12V Batterie Optimierung: Tausch -> GEL? Solarunterstützung ? Wärmedämmung?


#1
Hallo zusammen,

nachdem in meinem 106er die 12V Batterie doch anfängt zu schwächeln, hab ich mir Gedanken gemacht, ob ich das nicht eleganter lösen kann auf Dauer als einfach immer wieder eine neue zu kaufen (Regenrierversuche laufen, noch nicht abgeschlossen)...

Welche Ladespannung bzw. Ladekurve macht denn der interne DC/DC Wandler? Und wann genau lädt dieser denn? Im Fahrbetrieb auf jeden Fall - beim Laden auch - aber auch beim "Rumstehen", wenn er merkt, dass die Batterie schwächelt? Ab wieviel Volt greift er ein, mit wie viel Ampere lädt er und wo ist Ladeschlusspannung, etc...

Denn ich überlege, ob ich nicht eine GEL Batterie einbaue. Die könnte vermuitlich kleiner ausfallen (Starten muss da ja nix), da sie zyklenfester ist, entlädt sich weniger, nimmt "nicht dauernd 100% voll" nich so krum... AGM bräuchte deutlich höhere Ladeentspannung, fällt wahrscheinlich flach (wäre aber günstiger)..

Andere Überlegung:

Ich habe ein 08/15 Billig Solarpanel (18V, 1.5A) mit einem Zigarettenaschlussadapter - wird so verkauft... Erscheint mir aber zu unausgegoren, ob da überhaupt SperrDioden drin sind? Zur Sicherheit noch einen simplen PWM Laderegler für Bleiakkus für zehn Euro beim Chinaimporteur geholt... Den muss ich noch testen, ob der wirklich was kann... Ladekurve kann ich einstellen, Spannungen auch, Zigiadapter gebastelt - mal schauen...

Hat so was jemand schon mal ausprobiert? Macht das Sinn? So könnte man im Winter die Batterie auf Spannung halten (denn kaputt gehen tut sie, wenn sie nicht ganz voll ist)..

Oder würde einfach eine Wärmedämmung der batterie schon was bringen? Die idee hab ich aus meinem Diesel Caddy...

Danke schon mal für Euren Input :)
 

Martin Heinrich

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21.08.2008
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#2
Hallo Reiner,

die 12 V Bleibatterie wird, wie du schon geschrieben hast während der Fahrt und auch beim Laden der Fahrbatterie geladen.
Die SAGEMbox überwacht im Standby die Spannung der Bordbatterie, fällt sie zu weit ab setzt sich der DCDC Wandler selbstständig in Gang und lädt nach - das ganze natürlich bei grottigem Wirkungsgrad. Es läuft dabei auch die Zirkulationspumpe.
Typischer Fall für schlechte Batterie: man kommt zum Auto und es summt - oder der Nachbar kommt und sagt "dein Auto macht Geräusche"!

An meinem AX hatte ich damals dafür ein kleines Panel mehr als Gag dazu gebaut (war irgendwo übrig).
Die Kiste wurde bei mir daheim überwiegend mit dem Heck Richtung Süden geparkt, richtig Ertrag bringt das da hinter der heißen Heckscheibe auch nicht aber darauf angesprochen hab ich immer geschworen dass ich mit der Energie fahre :)


12v-solar-jpg.3093



Angeschlossen hab ich es direkt über eine Diode am Dauerplus von der Kofferraumbeleuchtung damit es sich nicht noch durch Übergangswiderstände vom Zigi-Anzünder qäulen oder sich gar noch gegen Konkurenten die auch dort eingesteckt werden wollen wehren muss.

Gruß
Martin
 

Martin Heinrich

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#3
So, noch zu der Frage bzgl. Kennlinie DCDC, das Ding macht einfach ca. 13,8 Volt wenn in Betrieb, damit überlädt man keine von den geschlossenen Batterien.
Hoffentlich strombegrenzt damit er nicht so schnell stirbt wenn die Bordbatterie abschmiert, kommen ja doch manchmal ordentliche Ströme zusammen.
Deswegen nicht zu klein wählen um das abzupuffern, ich hatte eine Panasonic in der Art reingebaut:

https://www.reichelt.de/blei-vlies-akku-12-v-28-ah-lc-p12v-28ap-p130539.html?&trstct=pos_5

Hat leider keine passenden Batteriepole dran gehabt, also hab ich die von der alten Batterie abgesägt, Gewinde unten reingebohrt und auf die Polgewinde aufgeschraubt:)


Gruß
Martin
 
#4
Hallo Martin,

vielen Dank für die prima Infos. Ich hab testweise auch mal beim Aufladen der NICD gemessen, wie weit die Starterbatterie hochgezogen wird. Mehr als 13,x Volt kamen da auch nicht raus, interessant war, dass die Anzeige per Chekelec nur sporadisch mit dem Multimeter direkt an der Batterie übereinstimmte. Eventuell ist der Mess-Shunt an einer Stelle, wo die 12V Verbraucher noch dazwischen hängen.
Aufgefallen ist mir, dass wenn man ALLE 12V Verbraucher anmacht (Lüftung, Lichter, Radio, Heckscheibenheizung...), dass die Spannung beim Laden der 12V Batterie deutlich runtersackt - stecke ich noch eine Sitzheizung an den Zigarettenanzünder komme ich laut Chekelec auf um die 10A und die Ladespannung sackt dann doch deutlich auf 12,5 Volt plus Minus 0,2V in der Chekelec Anzeige, an der Batterie direkt sinds grob 0,3 Volt mehr (ok, das Multimeter ist auch kein kalibriertes Superteil..).

Es kann natürlich sein, dass das mit der nicht mehr ganz frischen Starterbatterie zusammenhängt - ich habe jetzt mal eine 30Ah Gel batterie von Sonnenschein bestellt - ich werde testen :) (Gel, weil die ähnlichere Ladeendspannungen haben als AGM).

Falls es nicht an der Batterie liegt würde das im Umkehrschluss aber ja bedeuten, dass bei Nachtfahrten mit allen verbrauchern voll der DC/DC nicht mehr ausreicht, um die 12V Batterie wirklich knallvoll zu machen - Sollte sich das bestätigen wäre das eine Erklärung für die relativ kurze Lebensspanne der 12V Akkus und dann werde ich die Solarsache auf jeden Fall noch weiter verfolgen :)
 
#5
Kleiner Zwischenstand:

Die alte 12v Nassbatterie ist jetzt einer 12V 30Ah Sonnenschein GEL Batterie gewichen. Da diese eine ähnlichere Ladeendspannung wie die Nassbatterie hat (im Gegensatz zu einer AGM, die mit 13,8 volt nie so recht voll wird), habe ich die teurere GEL genommen..
Während der Akkuladung und beim Fahren zeigt Checelec auch schön 13,6 bis 13,8 Volt an, das Multimeter bestätigt das. Soweit, so gut.

Damit es dem Akku nicht zu kalt oder warm wird, habe ich eine kleine Scaumstoffumhausung aus LD29 Hartschaum gebastelt. Zunächst hatte ich Befürchtung, dass die nah anliegende Webasto den Schaum Schmelzen lässt, eine halbstunden fahrt mit Heizung voll Pulle hat aber keinerlei Schäden am Schaum hervorgerufen. Normalerweise bleibt der bis weit über 200 Grad auch intakt... (und wenn nich, schmiltzt er halt, dann muss ich noch mal ran..).

Seit einer Woche ist sie drin - klappt alles soweit - jetzt mal Langzeittesterei....