Grundlegendes: Umbau eines Fahrzeuges auf Elektroantrieb


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Andre

Guest
#1
Hallo,

ich trage mich mit dem Gedanken, ein Fahrzeug auf Elektroantrieb umzubauen. Geschehen soll das erst ab Mitte 2007. Momentan möchte ich planen, bzw. mich informieren.

Das Fahrzeug soll eine Reichweite von 100km meistern können und dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 100km/h und eine Reisegeschwindigkeit von gut 80km/h aufweisen. Die technische Ausstattung soll für den ersten Versuch sehr einfach gehalten sein.

Hat jemand hier soetwas schon durchgeführt?

Gibt es eine gute Anleitung im Internet? (Über google finde ich einiges, aber davon hat mir noch nichts zugesagt.)

Welche Stolperfallen muss man umschiffen?

Mit welchen Bestandteilen muss ich Rechnen? (E-Motor und Batterien sind klar, aber welche großen Kostentreiber gibt es weiterhin?)

Vor allem: Welches Fahrzeug ist geeignet? Es soll sich nicht um einen City el oder soetwas handeln, mir schwebt ein Kleinwagen vor. Mich stört aber, dass selbst diese Gewichte von 800kg bis 1,1t aufweisen.
 
J

Jaromir

Guest
#2
Elektroauto,Elektromobil,Elektrofahrzeug Pinguin Tavria
Artikelnummer: 230008661345

einfachste, schnelste , biligste und problemlose Lösung im jede Fall
Jaromir
 
13.06.2006
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#3
Ich habe gerade mal überlegt so ein Hybridpaket.

Radnabenmotor, Lithiumakku und Elektronik wo das Reserverad ist.

Aber leider nimmt der Verbrennungsmotor wichitge Komponenten des Fahrzeugs in Geiselhaft.

* Bremskraftverstärker
* Servolenkung
* Klimaanlage

Verbrennungsmotor aus und all diese Systeme funktionieren nicht mehr.
Der Bremskraftverstärker reicht dann gerade noch für 3 mal bremsen.

Damit ist ein einfacher Hybridaufrüstsatz durch die Primitivät unserer Autos leider wirksam unterbunden.

 
A

Andre

Guest
#4
Hallo Roland,

dass man auf etliche "Bonbons" eines benzingetriebenen Autos verzichten muss, ist mir vorher geschon bewusst gewesen. Ich bin inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass ein Tranbant am besten geeignet wäre. Das Fahrzeug wiegt mit dem Motor nur 600 kg und wenn das Teil draussen ist, wäre der Wagen sicher bei nur noch 500 kg und weniger (allzu schwer ist das 26 PS Triebwerk nicht).

Das Fahrzeug hat keine Servolenkung, Bremskraftverstärker und erst recht keine Klimaanlage. Darum halte ich das Teil für sehr gut nutzbar.

Ich habe inzwischen leider feststellen müssen, dass die Regulierungswut im deutschen Staate das Projekt zum kippen bringen wird. Die Auskunft der Dekra ist, dass die kosten für eine Abnahme und Straßenzulassung bei etlichen tausen Euro liegen werden.

Ich rechne momentan mit einem 10 bis 15 kW - Motor und zugehörigen Akkus - aber wie gesagt, es wird vermutlich nichts...

Ich werde alles genau planen und dann damit zur Dekra gehen.

Grüße und Danke,
André
 
B

Bernd Rische

Guest
#5
Hallöchen Andre,

ich kann zwar nicht aus eigener Erfahrung erzählen, die möchte ich auch noch machen :D.
Aber ich habe nun zum 2 mal ein neu umgebautes Auto auf der Solarparade gesehen.
Letztes Jahr war der Kollege mit einem Trabbi und dieses Jahr mit einem Polo in München.

Nach der Nachfrage von wegen Probleme mit dem TÜV in Bezug zur EMV-Prüfung
oder anderweitigen Problemen, hieß es nur:
Da Standard Teile aus dem Gabelstaplerbereich verwendet wurden, war es nur die
Aufgabe den TÜV-Prüfer klar zumachen, dass eben die Gabelstapler zugelassen waren
und an der Technik sich nichts verändert hatte.....

Nach den verschiedenen Gesprächen mitlerweile glaube ich, dass es am wichtigsten
ist einen aufgeschlossenen TÜV-Prüfer zu finden und ihn bei der Entstehungsphase
schon zu fragen bzw. ihn zu zeigen, dass man ja selbst um die Sicherheit besorgt ist....

