Hotzenblitz 245 km Fahrt


Willi Schmidt

Neues Mitglied
09.10.2006
14
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#1
Hallo Herr Schmitz!

75 km, 95 km und dann nochmal 85 km nach jeweils 3 Stunden laden. Klingt für mich fabelhaft.
Dabei soll der Akku 15000 km gelaufen sein !!

Dazu brauche ich eine Bestätigung sonst kann ich das nicht glauben.

(Seit 7 Jahren Kewet 2 fahrer. max.male Strecke bisher 68 km)

Schreib doch noch genaueres. Das interesiert mich.


Gruß Willi Schmidt
 

Thomas Schmitz

Neues Mitglied
17.02.2007
11
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#2
Die Energiewerte für die Wattzahl muss ich nochmals berichtigen:

Berg - Kehl 54 Ah x 168 Volt = 9072 Wh -> / 75km = 120 Wh/km !
Kehl - Staufen 65 Ah x 168 Volt = 10920 Wh -> / 95 km = 115 Wh/km !
Staufen - Dogern 65 Ah x 168 Volt = 10920 Wh -> / 80 km = 136 Wh/km !
 

Thomas Schmitz

Neues Mitglied
17.02.2007
11
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#3
Herr Schmidt ich kann Sie beruhigen, es ist alles so wie ich es beschrieben habe und als Highlight noch für Sie, im Sommer 2003 bei dieser "Affenhitze" habe ich mal eine Fahrt über 120 km in sparsamer Fahrweise erziehlt.
Den Hotzenblitz habe ich im Juli 2002 von dem Batteriespezi Herr Messmer gekauft und dann komplett hergerichtet, wie gesagt nit den Championakkus (90 Ah) bestückt und natürlich auf die Einbauverhältnisse geachtet. Eine Batterieheitzung, dicke, gut verlegte Kabel, und die Gewissheit, daß alle Akkus die gleiche Temperatur haben sollten und ganz wichtig,-> die gleichen Spannungswerte beim Laden, was wiederum nicht einfach zu realisieren ist, sind Grundvorraussetzungen.
Akkus die bei manch einem Elektrofahrzeug nur "halt so" eingebaut sind, sieht man ja des öfteren.
Als ehemaliger Hotzenblitzmitarbeiter sind diese Reichweiten natürlich super, das wissen auch meine Freunde von damals. Nur darf man nicht vergessen das diese Akkus mit C3 einen Wert von 83 Ah haben.
Ganz wichtig nach meiner Erfahrung ist das Ladegerät; hier haben sich schon einige Kollegen mit diversen Ladern ihre Akkus im wahrsten Sinne des Wortes "totgeladen". Das Ladegerät ist genauso wichtig wie der Akku selbst und die zwei Komponenten müssen optimal aufeinander abgestimmt sein.
Ich habe gestern die Werte während des Ladens mit dem Ausgleichslader von Herrn Preuss (Lade-Technik.Preuss@gmx.de) überprüft.
Akku 5: 13.75 V Akku 6: 13.74 V Akku 7: 13.76 V Akku 8: 13.74 V
Akku 9: 13.74 V Die Daten sprechen doch eine deutliche Sprache!
 
T

Tilo

Guest
#4
Hallo Herr Schmidt,

ich kann die Daten bestätigen! Ich komme mit den etwas kleineren Champions auch ohne Probleme über 70 km. Dafür brauche dann ca. 6 Stunden zum Laden mit dem normalen Ladegerät.
Einge Hotzenblitzfahrer (zB. Rethagen,Schmitz) Laden mit zwei Ladegeräten parallel und benötigen so nur die 3 Stunden zum Laden.

Viele Grüße aus Sachsen Tilo
 

Willi Schmidt

Neues Mitglied
09.10.2006
14
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#6
Hallo Thomas !

