Elektro Twingo hat 1000 km...

03.04.2006
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#1
und das in einer Woche, das kann ja heiter werden, gut habe ich die Batterie gemietet und nicht gekauft....

Bisher ist die Karre (sage ich mit Absicht, den der Stossdämpfer hinten Rechts hat wohl einen Standschaden vom 2 jährigen herumstehen im Tessin), aber tiptop gefahren, leider ist ein Twingo der Sache nicht so dienlich wie ein SAM, keine Sau schaut dem Twingo hinterher, oder die Leute verstehen wohl auch die seitliche Werbung (Zero Emisione) nicht, oder die Karre ist vielleicht zu schnell, dass sie das lesen könnten...

Der Elektro Twingo mag gar nicht, wenn man ihn nicht 100% aufladen lässt, dann braucht er ein paar Sekunden um zu begreifen, dass man jetzt fahren möchte, das schein aber ein normales Steuerungs Problem zu sein, die Tessiner habe mich darauf aufmerksam gemacht....und das Problem tritt nur unmittelbar nach dem Ausstecken des Ladekabels auf.

Die Reichweiten und Geschwindigkeitsangaben der Tessiner sind richtig (je nach Startort liegen aber auch wesentlich mehr drin, ich bin schon 83 km gefahren bei 51 % Ladezustand), ich glaube ich habe einen der schnellsten Twingos nördlich der Alpen...bisher sind es 4 Stück, und im nächsten Jahr sollen in Innerkirchen (Grimselgebiet) 27+27 Stück umgebaut werden, leider werden die nur in der Schweiz vertrieben...

Gruss

JPK
 

Karl W

Aktives Mitglied
16.05.2005
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#2
Hallo JP !
klingt wirklich toll !
komm dann doch bitte in München vorbei !
Leider ist das mit dem Anklemmen der Batterie im Saxi nicht so einfach, theoretisch aber machbar!

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
03.04.2006
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#3
Hi Karl

nach München wollt ich ja schon mit dem ZebraSAM, jetzt könnte ich tatsächlich mit dem Zebra Twingo zur Solarparade vorbeikommen, warum nicht....

Gruss

JPK
 
U

Ulf-Martin Schmidt

Guest
#4
Was sind denn deine Erfahrungen mit dem Elektrotwingo? Ich wollte mir nämlich auch einen anschaffen. Wieviel hast du gezahlt? Und war der Import nach Deutschland ein Problem? (Zoll etc.)

Grüße, Ulf
 
U

Ulf-Martin Schmidt

Guest
#5
Sorry, hab den anderen Post erst gerade gelesen. Der Preis ist klar - und du wohnst in der Schweiz (also gab es keine Importprobleme).

Aber trotzdem noch eine Ergänzungsfrage: Wie ist das mit der Batterie? Du mietest die unbegrenzt? Wird Sie bei Ausfall dann vom Unternehmen ausgetauscht? Gegen Gebühr?

Ich bin zwar Schweizer, wohne aber seit mehr als 10 Jahren in Bonn, werde nächstes Frühjahr aber an die Scheizer Grenze (aber auf deutscher Seite) versetzt und müsste den Wagen dann importieren. Hast du eine Ahnung wie das mit den Importen nach Deutschland aussieht, Zulassung etc.?

THX, Ulf
 
03.04.2006
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#6
Ciao Ulf

die Batterie ist von mir gemietet, wenn diese defekt ist, wird sie von MES DEA kostenlos ersetzt (soviel zur Theorie, denn ich möchte den Schadenfall nie testen)

In drei Jahren werde ich mal bei MES DEA anfragen, wieviel sie für die Batterie noch wollen, denn eigentlich möchte ich diese kaufen, das war mir aber im Moment zu teuer und noch zu unsicher...

Gruss

JPK

PS: Laut MES DEA sollen die Twingos nicht ins Ausland exportiert werden, aber wenn du einen Verwanten aus der Schweiz fragst, kannst du das sicher auch so abwickeln....bisherige Sevice und Verkaufsstellen sind EFS Basel und KWO (Hr. Ursin +41 33 982 20 56) wie du das Fahrzeug aber nach Deutschland kriegst weiss ich nicht....beim SAM gab es allerhand probleme
 

Michael H-A

Aktives Mitglied
02.07.2006
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#7
Hi Ulf,

ich habe im Sommer einen rund 14jährigen gebrauchten Elektroflitzer aus der Schweiz nach Deutschland importiert, hier zum TÜV gebracht und angemeldet.

