Energiemessgerät bei Lidl

  • Themenstarter Georg Schütz
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Georg Schütz

Guest
Bei Lidl gibt es ab heute ein Energie-Messgerät mit Anzeige von Spannung, Wirkleistung, aktuellem Stromverbrauch, Einschaltdauer ... . Das Gerät kostet 11,99€.
Link: http://www.lidl.de/de/index.nsf/pages/c.o.oow.20040705.p.Digitales_Energiekosten-Messgeraet.ar21
 

Karsten-

Mitglied
12.12.2004
91
mich stört nur, das da steht

"Inklusive Batterien"

nich das das Ding noch Akkus extra braucht ?
Dann doch lieber für ein paar cent mehr das von Conrad nehmen.
 
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Georg Schütz

Guest
Das Gerät funktioniert auch ohne Batterien. Nur vergisst es dann die Uhrzeit und man kann es dann nur einstellen(Zeit und Preis/kWh), wenn man es in die Steckdose eingesteckt hat. Zum Batterien schonen, schaltet das Gerät sogar das LCD-Display aus, wenn es nicht mit der Steckdose verbunden ist.
 

Marek Kernbach

Mitglied
30.07.2004
200
Hallo El-Gemeinde,

habe das Lidl-Derät vor einem Jahr gekauft. Mein Rat: Finger weg.
Die kleinen Batterien halten nur ca. 3 Monate und neue kosten ca 5 EUR. Die KWh-Messung ist ungenau. Greift lieber zum Konrad-Gerät!

Grüße
Marek
 
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reinhold

Guest
Hallo!
Hab mir gerade 6Stk geholt.
Ein Vergleich mit einem nachgeschaltetem von "Brennstuhl;23.-" ergab gleiche Messwerte.
Mein Tip:
Batterien rausnehmen!
So startet das Gerät beim einstecken jedes mal den KW/h-Messer bei "0"
und Ihr habt die reingeldene Energiemenge+Ladezeit.
Übrigens wer die Zellen für 5.- kauft ist selber Schuld: Reichelt AG 13 je 0,43
Tschau
Reinhold
 
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Georg Schütz

Guest
Ich habe mir auch eins gekauft und getestet. Endlich sehe ich, was mein altes Energiekostenmessgerät nicht geschafft hatte: die Messung der Wirkleistung (Spielt eine Rolle, wenn eine Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung auftritt). Mein altes Messgerät zeigte beim Standbybetrieb beim Scootelec einen Verbrauch von 200W an, weil es nur den Strom gemessen hat. Mit dem neuen sehe ich das der Cos der Phasenverschiebung bei etwas mehr als 0 liegt und im Standby kaum Energie verbraucht wird. Das alte, ungenaue Messgerät zeigte mir 3,3kWh für den Ladevorgang an, das neue 2,6kWh.
 

Dirk H.

Neues Mitglied
05.04.2006
19
Hallo Georg,

Wenn Dein Meßgerät einen Cosinus Phi von nur etwas über Null im Standbybetrieb des Laders mißt, zeigt das eine sehr hohe Phasenverschiebung und damit eine große Blindleistung. Der Wert sollte idealerweise nahezu 1 sein um einen hohen Wirkleistungsanteil an der gesamten (Schein)leistung zu haben.

Messe doch bitte mal den Cosinus Phi, wenn die Ladung voll aktiv ist, er sollte so zwischen 0,7 und 1 liegen.

Ich habe mein Meßgerät (von ELV) mal an den CityStromer-Lader geklemmt. Der HF-Lader zieht bei Vollast 2kW mit einem phantastischen Cos Phi von 0,98.
Der Trafolader vom City-El dagegen ca. 0,75 vei Vollast, 0,63 bei Ladeschluß.

