Text aus einem DDR-Jahreskalender

  • Themenstarter Carlo Markulis
  • Beginndatum

hcqniost

Mitglied
12.08.2013
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#1
hallo!

beim aufräumen ist mir eine kopie in die finger geraten,die ich euch(im text)nicht vorenthalten möchte.hier ist sie:


Motor-Tendenzen
Im vergangenen Jahr überraschte eine Meldung aus der Volksrepublik Bulgarien, nach der der erste bulgarische Elektrobus seine Erprobung erfolgreich bestanden hat. Das im Institut für Elektro- und Motorkarren in Sofia entwickelte Fahrzeug hat einen F.ahrbereich von 60 km und kann im Stadtverkehr mit einer Batterieladung bis zu 45 km bei einer Geschwindigkeit von 37 km/h zurücklegen. Der Elektromotor mit einer Leistung von 22 kW wird von einer 144-V-Bleibatterie gespeist, die durch eine spezielle Ladevorrichtung die Hälfte der unterwegs verbrauchten Elektroenergie in nur 15 bis 20 Minuten wieder aufnimmt. Vorgesehen ist das Fahrzeug in speziellen Versionen für den Einsatz in Touristikzentren, in Sporteinrichtungen, auf Flughäfen sowie als Lieferwagen in Großstädten.
Mit einem neuartigen elektrischen Antriebssystem ist ein Kleinbus aus dem Rigaer Automobilwerk versehen, der auf Moskaus Straßen erprobt wurde. Der Antrieb erfolgt über einen elektrochemischen Wasserstoffluft-Generator, bei dem durch das Zusammenwirken von Wasserstoff und Sauerstoff an der Anode des Brennelements Elektronen ausgelöst werden, die zur Kathode überspringen. Im Ergebnis dieser Reaktion entstehen Elektroenergie und Wasser. Die auf diese Weise erzeugte Elektroenergie verleiht dem Kleinbus mit einer «Ladung» einen Fahrradius von 150 km. Das Wasser gelangt als Wasserdampf über den Auspuff ins Freie.
Die französische Zeitschrift «Science et Vie» berichtete über ein von USA-Wissenschaftlern entwickeltes Elektrofahrzeug, das mit reinem Aluminium betankt wird. Die zum Antrieb erforderliche Elektroenergie wird hierbei durch eine Reaktion des Aluminiums mit Wasser und dem Sauerstoff der Luft sowie durch Beifügen von Natronlauge erzeugt. Die Batterie, etwa sieben mal so groß wie ein Benzintank, muß derzeit alle 1 600 km erneuert werden. Das Versuchsfahrzeug erreicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h und benötigt für eine Fahrdistanz von 20 km ein Kilogramm reines Aluminium.
Auch beim Bau herkömmlicher Verbrennungsmotoren sind neue Entwicklungen zu verzeichnen. Aus England stammt die Konstruktion eines Benzinmotors mit Selbstzündung. Das Kraftstoff-Luft Gemisch wird hierbei durch einen KataIysator so aufbereitet, daß es sich selbst entzündet. Dieses Verfahren soll sich durch einen äußerst sparsamen Kraftstoffverbrauch und einen geringeren Anteil an Kohlenwasserstoffen in den Abgasen auszeichnen. Nachteilig sind die gegenüber den herkömmlichen Motoren noch bedeutend höheren Herstellungskosten.
Von weitgehendem Interesse waren Meldungen aus Japan über die Entwicklung von Dieselmotoren und kleinen Zweitaktmotoren aus speziellen Keramikbauteilen. Die Hitzebeständigkeit dieses Materials bis 1200.C gestattet den Wegfall jeglicher Motorkühlung. Weitere Merkmale sollen Korrosionsfestigkeit, geringerer Verschleiß sowie ein etwa 10 Prozent niedrigerer Kraftstoffverbrauch sein.
Neue Forschungen befassen sich außerdem mit dem Kohlenstaubmotor. Diese Idee hatte zwar bereits Rudolf Diesel bei seinen Versuchen Ende vergangenen Jahrhunderts zu verwirklichen versucht, sie scheiterte jedoch damals an technischen Unzulänglichkeiten. Der Kohlenstaubmotor basiert auf der Konzeption des normalen Verbrennungsmotors und macht sich die leichte Entzündbarkeit des Kohrenstaubluft-Gemischs zu eigen. Vorteile dieses Motors sind neben der Verwendung von Kohle als Energieträger eine größere Wirtschaftlichkeit und ein sparsamerer Verbrauch gegenüber den derzeitigen Verbren- nungsmotoren. Ungelöst ist allerdings noch neben Verfahrensproblemen (Reinheit des Kohlenstaubes und exakte Dosierung des Gemischs) die Beseitigung der umfangreichen Verbrennungsrückstände im Motor. Jedoch dürfte dies beim heutigen Stand der Technik keine unüberwindbare Aufgabe mehr darstellen. ***Aus einem DDR-Jahrbuch ca.1983***


habtihr schon mal was von so einer alu-batterie gehört?es scheint,als ob es da damals schon ne brennstoffzelle gab??!!??sagt was dazu!


gruss,Carlo

 

John

Neues Mitglied
14.04.2006
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0
#3
Hi

Hört sich echt gut an ...
Dann kann ich ja bald mein Elektroauto verkaufen und hole mir
ein Aluauto *g*
Im Baumarkt gibt es ziemlich günstig Aluleitern die müssten ja zum Tanken reichen ... oder Alufolie von Aldi....

MFG
 
S

Stefan Schaefer

Guest
#4
Hallo
Ich hab schonmal von einem Generator gehört, der reines Aluminium benutzt um aus H2O Wasserstoff für die Verbrennung zu gewinnen.
Das Alu oxidiert und entreisst dazu dem Wasser den Sauerstoff. Übrig bleibt das H2, das man dann in den Brennraum leitet. Mal was anderes...

Hier die "Patentschrift":

http://www.keelynet.com/energy/cornish.htm

Ob das wirklich so turbo-umweltfreundlich ist, wage ich zu bezweifeln.
Die Herstellung von Aluminium aus Bauxit ist ja sehr energieaufwendig. Und wie bitteschön transportiere ich Alu, bzw. wie hindere ich es daran, sofort mit der Luft zu reagieren?
Und zum Auspuff kommt dann Lametta raus, oder wie?

Gruß, Stefan S