1967 (!!!!) wurde Elektroauto mit 241 km Reichweite und Lithium-Batterie gebaut!


Matthias Köchl

Neues Mitglied
23.04.2006
8
Habe mir über ebay aus Australien das interessante Buch "the Complete Book pf Electric Vehicles" gekauft. Das Buch stammt aus dem Jahre 1979 und bietet einen interessanten Überblick über die Geschichte der Emobile.

Besonders bemerkenswert war in meinen Augen das "Amitron" Elektroauto der Firma "American Motors Corporation", Entwicklung Ende der 60iger Jahre!! Also vor 40 Jahren wurde ein Auto gebaut mit 3 Sitzplätzen, einer Gulton lithium Batterie mit331 Wh Energie pro kg. Zwei Lithium-Nickel-Fluoride Batterien wurden hier mit zwei NiCd-Akkus kombiniert, Insgesamt hatte die Batterien 91kg und das Fahrzeug eine Reichweite von 241 km !!!! pro Ladung mit 80km/h Höchstgeschwindigkeit.

Wieder mal stellt sich die Frage: Er hat die letzten 40 Jahre geschlafen???
Kennt Jemand diese "Gulton" Lithium Batterie ?

Foto des Amitron unter: http://pboursin.club.fr/gifmcar/amitron.jpg


siehe auch: http://www.justcars.ca/classic_cars.html
oder http://en.wikipedia.org/wiki/Amitron

Amitron
The Amitron was an American experimental car built in 1967 by American Motors and Gulton Industries. The three-passenger car was powered by two lithium-nickel fluoride bateries, which were capable of powering the car for 150 miles when travelling at 50 mph. The Energy Regeneration Brake system would automatically switch the motors to generators so that the batteries could recharge; this would increase the range of the car.

Hersteller war die American Motors Corporation
...
AMC beschäftigte sich mit Elektroautos in den 1970er Jahren. So wurde ein konzeptioneller Minivan in Zusammenarbeit mit der Electric Fuel Propulsion als Umbau eines Hornet (Electrosport) vorgestellt und in Zusammenarbeit mit Gould wurden Jeeps mit elektrischem Antrieb ausgestattet (DJ5E), vornehmlich für das U.S. Post Office. Der Amitron wurde in Kooperation mit Gulton Industries 1968 gebaut. AMC wurde von der Chrysler Corporation in den 1980ern übernommen.
....


mfG
Matthias Köchl
www.elektromobil.com
 
K

Karl

Guest
Hallo Matthias,
wenn Du mal in Prag bist, dort kannst Du ein Buch ansehen:
http://www.stk.cz/cgi-bin/dflex/ENG/STK/COPY-LIST/464935

sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.249
91365 Reifenberg
Hallo Matthias,
gratuliere zu den interessanten links. Da bist Du ja auf eine Art Goldader gestossen, was die Geschichte der E-Autos und Hybridautos in Amerika angeht.
Als ich dann ohne Schreibfehler nach "gulton industries" ge-googelt habe, kam der "Godfather of the Hybrids" zum Vorschein:

http://pr.caltech.edu/periodicals/EandS/articles/LXVII3/wouk.html

Endlich habe ich mehr über die Geschichte von Caltech und den "frühen Hybriden" gelernt. Sehr interessant die lange Diskussion über Batterien und Batterien und Batterien. Englisch muss man halt können, dann kann man das lange Interview genießen.

Hier ein kurzer Text aus der Einleitung zum Interview:
Wouk sold his first company, Beta Electric, in 1956 and formed a new one, Electronic Energy Conversion Corporation, in 1960 to make smaller, higher-efficiency AC-to-DC converters. In 1962 this company came to the attention of Russell Feldmann, president of the National Union Electric Company and one of the founders of Motorola, who had bought a fleet of 30 Renault Dauphines in which he installed batteries and electric motors. But he had trouble with the speed control, and thought perhaps Wouk’s efficient DC power supply would solve his problem. Wouk inspected and drove Feldmann’s cars and told him basically that “the problem wasn’t the energy wasted in the speed control; it was just that the batteries didn’t have enough energy to take the car far or fast.” Feldmann dropped his project, but Wouk kept going. He contacted Caltech president Lee DuBridge, who convened an informal seminar of physicists and chemical and electrical engineers to explore the question of building better batteries, coming to the conclusion that there were still many problems to be solved before that could be done. But after Caltech’s Arie Haagen-Smit showed that Los Angeles smog was due mainly to gasoline exhaust, Wouk thought electric cars might still have a future.

und hier ein 1972er Hybrid:
<img src=http://pr.caltech.edu/periodicals/EandS/photos/LXVII3/skylark-orig.jpg>

Gruss, Roland, bsm
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
Hallo Roland

Höllisch aufpassen beim geniesen, im Batterieforum hat mal einer gewarnt vor Übersetzungen.

"Ich hatte schon mal erwähnt, dass man bei dem Wort "batteries" höllisch aufpassen muss. So werden leider auch die Nicht-Wieder-Aufladbaren bezeichnet."