Das war soweit relativ problemlos.
Du mußt beim Kauf darauf hinweisen (wenn die denn das Auto für den Export verkaufen möchten), dass Du die Steuern in Deutschland entrichtest.
Somit sollte nichts im Wege sein, diese in der Schweiz nicht zu zahlen.
Beim Import nach Deutschland ist dann die Mehrwertsteuer fällig.
Da Du es nicht schaffen wirst, den Wagen vor Jahresende zu kaufen, wird das dann 19% werden.

Die zahlst Du direkt beim Zoll an der Grenze (zumindest in meinem Fall, bei großen Summen lieber noch einmal bei den Zoll am Grenzübergang (wichtig!) nachfragen).

TÜV mußt Du sicherlich noch einmal abnehmen lassen, da Du neue Papiere bekommen wirst, denke ich.
Heißt, Vollabnahme ca 100 Euro, ohne Probleme (in meinem Fall).

Evtl benötigst Du vom KBA in Flensburg eine Bescheinigung darüber, dass das Fahrzeug (Fahrzeugidentnummer) nicht als gestohlen gemeldet ist.
Damit geht es zur Zulassungsstelle und das war es :)

Gruß, Michael

 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#8
Hallo,

hier gibt es genaue Infos zum Fahrzeug-Import aus der Schweiz:
http://www.adac.de/Auto_Motorrad/Kauf_Verkauf/Export_Import/Fahrzeug_Import_aus_EFTA_Staaten/default.asp?ComponentID=3846&SourcePageID=9890

Solange es in Deutschland keinen Händler/Ansprechpartner für die MES-Fahrzeuge gibt, kann ich schon verstehen, warum sie hierher keine verkaufen wollen.
Schließlich ist die Firma in erster Linie Batteriehersteller und es wird dort keiner Lust haben, sich mit dauernden Anfragen von fremdsprachigen Fahrzeugkäufern aus "exotischen" Regionen zwischen Hamburg und München zu beschäftigen.

Allerdings habe ich jetzt auch gehört, dass sie nicht mal EIN Vorführfahrzeug nach Deutschland verkaufen wollen - so werden sie hier sicher weder einen Händler noch ernsthafte Interessenten finden!
Was ihnen auch ziemlich egal sein wird, solange sie die gesamte Produktion in der Schweiz & Italien absetzen können...

Gruß Jens

 
18.12.2003
225
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#10
Hallöchen,

ich habe eben einen dieser bereits erwähnten SAMs in Deutschland zugelassen. ;-)
Ganz so einfach ist es eben nicht. Denn wenn du ein Fahrzeug nimmst,
was nur eine Schweizer Zulassung hat, mußt du einiges Nachweisen,
dass dieses bereits nach der EU-Norm geprüft ist.
Wenn du Gück hast, kannst du diese Papiere von jemaden bekommen der dieses
schon gemacht hat, oder du findest einen TÜV der dieses schonmal geprüft hat.

Nun ist die mit dem Twingo ein gesondertes Problem. Die normalen Fahrzeug Daten wie Bremse und Scheiben usw. sind ja Standard und du bekommst keine Probleme nachzuweisen, dass die hier geprüft sind.
Aber alle Fahrzeuge die Neu bzw. nach dem 2003 gebaut worden sind müssen eine EMV-Prüfung vorweisen.
Ich weiss nicht ob die Fa. Mes-Dea dieses Gutachten jeden Besitzer in der Schweiz gibt, falls es vorhanden ist bzw. ob es in der Schweiz gebraucht wird.
Ein neues Gutachten wird bestimmt nicht Billig (so was man hörrt, von wegen nach Aufwand pro Stunde usw.). :(

