Öffentlichkeitsarbeit elektrische Mobilität

13.06.2006
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#1
Elektrische Mobilität benötigt eine gute Infrastruktur.

Steckdosen in Garagen, Einkaufszentren, Schulen.

Für Infrastruktur ist mal grundsätzlich die Politik zuständig.

Also habe ich mal ein paar Forderungen zusammengestellt

http://politik.pege.org/2006-elektrische-mobilitaet/

Und letzte Woche ein paar Stadtpolitiker in Salzburg zur Probefahrt geladen

http://politik.pege.org/2006-elektrische-mobilitaet/oeffentlichkeitsarbeit.htm

Wer würde gerne ähnliche Öffentlichkeitsarbeit in seiner Gegend durch führen?

 
J

Jürgen Werner

Guest
#2
Hallo Roland,
die Sender VOX (2004) und WDR(2005) haben meinen Saxo und mich ja auch schon im Fernsehen gezeigt.

Allgemein interessieren sich nur sehr Wenige für Elektroautos.
Vielleicht hassen sie sie, weil ihre eigenen Gewohnheiten (Versäumnisse, Lügengebäude, bzw. Verdrängungen) bei dieser Reflektion drohen zusammenzubrechen.
Der (Öl- u. Auto-) Industrie scheinen sie auch ein "Dorn im Auge zu sein".

Einige wenige fragen nach , die meisten von ihnen machen aber nichts nach.
Der Rest macht sowieso nichts.

Wir jedenfalls fahren weiter elektrisch (2 Saxos zuhause) und erzeugen PV-Strom.
Ich dränge mich nicht in die Öffentlichkeit.
Aber wer sich für diese traumhaft guten Prinzipien ernsthaft interessiert, dem werde ich sie gerne zeigen in unserer Region.

Gruß, Jürgen Werner
56112 Lahnstein
 
13.06.2006
269
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#3
Was immer wieder den Fans der elektrischen Mobilität schwer zu vermitteln ist.

Produkte die man an "normale" Menschen verkaufen kann und Produkte für Fans.

Vom Preis her kann man um 1800.-EUR den E-Max oder um 2300.-EUR den E-Max-S an jeden Jugendlichen verkaufen, der ein Moped braucht.

Kleinwagen mit hochoptimierten Dieselmotoren sind eine harte Konkurrenz.
Der 18 kWh/100km Peugeot 106 gegen das 3 Liter Auto Audi A2 oder VW Lupo.

Um mit den Augen "normaler" Menschen betrachtet aus dem Duell siegreich hervor zu gehen bedarf es noch einer Menge Verbesserungen in der Akkutechnik und Ölpreissteigerungen.

Aber der E-Max S muß nicht siegreich aus dem Vergleich mit einem 3 Liter Auto hervor gehen. Er muß nur das 4 Liter Moped erfolgreich schlagen. Dazu ist er heute schon in der Lage.

Mit verbesserten Akkus und höheren Ölpreisen wird es in immer mehr Fahrzeugklassen Elektrofahrzeuge geben, die erfolgreich gegen die fossile Konkurrenz bestehen können.

Heute ist dies in der Klasse der führerscheinfreien Mopeds der Fall.

http://politik.pege.org/2006-elektrische-mobilitaet/einstieg.htm

 
13.06.2006
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#4
Um mein letztes Posting noch näher zu erleutern.

Herbst 2003 bestellte ich mein neues Auto, einen Seat Alhambra.
Als er dann Februar 2004 da war, hatte ich eine heftige Diskussion mit einem Peugeot 106 Fahrer.

Ich bin berufsbedingt Vielfahrer. Damals so 40.000 km pro Jahr. Sonst seit 1991 ein größer Befürworter für erneuerbare Energie, schließlich Erfinder des ersten Plusenergiehauses in Österreich.

http://wohnen.pege.org/1992/

Also wenn schon ein Solarpioneer äußerst sauer auf die Belehrungen eines Peugeot 106 Fahrers reagiert, wie reagiert dann erst Otto Normalverbraucher von der Straße?

Von elektrischer Mobilität wurde ich erst mit dem Toyota Prius+ überzeugt. 50km elektrisch und dann ein ganz normales Auto.

