Energievebrauch verschiedener Elektrofahrzeuge (link)


19.01.2004
186
9
Krefeld
#3
Der Energieverbrauch ist ja erschreckend hoch und unterscheidet sich kaum von dem eines Benziners oder Diesels! Der Hauptverbrauch dürfte allerdings auf die Fahrt mit hoher Geschwindigkeit in der letzten Phase zurückzuführen sein , den normalerweise kaum jemand seinen Batterien zumuten wird. Ich sehe die Zukunft mehr in den rikschaartigen Fortbewegungsmitteln, nicht mehr als 500 Watt, bei gut 30 km/h. Halts spielen bei solchen Vehikeln kaum eine Rolle und könnten dank engerer Verkehrsdichte ganz vermieden werden. Zusammen mit einer Ringbahn auf übers handy organisierten Selbstfahrlafetten , die praktisch überall halten können und auf die die Fahrgäste parallel ein-und ausfahren können, ließe sich ein weitaus leistungsfähigeres Verkehrssystem aufbauen, als wir es heute haben. Bei 10% des Energieverbrauchs.
Die ursprüngliche Benz-Dreiradkutsche war eigentlich ein sehr edles Gefährt, mit dem man sich überall hin wagen konnte.
Als echte E-carfahrer habt Ihr natürlich alle Eueren Werkzeugkasten dabei und helft gerne Onkel Benz beim Zusammenbau seines Vehikels. Viel Erfolg! - und denkt daran, würthembergisches Zoll-gewinde (Daumenbreite von König Karl):

http://www.kfz-tech.de/BenzDreirad.htm
 
S

Sönke

Guest
#4
Hallo, sind die angegebenen Verbrauchswerte tatsächlich so hoch?. Ich habe mir ein Verbrauchsmeßgerät beim laden zugelegt. Nach 20km Fahrt mit dem Kewet 2 verbrauche ich 1,2 kw/h. Das sind auf 100Km 6kw/h!? In der Liste verbraucht der Kewet 16,7 Kw/h.Wie ist diese Differenz möglich?
Gruß Sönke
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.176
0
#5
Hallo Sönke,

der Energieverbrauch ist bei einem Elektrofahrzeug noch mehr von der Art der Nutzung abhängig als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Du kannst mit Deinem Kewet auf ebener Fläche dahinschleichen, ihn aber auch wie ein normales Auto mit Verbrennungsmotor nutzen. Je nachdem kommst Du auf den entsprechenden Verbrauch.

Bei Deinem Verbrauch schätze ich fährst Du kaum schneller als 50 km/h.

Gruß,
Emil
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.176
0
#6
Der Energieverbrauch ist ja erschreckend hoch und
unterscheidet sich kaum von dem eines Benziners oder Diesels!
Was hast Du erwartet?
Dadurch dass man ein anderes Antriebssystem nutzt verbraucht man man nicht weniger Energie. Die Roll- und Luftwiderstandsarbeit bleibt in beiden Fällen gleich.

Der Hauptverbrauch dürfte allerdings auf die Fahrt mit hoher
Geschwindigkeit in der letzten Phase zurückzuführen sein ,
den normalerweise kaum jemand seinen Batterien zumuten wird.
Ich nutze ein Fahrzeug deswegen weil ich mich in akzeptabler Zeit von A nach B bewegen will. Solange bei Elektrofahrzeugen dabei noch die Batterie "geschont" werden muss sind sie für den geöhnlichen Gebrauch ungeeignet. Und wenn ich dabei nur Geschwindigkeit von 30 km/h fahren darf kann ich gleich mit dem Rad fahren.

Ich sehe die Zukunft mehr in den rikschaartigen
Fortbewegungsmitteln, nicht mehr als 500 Watt, bei gut 30
km/h.
Ich glaube nicht dass die Elektrofahrzeuge in Zukunft so aussehen werden. Wenn es so wäre dann würden sie sich nie auf breiter Front durchsetzen.

Halts spielen bei solchen Vehikeln kaum eine Rolle und
könnten dank engerer Verkehrsdichte ganz vermieden werden.
Zusammen mit einer Ringbahn auf übers handy organisierten
Selbstfahrlafetten , die praktisch überall halten können und
auf die die Fahrgäste parallel ein-und ausfahren können,
ließe sich ein weitaus leistungsfähigeres Verkehrssystem
aufbauen, als wir es heute haben. Bei 10% des
Energieverbrauchs.
Du solltest Dir mal das Konzept von Christoph ansehen:
http://www.astrail.de/astrailh.htm

Das Rad der zeit ist nur schwer zurückzudrehen. Ich glaube nicht dass sich in den nächsten 10-20 Jahren völlig andere Fahrzeugkonzepte in Masse durchsetzen werden. Elektrofahrzeuge haben nur dann eine Chance ein paar Prozent Marktanteil zu erobern wenn bisherige Fahrzeuge ohne wesentliche Einbussen an Komfort, Geschwindigkeit und Reichweite mit dem Elektroantrieb ausgerüstet werden.

