Email zum Thema "akt. Spiegel - N-gine Deggendorf Sommerloch"

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#1
Hallo,

hat noch jemand eine Email von einem Reinhard Kupfernagel von http://www.thermodyna.com mit verschiedensten PDF-Dokumenten erhalten?

Gruß,
Emil
 
K

Karl

Guest
#2
Hallo Emil,

Ich habe das nicht bekommen :-(
Handelt es sich da um eine Turbine?

sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#3
Hallo Karl,

es hat sich inzwischen aufgeklärt. Herr Kupfernagel wollte einfach mehr über N-Gine wissen. Ich habe ihn dann an Bernd weiter verwiesen.

Das Produkt möchte ich jetzt gar nicht bewerten da ich nichts darüber weiß.

Gruß,
Emil
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#4
Ja, Herr Kupfernagel hat mich angeschrieben und ich habe zurückgeschrieben. Sieht ganz hübsch aus, seine Maschine mit zweimal vier synchronen Kammern in einem Zylinder. Hätte, je nach Antrieb, vier, wenn nicht sogar acht Arbeitstakte pro Umdrehung.
Leider ist dieser Steuerungsmechanismus noch schleierhaft, den kennt wohl nur der Erfinder. Ob das Ding wirkliche Vorteile bringt, da habe ich meine Bedenken, hat er doch ähnlich lange und problematische Dichtflächen wie der Wankel. Ob der Entwicklungsaufwand lohnt? Steckt man einen einzigen großen Kolben in den Zylinder, hat man nicht nur die Oberflächen um ca. 40%, die kaum zu kühlen sind, verkleinert, nein, auch Antrieb und Abdichtung sind einfacher und mit bewährten, billigen Mitteln durchführbar.
Sollte durch ein irgendwie geartetees Hebelwerk ein dauerhafter Rundlauf möglich sein, wäre das Ding als Pumpe oder Flüssigkeitsmotor gut vorstellbar.
Die Verbindung mit N-gine würde die Risiken aber mit Sicherheit potenzieren.

Leicht ausprobieren ließe sich ein Einsatz als Roots-Gebläseersatz.

Mag sein, dass ich auf der Erfindermesse in Nürnberg so etwas gesehen habe. Dabei wäre dieses Gerät eines der ernster zu nehmenden Angebote gewesen. Da gab es Modelle, die waren dermassen kompliziert und voller Problematik...
 
R

Reinhard Kupfernagel

Guest
#5
Na aber, der Bernd! Der weiß Bescheid...
Wir haben immerhin staatliche Förderungen von insgesamt € 0,8 Mio erhalten und selbst noch einmal die gleiche Summe investiert.
Das macht man nur nach sorfältiger Abwägung von Chancen und Risiken.
.
Fordert doch die Gutachten an, wir laden Euch alle nach Hamburg zur Besichtigung ein.
Das Forum ist mir ein wenig zu schnippisch und polemisch.
Man sollte nicht alle von vornherein negieren, nur weil man gerade ein Halbwissen hat.
Reinhard Kupfernagel
 
K

Karl

Guest
#6
Hallo Herr Kupfernagel!

Dieses Forum ist in der Tat manchmal polemisch, gelegentlich sogar zynisch.

Die Argumentation, daß Ihre Firma schon 0,8 Megaeuro staatliche Förderung erhalten hat, beweist leider nicht, daß Ihre Entwicklung einen Fortschritt für die Menschheit bedeutet.
Es wurden schon viel größere Mengen an öffentlichen Geldern in wenig erfolgreiche Projekte gesteckt. Hierzu bieten die Rechnungshofberichte ausreichend Material.
Gutachten sind bekanntermaßen sehr vom Auftraggeber abhängig.
Alle Forumsteilnehmer leiden sehr darunter, daß sie nur Halbwissen haben, keiner von uns hat bisher den Wissenden gefunden! Schon gar nicht den, der dieses auch teilt!
Wir wären äußerst dankbar wenn sie uns dieses Wissen übermitteln könnten!

