Fahren mit Notstrom unterstützung

  • Themenstarter Franz Hermann
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Franz Hermann

Guest
#1
Um die Reichweite zu erhoehen möchte ich zur unterstützung ein
Notstromerzeuger während der Fahrt mitlaufen lassen.

Bisher habe ich gelesen das ein Honda eu10i mit HF-Lader dazu funktionieren
muesste.

Hat jemand Erfahrung wie es durch die Unterstützung mit der Lebensdauer der Batterien aussieht und welche Reichweiten für den täglichen gebrauch realistisch sind ?


MfG
Franz
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#2
Hallo,

um welches Fahrzeug mit welcher elektrischen Ausstattung geht es denn?

Einen Honda EU10i kann man dauerhaft höchstens mit rund 900 W laufen lassen. D.h., Du kannst mit den Verlusten im Ladegerät vielleicht rund 700-800 Watt bereitstellen. Damit dürfte sich die Reichweite nicht wesentlich vergrössern. Bei Verbräuchen von rund 5 kWh/100km dürfte sich die Reichweite dadurch um weniger als 10-20 % verlängern.

Emil
 
R

reinhold

Guest
#3
Hallo!
Rein rechnerisch bringt der Lader bei 800W ca 20A
Dies bedeutet: bei einem Vollgas- fahrstrom von ca 60A
würde der Batteriestrom 40A sein.
Dementsprechend eine Reichweitervergrösserung um ca 50%
oder mehr; abhängig von Fahrstrecke, Steigung.
Aber: es muss meiner Meinung nach nicht das EU10i sein. dessen Vorteile liegen im Teillastbereich.
Einen Versuch könnte mann mit einem beliebigen Generator+Ladetravo machen.
Der Ladetravo muss natürlich entsprechend gross sein.
Wer einen Scheibenläufer fährt, kommt mit 25-40A aus und ist fast autark.
Nur leider Stinkt es und ist laut, verbraucht Benzin ca 0,8L Std.
Das kann nur eine notlösung sein.
Im Winter ist die Abwärme ein erwünschter nebeneffekt...
Tschau
Reinhold
 
J

Jürgen Gaber

Guest
#4
Hallo , Jürgen Plower fährt mit einem Stromerzeuge im Anhänger große Strecken, zum beispiel von Finsterwalde nach Recklinghausen , mal eben 650 Km.
 
D

Daniel Sperling

Guest
#7
Hallo Zusammen,

ich hab das Gleiche vor. Hab mir auch schon einen Honda i20(glaub ich) besorgt.
Ein passendes Ladegerät hab ich auch. Es schaft 25A bei 48V. Also ca. 1000W.
(gemessen)
So dann lass uns mal rechnen. Mein Auto braucht etwas 10Kwh auf 100Km.
Wenn ich einen Mittelwert von 25Km/h annehme verbrauche ich 2,5 Kwh pro Stunde und mein Ladegerät schaft 1 Kwh pro Stunde wir können dieses voll anrechnen weil es keine Ladeverluste gibt, der Strom geht direkt vom Ladegerät in den Motor. Fast die Hälfte also doppelte Reichweite. Wenn man bedenkt das man solche Strecken über mehrere Stunden fährt wird man auch mal eine Pause machen, in der, der Honda weiterlaufen kann. Alles über alles schätze ich 30-40% mehr Reichweite. Bis zum E-CUP will ich es fertig haben und werden dann auch erste Praxis-Bereichte geben können.
 
G

Georg Schütz

Guest
#8
Die Reichweitenverbesserung dürfte stark davon abhängig sein, ob man viel Ebene fährt oder hügeliges Gelände erwartet. In der Ebene braucht man ca 40A bei 45km/h. Wenn man dann 25A vom Stromerzeuger bekommt, wird die Batterie nur mit 15A belastet. Man hat also etwa einen C5-Entladezyklus und kann mit 100Ah Batterien ungefähr fünf Stunden fahren.
Das Ganze wirkt ähnlich wie ein doppelter Batteriesatz: mit einem doppelten Batteriesatz wird die Reichweite sehr viel mehr als verdoppelt, da für die Einzelbatterie hohe Sröme vermieden werden und man damit erheblich mehr aus der Batterie herausholt.
 
R

Ronald Preuss

Guest
#10
Hallo Leute,
sehr richtig was Ulli hier rät. Entweder ich Fahre Elektrisch oder mit Benzin!

Mir persöhnlich kommt diese Zwitterausstattung immer so vor, wie wenn Elektrischfahren nicht funzen würde, und aus den Beiträgen entnehme ich immer
öfters diese Absicht. Ich hoffe nicht das dies Schule macht. Es ist der falsche Weg.