Desweiteren kommt zu den Mehrwertsteuer (Einfuhrumsatzsteuer EUSt) noch der Einfuhrzoll der bei E-Mobilen bei 10% aus der Schweiz liegt. :eek:
Wenn aber eine Präferenzbescheinigung vorliegt wird dieser auf 0% gesenkt.
Bei Rechnungen unter 5000,-¤ oder so braucht diese nicht vorgezeigt werden. :eek:

Bis denne

Berny
 
18.12.2003
225
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#12
Die Frage ist ob er da mit einer Einzelzulassung oder ein ENGINEnabnahme zugelassen wurde.
Bei der Einzelzulassung ist es eben das gleiche Problem wie beim SAM.
Jeder SAM wird einzelnt geprüft ob er zugelassen wird in dem die Gutachten angefordert werden.
Daher fahren wir alle zur ersten TÜV Prüfung zum gleichen TÜV, der hat ja schon die Gutachten :D

Bei der ENGINEnabnahme bekommt der Hersteller eben die EU-Freigabe (COC) und kann sie dann dem Käufer aushändigen.
Damit wären wir wieder beim Problem, wenn der Hersteller es nicht in den anderen Ländern zulassen möchte..... :mad:

Aber es ist schon verständlich warum Mes-Dea es nicht will.
Wie Jens schon geschrieben hat, sie wollen sich den Ärger nicht noch aufhalsen,
solange Ihre Produktion schon im eigenem Lande ausgelastet ist.
Und so leicht wie es war Daniel Ryhiner zu überzeugen, :cool:
dass man selber den SAM reparieren kann und es kein schlechten Ruf aufkommt,
wird es da leider nicht.
Obwohl wir hier auch einen fähigen Mann in Deutschland haben, der sich mit den Zebras beschäftigt (gell Helmut ;-)).
Denn ich erinner mich da an eine selbstgebaute Steuerung zum hochfahren der Batterie oder so...

Bis denne

Berny
 
U

Ulf-Martin Schmidt

Guest
#13
Servus zusammen

Hab mir gerade einmal überlegt, ob es nicht möglich wäre einen gebrauchten Twingo zu kaufen (zwischen 3 und 5 Jahren alt) und diesen dann bei MES-DEA umbauen zu lassen. Ginge das? MES-DEA müsste ja lediglich Garantie auf Batterie und Elektromotor geben, oder?

Grüße, Ulf
 
03.04.2006
130
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#14
Ciao Ulf

das würde sehr gut gehen (mein Twingo wurde am 28.10 04 an Mes DEA geliefert), denn der Elektromotor und seine Bestandteile werden als gesamte Baugruppe in den Twingo eingebaut, frage aber nicht MES DEA (die kannst du vergessen)sondern KWO (Max Ursin +41 33 982 20 56) die bauen ja die nächsten 27+27 Twingos um. Max Ursin hat mir aber schon von seinen Aengsten erzählt, auf seinen Twingos sitzen zu bleiben....also kann ich mir vorstellen, dass er zuerst seine neuen verkaufen will....

Gruss

JPK
 

Karl W

Aktives Mitglied
16.05.2005
707
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#15
Hallo JP,

hierzu die Mitteilung in der Hauszeitschrift:

http://www.kwo.ch/unternehmung/aa%20kwo%20team_hauszeitschrift/kwo_team_juni_06

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
M

Manfred

Guest
#16
Hallo Karl


Hmm wenn ich die Hauszeitschrift so lese, befürchte ich das auch das Versprechen
100%ig mit Hydrostrom zu Laden die Leute dort nicht davon überzeugt ein Modell
nach ObB abzugeben.
Obwohl das ja in einen Freistaat liegt und somit nur bedingt was mit Deutschland zu tuen hat
( die Reden und schreiben ja auch anders)

Hallo JPK
sollte Du irgentwann die Info haben das sich an der Haltung was ändert und man
über einen Überregionalen Verkauf nachdenkt, wären etliche in diese Forum dankbar, wenn
Du es reinschreiben würdest ( Noch schöner wäre es wenn Du mir 2 bis 3 Wochen vorherr
ein Internes E-Mail schicken würdest, So im Vertrauen geschrieben,
das Du nichts davon rumerzählst ;-) )

Grüße aus den Bergen wo der Schnee weniger wird derzeit Manfred
 
03.04.2006
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#17
Ciao Manfred

Natürlich werde ich es hier reinschreiben, wenn ich was erfahre....