Weiterhin viel Erfolg und
mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#8
Wie gesagt, war die Erfindung auf der Nürnberger Erfindermesse, hätte es zu den ernster zu nehmenden Projekten gehört. Der Minister, der dort die Fördergelder zu verteilen hatte, war nicht zu beneiden gewesen. Den Kölner Sieger, der den ersten Erfinderpreis erhielt, kenne ich persönlich. Der Turbowindgenerator dreht sich wenigstens.

Diese Doppeldrehkolbenmaschine könnte theoretisch einen momentfreien Gleichlauf erreichen, wenn das Getriebe, das den Drehimpuls von dem einen auf den anderen Drehkolben übertragen muss, robust genug ist. Zu den wechselnden Drehmomenten muss dieses Getriebe zusätzlich noch das volle Arbeitsmoment übertragen. Das dieses viermal pro Umdrehung auftritt, ist kein Vorteil, da jedesmal ein Kolben abgebremst, der andere voll beschleunigt werden muß. Viermal pro Umdrehung. Das sind meine Bedenken. Die Druckkräfte sind sonst zu 100% ausgeglichen. Die Kolben sind praktisch nicht zu kühlen, sodass sich das Gerät nicht für Verbrennungsmotorzwecke eignet. Als Dampfmaschine, da habe ich meine Bedenken wegen der großen benetzten Flächen und vor allem wegen der ungünstigen Dichtleistenform., die größere Längen, bezogen auf das Volumen, zu dichten haben, als ein Kolbenmotor.
Bitte berichtet, wenn jemand das Getriebe für robust befunden hat. Aber wofür Felix Wankel sein ganzes Leben gebraucht hat, das kann Herr Kupfernagel vielleicht schon lange?
Wankel hatte damals das Fördergeld NICHT bekommen, das bekam jemand, der besser war als er. Denkste.
Sollte "Thermodyna" schwer zu dichten sein, ließe es sich noch für geringe Drücke ohne Dichtleisten verwenden, problemlos. Aber genügte dafür nicht ein Ventilator?

Ich habe hier noch zwei Projekte liegen, die ein derartiges Getriebe benötigen. Bisher kam mir nicht die Erleuchtung. Ich habe zwar schöne Lösungen mit Zahnrädern in Planetenform, aber die Zahnflanken vertragen nunmal keine genügend hohen Kräfte für meine Verbrennungsmotoren.

Was mir aber gerade so in den Sinn kommt: Die großen Beschleunigungsmomente der Drehkolben lassen sich vielleicht so auffangen, indem man die beiden Drehkolben elastisch miteinander koppelt und den Motor sozusagen in einer Resonanzschwingung betreibt. Dann synchronisiert sogar gewisserweise der Einlassdruck den Gleichlauf und es muß schließlich nur der Arbeitsimpuls des vom Druck beschleunigten Kolbens relativ gleichmäßig vom Getriebe aufgefangen werden.
Mir wäre das allerdings zu knifflich. Das Problem kenne ich von Linear-Resonanzkolbenmaschinen in solaren Stirlinganlagen, die allerdings laufen (15% Wirkungsgrad).
Ich hatte schon gar nicht mehr in diesen thread geguckt. Der Spiegel ist ja immer so langweilig in den Ferien.
Ich wünsche Herrn Kupfernagel viel Glück.
Sollten unerwartet Schwierigkeiten auftauchen, vielleicht doch zu N-GINE. Die haben das Know-How, wie man so etwas vermarktet.

