Asiatischer Fahrzeughersteller Chery möchte E-Autos in Deutschland anbieten und herstellen

Die Beliebtheit von SUV steigt an - das erkennt indes auch der Fahrzeughersteller Chery aus China und versucht nun, sich in Deutschland zu etablieren. Laut verschiedenen Medienberichten ist neben Elektroauto-Verkauf auch die Produktion von BEV in Deutschland vorgesehen. Als Standort steht derzeit Frankfurt im Raum.

Verkauf für 2020 geplant

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass schon ab 2020, laut Chef des Unternehmens Chery Chen Anning, der Kompakt-SUV "Exeed" in Europa zum Verkauf angeboten werden soll. Kaufpreis: Ungefähr 30.000 €. Das BEV soll in Showrooms, bei Vertragshändlern und über das Internet erhältlich sein.

Offenbar ist Deutschland für Asien sehr interessant. Hier soll das Fachwissen vermittelt und gleichwohl den Automobilherstellern BMW, Daimler und Co. die Stirn geboten werden.

Noch im Laufe dieses Jahres soll der Bau eines speziellen Entwicklungszentrums in oder um Frankfurt bekanntgegeben werden. Hier sollen mehrere Hundert Fachmitarbeiter aus der deutschen Autoindustrie eingestellt werden.

Ein Unternehmen mit Biss

Chery ist wohl einer der ehrgeizigsten Hersteller in China. Seit Jahren gilt das Unternehmen als führend im Bereich Export. Der Absatz der Chery Group lag im Jahr 2016 bei 700.000 Modellen. Davon gingen 100.000 Autos ins Ausland.

Allein vier Werke kann das Unternehmen in China verzeichnen. Dort werden pro Jahr mehr als eine Million Autos und ca. eine Million Motoren sowie 600.000 Getriebe produziert. Nun möchte das Unternehmen seine Wurzeln in Europa schlagen. Dass das Vorhaben im Ausland gelingt, zeigen folgende Zahlen: Außerhalb von China hat Chery zehn weitere Produktionen sowie ein Werkstatt- und Vertriebsnetz mit ca. 1.200 Anlaufstellen.



Bildquelle: Thomas Geiger /dpa-tmn
 

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