Elektro Pinzgauer

E-Pinzgauer

Neues Mitglied
30.09.2021
3
Hallo zusammen

Mein Name ist Cornelia und ich habe ein spezielles Problem-, bzw. Anliegen.
Vor ca. 1.5 Jahr haben wir begonnen einen alten Pinzgauer in einen Elektropinzgauer umzubauen. Die Komponenten haben wir, bis auf ein paar Kleinigkeiten, bereits alle gekauft.

Der Pinzgauer wurde entrostet und neu lackiert und einzelne Teile, die nicht mehr schön waren, ersetzt.
Aus persönlichen Gründen konnte dieses Projekt aber nicht fertig gestellt werden und nun sind wir auf der Suche nach jemandem, der genau so etwas sucht.
Wir wären froh wenn wir die Masterialkosten decken könnten, die 'zig Arbeitsstunden gehen auf unsere Rechnung.

Vielleicht ist einer von euch ein Fan von alten Militärfahrzeugen und würde das Projekt vollenden wollen oder kennt vielleicht jemanden, der jemand kennt... oder so ;o)

Es würde mich sehr freuen wenn ihr mich hierbei unterstützen könntet

Herzlichen Dank schon mal vorweg.

Liebe Grüsse
Cornelia
 

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weiss

Administrator
15.01.2004
2.164
hallo cornelia :cool:
da ich das tier live schon gefahren bin...ist aber über 40 jahre her.
das grüne schaut nach dem e-motor aus. der sitzt zwischen dem fahrer- und beifahrersitz.
für was sind da auch boxen rund um den motor und dem getriebe?
oder was ist aus dem getriebe geworden? ist das auch weg? die position passt mir nicht ganz. da von vorne nach hinten gesehen kommt zuerst kühler, der motor und dann das getriebe. nur das getriebe müsste weiter vorne sein.
wohin habt ihr die boxen, vermutlich batterienboxen, vor zu montieren? die sind mir etwas breit für eine aussenmontage am unterboden.
gibt es pläne zu dem umbau?
aus welcher gegend bist du?
nach dem was an bildern zu sehen ist, auf jedenfall OHNE akkuzellen

ist der aufbau noch komplett vorhanden wie WSS, amaturenbrett, türen, 2x überrollbügel, sitzbänke und planenverdeck?

ich weiß, sind etwas sehr viel fragen die ich da gestellt habe
aber ohne dem wissen wird sich keiner dafür interessieren.

euer werner ad
 
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Wertungen: Kamikaze

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.775
Cool der Pinzi!

Werner Weiss !
Du bist vielleicht mit dem späteren Wassergekühlen Modell mit dem VW Motor gefahren. Dieser Luftgekühlte hatte keinen Kühler.
Beim Originalpinzgauer sitzt ja die Kurbelwelle exzentrisch auf der rechten Fahrzeugseite beim Beifahrersitz und die Kraft wird über eine Gelenkwelle auf das bei der HINTERACHSE sitzende Getriebe gebracht. (Transaxle)
Durch diese Gelenkwelle ist man bei der Wahl der Einbaustelle für den E Motor etwas flexibel . Ist ev. deshalb mittig eingebaut ?
Spannend welcher Motor verwendet wird und wo die Akkuboxen geplant sind. Durch Ledwinkas Zentralrohrrahmen ist man ja auch beim Aufbau etwas flexibel .Die Motorsteuerung scheint ja schon drin zu sein.

Wenn man das Allradkonzept mit der Geländegängigkeit beibehalten will muß der E Motor halt eine Unzahl von Zahnrädchen (auch in den Portalachsen) und Lagern mitschleppen was ordentlich an der Leistung u Reichweite knabbern kann.
 
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Wertungen: E-Pinzgauer

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.775
Der E Pinzgauer bringt mich dazu noch unbedingt etwas über die österreichische Geschichte der KFZ Konstruktionen loszuwerden:

Die Pionierleistungen der KFZ Entwicklung spielten sich nicht nur in Deutschland und Frankreich ab , auch im österreichischen Kaiserreich waren bald bedeutende Konstrukteure tätig . Diese Tatsache ist auch bei geschichtlich Interessierten oft vergessen.