Bernd Schlüter
 
W

wotan

Guest
#9
Muss eigendlich nicht sein ,dass ich das hier schreibe. Aber Herr Kupfernagel scheint dieses Forum sehr aufmerksam zu verfolgen. Nicht nur sein Recht, sondern auch eine Vorraussetzung um das Marktumfeld umfassend zu beurteilen.
Kämpfertum ist positiv. Das sollte allerdings nicht soweit gehen, dass Antworten auf solche, diese Interessen nicht direkt tangierenden, sondern allgemein gehaltenen Aussagen (in diesem Falle Karls) durch persönliche E-Mails (okay, den Bierhumpen hätte ich weglassen können) diskriminiert werden.Was ich jedenfalls so aufgefasst habe, Herr Kupfernagel !!
Trotzdem, relaxte Grüsse, und ich wünsche Herrn Kupfernagel ein erfolgreiches und den Elisti das Ultimative Konzept.
MFG wotan
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#10
Meine Erfindung eines Planetengetriebes mit Exzentern könnte auch für Herrn Kupfernagels "Sommerlochmotor" verwendbar sein. Dabei besteht mein Getriebe , wenn die Kolben n-flügelig sind, aus einem Innenrad von n-1 fachem, oder einem Außenradzahnrad von n+1 fachem Durchmesser der n/2 Planeten des einfachen Durchmessers mit jeweils Exzentern, die über Pleuel die Drehkolben bewegen. Ein Epizyklengetriebe. Die Belastung durch die vielen Lagerstellen ist ganz gewaltig mit allzu vielen Verschleißstellen.
Es genügte aber, wenn nur einer der vier vierflügeligen Kolben sich bewegte und wenn dafür jede der 8 Arbeitskammernkammern durch insgesamt vier Einlass- und vier Auslassventile gesteuert würden. Diese könnten dann ja durchaus von einem getrennten Drehschieber betätigt werden, wenn man mit dessen Eigenschaften zufrieden wäre. Die zu dichenden Längen wären damit auf Anhieb halbiert , das Getriebe müsste nicht umlaufen und die dynamischen Kräfte ließen sich durch Schwungmassen kompensieren. Die Drehkolbenmaschine wirkte dann ganz genau wie ein einziger doppeltwirkender Dampfmaschinenzylinder mit gleichem Volumen.
Irgendwelche Rechnungen, dass hier ja vier oder acht Arbeitstakte pro Umdrehung vorlägen, sind Taschenspielertricks, die das dann geforderte, überaus hochtourige, dazu umlaufende "Exzentergetriebe" verschleiern sollen.
Einer meiner Bekannten hat genau die einfache, bessere Version erfunden und soll keinen Förderpreis dafür erhalten? Er hat sein Projekt wegen mangelnder Effektivität aufgegeben, ohne es von N-gine vermarkten zu lassen.
 
R

Reinhard Kupfernagel

Guest
#11
Der gute Mann hat das Prinzip nicht verstanden, aber die Getriebetechniker von z.B.BMW.Unsere Techniker werden versuchen, es ihm zu erkären
Taschenspielertricks?
Ich glaube, wir sollten uns aus diesem Forum heraushalten,
denn Polemik ist nicht unsere Sache.
Untere Schublade
 
C

ChinaContact

Guest
#12
Könnten Sie mir den Kontakt zu dem Entwickler des Turbo-windgenerators vermitteln.

Bitte antworten sie direkt an meine E-Mail rws@marksewo.de

vielen Dank !
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
0
#13
hallo zusammen

Ich bin etwas verwundert, daß Ihr über so ne alte Kamelle grübelt!
Das Teil wurde schon etwa in den Fünfzigern erfunden.
Nur mit zwei Paar Hub und Arbeitskolben und mit einer soliden Kraftkopplung.
Der Motor besteht aus 42 Teilen incl. Schrauben, wiegt bei einer Leistung von ca.100 Ps 22Kg und verbraucht 80gr.Treibstoff pro Ps.
Welcher? egal- läuft als Diesel, Benziner, mit Gas, Alkohol, Pressluft ( im herkömmlichen Sinn), mit Dampf bzw. auch als Kommpressor einsetzbar.
Märchen: Nein
Er wurde gebaut Offiziell an Technischer Uni getestet und mit den og. Werten bestätigt.
Danach verschwand er mitte der sechziger Jahre konsequent aus allen Fachbüchern. Obwohl Wankel, Otto und Co, selbst der Ruckzuck Motor weiterhin erschienen. Auch in der Erfinder Zeitschrift gab es damals einen ausführlichen Bericht.
Warum wurde der wohl nicht in Serie gebaut??????

MFG Michael
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#15
Das Teil wurde schon etwa in den Fünfzigern erfunden.
Nur mit zwei Paar Hub und Arbeitskolben und mit einer soliden
Kraftkopplung.
Der Motor besteht aus 42 Teilen incl. Schrauben, wiegt bei
einer Leistung von ca.100 Ps 22Kg und verbraucht
80gr.Treibstoff pro Ps.
Welcher? egal- läuft als Diesel, Benziner, mit Gas, Alkohol,
Pressluft ( im herkömmlichen Sinn), mit Dampf bzw. auch als
Kommpressor einsetzbar.
Hast Du irgendeine Referenz bezüglich der 80 gr?

