Gasungsphase bei Akkuladung

  • Themenstarter Gunther Diehl
  • Beginndatum

G

Gunther Diehl

Guest
#1
Hallo,

immer wieder höre ich von der Gasungsphase bei der Akkuladung. Daß dabei der Akku so geladen wird, daß am Ende Gas ensteht habe ich mir so zusammengereimt. Allerdings habe ich es auch so verstanden, daß die Gasungsphase nicht unbedingt gut für den Akku ist und die Lebensdauer vermindert. (ist das so richtig?).
Weshalb läd dann das Ladegerät weiter und schaltet nicht vorher ab?

Danke
Gunther
 
R

Ralf Graupner

Guest
#2
Hallo,

Das mit der Gasung ist so: Ab einer bestimmten Spannung ensteht bei der Ladung duch Wasserelektrolyse an den Elektroden Wasserstoff und Sauerstoff (Knallgas !!). Offene Bleibatterien werden in die Gasungsphase gebracht, um durch das "Blubbern" eine Schichtung des Elektrolyten durch Dichteunterschiede zu vermeiden, indem das Ganze einfach durchmischt wird. Hier ist die Gasung notwendig, das Wasser das dabei verbraucht wird muss dann halt einmal pro Woche nachgefüllt werden. Bei geschlossenen Bleibatterien ("Valve Regulated Lead-Acid Batteries", das Valve ist einfach ein Überdruckventil) kann normalerweise kein Wasser nachgefüllt werden. Hier muss also eigentlich eine Gasung vermieden werden. Eigentlich deshalb, weil es vermutlich nicht möglich ist, eine Gasung vollständig zu vermeiden. Wenn die Zellen nämlich unterschiedliche Kapazität haben und in Reihe geschaltet sind (damit fliesst durch alle Zellen derselbe Strom) werden manche Zellen noch geladen, während andere schon voll sind. Das Überladen dieser Zellen führt dann unvermeidlich zur Gasung. Und eigentlich sollte das auch nicht weiter schlimm sein: Die VRLA Batterien sind nämlich so konstruiert, dass die bei der Gasung enstehenden Gase Wasserstoff und Sauerstoff an anderer Stelle wieder zu Wasser rekombinieren sollten, das Ventil hat nur eine Schutzfunktion.

Soweit die Theorie. Das Problem sind die "Eigentlichs"...

Ralf Graupner
 

Anmelden

Neue Themen