Getriebe für E-Mobil

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radio_eriwan

Guest
#1
Hi Folks,
ich hab mich in der zwischenzeit mal über elektromobile der unterschiedlichsten Art informiert.

Meine Frage:
Hat euer E-Mobil ein Getriebe? Was für Erfahrung habt ihr damit?

Ich hab nämlich schon nach 2 Gang Mofagetriebe gegoogelt, und bin auch fündig geworden. Nur wie verhält sich dies mit einem E-Motor / benötige ich extra Peripherie? Ist ein Mofagetriebe ausgelegt für 2300 U/Min und 20,5 Nm Drehmoment? Gibt es Alternativen?
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#2
Hallo radio_eriwan,

die Antwort ist: im Prinzip nein :D .
D.h. eigentlich brauchst Du bei einem Elektroantrieb gar kein Schaltgetriebe, sondern höchstens eine einstufige Untersetzung. Und die hast Du bei Riemen- oder Kettenantrieb schon automatisch bei der richtigen Auswahl der Ritzel am Motor und auf der Achse.

Was möchtest Du denn da für ein Fahrzeug basteln?
:confused:

Gruß Jens
 
R

Roland Reichel

Guest
#3
Hallo Sprecher von Radio-Eriwan,
warum fragst Du anonym, namenlos und ohne Unterschrift, und mit einer e-mail Adresse mit .com.za. Wo ist denn das?
Das ist in diesem Forum nicht üblich. Identifiziere Dich!

Zum Getriebe:
Ein Fahrzeug braucht Drehmoment und Drehzahl, und man kann die erforderlichen Werte sehr schön in einem sogenannten Zugkraftdiagramm grafisch darstellen.
Die Werte ändern sich je nach Gewicht des Fahrzeugs und den Anforderungen an Steigfähigkeit und Höchstgeschwindigkeit.

Soweit waren Josef Brusa und Axel Krause in der Schweiz schon vor vielen Jahren. Sie hatten nämlich genau darüber eine schöne Veröffentlichung gemacht.
Da sind sie denn drauf gekommen, dass Benzinmotoren nur über vielstufige Getriebe die erforderlichen Drehmomente (=Kraft) oder Geschwindigkeiten (=Drehzahl) liefern können. Das kommt z.B. auch daher, dass sie aus dem Stand heraus (Drehzahl = 0) gar kein Moment haben. Sie müssen immer erst mal hochdrehen.

Bei Elektromotoren sieht es ganz anders aus. Das gibt es Typen, die haben bei Drehzahl = 0, also aus dem Stand heraus, ihr höchstes Drehmoment, also höchste Kraft.

Und nun kann man tatsächlich elektrische Antriebe bauen, die in allen Arbeitspunkten die erforderliche Kraft und die erforderliche Drehzahl für einen ordentlichen Fahrbetrieb liefern - und das ist gemacht worden (Antriebe von Brusa z.B., auch ähnliche Antriebe mit Asynchronmotoren im Hotzenblitz, im ATW Ligier und im TWIKE und mit Gleichstrommotoren z.B. im Citroen AX oder CityEl).
Synchronmotoren sind etwas anderes, da nimmt man lieber ein Getriebe in Kauf. Zwei Gänge, höchstens drei reichen aber allemal aus.

Und noch etwas: Wenn man einen Verbrennungsmotor überlästet, würgt man ihn ab. Elektromotoren kann man leicht um Faktoren von 2, 3 oder 10 überlasten - bis sie den Wärmetod sterben, also verbrennen. Ein kurzzeitiges Überlasten für rasante Beschleunigung liegt vom Motor her immer drin, vorausgesetzt, die Motorelektronik und die Batterien machen es mit.

Wer heute ein Elektrofahrzeug neu konstruiert, wird sicher kein Schaltgetriebe einbauen. Man kann von der Antriebsseite so dimensionieren, dass man leicht 20% Steigung oder mehr schafft. Ich jedenfalls bin damals die 20% zum Kloster Banz bei Staffelstein mit fast 50 km/h hochgefahren, und das mit zwei Personen. Der Wagen hatte kein Schaltgetriebe und schnurrte problemlos von 0 bis 100 km/h dahin. Beim CityEl hätte ich es mir manchesmal gewünscht, denn zu meinem Haus geht es 13% bergauf, und das fast einen km.

Übrigens habe ich das von meinem Sohn entwickelte Programm "Solarsoft" eingesetzt, wo ich die erforderlichen Motorleistungen, Drehmomente und Drehzahlen blitzschnell nachrechnen kann, wenn ich Gewicht, Reifenrollwiderstand und Luftwiderstand abschätzen kann.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
F

Frank (radio e.)

Guest
#4
Also:
Antwort auf diversen Fragen:
Ich heiße Frank, jetzt kennt mich ja schon jeder =)
Was ich machen will? Ich möcht gerne ein wirtschaftlich rentabeles, schönes und schnelles E-Mobil bauen.

Habt ihr schon Erfahfungen gesammelt mit der MOSFET-Steuerung von http://www.oecosachs.de/ ?
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#5
Frank (radio e.) schrieb:

[...]
Was ich machen will? Ich möcht gerne ein wirtschaftlich
rentabeles, schönes und schnelles E-Mobil bauen.
Das haben schon viele versucht :rolleyes: ...
Viellicht inpiriert Dich diese Seite hier: http://www.elektro-flitzer.de
(siehe auch unter "EV-Umbauten"!)
Habt ihr schon Erfahfungen gesammelt mit der MOSFET-Steuerung
von http://www.oecosachs.de/ ?
Die Steuerung ist von http://www.4qd.co.uk und soweit ich ich weiß schon in einigen city-els und evtl. auch Kewets verbaut. Die Betreffenden werden sich wahrscheinlich noch selbst melden :) .
Andere Möglichkeit: http://www.atech-antriebstechnik.de/index2.html .

Viel Erfolg, Jens
 
J

Jürgen Fleischmann

Guest
#6
Hallo Frank,

stell Dir da bitte nicht so einfach vor ! diesen Umbau http://www.elektro-flitzer.de/ev-umbau/lamborghini.html fährt mittlerweile ein Freund von mir. Der hat zu kämpfen die Kiste am Laufen zu halten, da die meisten Teile selbst gebaut sind, also nicht irgendwo käuflich.
Die angegebenen Daten stimmen, ich bin selbst schon 150 km/h gefahren. Die Akkus haben nach mittlerweile 11 Jahren noch 100% Kapazität.

Möge die Saft mit uns sein !

Jürgen
 

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