Danke für die Ausführungen.
Als ehemaliger Mitarbeiter bei Hotzenblitz hast du die Technik gut trauf.
Als "Normalverbraucher" kann ich das wohl nicht.
Da ich in der " Provinz auf dem Land " lebe brauche ich einfach Reichweite und das möglichst auch im Winter. Mein E Momil ist zu 95 % ein Vollauto.
Mein Kewet schaft es z.Zt. 40 KM.
Ich habe noch ein gutes Jahr TÜV. Ich denke daher an ersatz nach und lese daher
Berichte wie Ihren mit besonderer Aufmerksamkeit.
Ob ich die aufgetretenen Probleme bei meinem 12 Jahre alten Kewet noch richten
lassen soll, bin ich in anbetracht der mangelnden Ersatzteilversorgung in unklaren.

Gruß
Willi Schmit
 

Willi Schmidt

Neues Mitglied
09.10.2006
14
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#8
Danke Tilo!

Eine frange noch hab ich vegessen !

Wie sieht es eigentlich mit der Ersatzeilversorgung beim Hotzi aus oder mit dem
Service bei Elektonikproblemen ??

Für mich ein sehr wichtiger Faktor.


Gruß Willi Schmidt
 
T

Tilo

Guest
#9
Hallo Willi,

geh mal auf die Seite www.hotzenblitz-service.de! Da wird eine ganze Menge Herzblut in die Erhaltung der Hotzenblitze gesteckt. Ich habe beide Fahrzeuge dort erneuern lassen. Natürlich gibt es auch beim Hotzenblitz "Probleme", aber dort hat man immer einen Ansprechpartner!

Gruß Tilo
 

Claus

Neues Mitglied
11.11.2015
0
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#10
Hallo Hotzenblitz Fahrer,

was kostet den ein Satz Batterien für den Hotzenblitz und welche Lebensdauer haben die Batterien in der Regel ?

Ich hätte mir letztes Jahr beinahe einen Hotzenblitz gekauft. Nach einem Gespräch mit einem anderen Hotzenblitzfahrer habe ich es dann doch lieber sein lassen und habe mir ein Twike gekauft.

Nach Aussage des Hotzenblitzfahrer hat dieser den ersten Satz Batterien nach 3000 km vernichtet, sein 2. Satz lebt noch und hat 2000 km drauf. Die Reichweite liegt bei neuen Batterien und 20 Grad bei ca. max 50 km. Da hätte ich ja weiter mein City-EL fahren können. Jetzt lese ich hier von 15000 km Ld. und super Reichweiten. Was ist das Geheimnis ?

Es sollten bei Reichweitenangaben eigentlich immer noch die Durchschnittsgeschwindigkeit, Temp. und Gelände mit angegeben werden. Nur so lässt sich wirklich sagen obs gut ist oder nicht. Wenn ich mit meinem Twike 30 km/h fahre (was ich nie tu) komme ich auch 100 km weit, wenn ich auf der Autobahn volldampf mit 80-95 km/h fahre ist der Akku logischerweise nach 35-40 km leer.

Grüße aus München
Claus

Ach ja, seht mal wieder unter www.EMFM.de rein. Ich baue die Seite zur Zeit mal wieder aus, mit dem Ziel mehr interaktive Seiten zu gestalten.

Möge der Strom immer mit Euch sein.
 
T

Tilo

Guest
#11
Hallo Claus,

ich hatte die Hagen 60 Ah drin, die sind gar nicht so schlecht gewesen. Mein Vorgänger und ich sind ca. 14.000 km damit gefahren. Leider stand er auch eine ganze Zeit, so dass ich die Akkus in einem schlechten Zustand übernommen habe. Durch kontinuierliches fahren, habe ich diese dann wieder auf 30 km bekommen. Dabei hatte ich aber nicht auf die Stromspitzen geachtet, also auch volles Rohr mit 140A mit ca. 110 km/h über die Autobahn!!! Diesen Sommer sind dann 2 Akkus "ausgefallen", zeigten nur noch 5 Volt an. Da viele hier im Forum der Meinung waren, wenn ein Wechsel dann alle Akkus wechseln, habe ich 14 Akkus (Champion 80 Ah) gekauft (ca. 2000,-€). Mit diesen bin ich bisher sehr zufrieden. Die zwei "ausgefallenen" Hagen Akkus laufen übrigens wieder, mit Einzelladungen erneut zum Leben erweckt! Alle 14 Hagen werden wieder in ein E-Fahrzeug eingebaut!!
Meine bisherigen Erfahrungen für ein langes Akkuleben:

1. sorgfältige Auswahl der Akkus, zB. Hagen 60 Ah, Champion 80 Ah (Blei-Gel)
2. unbedingt Ladekurve des Herstellers einhalten, das heißt das Ladegerät auf
den Akkutyp anpassen lassen
3. bei dem Lader nicht sparen, es müssen Ausgleichsladungen möglich sein und
natürlich eine Einzelmessung der Akkus
4. die Spannungen der Akkus dürfen nicht auseinanderlaufen, unbedingt durch
Einzelladungen verhindern
5. Spannungsspitzen vermeiden!!
6. Akkus nur bis ca. 40% entladen, ganz wichtig!!
7. Bodenheizung für die Akkus um diese bei ca. 20 Grad auch im Winter zu
halten, gut wäre eine separate 230 Volt Heizung mit guter Isolierung der Akkus
8. mit nicht zu hohen Strömen laden, da gibt es aber Leute die sind da ganz
anderer Meinung!? Ich lade mit 8A ca 6 Stunden + X für Ausgleichsladungen!
9. fahren, fahren, fahren, möglichst jeden Tag den Akku bis auf 40-50%
entladen

Die Akkus werden es Dir danken. Ich habe ein bergiges Gelände, muss aus dem Dresdner Elbtal auf dem Heimweg wieder heraus. Täglich ca. 45-55 km, Verbrauch 35-45 Ah. Fahre auch ca. 15 km Autobahn mit ca. 90 km/h, max. 75A oder 99A!

Gruß Tilo





schau mal auf der Seite www.hotzenblitz-service.de nach
 

Thomas Schmitz

Neues Mitglied
17.02.2007
11
0
#12
Hallo Claus
siehe mal die Berichte von Anfang an der Hotzenblitz 245 km Fahrt an.
Aus diesen Beschreibungen kannst du bereits viele Informationen ueber die Akkus und die Fahrweise ziehen.
Natuerlich ist die Art und Weise der Fahrt, die Akkutemperatur und schliesslich das Gelaende ein wichtiger Faktor fuer die entnommene Kapazitaet und der letztendlich erziehlten Reichweiten, das habe ich ja selbst im Schwarzwald erfahren.
Hier mal ein Richtwert bezogen auf meinen Hotzi:
Sommertag, ebenes Gelaende, Akkutemp 32 Grad.
Sparsame Fahrt mit 40 bis 80 Ampere, im Durchschnitt 45 Ampère als Stromverbrauch. - Akkuspannunung 168 Volt -
Mein Verbrauch liegt in diesem Fall so bei 0,75 Amperestunden auf 1 km.
Nach einer Reichweite von 70 km liegt dann die Gesamtspannung bei Last von 40 Ampere am Gasfuss bei ca. 158 Volt und der Gesamtverbrauch bei 52,5 AH.
Es koennte noch weiter gehen, aber man muss ja nichts uebertreiben.
Zusammenfassung:
70 km -> 52,5 Ah -> (168 Volt x 52.5 Ah =8,8 KWh) -> 8,8 kWh / 70 km = 126 Watth/ km

Bei extremer, sparsamer Fahrweise mit "weicher " Beschleunigung und optimalem Rollverhalten (Reifendruck 3 bar ), top geladenen Akkus, die sich dank Ausgleichslader alle auf einem Spannungsniveau befinden ohne auszugasen, sind dann mit den 90 Ah Championsakkus auch 120 km moeglich.

Fuer mich unbegreiflich, dass der Hotzenblitzfahrer nach 3000 km seine Akkus vernichtet hat, ich denke der hat seine armen Akkus ueberladen, in die Gasung gebracht und schliesslich totgeladen und dazu noch bei niedrigen Temperaturen in die Tiefentladung gebracht. Einmal in so einem Teufelskreis angelangt, kommt man selten noch zu akzeptablen Reichweiten und Lebensdauer.

Gruss Thomas
 

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