Gruß Ronald
 
J

Joe Hausknecht

Guest
#11
Hallo Franz,

ich kann meinem EL während der Fahrt nachladen.
Meine Anordnung ist folgendermaßen:

3 x 12 V HF-Ladegerät von mascot mit je 20 Ampere direkt an je eine Batterie + orginal Trafolader
Als Stromerzeuger habe ich einen Honda Stromerzeuger EU 20i mit 2000 Watt. Er steht auf den Batteriedeckel und wird mit dem 4-Punkt-Kindergurt gesichert. Den Auspuff habe ich mit einer flexiblen Leitung durch den Batteriedeckel nach unten aus dem EL geleitet.
Zwei zusätzliche Schalter und ein Widerstand zum Austricksen der Elektronik waren auch noch nötig.

Reifendruck noch zusätzlich auf 4 bar erhöht.

Mit dieser Konfiguration kann ich bei Bedarf im Alpenvorland ohne Batteriebeschränkung bis die Ohren klingeln rumheizen.

Schön warm ist es jetzt im EL, aber es riecht so wie in ganz alten VW Käfern.

Dort wo die Kühlabluft des Generators auf die Kunststoffwanne des El trifft, hat sich die Form Tiefziehwanne geringfügig geändert.

Wenn ich Zeit habe baue ich einen Generatorträger, bei welchem der Generator außerhalb des ELs über dem Nummernschild sitzt.

Da der Generator immer mit konstanter Drehzahl arbeitet, ist der Spritverbrauch sehr gering ca. 1 Liter/Std.. Damit bin ich energiewirtschaftlich jedem Mofa weit überlegen.

Ich stelle den Generator nur bei Bedarf ins EL, die Anschlußaktion dauert keine 5 Minuten.
 

hcqniost

Mitglied
12.08.2013
169
0
#12
Bonjourno!

Mhmm,leider müssten es bei meinem Riesenmobil (ja,ich liebe trotzdem meinen Skoda!) ein paar mehr kw sein-so mindestens etwa 5 kw,am liebsten 10 oder 15.Kennt einer von euch einen erschwinglichen,möglichst winzigen Stromgenerator in der Grösse(der dann auf einem Brett im Kofferraum reinpasst)?Und was ich gerne machen würde,wäre eine direkte Speisung ohne Laderverluste.Also Ausgangsspannung gleichrichten und rein in die Batts.Ob ich da die Regelelektronik eines normalen Generators abändern kann,dass ich die ca 72V vor den Dioden erreiche?Das wäre ja nur noch 1/3 der normalen Spannung.Naja,bei Gelegenheit werde ich mal an meinem 1,6kw Erzeuger Versuche anstellen.

Gruss,Carlo (AkkuKmStand 44000)
 
F

Franz Hermann

Guest
#13
Hallo Joe,
Danke fuer die ausfuehrliche Beschreibung.
Habe trotzdem noch ein paar Fragen:

Wieviel Strom bringt der Trafolader ?
Die HF-Lader bringen insgesammt "nur" 720W.

Hast Du erfahrung wie es nun mit der Lebensdauer der Batterien aussieht ?

Welche Batterien hast du ?

Mit welchen Geschwindigkeiten bist du unterwegs?

Kannst Du das austricksen der Elektronik naeher beschreiben ?

Wie laut ist das Ladegeraet kannst du es durch einen Vergleich beschreiben ?


Das sind eine Menge Fragen ich hoffe Du hast Zeit zu Antworten.


MfG
Franz
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#14
Hallo Heinz,

grundsätzlich sind Hybrid-Fahrzeuge nicht von vorneherein der falsche Weg. Für viele sind halt die Reichweiten die heute mit E-Mobilen nicht ausreichend.

Auch ich würde gerne mit einem E-Mobil jeden Tag in die Arbeit fahren. Dazu braucht es aber eine Reichweite von mindestens 200 km da ich an der Arbeitsstelle nicht laden kann und ich auch gelegentlich von dort noch Fahrten unternehmen muss. Ich wäre gerne bereit für ein E-Mobil das diese Anforderungen erfüllt einige Euros drauf legen. Sowas wird aber nicht angeboten.

Insgesamt ist durch die Reichweitenbeschränkung der Markt der E-Mobile sehr klein. Wenn es einen Hybrid gäbe der überwiegend vom Netzstrom betrieben werden kann dann wäre das für mich eine Alternative. Die Lösung einen CityEl mit Generator zu betreiben würde ich aber auch nie wählen.Dies wäre mir zu laut und zu stinkend auch wenn es ökologisch vielleicht noch einen Vorteil gegenüber einem normalen Fahrzeug bringt.

Aber letztlich muss natürlich jeder selbst wissen welche Lösung er noch akzeptieren kann.