Quelle http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=6184&t=6182&v=t

Hübsch find ich noch denn http://www.livejournal.com/community/concept_cars/514.html#cutid1

Bei den VWbus währe die Ladezeit im bezug zur Fahrzeit intressant.
Aber ich denke, mehr hast Du momentan auch nicht, oder doch und es schlummert in Deinen Speichern?

Grüße aus den Bergen Manfred
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.249
91365 Reifenberg
Hallo Matthias,
dieser Amitron aus den USA erinnert mich irgendwie an das (jedenfalls mir noch) bekannte Pöhlmann Elektroauto aus Kulmbach, 1982 mit Unterstützung der RWE gebaut.
Ich habe ihn noch selbst gesehen, er war auf einem der damaligen Flugplatzrennen in Emmen in der Nähe von Luzern mit gefahren (ich fuhr damals auch mit, und zwar mit dem "ersten deutschen zugelassenem Solarmobil" des Solarmobil Vereins Erlangen, einem kleinen Dreirad Vespa Piaggo).

Andere Kollegen aus dem Erlanger Verein hatten ihn sogar mal für eine Ausstellung in Erlangen ausgeliehen. Wo er heute geblieben ist, weiss ich nicht mehr.

<b>Leider findet sich wenig mehr als ein Bild im Internet:</b>

<img src=http://www.rwe.com/generator.aspx/property=BlowupData/id=137408.jpg>

Gruss, Roland, bsm
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
Beim nachlesen der Links aus der Geschichte kommen Zahlen vor die müden Augen man glaubt fast zu träumen.

http://www.electricauto.com/prev_mod_04.html

oder doch nur ne verkappte Brennstoffzelle?

Na egal zu kaufen bei Lidel wärs eh nicht Manfred
 

Matthias Bähr

Neues Mitglied
03.04.2006
38
Hallo Roland,

ich bin auch begeistert von der Pöhlmann Entwicklung (und zu welcher Zeit !).

Einer steht im Deutschen Museum in München. Die bauen gerade um. Ich weiss nicht ob er schon wieder zu sehen ist.

Viele Grüße

Matthias
 
M

Michael H

Guest
Hallo zusammen,
einen solchen Pölmann habe ich letzt bei einem E-Mobiltreffen gesehen. Er steht in einem Museum in der nähe vom Hockenheim.
Es ist ein sehr intressantes Museum zum Thema Auto mit einer eigenen Abteilung über E- Autos.
Link: http://www.autovision-tradition.de/autovision/navigator.php?seite=autovision&sprache=de

Gruß
Michael H.
aus Durmersheim
bei Karlsruhe
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
Hallo Bernd

Das ist in der Vergangenheit als Zukunft beschrieben worden.
Also ist diese Zukunft jetzt Gegenwart.

So wie es so um 1980 gar nicht verwunderlich war, sich mit ohne Öl auseinander
zusetzen weil die Vergangenheit ohne Öl noch sehr gegenwärtig war.
(Staufreie Sonntage :cool:)

So ist die gegenwärtige Frage eigentlich eine vergange Frage, die weil die, die Zukunft in der Vergangenheit verschlafen haben, immer noch gegenwärtig ist.
Zu hoffen ist nur das wir gegenwärtig die Zukunft, mit schwelgen aus der Vergangenheit, nicht verschlafen.:rp:

Grüße in die Zukunft (Du liest sie ja erst) die ich in der Vergangenheit (mach derzeit schon was anderes) geschrieben hab

p.s. Für , an der richtigen Stelle, jetzt und zukünftig keine Haftung
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Worauf ich gleich folgenden link auf der museumsseite heraustellen möchte:
http://www.autovision-tradition.de/autovision/pdf/de/hybrid.pdf
Das ist natürlich dann eine tolle Lösung:
normales Auto mit Frontantrieb und schwachem Verbrenner/Generatormotor und an der Hinterachse ein zweiter Elektroantrieb. Wozu dann noch einen Prius?
Bei nächster Gelegenheit besuche ich das Museum.
 

Groß Jürgen

Neues Mitglied
09.07.2006
1
Hallo Gemeinde,

es muß doch damals die Batterietechnologie einen hohen Stand gehabt haben. Wie hätten die sonst die ganze Raumfahrt bewerkstelligen können? Die haben doch die Energieversorgung aus Batts bekommen. Oder täusche ich mich da?

Raumelektrische grüße aus Regensburg

Groß Jürgen
 

Bee

Mitglied
02.04.2006
73
Hallo,

Stromquellen für die Raumfahrt waren z.B. bei der Apollo-Mission:

- Brennstoffzellen (insbesondere auch für Wärme-, Wasser- und Sauerstoffversorgung)
- Silver-Zink Batterien als Puffer, ca. 20 mal ladbar; außer bei der Mondlandefähre nur Batterien etw. 1800 Ah bei 30 Volt
- Plutonium"batterien" für Langzeitexperimente auf dem Mond

Grüße
Bee
 
T

Tobias

Guest
Ich habe sogar noch einen Prospekt vom Pöhlmann (naja, eher ein Flyer). Den kann ich bei Interesse einscannen.
Ich bin der Meinung, daß die RWE noch einen Pöhlmann besitzen. Jedenfalls hatten die bei irgendeiner Messe damit geworben.

Tobias
 

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