Bis denne

Berny
 

Michael H-A

Aktives Mitglied
02.07.2006
332
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#6
Hallo Andre,

das mit den Kosten kann ich nicht ganz glauben.
Der gute Mann ist wahrscheinlich davon ausgegangen, dass Du ein komplett neues Auto bauen möchtest, dann wird es nämlich erst aufwendig.

Das was Du da vor hast, ist eine Antriebsänderung und die ist wohl weitaus einfacher, solange Du nicht die kW/PS des ursprünglichen Basisfahrzeugs überschreitest.

Vollabnahme ist natürlich nötig, aber die kostet ~105 Euro und ist ganz normal bei den TÜV-Stationen.

Ich selbst habe auch einen Umbau im Kopf und suche nach dem entsprechenden "Paket" :)

Bisher habe ich an einen VW Polo (schön leicht ~680kg minus Motor, Tank, etc) oder Käfer (cooler ~710kg, minus Motor & Co).

 

Karl W

Aktives Mitglied
16.05.2005
707
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#7
Hallo Berny,
ich kann Dir nur völlig zustimmen!
Die Performance des Polos ist auch super ! Siehe:
http://solarparade.de/rueckblick06/solarparade_ergebnisse06.pdf
( so schnell wurden die Ergebnisse noch nie veröffentlicht! Ich mußte leider in die Arbeit- wie komme ich jetzt an meine Siegerurkunde?)

Für "preiswerte" Umbauten kommt m.E. derzeit nur Staplertechnik in Frage !

Grüße

Karl
 

Reinhold Schebler

Aktives Mitglied
17.12.2005
510
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#8
Hallo!
Das geht schon; das Fahrzeug darf nur nicht NEU in Verkehr gebracht wrden.
Ist es vor BJ 01 gehts besser.
Nach 01 braucht man ein EMV-Gutachten.
Ich habe gestern selber mitm TÜV verhandelt.
Solange am Fahrzeug keine Rahmenteile rausgeflext wurden;
Die Beleuchtung und Bremsen funktionieren;
Den Bremskraftverstärker kann man mit einer Unterdruckpumpe unterstützen...
kein wesentlich grösseres Gewicht zustandekommt; bekommt man die Abnahme.
Für einen Corsa hatte ich mal eine Gutachten/Unbedenklichkeitebescheinigung von OPEL für 250Kg mehr Achslast (hatte 96V/ 160AhC5 verbaut)
ABER;
Nach dem Lastenheft bezweifle ich sehr ob as Projekt jemals umgesetzt wird.
Ich rechne mit 10 000.- +++ für Technik und Batterien.
Da kann man sich gleich einen Elektro-Clio; Saxo kaufen.
Der fährt und bekommt TÜV; Garantiert!!!
 
R

Robert

Guest
#9
Schönen guten Abend aus Wien,

Ich beschäftige mich schon seit Monaten mit dem theoretischen Umbau eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb. (MATRA Bagheera)
Ich habe mir zu diesem Thema aus Amerika mehrere Bücher (von Amazon, aber nicht dem Deutschen) schicken lassen. Sind zwar gut zehn Jahre alt, aber wir ( Österreicher und wahrscheinlich auch die Deutschen) sind da ohnehin nicht so innovativ, dass das Buch daher schon überholt wäre.

Ich empfehle "Convert it". Ein Praxisbezogenes Buch in einfachem Englisch mit vielen Bildern nach dem Motto "keep it simple".

"Build your own electrical Vehicle" gefällt mir auch sehr gut. Geht technisch wesentlich mehr ins Detail (z.b. wie funktionieren AC bzw DC Motoren) was auf englisch (speziell für nicht-Techniker) ganz schön schwierig werden könnte.

Mir geht es bei diesem Umbau sehr um den optischen Aspekt. d.h Werbewirksamkeit für ein Elektroauto, daher möchte ich wenn möglich eine ausgefallene Automarke verwenden.

Wenn ich diese Ansprüche nicht hätte, würde ich wahrscheinlich einen alten VW Golf auswählen. Das Basisfahrzeug kostet praktisch nichts und es gibt in Amerika fixfertige Umbausätze. Ein Golf Pickup (Caddy) würde da ja fast noch mehr reizen, da könnte man ja nur Not ein Notstromaggregat draufstellen, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Viel Spass beim schrauben
Robert
 

ORiepe

Mitglied
21.06.2006
109
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#11
Hallo,

ich bin zwar inzwischen El-Fahrer, war aber auf dem Entscheidungsweg auch beim Trabant gelandet - Gewicht, Größe und Einfachheit der Bauelemente machen das Fahrzeug zum idealen Kandidaten.
Alle Probleme mit Umbau (und ich glaube, auch Zulassung) löst Manthey mit dem Elektrabi-Bausatz:
http://www.manthey-mobil.de/ im Bereich Fahrzeuge - Solar / E-Mobile.