80 gr Diesel hat z.B. 0,94 kWh Energieinhalt. Wenn damit 1 PS erzeugen könnte dann hätte der Motor einen Wirkungsgrad von 78 %. Dies kann wohl nicht stimmen.

Emil
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
0
#16
Hallo Emil

Über die Jahre habe ich Infos und Unterlagen gesammelt,aus denen das hervor geht. Die 80gr. stehen in einem Bericht der Technischen Uni in der er geprüft wurde. Hatte mir in der zwischenzeit auch mal ein funktionsmodel gebaut um die praktisch Dimension etwas besser zu erfassen.
Dem nach ist Objekt schon ganz schön genial. Es gibt keine Teile zum Abspecken und massefrei soll er auch laufen. Drehzahl bis 4000u/min.
Der Interessanteste Trick ist allerdings der möglichst große Masseunterschied zwischen Hub und Arbeitskolben. Damals aus Guß, in unterschiedlicher Bauart.
Heute der Arbeitskolben aus Titan oä. der Hubkolben aus Guß-Keramik vorstellbar.
Übrigens Bauart bedingt ist er als Vier oder Zweitackter zu betreiben. Bei 60 u/min hat er schon großes Drehmoment und kommt daher zB. im Kfz außer dem Rückwärtsgang ohne Getriebe aus. Das Format auf die 100 Ps bezogen hat einen Durchmesser von 24cm und ca.12cm dick.
3 oder 5Ps würden locker in der großen Riemenscheibe des el verschwinden.
MFG Michael
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
0
#19
Grüß Gott
Eigentlich dachte ich erst an den Junkersgegenkolbenmotor (2.12.04)
aber da sind die Kolben gleichgroß nicht unterschiedlich (3.12.04)
und jetzt schreibt uns Michael nix im Netz und keine Bücher aber Er hat Info.
Lieber Michael könnte man noch ein paar Tips bekommen wo man nachschauen
könnte z.B. welche Uni oder willst du uns zur Gründung einer Aktiengesellschaft
einladen.

Oder muß man das so rechnen Gegenkolbenmotor 160gr/ps ist 80gr/je Kolben?

mfG Manfred
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
0
#20
Hallo Manfred

Habe das Defizit nicht mitbekommen.
Ein Bekannter hat mir nach langem suchen vor einigen Jahren aus der Erfinderzeitschrift den Bericht herauskopiert, welcher Jahrgang bzw. Monat ist mir nicht bekannt. der Verfasser des Berichts, soweit lesbar ist ein Hr. A.H.Wiener. Darin sind eine Beschreibung und einige Technische Zeichnungen.
Andere Beschreibungen sind in einer Bibliothek beim Bund in einem Fachbuch von Anfang sechzig gefunden worden. Hier ist eine Funktionsbeschreibung der dynamischen Abläufe und eine Reihe von Schemazeichnungen über den Verbrennungsprozess. In diesem Buch wurden Wankel ,Otto und co beschrieben.

Du hast Glück, heute habe ich den Ordner wieder gefunden und muß noch etwas korigieren.
Der wird nicht aus 42 Teilen incl. Schrauben sondern aus 22 gefertigt. Da hab ich wohl etwas übertrieben. Bei 766cm² , 4000U/min ist die Leistung 105PS Gewicht 19,5 kg, 20cm Durchmesser, 10cm breit, Verbrauch 85gr/PS/h bei Vollast. Ist kein Lastpunktmotor, sondern hat einen ziemlich großen Expander, und ist daher in der Lage schon bei 60U/min ein hohes Moment freizusetzen. Pro Umdrehung erfolgen 2 Zündungen im 4 Tacktbetrieb, durch Austausch von einem Zahnradpaar läuft er als Zweitackter. Die Unterlagen reichen aus um ihn zu bauen. Wollte ihn mal für ein Modell nachbauen, ist aber an nicht vorhandener Drehbank auf Eis gelegt worden. Falls ich Dir noch weiter helfen kann.......

MFG Michael
Kann leider nicht einskennen.