photovoltaische Solarmodule für PKW


Claus

Neues Mitglied
11.11.2015
0
Hallo,

hier mal wieder ein Link:

Die ASS entwickelt, vermarktet und fertigt photovoltaische Solarmodule und Systeme für alle mobilen Anwendungen (PKW, LKW; BUS).

http://www.ass-gmbh.net/german/index.htm
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Es wird oft das Blaue vom Himmel herab versprochen. Vor allem bei Dünnschichtzellen. Es gibt aber Dünnschichtzellen, die in ihrer Gesamtenergieausbeute bei optimaler Ausrichtung zur Sonne die guter einkristalliner Zellen erreichen, obwohl sie bei voller Sonneneinstarhlung weniger als diese leisten.
Diese Dünnschichtzellen, für die 20 Jahre Garantie von namhaften Firmen gegeben wird, sind für das Auto ideal: Zum einen besitzen sie mit einer massiven Glasscheibe eine genügend feste Oberfläche, es gibt sie für höhre Spannung , zum anderen haben sie bei geringerer Beleuchtung einen deutlich höheren Wirkungsgrad als die "Dickschichtzellen".
Ein Auto steht nie ideal zur Sonne ausgerichtet, auch eine einkristalline Zelle kommt dann nur auf wenige Prozent der theoretischen Leistung. Eine solche Dünnschichtzelle ist dort überlegen, entfaltet sie doch bei geringerer Beleuchtung mehr Wirkungsgrad.
Aber, wie gesagt, es ist viel Schund auf dem deutschen Markt. Schlechte Erfahrungen hatten vor einigen Jahren Conrad-Kunden. Ob das heute auch noch so ist, habe ich dann nicht mehr getestet.

Ob der verschlechterte Luftwiderstand und das höhere Gewicht durch zusätzliche Solarenergie aufgewogen wird, ist fraglich. Es sollte mich nicht wundern, wenn 1 m² solare Dachfläche eines stets auf der Straße geparkten Wagens jährlich gerade einmal 30 KWh erbringen. Steht der Wagen oft im Schatten, weniger. Allenfalls sinnvoll ist eine leicht unterdimensionierte Zelle für die Erhaltungsladung bei Lithium- und Bleibatterien, sonst sehe ich keinen Sinn darin. ich würde dann lieber in Batterien oder besseren Ladegeräten investieren.
Nicads und NiMhs mögen Solarzellen nicht.
 
K

Karl

Guest
Hallo Bernd,

ich betreibe seit vielen Jahren "Elektoautos" -bisher nur ca. 60.000 km, da sie hauptsächlich im städtischen Bereich betrieben werden.
Da sie meist im Schatten stehen, würden Solarpanels gar nichts bringen!

Ein "Auto" in die Sonne zu stellen, um aus dem Schiebedachpanel ( = 30 Watt "Solarstrom" ) zu gewinnen um die Kiste zu kühlen, ist völliger Schwachsinn, die Sonneneinstrahlung welche in der Kiste in Wärme umgewandelt wird beträgt ca. 3000-10000 W im Juni/Juli!
Ich gehöre also zu den "Schattenparkern".

Mein Webasto Schiebedachpanel ( ein technisch sehr schönesTeil- monokristalin!) sorgt seit Jahren zuverlässig für die Stromversorgung der Gartenlaube!
Die Solaranlage auf meinem Haus hat bisher leider nur 25.000 kWh erzeugt ( jede kWh mehr wäre mehr Geld in der Tasche!) ,
aber die Diskussion über den besseren Wirkungsgrad von Dünnschichtzellen bei suboptimaler Bestrahlung nervt mich!
Was nützt ein 10% besserer Wirkungsgrad bei 10 % Strahlungsenergie wenn eine kristaline Zelle von vorne herein den mindestens doppelten Wirkungsgrad hat, bei mobilen Anwendungen?
Sonnenelektrische Grüße


Karl
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Karl, Du hast absolut recht, es so klar auszudrücken. Absoluter Schwachsinn. Dann lieber zum Beispiel in einen Nicad-Pufferakkusatz investieren um z.B. alte Blei- oder Lithiumakkus vor einer zu tiefen Entladespannung zu bewahren und trotzdem die Energie voll auszunutzen. Diese sind mit einer Diode zur Fahrbatterie parallel zu schalten und haben eine geringere Spannung, einige Volt höher als die tiefstzulässige Entladespannung zu haben. Natürlich sind die ganz anders zu behandeln. Wer unbedingt einmal im Leben solar fahren will, schraubt einige Solarpaneele vom Dach, fährt bei vollstem Sonnenschien zu Oma aufs Land, schließt die Paneele an (dreimal am Tag wenden) und fährt nach einer Woche einmal im Leben solar nach Hause. Pro 50 Watt-Dickschicht-Paneel kommt man so schon im Juni auf 0,5 kWh pro Tag. Ohne Wenden die Hälfte.
Dann bitte wieder aufs Dach schrauben.
Bernd
 

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