Das heißt man muß bei allen Enthusiasmus für die elektrische Mobilität immer mal einen Realitätscheck machen.

Was sagt ein "normaler" Mensch zum gebotenen Preis/Leistungsverhältnis?
Was nützt es der Sache?
Ist es echte Promotion oder macht sich der Befürworter damit in den Augen der "normalen" Menschen nur lächerlich.

Beim Preis/Leistungsverhältnis eines E-Max S macht sich nur noch der Fan des Knatter Stink Mopeds lächerlich, dem doch offensichtlich nur der Spaß an Lärmbelästigung und Geruchsbelästigung an das 2 Takt Moped bindet.

 

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
1.834
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#5
Hallo Roland

Ich gebe Dir gröstenteils recht.
Ein Argument fehlt mir aber: "Unsere" heutigen Autos sind zu gross und zu schweer. Also meist 1-2 t für ca. 80% Fahrten unter 50 km bis 2 Personen wie Du ja auf Deine (?) Seite auch angibst. Für diese Grösse kann man kaum von Erdöl auf Bio umsteigen. Beim Verbrauch kleinerer Fahrzeuge aber sehr wohl. Dies muss den "normaler" Menschen klar werden. Siehe Umweltverschmutzng, Irak, China usw. Wenn das Umdenken nicht durch Denken kommt, dann durch steigende Preise usw..

Grüsse Sebastian

PS: Ich habe Deine Seite im Elwiki verlinkt:
http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=biokraftstoffe
http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=wasserstoff
http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id=biowasserstoff

Darf ich Texte von Dir übernehmen?
 
13.06.2006
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#6
Ein Argument fehlt mir aber: "Unsere" heutigen Autos sind zu gross und zu schweer
Deswegen begeistert mich ja der Loremo so.

Nachdem mir seit jahrzehnten jeder Autoverkäufer die Antwort schuldig blieb, wieso die Autos immer schwerer werden, endlich ein extrem leichtes Auto.

Die 20 PS Dieselversion soll 450kg wiegen.

Mit 60 kg Lithium Polymer, 4 Radnabenmotoren könnte eine elektrische Version vielleicht sogar leichter sein.

Durch die höhere Effizienz der Lithium Polymer Akkus dürfte der Verbrauch sogar niedriger als bei einem CityEl sein. Loremo gibt 4,2 kWh im NEFZ (Neuen europäischen Fahrzyklus) am Rad an. Mit der ganzen Wirkungsgradkette bis zur Steckdose könnten dies 6 kWh/100km sein.

Deswegen diskutiere ich seit Monaten im Loremo Forum

http://www.loremo.com/forum

Und habe einiges dazu geschrieben

http://auto.pege.org/2006-loremo/

Für diese Grösse kann man kaum von Erdöl auf Bio umsteigen. Beim Verbrauch kleinerer Fahrzeuge aber sehr wohl.
Jeder Mensch hat etwa 2 Fußballfelder Erdoberfläche. Da ist aber auch einiges an Wüste, Hochgebirge und Tundra dabei.

Die Effizienz der Biomasse ist da zu gering für Mobilität, auch in kleinen Fahrzeugen. Nehmen wir den Loremo, den ich als Ford-T des 21. Jahrhunderts bezeichne

http://auto.pege.org/2006-loremo/ford-t-21-jahrhundert.htm

1,5 Liter Diesel * 16000 km pro Jahr = 240 Liter.
2400 m² bei Pflanzenöl oder immer noch 600m² mit dem modernsten ganze Pflanze in Treibstoff verfahren.

Viel zu viel Fläche.

Aber 15000 km elektrisch mit 6 kWh/100km, in südlichen Ländern gerade mal 6m² Photovoltaik. Wenn dann 1000km pro Jahr ein Generator zur Reichweitenverlängerung läuft, kann sogar eine billige Version mit schlechten Wirkungsgrad die Bilanz nicht mehr versauen.