Da sind vor allem zu nennen:Ferdinand Porsche bei Autro Daimler in Wiener Neustadt ( der im positiven und auch im negativen oft der deutschen Geschichte zugeordnet wird)

und Hans Ledwinka aus Klosterneuburg bei der Nesselsdorfer Wagenfabrik


Hans Ledwinka war in Nesselsdorf schon an der Konstruktion des Motorwagens Präsident https://de.wikipedia.org/wiki/Nesselsdorfer_Wagenbau-Fabriks-Gesellschaft#/media/Datei beteiligt ,entwickelte dann sein über Jahrzehtne bewährtes Konzept des Zentralrohrrahmens mit Pendelachsen und einem luftgekühlten Motor mit vielfältigsten Anwendungen
schon unter der Markenbezeichnung Tatra . Nesselsdorf nun zur Tschechoslowakei gehörend hieß nun Koprivnice.​


Nach dem Überfall Hitlers auf die Tschechoslowakei wurde von den Deutschen das Tatra PKW Programm zusammengestutzt , der Patentstreit mit Volkswagen verboten und die Militärfahrzeugproduktion forciert. Dem Sohn Erich Ledwinka ( Schon in Nesselsdorf geboren ) gelang dann in den 40er Jahren der Große Wurf mit dem genialen unverwüstlichen Tatra 111 LKW: 6x6 Antrieb, Zentralrohr, gelenklose Pendelachsen u luftgekühltem V 12 Zyl Diesel. Es wurden auch wie man am Tatra phönix Video sieht die rechten Achsen weiter vorne als die linken eingebaut damit man nicht wie vorher 2 verschiedene Tellerräder produzieren musste sondern mit einem auskam . Als sich dann die rote Armee näherte, floh Erich Ledwinka mit Familie und die Fabriksbesitzer Ringhoffer in die US Zone . Hans Ledwinka blieb aber in seinen geliebten Tatra Werken und wollte die Russen davon überzeugen diese nicht zu demontieren.

Hans Ledwinka wurde in der neu gegründeten Tschechoslowakei festgenommen , angeklagt dem Land wegen allzu reibungsloser Lieferung der Tatras an die Wehrmacht geschadet zu haben, aber freigesprochen. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten aber erneut angeklagt und 6 Jahre inhaftiert . Während der Haft erhielten die neuen Tatra Konstrukteure Besuchserlaubnis und konnten ihn um Tips fragen.

Die Kommunisten bauten den Tatra 111 dann unverändert bis in die 60er Jahre und er hatte einen Riesenanteil an den Transportaufgaben der Großbaustellen der Nachkriegszeit. Dieses Reklamevideo brachten die Kommunisten heraus während Hans Ledwinka im Gefängnis war :

In den Jahren des Warschauer Pakts waren die modifizierten Nachfolger des 111er nicht aus dem Straßenbild wegzudenken und die Kollegen aus der DDR werden sich sicher an die geländegängigen Tatra Zugmaschinen der NVA erinnern, die immer noch nach dem Konzept von Ledwinkas 111er gebaut wurden. Auch jetzt noch werden in der ehemaligen Nesselsdorfer Wagenfabrik geländegängige Nutzfahrzeuge nach dem Bauschema von Hans Ledwinka hergestellt .
,

Hans Ledwinka wurde nach seinem Tod auch von den Tschechen rehabilitiert und es ist im heutigen Koprivnice dem ehemalige Nesselsdorf sogar einen kleine Straße nach ihm benannt worden .2020 also 72 Jahr nach seiner Verhaftung hat die Stadt Koprvnice die als einzige Stadt Europas ein Auto im Wappen führt, Hans Ledwinka zum Ehrenbürger ernannt https://www.meinbezirk.at/steyr-steyr-land/c-leute/hans-ledwinka-ist-ehrenbuerger-von-nesselsdorf_a3601845

Der Sohn Erich hat dann in den 60er und 70er Jahren bei den österreichischen Steyr Puch Werken das Puch Auto, den Hafliger und eben den Pinzgauer nach den Konstruktionsprinzipien seines Vaters bzw seines eigenen 111ers gezeichnet . Den Pinzgauer sogar mit der gelenklosen Pendelachse der Tatras mit den 2 Tellerrädern.
 
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weiss

Administrator
15.01.2004
2.164
hallo christian :cool:
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Werner Weiss !
Du bist vielleicht mit dem späteren Wassergekühlen Modell mit dem VW Motor gefahren. Dieser Luftgekühlte hatte keinen Kühler.
...
da ich 1979 im heer war habe ich in der tat nur den luftgekühlten gekannt bzw. gefahren.

ja, der motor war leicht seitlich geneigt eingebaut und hat wirklich wegen dem zentralrohrramen in der mitte keinen platz für die kardanwelle.