Aber was anderes, wenn ihr euch zusammentut, und wenn ihr gleich einen kompetenten Service Standort in Deutschland vorschlagen könntet (in Reichweite der Deutschen Twingokäufer), dann könnte ich mir vorstellen, dass ein Herr Dustmann von MES DEA ein gutes Wort einlegen würde für einen Export nach Deutschland, also tut euch zusammen.....

Gruss

JPK
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#20
Hallo allerseits,

solange es in Deutschland weder ein Vorführfahrzeug gibt, und noch nicht mal Probefahrten beim Hersteller erwünscht sind, ist das Interesse hier wohl eher theoretischer Natur.

Es wird niemand eine "Servicestation" eröffnen, solange er nicht mal selber ein Fahrzeug bekommt und nur darauf hoffen kann, dass sich eines Tages genügend Kunden finden die die Katze, äh den Twingo im Sack kaufen und vielleicht irgendwann tatsächlich mal einen bekommen... so funktioniert Autoverkauf einfach nicht, nicht mal mit Elektroautos.

Außerdem wäre es besser, wenn die Fahrzeuge eine italienische Tageszulassung hätten ;-), sonst kommt auch noch der Streß mit dem EFTA-Import dazu.


Wenn ich das organisieren müßte, würde ich so vorgehen:

***
1) Finden eines zentralen Ansprechpartners (zA) für und in Deutschland, der die meisten Fragen beantworten kann und den Rest zusammenfasst, sodaß nicht immer wieder dieselben Fragen bei MES im Posteingang landen. Außerdem bekommt dieser zA einen Twingo elettrica, den er für EVents und Probefahrten einsetzt.
Der zA hat entweder selbst eine Renault- oder eine freie Autowerkstatt, oder kümmert sich rechtzeitig um die Zusammenarbeit mit einer solchen. Er bekommt eine Schulung bei MES und kennt sich mit der Elektronik so gut aus, dass er Fehler diagnostizieren und Teile (inkl. des Akkus) ggf. wechseln, bzw. es die erwähnte Partnerwerkstatt unter seiner Betreuung machen kann.

2) Kunden aus der Nähe (~100km) des zA werden direkt von ihm betreut. Der zA braucht eine Auto-Transportmöglichkeit und hat optimalerweise sogar einen Leih-Twingo mit Stinker-Antrieb, den er während der Reparatur dem Kunden zur Verfügung stellen kann. (Bei dem Preis und den Fahrleistungen könnte der Twingo elettrica das einzige Auto des Kunden sein, und ob Fehler in 1-2 Tagen behoben werden können, falls Teile aus der Schweiz bestellt und eingebaut werden müssen, ist nicht sicher!)

3) Bei Interessenten aus größerer Entfernung kümmert sich der zA darum, eine Renault- oder freie Autowerkstatt in Kundennähe zu finden, die beim Gedanken an 300V und 300°C nicht gleich zurückschreckt und das Fahrzeug auf jeden Fall mechanisch betreut, aber auch, entweder per telefonischer Anleitung oder durch einen eingewiesenen Mitarbeiter, Fehler in der Elektronik zumindest diagnostizieren kann (ich gehe davon aus die Steuerung des Twingo e. bietet entsprechende Schnittstellen!).

Ergänzung: Möglich wäre auch, von vornherein mit einer guten (Stiftung Warentest 09/2003) Kette freier Werkstätten wie AutoCrew oder AutoFit zu kooperieren.
Die haben auch ein ziemlich dichtes Netz.

Reicht das nicht aus, muß sich der zA auf die Reise machen.
***

Hoffentlich hat bei MES niemand die absurde Vorstellung, man müßte zuerst mal ein "Servicenetz" aufbauen ohne Fahrzeuge und könnte dann erst beginnen, nach Kunden zu suchen :sneg:.
Das wird nichts, außer teuer.

So genug gesponnen...
gutenacht.gif

Gruß Jens