 
A

Adolf Höötmann

Guest
#7
Hallo zusammen,
unsere Mobilitäts-Lebenslüge wird gut kaschiert durch ein tolles Fahrgefühl, sagenhaft niedrige "Sprit"-Preise, absolute Alltagstauglichkeit und eine teilweise ökologische Erzeugung des Fahrstromes.
Gleichwohl müssen wir der ökonomisch einzig vernünftigen Verschrottung unseres Saxo ins Auge schauen, wenn nämlich der Akku, aus welchen Gründen auch immer, einen Schaden bekommt
(Keine Sorge, ich würds nie tun, aber vernünftig ist es nun wirklich nicht!!).
Die Akku Abschreibung ist nämlich der ökonomische Tod eines jeden reinen E-Autos und daran wird sich Fortu hin, Valence her so schnell nichts ändern.
Gibt es ökonomisch abgesicherte Hoffnung?
Für ein reines E-Auto imho nicht, wohl aber für einen "plug in" Hybriden. Und die liegt im Dual Use Betrieb beim Zusammenspiel mit regenerativen Stromerzeugern. Dort liegt ein ökonomisch abgesichertes Potential des E-Antriebes, das weder duch reine Verbrennungsmotoren geschweige denn durch reine E-Antriebe je erreicht wird!
Mein langfristiges Problem als Ökostromerzeuger ist die per langsamer Degression wegfallende oder uninteressant werdende Einspeisevergütung.
Will sagen, irgendwann werde ich mich als Windmüller oder PV-Betreiber als Anbieter auf einem freien Strommarkt behaupten müssen und das ist bitter, denn ich muss unter dem Damokles Schwert "Konventionalstrafe" eine zuverlässige Lieferung des Stromes garantieren.
Eine Lebensversicherung für plötzliche Flauten oder bedeckten Himmel sollte da schon sein, bei Wind zumindest so ab dem 4. Tag der Zukunftsprognose. PV ist noch dramatischer!
Mein erster Gedanke war dazu der genosschenschaftliche Betrieb eines Speicherseekraftwerkes. Nur sowas gibts eben nicht oft bei Ebay.
Wohl aber ginge der Speicherbetrieb mit einem Plugin Hybriden und das sähe so aus:
Der Ökostromversorger bietet dieStromlieferung zu einem attraktiven Preis gegen das Recht in Notfällen per Rundsteuerimpuls oder GSM den Akku des Hybriden ins Netz zu entladen. In großen Notfällen könnte dazu sogar der Verbrennungsmotor entsprechend gestartet werden und Strom liefern. Geht aber natürlich in beiden Fällen nur mit einem Hybriden.
Und das wäre Gegenstand einer interessanten Öffentlichkeitsarbeit.
Gruß A.H.
 
13.06.2006
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#8
Umwelt retten ist nur mit ökonomisch verkaufbaren Lösungen möglich.

Was nützt das beste über drüber super ultra Wunderfahrzeug, wenn es in der Herstellung so teuer ist, daß es keiner kaufen kann.

Die Ökonomie ist das Maß aller Dinge, das hören die meisten Umweltschützer nur sehr ungern, weil unsere derzeitige Ökonomie völlig falsch eingestellt ist.

Unsere derzeitige Ökonomie verteuert menschliche Arbeit extrem, damit möglichst viel Menschen arbeitslos sind.

Unsere derzeitige Ökonomie macht fossilen Treibstoff extrem billig, damit möglichst viel Umwelt zerstört wird.

Diese "Ökonomie" ist ein Zerrbild dessen was Ökonomie wirklich sein sollte.
Deswegen forder ich ja auch eine ökonomische Steuerreform

http://politik.pege.org/2005-oekonomische-steuerreform/

Aber noch weit grundlegender für all dies ist der philosophische Hintergrund.
Wie brauchen eine dauerhaufte Zivilisation, die möglichst wenig Platz benötigt und möglichst viel Natur erhällt.

http://politik.pege.org/philosophie/

Also nichts mit ein paar Millionen Quadratkilometer für Energie aus Biomasse, damit vereinbahr ist nur die Energie vom eigenen Hausdach, und mit der kommt eben nur zum größten Teil elektrische Mobilität klar.

 
M

Manfred

Guest
#9
Tja das mein ich doch


und warum macht sich dann Roland Mösl zur CO² Steuer
so Oberflächliche Gedanken?

Weil Die Oberfläche eins Hauses das Dach ist?


Meine Frage nach der Quelle des Biotreibstoffes mit 600m² war aber
nicht pilosophischer Natur ;-)