batterieheizung im cityel mit 48v mit heizfolie von Conrad?

S

stephan

Guest
hallo

da schreib ich mal wieder ein bericht !!und hoffe auf viel resonanz.
als erstes ich habe schon viel über eure heizfolien gelesen meint ihr diese von conrad ?HEIZFOLIE 320 X 137 MM
Artikel-Nr.: 532886 - WD
reicht das zum heizen oder wie ist es am besten, unter die batterie, an die seite, an beide seiten.
und dann an jede batterie eine heizmatte anschließen für jede heizmatte dann einen schalter und das war es.natürlich will ich die batterien noch dämmen mit pu schaum,da ich in einem dämmstoffhandel arbeite weiß ich das der am besten dämmt.oder werden die matten zu heiß für meine batterien.wie lange braucht die heizung überhaubt bis die batterien so auf 12 grad warm werden bei um die 0 grad außentemparatur.geht die batterie sehr schnell durch die heizung lehr oder ist das nur minimal und alle mal damit gutgemacht weil ich der batterie jetzt wesentlich mehr entnehmen kann.ich hatte mir das eigentlich so vorgestellt das ich die batterie heizung nur zum fahren an mache und beim laden.noch ne frage wenn ich jetzt meine batterien mit dem bestmöglichen gedämmt habe was es gibt,bekomme ich dann im sommer probleme mit zu heißen batterien.

Danke für eure antworten!!!!!!!!!!

mfg
stephan
 
K

Karl

Guest
Hallo Stephan!

Ich behaupte jetzt mal, daß Batterieheizung blödsinnig ist!
Gründe:
Die Lebensdauer der Batterien ist umgekehrt proportional zu Temperatur.

Heizung ist ohne Isolation sinnlos, dann steigt aber die Temperatur im Frühling bis Herbst noch mehr an.

Die Heizung kostet Geld, der Betrieb Strom um die Umwelt aufzuheizen!

Bei unter 10° minus mag die Heizung im Einzelfall Sinn machen , sonst nie!

sonnenelektrische Grüße

Karl
 
G

Georg Schütz

Guest
Der Sinn und Unsinn einer Batterieheizung lässt sich nicht am grünen Tisch entscheiden. So ist Jürgen Gaber mit konsequentem Einsatz einer Batterieheizung allein mit Starterbatterien nahezu 10000 km gefahren, mit Solarbatterien noch erheblich weiter (zugegebenermassen hat er neben einer konsequenten Batterieheizung auch noch sehr große Kapazitäten gefahren).
Über die Gründe kann man zwar nur spekulieren. Ich denke, dass hohe Ströme die Lebenserwartung einer Bleibatterie limitieren. Und höhe Ströme sind vor allem für eine kalte Batterie ein Problem, da die chemischen Prozesse, deren Geschwindigkeit im Grenzbereich über die stark temperaturabhängige Diffusion geregelt werden, nicht mehr den Anforderungen hinterher kommen. Hier kann eine Batterieheizung auf jeden Fall helfen.
Dieses chemische Geschehen hat seinen Ausdruck im physikalischen Verhalten: die Temperatur hat starken Einfluss auf den Innenwiderstand. Ist dieser im Verhältnis zum Motor hoch, bleibt ein großer Teil der Energie in der Batterie, diese wärmt sich dann auf - auch nicht gerade umweltschonend. Der Wirkungsgrad - also das Verhältnis zwischen der Energie, die man in die Batterie hereinsteckt, im Vergleich zu dem, was man herausbekommt, - steigt mit der Temperatur. Es lohnt sich bei tiefen Temperaturen auch energetisch, die Batterien zu beheizen - natürlich unter der Voraussetzung, dass die Batterie gut isoliert ist und sich die Wärmeverluste in Grenzen halten.
Im allgemeinen sind sämtliche Batterietypen auf Raumtemperatur optimiert. NiCd hat allerdings eine hohe Toleranz nach unten hin. Zu hohe Temperaturen sind in der Tat schädlich, die Seperatoren leiden, Elektrolyt verdampft und die Alterungsprozesse beschleunigen sich. Gute Ladegeräte regeln bei hohen Temperaturen einfach ab, um Batterieschädigungen vorzubeugen.
 