Viele Grüße

Dirk
 
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Georg Schütz

Guest
Sicherlich beim Laden ist der Cos(Phi) sogar =1, der maximale Leistungswert lag bei 1360Watt und cos(phi)=1. Nur beim Standby-Betrieb sinkt dieser Wert ganz drastisch, so dass ein nur den Stromverbrauch messendes Gerät völlig falsche Energieverbrauchswerte anzeigt.
 
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Georg Schütz

Guest
@Bernd Die Rechnung mit den 10€ = 1000km ist natürlich etwas geschönt - ungefähr so, wie Autofahrer nur ihre Spritkosten rechnen. Jeder E-mobil-Fahrer weiss doch, dass die Batteriekosten die Energiekosten bei weitem übertreffen.

Für den Einsatz sprechen meiner Ansicht nach folgende Gründe:

- es gibt eine objektive Information darüber, wieviel Energie ich in die Batterie hereingebe. Das ist eine nützliche Information über die Kapazität der Batterie und lässt Rückschlüsse auf Batteriefehler bei nachlassender Kapazität zu. Dieses kann ich viel umständlicher auch über den Stromzähler feststellen - nur darf dann sonst kein Verbraucher darüber laufen.
- wenn man unterwegs läd und jemand den Strom bezahlt haben will, hat man hier eine gute Möglichkeit abzurechnen.
- man kann damit die Ladekurve verfolgen, da man über die Anzeige des momentanen Verbrauchs eine gute Kontrolle über die Ladephase hat wenn man den Wirkungsgrad des Ladegeräts kennt, hat man so eine einfache Kontrolle des Ladestroms.
 
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reinhold

Guest
Aber hallo!
Da geb ich noch eins drauf:
Durch den Energimesser weis ich nach dem Fahren von Z.B. 30Km wieviel Energie ich tatsächlich verfahren habe.
Fahre ich z.b. täglich zur Arbeit die gleiche Strecke, verbrauche ich auch die annähernd identische Energiemenge.
Ändert sich was, stimmt womöglich was am Fahrezeug nicht.
Ausserdem kann ich mit anderen, ähnlichen Fahrzeugen vergleichen und weiss wie mein Fahrzeug grundsätzlich (Effizienz) dasteht.
Wenn Du Dein Fahrzeug bis zum mjaximalreichweite gefahrn hast und dann übernacht vollständig auflädst weisst Du Deinen memmentanen Energiegehalt der Batts, welcher mit zunehmender Laufleistung abnimmt.
Schlussendlich kann ich verschiedene Fahrzeisen in ihrer Effizienz, was maximal
mögliche Reichweite betrifft in ihrerm Energieverbrauch messen.
Fahre ich auf Tour und habe nur kurz Zeit zum nachladen kann ich anhand der geladenen Energiemenge meinen Energiestatus feststellen.
Anhand des Ladestroms kann ich meinen Lader überwachen.
Wird er z.b. nicht genügend gekühlt, geht die Ladeleistung beim in der Sonne stehendem Fahrzeug zurück!
Teste ich Batterien kann ich eine auf 10,5 entladene, mitteln Zähler wieder Volladen und sehe welche Energiemenge sie Speichern kann- gut zum Vergleich verscheidener Bats. (Oder Test neuer Batts.)
Lasse ich eine vollgeladene Batt z.b. für 2 Monate stehen kann ich wieder volladen und kann die Selbstentladung messen.
Ich für meinen Teil fahre seit Jahren nur noch mit Energiemonitor.
Waren das genügend naheliegende Gründe?
Ich könnte so noch eine 1/4 Std weitermachen...
Tschau
Reinhold
 
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Georg Schütz

Guest
Als Anregung für die Einzellader: vielleicht wäre es für die Einzellader auch ganz interessant, die einzelnen Ladegeräte mit Energiemonitoren zu überwachen. Dann könnte man besser herausfinden, ob mit einer der Batterien etwas nicht stimmt.
 

Ethan Arnold

Mitglied
11.07.2004
99
Hab mir auch gerade 2 geholt. Vielen Dank für den Tipp!

