Drängler


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Dirk Scharnberg

Guest
#1
Oh ja......
gerade eben auf dem Weg zur Arbeit hatte ich einen Mecedes-Stinker, der hat mich bei 50 KM/h in der Oritschaft überholt (so mit einem Abstand, dass der Spiegel noch 5 cm platz hatte , vor mit ist er voll in die Eisen, hat den Gegenverkehr durchgelassen und ist linkis abgebogen. Da kann men eigentlich nur unnötigen Strom mit der Hupe verbrauchen oder eine alte Videokamera installieren und solche Leute wegen Nötigung anzeigen.
Allerdings bist Du dann 3 bis 4 mal in der Woche bei der Polizei um Anzeigen aufzugeben.

Solange nichts passiert sollte mann diese Benzin-Stinker einfach ignorieren. Sobald der Sprit mehr als 2 Euro kostet werden sie uns schon neidisch hinterher schauen.

Ich fahre übrigens einen 10 Jahre alten Kewet ElJet 2.

Sonnige Grüße aus dem flachen Norden

Dirk
 
#2
Hallo Herbert,
als ich noch mit meinem City-El zur Arbeit fuhr, so um 1990 und mit einem Ur-CityEl mit dem kleinen blauen Motor, fuhr ich immer gemächlich mit 35 km meine 25 km über eine Bundesstraße.
Nach einiger Zeit berührte mich der Verkehr nicht mehr, er floss einfach an mir vorbei. Ich fuhr einfach so weit rechts, dass die Stinker vorbei konnten, mit etwas Presspassung auch bei Gegenverkehr.

Ich glaube, dass viel Ärger, auch eigener Ärger, vorprogrammiert ist, wenn man "es den Stinkern zeigen will", z.B. durch zu weit in der Mitte fahren. Ganz rechts geht mit dem City-El und seinen 1,06 m Breite ganz gut, man nimmt etwa so viel Platz ein wie ein Radfahrer.

Übrigens: Mein Citroen AX electrique wird jetzt bei 80 bis 95 km genauso gnadenlos bedrängt, von PKWs sowieso und von LKWs auch auf der Autobahn. Wer es wagt, nur 1 km/h langsamer zu fahren, als erlaubt, der wird gejagt. Leider ist es so, da hilft nur - und das ist ganz erst gemeint - gute klassische Musik aus dem Radio oder von der Konserve. Beruhigt ungemein, und man erträgt die Stinker und Drängeler wirklich besser. Ein dickes Fell hilft auch. Sieh es als eine Übung, Geduld und Nachsicht zu entwickeln.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland Reichel, bsm
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.388
51
Filderstadt
www.elweb.info
#3
Beim Elektrofahrzeug fahren braucht man ab und zu ein dickes Fell, ich sage dass auch aus langer Erfahrung.

In der Ortschaft wird man auch bei 70 überholt, Hauptsache der Kleine ist hinter mir... Je schneller man unterwegs ist umso knapper werden die Überholvorgänge.
Wo es möglich ist, mache im mich schmal, dann geht das überholen reibungslos. Wenn s üngünstig ist mache ich mich breit, manche lassen sich dann aber trotz Gegenverkehr nicht vom überholen abhalten. Die Alltagsfahrweise ist leider einigermaßen Energiefressend... Deshalb braucht man für die täglichen Strecken eine ordentlich Kapazitätsreserve gegenüber einer "Tour".

Manche lernen dazu... wenn Sie nach einem gewagten Überholmanöver nach 10 km immer noch direkt vor mir sind. Das erlebe ich täglich bei meiner Arbeitstour.

Nicht ärgern lassen
manchmal wünscht man sich so was...
www.acpropulsion.com

Gruß Ralf
 

EModerator

Neues Mitglied
13.04.2004
11
0
#4
Hallo liebe E-Gemeinde,

ich kann mich Euren Schilderungen nur anschliessen (obwohl ich mit meinem Saxo Electrique ganz gut mithalten kann). Leider fehlt vielen Autofahrern die Kenntnis was "vorausschauendes Fahren" bedeutet. Mehr als 5 Meter wird nicht nach vorne gekuckt! Schnelles Beschleunigen und starkes Abbremsen - das ist bei dieser Sorte Mensch gefragt. Je mehr Minderwertigkeitskomplexe einer hat, desto größer das Drängelpotential - ist leider so. Meistens hat man die Kollegen aber an der nächsten Ampel vor sich stehen :rp: .

Gruss Ralf Becker
http://www.elektro-auto.net
 
04.09.2007
115
0
#5
Hallo alle miteinander!