Karsten-

Mitglied
12.12.2004
91
Beispiel aus der Praxis gefällig ?

Basisdaten: Gelakkus 36V, z.Z. 2600 km und Kapazität wie neu, Froniuslader, Teilisoliert, Heizfolien von 15W jeweils unterm Akku mit Aluplatte, Betrieb über elektronischen Halogentrafo beim Laden und im Stand - nach (Reichweiten-)Bedarf, leicht hügeliges Gelände

3°C - Akkutemperatur - 15 km Reichweite

13°C - Akkutemperatur - 35 km Reichweite

23°C - Akkutemperatur - 50 km Reichweite

mit Reichweite ist der Punkt gemeint, an dem ich bei Steigungen unter 33,5 V komme.

Ich behaupte, meine Heizung erhöht die Lebensdauer der Akkus extrem, da ich sonst ja ständig in die Tiefentladung fahren würde und die Akkus dann nach 2600 km bestimmt schon im Eimer wären.

 
K

Karl

Guest
Hallo Karsten,

das ist ein gutes Argument!:spos:
Wenn man durch die Heizung Tiefentladungen vermeiden kann, dann macht es sicher Sinn!
Dann rechnet sich auch der zusätliche Energieverbrauch, die paar kWh sind sicher ökologisch günstiger als ein neuer Satz Akkus.

sonnenelektrische Grüße

Karl
 
G

Georg Schütz

Guest
Um noch einmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen: das Beispiel von Karsten zeigt die starke Kapazitätsabhängigkeit der Batterie bezüglich der Temperatur. Daher muss man unbedingt auf eine gleichmäßige Beheizung der Batterie achten: sonst stirbt die kälteste Zelle zuerst ... und wenig später dann der ganze Block.
Bei Conrad gibt es übrigens auch einen mechanischen Thermoschalter mit Messkabel, damit kann man die Regelung automatisieren.
 
B

Bernd

Guest
Hallo,
ich habe mir dieselbigen letzten Winter unter die Batterien geklebt - ohne Isolierung (kein Platz), ohne Regelung (keine Ahnung) - einfach in Reihe verbunden. Über eine Zeitschaltuhr beginnt ein stationärer 36V Trafo die Batterien 2-3 Stunden vor einer Fahrt aufzuwärmen. Auf der Rückfahrt sind die Batterien dann zwar kalt, aber trotzdem hatte ich insgesamt eine ca 10-15 km grössere Reichweite. Das ganze praktizierte ich nur an wirklich kalten Tagen und das waren letzten Winter vielleicht 10 Fahrten.
Es kommt halt auch auf deine Fahrroutine an.

Die Sicherheit, die gesamte Strecke hin und wieder zurückzukommen waren mir die ca. 3kWh wert, die das Heizen wohl verbraucht hat.

gruss
bernd
 

Peter Pott

Mitglied
04.04.2006
55
Hallo Karl,

ich glaube (auch) nicht, dass eine Batterie-Heizung per se schlecht ist. Ich hab zwar keine in meinem EVT, aber ich bemerke eine beeindruckende Reichweitenzunahme (fast 100%) im Frühjahr und besonders, wenn ich ihn frisch geladen, also mit noch warmen Batterien fahre. Das macht wirklich bemerkbar (+50%). Ich habe auch schon drüber nachgedacht, den Akkus ein paar Heizfolien zu spendieren, oder sie wenigstens zu isolieren. Leider ist im EVT nur sehr wenig Platz für solche Experimente.
Ich lade das Teil übrigens seit ein paar Wochen mit einer Schaltuhr gesteuert so, dass ich morgens immer mit noch warmen Batterien losfahre. Besser ist das.

Grüße

Peter
 

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