Oliver
 
A

Andre

Guest
#12
Hi Oliver,

mit Manthey hatte ich schon ein Telefonat: Sie bieten den Bausatz glaube ich im Ausverkauf für 6.500 Euro an, sicher bin ich mir dabei aber nicht.

Die Zulassung selber können sie nicht garantieren, die Einzelteile sind aber alle geprüft.

Grüße,
André
 
#13
Hallo Robert,
hast Du von Josef Mayer von der Wienstrom gehört? Er hatte wohl früher einen Lambo umgebaut, der aber mittlwerweile verkauft ist und hier in meiner Nähe im Raum Bamberg / Forchheim in Deutschland läuft.
Josef hat heute ein Strato Porsche auf Elektroantrieb umgebaut. Soviel ich weiß, fährt er ihn heute noch.
Wär das nicht mal was für Dich? Viel ausgefallener geht es eigentlich nicht mehr.

 

Elektroklaus

Neues Mitglied
20.12.2006
49
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#15
ich würde auch so gerne eine "richtiges Auto" z.B.Golf IV umbauen; vielleicht mit ity Stromer Technik . Sehe aber zu viele Probleme mit de Zulassung. Hat jemand eine Idee.
schöne Grüße
 
#16
Hallo Klaus,
natürlich habe ich eine Idee. Umgeh alle Zulassungsprobleme und spar viel Geld und Zeit dadurch, dass Du eine fertigen CityStromer kaufst, d.h. einen Golf auf Elektroantrieb umgebaut. Frag mal Roland Gaber in Körle bei Kassel, ob er Dir noch einen anbieten kann.
Adresse und weitere links unter www.solarmobil.info

Gruss, Roland
 

Elektroklaus

Neues Mitglied
20.12.2006
49
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#17
Hallo Roland
Versuche schon Kontakt aufzunehmen aber er ist über Weihnachten in Urlaub. Ich fahre einen Golf IV und ich finde
zwischen Golf III und IV ist ein riesen Sprung.
zB. Sicherheit: Airbag/ABS Qualität: vollverzinktes Blech. Außdem finde ich die Verarbeitung wesentlich besser.
Cool wäre die E-Technik vom IIIer auszubauen, im IVer einzubauen und dann >10 Jahre nutzen.
Weiß jemand wie das beim TÜV läuft ?
Bin gestern mit einem Prius gefahren.
Als Elektrotechniker war ich immer der Meinung daß der E Motor der perfekte Antrieb ist. Den Praxisbeweis hatte ich gestern.
Für mich steht fest: 30 Jahre Fahren mit lärmenden vibrierenden qualmenden kolbengetrieben Verbrennungsmaschinen muß genug sein!! Dieses ewige Rumgekuppele und Hinundhergeschalte reicht mir auch. Der Prius macht den E Betrieb leider nur bis 50km/h und auch nur <4km und außerdem kann ich mir den nicht leisten. Aber die Erkenntnis ist: Elektrisch fahren ist total Klasse.
Wie gehts weiter? Ein "richtiges" E-Auto mit Airbag muß her.
Überings: Mache sagen: E Mobile erzeugen eine größere Gesamtschadstoffbelastung.
Die Lösung soll sein: Mein Stromliefernt bietet einen Tarif mit Ökostrom aus 100% Wasserkraft an. Dieser kostet zusätzlich nur 2cent mehr. Anstatt 17 also 19cent. Davon wird 1cent für die Investition in neue Wasserkaftanlagen verwendet. So ist doch alles rund oder ?
Gruß von Elektroklaus
 

dacap

Neues Mitglied
07.01.2007
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#18
Strom aus Wasserkraftwerken ist nicht wirklich sauberer strom. in der nacht wird wasser zu niederstrompreisen wieder zurück in den stausee gepumpt. und von wo kommt dieser billigstrom? von den kohlekraftwerken, die die ganze zeit in ihrem optimalen arbeitspunkt laufen müssen. und halt nachts ihren produzierten strom verschleudern müssen.
 

Elektroklaus

Neues Mitglied
20.12.2006
49
0
#19
wenn die Energie aus dem nächtlichen Hochpumpen kommt, hast du Recht. Unklar ist wie groß der Pumpanteil zum Regenanteil ist. Vielleicht nimmt man einen anderen Tarif. Vielleicht einen bei dem der Strom aus Windkraftanlagen kommt. Dann müßte es passen.
Gruß von
Klaus