Emil
 
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Ronald Preuss

Guest
#15
Hallo Emil,
es ist gut zu Wissen, daß auch du gerne Elektrisch fahren würdest. Wie bekannt ist mit Hilfe der heutigen Akkutechnik ( auch Preis ) das uneingeschränkte Reichweiten Problem nicht lösbar. Es ist aber bekannt, daß im Mittel eine Fahrt zirka 13 Km beträgt und dies bei mehr als 50% der täglichen Fahrten. Gesamtfahrstrecke je Tag 38 Km. Wenn alleine diese Fahrten Elektrisch durchgeführt werden, wäre dies schon ein großer Erfolg. Aber auch in meiner Nachbarschaft fährt ein älterer Herr täglich zum Becker, gerade mal 8 Km, Fahrzeit zirka 10 min. Ich höhre allerdings fast täglich, vor allem im Winter, daß bis er seinen R5 Startklar hat meist die doppelte Zeit vergeht. Auch hat er wie selbst berichtet in den letzten 24 Monaten 8000 Euro an Reparaturen in den Wagen gesteckt. Und dennoch, obwohl er mit bekommt, daß wir täglich zwischen 30 und 50 Km Elektrisch fahren, ohne Probleme, würde er sich mit seinen Worten gesagt so eine Elektrische Karre nicht anschaffen.

Gruß Ronald
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#16
Hallo Ronald,

es mögen die Strecken im Mittel zwar nur 13 km betragen, aber das bedeutet noch lange nicht dass dann eine Elektromobil eine Alternative ist. Die 13 km werden wohl durch die kurzen Strecken in Ballungsgebieten dominiert und dort gibt es meist als Alternative den öffentlichen Nahverkehr.

Und was Deinen Nachbarn angeht so mußt Du wohl akzeptieren dass es vielen Leuten nur rein um den Transport von A nach B geht Sie wollen sich nicht um die Technik kümmern. Bei einem normalen Auto rufen sie bei Problemen den ADAC oder die Werkstatt in der Nähe. Bei Elektrofahrzeugen heisst es entweder den nächsten Händler in 100 km Entfernung anzurufen oder selbst Hand anzulegen.

Erst wenn ein Elektrofahrzeug von einem der großen Fahrzeughersteller mit einem dichten Werkstattnetz zu einem akzeptablen Preis und mit einer akzeptablen Reichweite auf dem Markt kommt dann wird es einen Durchbruch geben. Bis dahin aber werden die Elektrofahrzeuge wohl ein Nischendasein bei Leuten führen die gerne basteln.

Emil
 
06.04.2006
208
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#17
Hallo Emil,

ich habe mit meinem "prototypischen" Hotzenblitz seit 16.08.2002 bis heute 11.757km gefahren. Die Stofftüren und das schwache Gebläße sind im Winter zwar nicht optimal, aber wenn man sich darauf einstellt kann man ihn problemlos das ganze Jahr über fahren. Ich fahre den Hotzi jedenfalls lieber wie meinen "großserientypischen" Benziner.

Gruß Frank
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
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#18
Da suchte doch jemand einen Generator ?
Bei Ebay unter der Nr.3265741034 gibt es einen mit 30 V 300 A der soll 100 Teuros kosten.Müsste bei einem entsprechenden Regler auch mehr wie 30 V bringen.
Gruss Peter
 
K

karl

Guest
#19
Hallo Peter!

Bei der Versteigerung handelt es sich wohl um einen ordinären Reihenschluß DC- Motor -wer`s braucht ( genau diesen!) für den wäre der Preis in Ordnung.
Eine gute Anwendung wäre ein city-el im Dauerbetrieb mit 9 kW! ( z.B. 24 h mit 100 km/h)

Gruß Karl
 
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Ronald Preuss

Guest
#20
Hallo Emil,
diese kurzen Fahrten kommen auch auf dem Lande vor. Ich wohne in Dierbach, ein Dorf mit 500 Einwohnern. Alle wichtigen Einkaufszentren, Schulen, Kindergarten, Arzt und sontig wichtige Anlaufstellen liegen in einem Umkreis von weniger als 20 Km. Auch viele Arbeitsplätze. In soweit ist es möglich elektrisch wie wir es betreiben zu fahren, und basteln wie du das nennst, mache ich ganz selten. Ich möchte nicht behaupten, daß mein Fahrzeug ausgereifte Technik darstellt, aber wir kommen seit 10 Jahren von A nach B und wieder zurück ohne Probleme. Die meisten gefahrenen Km, hat meine Lebensgefährtin zurückgelegt. Sie möchte keine stinkenden Benziner mehr.

Gruß Ronald
 

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