VW im Fokus: Schädliches Cadmium in Elektroauto-Ladegeräten gefunden



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Das klingt gar nicht gut: In verschiedenen Bauteilen, die in Elektro- sowie Hybridautos von Volkswagen, Porsche, Audi, aber auch dem Streetscooter verbaut wurden, fanden sich nun Spuren von Cadmium an. Dies kann nun zum Rückruf von round about 124.000 E-Autos führen. Ein Konzernsprecher gab am Dienstag bekannt, dass eine Anordnung zum Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt zur Diskussion stünde.

Gesundheitsgefährdendes Schwermetall in Ladegeräten gefunden

Der Teufel steckt im Detail: Ein Relais im Ladegerät soll Schuld sein. Allerdings sind sich Experten sicher, dass keine Gefahr bestünde, da die Geräte doppelt gekapselt seien. Die Bauteile sollen neben Silber weiterhin aus 0,008 g Cadmium bestehen. Diese Daten sind scheinbar erst bei Werkstoffanalysen ermittelt worden. Der Zulieferer hatte sich bei der Auslieferung nicht zu den Stoffen geäußert.

Die Serienfertigung nebst Auslieferung wurden direkt gestoppt, Bauteile eines anderen Zulieferers verwendet und weitere Fertigungen aufgenommen, wie ein VW-Sprecher mittels schriftlicher Stellungnahme kommentierte.

Warum ist Cadmium giftig?

Für die Herstellung verschiedener Bauteile ist Cadmium prädestiniert und findet z. B. bei Halbleitern Verwendung. Nichtsdestotrotz ist das Schwermetall giftig. Deshalb versucht die Industrie indes passende Alternativen zu ermitteln.

Eine Gefahr geht glücklicherweise für Umwelt und Menschheit von den Elektrofahrzeugen nicht aus. Die Relais befinden sich nämlich in doppelter Verkapselung in den Ladegeräten. Da die Relais von außen nicht erreichbar sind, ist ein Kontakt mit Cadmium nicht gegeben.

Entsorgung könnte aber zum Problem werden

Während für den Endverbraucher zunächst keine Sorgen aufkeimen, muss sich hingegen Volkswagen über weitere Vorgehensweisen Gedanken machen. Landen die Elektroautos nämlich auf dem Schrottplatz, geht es um die Entsorgung verschiedener Autoteile. Das scheint der Knackpunkt sein. Im Durchschnitt werden Neuwagen nach ca. 18 Jahren beim Abwracker abgegeben. Demzufolge könnte es durchaus passieren, dass sich VW in ungefähr zwei Jahren um das vorliegende Problem kümmern müsste.

Kraftfahrt-Bundesamt bleibt dran

Noch gibt es keine Hinweise, wie es in Zukunft weitergehen soll. Klar ist auf jeden Fall, dass das KBA ein Auge auf die Angelegenheit hat. Derzeit sind einige Fahrzeuge betroffen:
  • Volkswagen = 84.600 Autos (u. a. der Elektro-Golf sowie Passat GTE)
  • Audi = 23.700 (u. a. der A3 e-tron)
  • Porsche = 16.300 (u. a. der Cayenne sowie Panamera Plug-In-Hybrid)
Insgesamt stehen demnach 124.600 unter Beobachtung, die mit den ca. 5 kg schweren Ladegeräten 623 t Elektroschrott enthalten. Volkswagen hofft anscheinend, dass ein Rückruf noch umgänglich ist und erst mit der Entsorgung - und somit der fachgerechten Verwertung - Entscheidungen zu treffen sind.

Volkswagen.jpeg

Bildquelle: Volkswagen
 
Zuletzt bearbeitet:

Kommentare

Janine

Moderator
21.08.2018
407
Hamburg
Das klingt gar nicht gut: In verschiedenen Bauteilen, die in Elektro- sowie Hybridautos von Volkswagen, Porsche, Audi, aber auch dem Streetscooter verbaut wurden, fanden sich nun Spuren von Cadmium an. Dies kann nun zum Rückruf von round about 124.000 E-Autos führen. Ein Konzernsprecher gab am Dienstag bekannt, dass eine Anordnung zum Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt zur Diskussion stünde.

Gesundheitsgefährdendes Schwermetall in Ladegeräten gefunden

Der Teufel steckt im Detail: Ein Relais im Ladegerät soll Schuld sein. Allerdings sind sich Experten sicher, dass keine Gefahr bestünde, da die Geräte doppelt gekapselt seien. Die Bauteile sollen neben Silber weiterhin aus 0,008 g Cadmium bestehen. Diese Daten sind scheinbar erst bei Werkstoffanalysen ermittelt worden. Der Zulieferer hatte sich bei der Auslieferung nicht zu den Stoffen geäußert.

Die Serienfertigung nebst Auslieferung wurden direkt gestoppt, Bauteile eines anderen Zulieferers verwendet und weitere Fertigungen aufgenommen, wie ein VW-Sprecher mittels schriftlicher Stellungnahme kommentierte.

Warum ist Cadmium giftig?

Für die Herstellung verschiedener Bauteile ist Cadmium prädestiniert und findet z. B. bei Halbleitern Verwendung. Nichtsdestotrotz ist das Schwermetall giftig. Deshalb versucht die Industrie indes passende Alternativen zu ermitteln.

Eine Gefahr geht glücklicherweise für Umwelt und Menschheit von den Elektrofahrzeugen nicht aus. Die Relais befinden sich nämlich in doppelter Verkapselung in den Ladegeräten. Da die Relais von außen nicht erreichbar sind, ist ein Kontakt mit Cadmium nicht gegeben.

Entsorgung könnte aber zum Problem werden

Während für den Endverbraucher zunächst keine Sorgen aufkeimen, muss sich hingegen Volkswagen über weitere Vorgehensweisen Gedanken machen. Landen die Elektroautos nämlich auf dem Schrottplatz, geht es um die Entsorgung verschiedener Autoteile. Das scheint der Knackpunkt sein. Im Durchschnitt werden Neuwagen nach ca. 18 Jahren beim Abwracker abgegeben. Demzufolge könnte es durchaus passieren, dass sich VW in ungefähr zwei Jahren um das vorliegende Problem kümmern müsste.

Kraftfahrt-Bundesamt bleibt dran

Noch gibt es keine Hinweise, wie es in Zukunft weitergehen soll. Klar ist auf jeden Fall, dass das KBA ein Auge auf die Angelegenheit hat. Derzeit sind einige Fahrzeuge betroffen:
  • Volkswagen = 84.600 Autos (u. a. der Elektro-Golf sowie Passat GTE)
  • Audi = 23.700 (u. a. der A3 e-tron)
  • Porsche = 16.300 (u. a. der Cayenne sowie Panamera Plug-In-Hybrid)
Insgesamt stehen demnach 124.600 unter Beobachtung, die mit den ca. 5 kg schweren Ladegeräten 623 t Elektroschrott enthalten. Volkswagen hofft anscheinend, dass ein Rückruf noch umgänglich ist und erst mit der Entsorgung - und somit der fachgerechten Verwertung - Entscheidungen zu treffen sind.

Volkswagen.jpeg

Bildquelle: Volkswagen
 
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