Das Dränglerproblem beschäftigt uns wohl alle des öfteren. Ich fahre mit meinem Twike auch immer recht sparsam und habe schon des öfteren Drängler-Nerven blankgelegt. :angry: Auf der Autobahn ist es noch schlimmer. Das die Mindestgeschwindigkeit 60km/h und die Höchstgeschwindigkeit für LKW bei 80km/h liegt, scheint niemand zu wissen :-( . Gedrängelt wird selbst in Baustellenbereichen wo nur 60 erlaubt sind. Ein Bekannter ist mit seinem Twike sogar schon von der A57 geschubst worden. Der Drängler hatte aufgrund der enger zusammenstehenden Rückleuchten den Abstand falsch eingeschätzt und er hat beim Ausweichen auf den Seitenstreifen die Kontrolle verloren und ist über die Leitplanke geflutscht. Fahrzeug Totalschaden, Fahrer unverletzt, hätte aber leicht viel schlimmer enden können. Mich hat auch mal ein LKW übersehen. :eek: Ich bin noch im letzten Moment auf die Standspur, sonst wäre der glatt über mich weg gefahren (Oh, das war aber ein großes Schlagloch!). Das die Leute bei 120cm Twike-Breite zum Überholen nicht unbedingt die Fahrspur wechseln, daran habe ich mich gewöhnt, aber rechts Überholen auf Standstreifen und Rastplätzen (!) geht mir doch etwas zu weit. :hot: Ich sollte mir wirklich eine Kamera einbauen und mich um einen Nebenjob bei der Verkehrspolizei bewerben. Oder wenigstens ein Aufkleber: "Sicherheitsabstand: Halber Tacho in Metern, nicht halbe FAHRZEUGLÄNGE!!!!". Da hat doch neulich in Bild der Wissenschaft mal ein Leser was zum Fahren bei Staugefahr geschrieben: Möglichst schnell mit möglichst geringem Sicherheitsabstand, damit so viele Fahrzeuge wie möglich durch das Nadelöhr passen (1800/Stunde). Das klingt für mich wie die Empfehlung zum Fahren bei Nebel: Möglichst schnell, denn je schneller Sie fahren, desto eher ist die Gefahr vorbei! Und es führt mich zu der Erkenntnis: Alles Irre da draußen!

Fahrt vorsichtig!
SternFuchs
 
H

Herbert Kaiser

Guest
#6
Guten Morgen!

Also, ich bin beeindruckt! Gestern auf dem Weg von der Arbeit nach Hause habe ich eure netten Tips beherzigt, - mangels Radio und Konservenspieler - etwas Vivaldi vor mich hingesummt und mich nicht darum gekümmert, dass hinter mir die Drängler hordenweise mit Schlaganfall im Strassengraben gelandet sind ;-) Das Ergebnis:
- Verbrauch: 2 1/2 Punkte auf dem Kappamesser, sonst 4 - 6 Punkte.
- Batteriespannung nie unter 35 Volt, sonst durchaus unter 33 Volt
- Zu Hause eine Ruhespannung von immer noch 36,5 Volt (!), gegenüber 33 - 34 Volt sonst.

Na, wenn das nicht beweist, das es sich mit Ruhe besser "fährt"!
Schönen Gruss
Herbert aus Aachen
 
E

Enno Meier

Guest
#7
Hallo liebe Dränglerausbremser,
habe gerade alle Beiträge zum Thema Drängler gelesen und überlege gerade ......
Allen Beiträgen kann ich fast so zustimmen. Im Laufe der Jahre mit meinem El habe ich auch schon so manche Situation erlebt. Und auch verschiedene Fahrverhalten ausprobiert. Am besten komme ich klar mit der lockeren Einstellung wie von Roland verbunden mit dem schmal oder breit machen von Ralf. Trotzdem gibt es aber immer wieder haarsträubende Situationen. Meine Erfahrung: Je schneller man und die anderen unterwegs sind umso brenzliger wird es und der kleine Stoppelhopser da vorne muß sowieso um jeden Preis überholt werden. Anderrerseits erlebe ich auch nach über 10 Jahren El Präsenz auf unseren Straßen dieses nette Lächeln nebenan im PKW oder sogar die freie Vorfahrt. Also ich kann nur widerholen was Natascha allen wünscht, fahrt vorsichtig und kommt immer heil, relaxt und umweltfreundlich an.
Enno
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
0
0
#8
Tja, ganz rechts mit dem EL, und nicht so oft nach hinten schaun...

