jedoch die großen Spannungsschwankungen in südamerikanischen Stromnetzen. Gerade diese Schwankungen wirken sich fatal auf modifizierte Elba-Ladegeräte aus. Nicht zuletzt sind auch Kurzschlüsse denkbar, da ich oft gezwungen war, Leitungen direkt anzuzapfen.

Der Teufel im Detail

Warum aber in den Türen keine Taschen integriert sind, ist mir ebenso rätselhaft wie die Wasserdurchlässigkeit von Kofferraum und Fahrerhaus. Bessere Dichtungen an den Türen sind hier notwendig. Auch das Solarmodul auf dem Dach des Kewet liegt nicht regendicht auf. Die einzigen mechanischen Defekte während der 30.000 Kilometer waren: ein gesprungenes Kugellager am Lenkrad, das einem russischen Schlagloch zum Opfer gefallen ist; vier aufgestochene Reifen als Resultat australischer Trinkfreudigkeit und ein kaputter Batteriemanager, der die ersten Fröste im Ural nicht überstanden hat. Dieses teure Gerät mit Informationen zu Spannung, Stromstärke und Ladekapazität der Batterien läßt sich jedoch durch einen einfachen Multimeter ersetzen. Angenehm überrascht war ich von den guten Straßenverhältnissen auf der ganzen Welt. Zugegeben, ich benutzte auch fast nur Hauptverkehrsadern. Auch die Stromversorgung ist praktisch überall gewährleistet. Sie ist alles in allem sogar dichter als das Tankstellennetz. Um Strom zu bekommen, bewegte ich mich oft am Rande der Legalität. Wenn ich mitten in der Nacht irgendwo ankam, so schloß ich mein Auto einfach an die nächste Steckdose und bettete mich daneben. Daß die Steckdosen nicht immer mitten auf der Straße waren, dürfte klar sein. Also mußte ich über Balkone steigen oder in Kuhställen Verlängerungskabel verlegen. Eine fast alltägliche Aktion war das Anzapfen von Strom mit Hilfe von selbstgebauten Krokodilklemmen. Selbst 380-Volt-Leitungen wußte ich bald zu nutzen: man nehme nur eine der beiden Phasen und schließe die andere Leitung an ein geerdetes Metallstück an. So ergibt sich eine Spannung von 220 Volt - allerdings ohne eine eigentlich vorgeschriebenen Sicherungsmechanismus. Die meisten meiner Gönner gaben mir den Strom umsonst oder zum Selbstkostenpreis, abgesehen von denjenigen, die mit 20 Dollar das Zehnfache verlangten. Hat das E-Mobilreisen einmal Schule gemacht, so wird es sicherlich problematisch werden, den Strom zu "erbetteln".

Robert Mohr
 
#8
Hallo Ralf,
so höre ich mal von der KEWET Weltumrundung auch von anderer Seite. Wir hatten vor vielen Jahren in den Solarmobil Mitteilungen seinen Bericht mit Bildern veröffentlicht, allerdings nur Teil 1.
Über persönliche Bekannte aus dem Verlagsbereich fand ich dann den Autor wieder, und vor zwei Jahren oder so kam dann der zweite Teil in die Zeitschrift.

Wen es interessiert: die alten Solarmobil Mitteilungen sind noch immer zum reduzierten Sonderpreis erhältlich (fast alle Ausgaben).

Sie unter www.fen-net.de/solarmobil

Gruss, Roland Reichel, bsm und Solarmobil Verein Erlangen e.V.
 

Willi Schmidt

Neues Mitglied
09.10.2006
14
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#9
zu dem Umbau auf 60 Volt !!
Einfach eienen Akku mehr im Kofferaum ist nicht schwer, aber was ist mit der
Landeeinrichtung?? und verträgt das die Motorelektronik. Ich habe des öfteren eine
Steigung von 18% !!! über 900 meter zu fahren. Brennt da nichts durch.
An ein Aufrüsten habe auch schon gedacht.
Aber nicht, daß es doch so viele Kewet 2 Fahrer gibt.

Gruß Willi Schmidt
 

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