HF-Lader

  • Themenstarter Herbert Kaiser
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Herbert Kaiser

Guest
#1
Hallo,

mal eine "dumme" Frage: Was genau macht der von CityCom angebotenen "HF-Lader"? (Klar, Batterien laden, aber worin unterscheidet er sich so grundsätzlich vom Standard-Lader?) Wofür steht "HF"?

Schönen Gruss aus Aachen
Herbert
 
R

Rainer Partikel

Guest
#2
Hallo Herbert,

es gibt keine dummen Fragen. Nur dumme Antworten. Nun zu einer Antwort. Ich zitiere meinen geschätzten Lehrer aus Berlin

Beim PC bist du das schon gewöhnt, einen HF Lader.
Es handelt sich um ein Schaltnetzteil. Es wird kein Trafo mehr gebraucht ( dadurch weniger Gewicht), sondern der gleichgerichtete Netzstrom wird so geschaltet (HF), dass Ausgangsstrom und-Spannung passen. Die Regelung ist so super, dass komplizierte Ladungskennliniene möglich werden. Dadurch ergeben sich höhere Ströme, die dem Akku gut tun, wenn sie richtig plaziert werden, kürzere Ladezeiten und weniger Gesamtverlust. Gleichzeitig wird der Akku optimal am Leben erhalten, sprich, mehr Zyklen werden erreicht.

Beste Grüße aus Schwalbach
Rainer P.
 
H

Herbert

Guest
#3
Hallo Rainer,

danke für die Auskunft. Achso, ein Schaltnetzteil, wieso sagt das denn keiner? ;-) Eine gute Regelung ist sicher auch mit einem "normalen" Netzteil möglich, aber es ist ein grosser Vorteil, den schweren Trafo mit seinen Streufeldern loszuwerden.

Schönen Gruss aus Aachen
Herbert
 
#4
Die folgenden Erklärungen seien zusätzlich gestattet:

HF steht für Hochfrequenz oder high frequency.
Auch HF-Lader haben einen Trafo, denn nur so läßt sich die Potentialtrennung zwischen Netz und Batterie erreichen. Da aber mit höheren Frequenzen gearbeitet wird, meist so um 20 bis 40 kHz, manchmal auch höher, kann der HF-Trafo dann viel kleiner und leichter sein als der übliche 50-Hz Trafo.

Zur Funktion:
Aus der Netzspannung wird erstmal eine Gleichspannung gemacht mit Gleichrichtern. Dann wird sie mit 20 kHz oder so zerhackt, über einen Trafo geschickt und wieder gleichgerichtet - stark vereinfacht gesagt.

Meist wird auf der Netzseite noch eine "Aktive Powerfaktor correction" eingefügt, eine elektronische Regelung, die den cos phi auf der Netzseite korrigiert (im besten Fall fast auf 1, so dass kaum noch eine "Netzverschmutzung" auftritt).

Auf der Sekundärseite des HF Trafos kann und muss dann die Gleichspannung sowieso geregelt werden. Da kann mein leicht die Batteriekennlinien mit einprogrammieren.
Die Regelung geht natürlich "Über alles", so dass insgesamt nicht unnötig Energie in Wärme verbraten wird. Damit erreicht man einen ganz guten Gesamtwirkungsgrad des Ladegerätes. Der Wirkungsgrad sollte idealerweise über 90 % liegen, hier sind die Entwickler gefordert.
Und dann sollte das Geräte noch bei Temperaturen von -25 bis +60 Grad C funktionieren und gegen Betauung (Feuchtigkeit) gut geschützt sein, z.B. durch entsprechende Lackierung der Platinen und Bauteile. Dann könnte es zuverlässig funktionieren....

So jedenfalls sollte es sein.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
R

Rainer Partikel

Guest
#5
Hallo Roland,
besten Dank für die ausführliche Ergänzung. Wir sollten das Laden wirklich den von Fachleuten konzipierten Ladegeräten überlassen. Jeder Selbstversuch endet irgendwann in einer fatalen Kettenreaktion von Batteriepleiten mit allen negativen Folgen.
Ich bin vielleicht aufgeregt heute..... Morgen gegen 5.30 setzte ich mich in die S-Bahn Richtung Frankfurt um dann über Würzburg nach Ochsenfurth und Aub zu fahren. So richtig arbeiten ist heute wirklich nicht drinn..... :D

Schade das dort keine WEB Kamera installiert ist. Dann könnten alle Forumsmitmenschen mal reinschaun. Kommt ja vielleicht noch.
Ich glaub es nicht noch ca. 20 Stunden....
Bes denn
Rainer :rp: :rp:
 

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