Wenn man das Allradkonzept mit der Geländegängigkeit beibehalten will muß der E Motor halt eine Unzahl von Zahnrädchen (auch in den Portalachsen) und Lagern mitschleppen was ordentlich an der Leistung u Reichweite knabbern kann.
thja, wirtschaflich darf man das nie rechnen!
den selbst als damaliger benziner 4x4 soff die kiste schon ordentlich und so wird es auch beim e-antrieb sein.

spass hatte ich immer nur im gelänge obwohl ich nie an die grenze gehen durfte.
genau so viel spass hatte ich mitdem kleinen bruder haflinger im gelände rum zu fahren. leider inzwischen unbezahlbare waren geworden.

euer werner ad
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.775
Ja der Pinzgauer war berühmt . Sogar in der Royal Army hatte er wegen seiner unübertroffenen Geländegängigkeit einen so guten Ruf dass man ihn nach dem Produktionsstop in Graz in Großbritannien weiterbaute.

Leider schlug der gute Ruf dann ins Gegenteil über da der Pinzgauer im Afghanistan krieg durch seinen gegen Minen völlig schutzlosen Unterboden zum Grab für viele englische Soldaten wurde. Da wollte ihn dann niemand mehr verwenden.
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.775
spass hatte ich immer nur im gelänge obwohl ich nie an die grenze gehen durfte.
genau so viel spass hatte ich mitdem kleinen bruder haflinger im gelände rum zu fahren. leider inzwischen unbezahlbare waren geworden.

In der Schweiz gibts zumindest einen E Haflinger
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.775
Und dazu noch ein Video über den Pinzelec !!

Das hätte Cornelia ja sofort als erstes als Reklame reinstellen sollen !
 

E-Pinzgauer

Neues Mitglied
30.09.2021
3
hallo cornelia :cool:
da ich das tier live schon gefahren bin...ist aber über 40 jahre her.
das grüne schaut nach dem e-motor aus. der sitzt zwischen dem fahrer- und beifahrersitz.
für was sind da auch boxen rund um den motor und dem getriebe?
oder was ist aus dem getriebe geworden? ist das auch weg? die position passt mir nicht ganz. da von vorne nach hinten gesehen kommt zuerst kühler, der motor und dann das getriebe. nur das getriebe müsste weiter vorne sein.
wohin habt ihr die boxen, vermutlich batterienboxen, vor zu montieren? die sind mir etwas breit für eine aussenmontage am unterboden.
gibt es pläne zu dem umbau?
aus welcher gegend bist du?
nach dem was an bildern zu sehen ist, auf jedenfall OHNE akkuzellen

ist der aufbau noch komplett vorhanden wie WSS, amaturenbrett, türen, 2x überrollbügel, sitzbänke und planenverdeck?

ich weiß, sind etwas sehr viel fragen die ich da gestellt habe
aber ohne dem wissen wird sich keiner dafür interessieren.

euer werner ad
 

E-Pinzgauer

Neues Mitglied
30.09.2021
3
hallo werner

herzlichen dank für eure kommentare, die mich sehr freuten :eek:) und sorry, dass ich mich erst jetzt zurück melde aber ich musste zuerst mit meinem mechaniker sprechen um deine fragen zu beantworten :)

  • die boxen um den motor und das getriebe rum sind für die akku-packs (ausziehbar) die boxen sind bewusst dort und gemacht, dass sie auch eher hohes wasser abhalten und dicht sind.
  • da der motor direkt am verteilergetriebe angeflancht ist, benötigt es kein getriebe. da der e-motor eine grosse drehzahlspanne hat, ist das getriebe hinfällig. das drehmoment ist ja konstant,, bei e-motoren!
  • die akku-packs sind sicher aufbewahrt, können aber jederzeit eingebaut werden!
  • der aufbau ist komplet vorhanden, so wie es du aufgeschrieben hast... alle komponeten sind da :)
wünsche euch einen tollen tag und falls ihr jemanden wisst der den pinz kaufen möchte, wäre es toll wenn ihr es mir melden könntet.

herzliche grüsse aus der schweiz

P.S.: das teil kann jederzeit besichtigt werden, hier bei uns :cool:
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
416
Der Werbefilm ist gar nicht mehr nötig, denn ich habe mit dem Harald gesprochen und der ist ein ausgesprochner Pinzgauer - Fan. Mangels Pinzgauer hat der bereits einen Unimog mit Portalachsen repariert und die Landwirtschaft in der Holsteinigen Schweiz damit auf Vorderfrau gebracht. Der kleine Pinzgauer hat auch Portalachsen und dazu noch je eine Zapfwelle für vorne und hinten, meint er. Ideal für die Landwirtschaft, vor allen, wenn alleine vom Solardach gespeist. Er meinte, auch eine Autobahnfahrt über 30km wäre kein Problem. Also, das wäre was für uns.
Zum Traktorrennen seid Ihr dann alle eingeladen. Schöne Schlaglöcher haben die da in Polen auf den Traktorstraßen! Wir Krefelder kennen so etwas nur von unseren Radwegen.
 

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