Dreiradfahrzeuge und ander Exoten werden sich eher in bestimmten Nischen etablieren. Dort werden sie hauptsächlich Spassfahrzeuge sein die als 3. oder 4. Fahrzeuge hauptsächlich in der Freizeit genutzt werden.

Gruß,
Emil
 
G

Georg Schütz

Guest
#7
Da nahezu jeder Erwachsene oder zumindest jede Gütergemeinschaft in D ein Verbrennungsfahrzeug zu seinem Besitz zählt (das ist nicht einmal bei den meisten E-Mobilisten anders), werden sich Konzepte mit Elektro-Kleinstfahrzeugen mit 30km/h kaum durchsetzen lassen. Es ist viel bequemer sich ins Auto zu setzen. An die Umweltfolgen des jetzigen Konsums zu appelieren, mag bei wenigen zum Umdenken führen - aber nach 30 Jahren der Energie-Umweltdiskussion hat die durchschnittliche Verbrennungsmotorisierung immer mehr zu genommen, so dass ein Bewusstseinswandel nicht realistisch erscheint.
Wirksamer sind in unseren Zeiten ökonomische Zwänge. Wenn das frei verfügbare Einkommen immer weniger wird und ein ökologisch betriebenes Fahrzeug wirtschaftlicher ist, kann ein Durchbruch erfolgen.
Ebenso wichtig wie neue Konzepte, wäre die Marktreife einer wirklich zuverlässigen unkomplizierten Batterie, die man einfach laden und sogar irgendwo kaufen kann. Dann hätte man die Möglichkeit, Leicht-Elektromobile zu bauen, die zuverlässiger und unkomplizierter als Benziner sind und im Betrieb günstiger. Mit Kunststoffkarosserie wie im El (bietet sich bei einem Leichtfahrzeug ohnehin an) wäre solche Mobile nahezu "unkaputtbar". Dann könnte man auf höhere Stückzahlen und bezahlbare Preise kommen.
Solange man an den Kisten aber schrauben muss und einen gehörigen technischen Sachverstand haben muss, wird sich an der jetzigen Situation nicht viel ändern.
 
19.01.2004
186
9
Krefeld
#8
Das Elektroauto lebt von seinem geringen Verbrauch, in erster Linie durch die geringe Geschwindigkeit. Da heute in größeren Städten die Durchschnittsgeschwindigkeit kaum 20 km/h übersteigt. halte ich ein komfortables, langsames Kleingefährt durchaus für akzeptabel, wenn man bedenkt, dass Parkplatzsorgen und Staus mit einem Male beseitigt wären. Pedalgepowerte Fahräder und Rikschas sind regelrechte Verkehrshindernisse, haben aber trotzdem eine Chance.. Eine Elektromotorisierung würde zumindest zu einer starken Beschleunigung führen. 30 km/h wären mit Sicherheit ausreichend, bei 20 km/h hätte man den Vorteil, auch offen fahren zu können und würde die Unfallgefahr stark reduzieren.
Draußen, vor der Stadt, parkt dann die Benzinschleuder oder, man fährt mit dem Vehikel direkt auf die Ringbahnen, die mit Selbstfahrlafetten den Nahverkehr zwischen den Städten erschließen und die Verbindung zu den Fernmagnetbahnzughaltepunkten , nun auf dem Lande, herstellen.
Endlich ist die Fahrt mit den ausgelasteten Zügen, incl. Gefährt, dann deutlich billiger, als mit der Benzinschleuder. Ich denke, das Beispiel würde so schnell Schule machen, dass niemand mehr unseren Wildapfelbaumblütentraumstinkern mehr mit seiner Nase würdigt. Selbst Haschisch stinkt angenehmer als diese unbequemen Duftbeutel von Audi.
Wer ohne das prickelnde Pferdestärkengefühl nicht leben kann, der nimmt gleich die Rakete, nachdem die Firma N-gine in Deggendorf unter der Leitung von Guy Negres erfahrenen Beratern Flüssigsauerstoff nun mit einem Energieaufwand von nur noch 0,2 KWh statt knapp 1 KWh herzustellen weiß.
Raketenmotoren haben einen Wirkungsgrad von rund 70% und erlauben den kreuzungslosen Verkehr ohne Ampeln. Stattdessen leuchten auf der Fahrt zum Mond nur die Sterne.
 

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