IVT-Lader Temperaturkompensieren


A

andreas

Guest
Hallo
Ich fahre Bleivlies-Akkus CTM mit 3 mal IVT-Lader 8A. Da mein Fahrzeug draußen steht unterliegt es starken Temperaturschwankungen. Als Abhilfe habe ich eine Isolation um die einzelnen Blocks gelegt. Unten drunter je eine Heizfolie von C. Leider ist die Isolation nicht so toll, so daß eine Temperaturschichtung in jedem Block auftritt. Unten warm oben kalt. Bei Vlies-Akkus kann keine Flüssigkeit zirkulieren. Also wäre die bessere Alternative (oder Zusatz) zur Heizung eine Temperaturkompensation der Ladeschlussspannung. Sie beträgt bei 25°C 14.7 Volt und sinkt um 0.3 V pro +10°C pro Block. Heißt: Bei 0°C sollte die Ladeschlussspannung um 0.75 V höher liegen also 15.45 Volt.
Nun wissen wir ja, daß das Poti TR2 die Ladespannung beeinflusst.
Hat sich schon jemand Gedanken gemacht, welche Temperaturfühler geeignet wären, um in einer analogen Schaltung die Ladespannung nachzuführen? Der Fühler muß elektrisch Potentialfrei sein, was man durch eine vollständige Ummantelung mit Isolation/Schrumpfschlauch erreichen könnte.
Werde mich mal ans Thema machen, wer hat noch Tips parat?
Tschau
Andreas
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.394
Hallo Andreas,

eventuell kannst Du den PTC-Sensors KTY81-110 dazu verwenden:

Üblicherweise beträgt die Temperaturkompensation bei Bleibatterien ja etwa -0,004 V/C, also rund 0,024 V/C bei einer 12 V Batterie. Zur Kompensation kann man den PTC-Sensors KTY81-110, der für weniger als 1€ z.B. bei Reichelt erhältlich ist, verwenden. Dieser hat die folgenden Parmeter:
Temperatur [°C] -20 0 20 40 60 80
Widerstand [Ohm] 684 815 961 1122 1299 1490

Abhängig davon was für ein Poti eingebaut ist und wie linear die Einstellung ist kann man diese Teil eventuell in Reihe schalten. Ich habe das schon mal in Zusammenhang mit einem Spannungsbegrenzer für in Serie geschaltete Akkus vorgeschlagen. Dabei folgt der Spannungsbegrenzer genau der Temperatur des Akkus und verhindert dass einzelne Blöcke überladen werden:

http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=3068&t=3026

Viel Erfolg,
Emil
 
A

andreas

Guest
Hallo
Ich muß korrigieren: das Poti zur Spannungseinstellung heißt UR2 nicht TR2 .
Es verändert seinen Widerstand von 0 auf etwa 1.7kOhm, Aufdruck 202 . Damit kann bei einem meiner Lader die Ladeschlussspannung von 14.35 auf 15.23 V verändert werden. Das entspricht Temperaturen von 8°C bis 36°C . Nehmen wir an, es reicht aus. Leider befindet sich das Poti in einer sehr analogen und hochfrequenten Umgebung, es beeinflusst die Ansteuerung des IC2 (Optokoppler C1010 von COSMO). Dieser wiederum teilt dem TOP247Y von Power Integration den Dutycycle für das HF-Netzteil mit.
Vielleich könnte man einen analogen Optokoppler anstelle des Potentiometers einbauen, mit dem die Temperatur eingestellt wird. Mir ist nämlich kein Temperaturfühler bekannt, der seinen (möglichst rein ohmschen) Widerstand so stark ändern könnte, hat jemand eine Idee, eine Schaltung?
Tschau
Andreas
 
A

andreas

Guest
Hallo Emil
Danke für Deine Antwort. Der KTY ist ein Kandidat. Hast Du Deine Idee auch mal ausprobiert?
Benutzt Du diese Rud... Reg....? Bringen Sie was?

Ich habe noch folgendes festgestellt: Mein (Der) IVT-Lader kompensiert den Spannungsabfall durch Leitungsverlust. Wenn ich zu einem 12-Block eine Glühbirne parallel schalte, steigt der Strom und die Spannung an den Ladegeräteklemmen. Der Spannungsanstieg an den Klemmen entspricht nicht ganz dem Spannungsabfall an den Leitungen. Wäre schön, wenn es nicht nur Zufall wäre! Der Spannungsanstieg entspricht einem Leitungswiderstand von 125mOhm=0,125Ohm. Leider haben wir ja neuerdings Dämpfungswiderstände in den Leitungen sitzen, die einen zusätzlichen Spannungsabfall garantieren. D.h. das Ladegerät erkennt etwas früher auf Ladeschlussspannung und schaltet in den Timermodus. Womöglich steigt die Spannung an den Akkupolen wegen des zusätzlichen Widerstandes während der 1-stündigen "Gasungsphase" nur langsam auf den Endwert, vielleicht auch gar nicht!

Ich würde ein Ladegerät in 4-Leitertechnik mit Temperaturfühler bevorzugen.
Ausgeführt als 3 Stück 12-Volt Lader. Die Überwachung von 3 oder 4 x12 V oder auch 8 x6V-Blocks stellt einen Kompromiss zur Einzelzellenüberwachung dar. Zumindest kann man von einer gleichmäßigen Temperatur innerhalb eines Blocks ausgehen.

Man könnte vieles machen, zum Beispiel den Zellendruck überwachen, dann könnte man Materialverlust vorbeugen, indem die Ladeleistung vermindert wird. Also die physikalischen Randbedingungen prüfen.

Tschau
Andreas
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.394
Danke für Deine Antwort. Der KTY ist ein Kandidat. Hast Du
Deine Idee auch mal ausprobiert?
Benutzt Du diese Rud... Reg....? Bringen Sie was?
Ich habe kein Elektromobil und damit auch keine in Serie geschalteten Akkus. Meine Erfahrung habe ich im Bereich der Stromversorgung in Wohnmobilen erworben.

Wenn man die Diskussion in den vorwiegend von Amerikanern frequentierten Diskussionsgruppen verfolgt so sind die Regulatoren gut wirksam. Allerdings ist es natürlich noch viel besser so wie Du Einzellader zu verwenden.

Was die Schaltung mit dem PTC betrifft solltest Du sehen ob nicht ein kompletter Spannungsteiler vorhanden ist. Wenn ja dann musst Du nicht nur das Poti sondern möglicherweise auch den Widerstand im anderen Teil modifizieren. Dadurch kannst Du den Regelbereich modifizieren.

Vielleicht gibt es aber auch einen Weg über IVT genauere Informationen zu diesem Bereich der Schaltung zu erhalten.

Gruß,
Emil
 

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