Habe bei der Gelegenheit festgestellt, daß überall in meinem Haus die Spannung nur 205-210V beträgt. Ist das noch im normalen Rahmen? Hatte eigentlich 230V erwartet? Bei uns (Doppelhaus) wird übers Dach eingespeist, dann geht die Leitung in den Keller, und wird von dort im Haus verteilt.

Wenn der Faktor z.B. 0,69 angezeigt wird, heißt das, nur 70% der abgehenden Leistung ist Nutzleistung, also 30% Verlust? Oder wie muß ich das verstehen?

Gruß,
Ethan
 
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Georg Schütz

Guest
Die Leistung ergibt sich aus dem Produkt von Strom und Spannung. Bei Gleichspannung reicht es daher Strom und Spannung zu messen - daraus lässt sich sofort die Leistung berechnen. Bei Wechselstrom ist die Sache komplizierter. Die Zeit-Spannungskurve durchläuft wie die Zeit-Stromkurve Höhen und Tiefen - eine sinusförmig Kurve. Fallen die beiden Kurven zusammen ist die Leistung wie beim Wechselstrom zu berechnen. Sind die beiden Kurven zueinander verschoben, kann es z.B. sein, dass in einigen Momenten die Spannung 0 ist aber ein Strom fließt oder kein Strom fließt aber Spannung anliegt. Dann ist die Leistung insgesamt geringer als wenn die Kurven zusammenfallen. Über die Auswirkungen dieser Phasenverschiebung gibt der Cosinus der Phasenverschiebung (cos(phi) Auskunft. Eine Phasenverschiebung tritt insbesondere dann ein, wenn Induktivitäten (Spulen -> Motoren, Transformatoren) oder Kapazitäten (Kondensatoren) eine Rolle spielen, nicht aber bei reinen Widerständen (Heizelemente, Glühbirnen). Ein gutes Energie-Messgerät muss daher drei Parameter messen: Strom, Spannung und Phasenverschiebung.

An Energie verbraucht wird letzlich nur die sogenannte Wirkleistung, die von dem Gerät auch aufgenommen wird und nach Wärmeverlusten an die Batterie weitergegeben wird. Diese Kenngröße wird von dem Energiekostenmessgerät angezeigt.
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Nein, 70% Wirkleistung heißt, dass 30% der rechnerischen Leistung, wenn man Strom und Spannung einfach multipliziert, mit der entsprechenden Phasenverschiebung von ca. 45 Grad zurückgespeist werden, also auch nicht bezahlt werden müssen. Ist dieser Phasenwinkel, wie hier, groß, freuen sich unsere Atomkraftwerksbetreiber nicht, weil sie den Strom verlustreich durch die Leitung pumpen müssen, obwohl niemand dafür bezahlt, noch etwas davon hat.
Deshalb ist heute Phasenkompensation vorgeschrieben, z.B. bei Leuchtstofflampen, Schweißtrafos, Motoren usw....
Ein reiner Kondensator oder eine reine Induktivität haben +90 Grad bzw. -90° Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung und eine Blindleistung von 100% bei einer Wirkleistung von 0%.
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Ethan Arnold schrieb:

[...]
Habe bei der Gelegenheit festgestellt, daß überall in meinem
Haus die Spannung nur 205-210V beträgt. Ist das noch im
normalen Rahmen? Hatte eigentlich 230V erwartet? Bei uns
(Doppelhaus) wird übers Dach eingespeist, dann geht die
Leitung in den Keller, und wird von dort im Haus verteilt. [...]
Im Forum de.rec.heimwerken (Usenet) haben einige Leute festgestellt, daß das Lidl-Gerät generell zuwenig Spannung anzeigt.
Ich würde die Spannung nochmal mit einem Multimeter nachmessen und das Energiemeßgerät ggf. zurückgeben.

Gruß Jens