Es gibt noch eine Variante, ich fahre auf der brutal stark befahrenen Straße von Raubling nach Rosenheim manchmal auf dem für MOFAS freigegebenen Radlweg. Der ist so breit, daß ich keinen Radfahrer, den ich überhole oder der mir begegnet, gefährde. Mein EL hat kleines Schild, deshalb hoffe ich auf Verständnis der Polizei, wenn die mich mal fragen, was ich da eigentlich mach, denn Mofa bin ich ja keins. Ich werde halt versuchen, mit Argumenten wie Unfallverhinderung (denn manche überholen mich, wenn ich auf der dicken Straße fahre, halt dann in den Gegenverkehr rein!) zu argumentieren.

Gruß, Peter
 
H

Harald Neh

Guest
#9
Hallo an alle,
hab ebenfalls gerade alle "Drängler" gelesen. Ich muss Enno ebenfalls zustimmen.
Wenn mal wieder ein Ungeduldiger hinter euch ist und dann mit einem Wahnsinsmanöver vorbeigeschossen ist denkt einfach an die geilen SPritpreise und grinst. El fahren entspannt doch so schön. Und überhplt wirst du sowieso.
ALso immer gute Nerven
Harald
 

chris

Neues Mitglied
21.02.2013
8
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#10
Hi alle,

vor kurzem habe ich mal die Umgekehrte Erfahrung gemacht. Nach fast
70km ging meinem Twike kurz vor Bochum an einer Steigung doch
ziemlich der Saft weg. D.h. meine Höchsgeschwingigkeit lag vielliecht so bei
18 km/h oder so ;)) - Ich merkte schon, dass ein Golf (oder irgendson anderes
Proll-Auto) ziemlich nervös wurde. Anscheind wollte er mich ärgern, er überholte
und und bremste mich dann aus, d.h. er fuhr vielleicht noch so schnell dass
man ihn mit dem Fahrrad leicht überholen konnte.
Ich habe mich jedenfalls gefreut, so konnte ich schön sparsam weiterfahren
und die von hinten kommenden Fahrzeuge haben sich wohl gewundert,
was da vorne für ein Idiot fährt *g*

Mal abgesehen davon würde ich sagen, dass die Geschwindigkeit des
E-Fahrzeuges keine Rolle spielt. Man wird überholt auch wenn man selber
85 auf einer Strasse fährt wo nur 70 erlaubt ist.
Genauso war es damals mit dem EL, wenn man überholt wurde, wenn man
in der Stadt 50 gefahren ist. Ich würde sagen das Problem ist nicht
von der Geschwindigkeit, sondern von der Grösse der Fahrzeuges abhängig.
Stimmt ihr mir da auch zu?

Chris.
 
C

Carlo

Guest
#11
jau,so ist es...selbst wenn man mit nem sportlichen (kleinen) auto unterwegs ist,wird noch versucht sich vorbeizudrängeln(ist mir früher immer wieder passiert;lustig fand ich,wenn ich sie übersehen hatte,und die dann sozusagen beim überholen "verhungerten"... :p ).heute regt mich das nur noch auf,wenns mal wieder brenzlig eng wird beim überholtwerden meines skoda.

vor zwei tagen hat mich ein bmw abends beim bergauffahren (ich hatte in der 70er zone nur 45 drauf) recht scharf überholt;dahinter "klebte" noch ein anderer wagen.ich dachte bloss:"zwei verrückte...".oben am berg angekommen musste ich grinsen:der zweite wagen war grün-weiss,und hat den ersten angehalten zwecks entleerung der brieftasche!

winterliche grüsse, Carlo
 
H

Herbert Kaiser

Guest
#12
Hallo nochmal,

klasse, so viele Erfahrungen zu lesen, das tröstet ;-) Das mit dem Auto, das überholt, dann stark abbremst und links abbiegt habe ich zunächst gar nicht recht glauben können, bis mir das an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf dem Weg zur Arbeit ebenfalls passiert ist, und zwar vom selben Fahrzeug! (War irgendwas kleines, Corsa oder so) Ob solche Leute nicht merken, dass sie sich zum Affen machen?
Naja, ich versuche jetzt, mich nicht mehr drängeln zu lassen. Wenn irgendmöglich fahre ich ganz rechts, und setze auch schon mal an einer Bushaltestelle den Blinker rechts und lasse die Leute vorbei. Die wenigen Trottel, die dann immer noch meinen, hupen zu müssen - und zwar wenn sie schon vorbei sind! - oder die es ihrer Männlichkeit schuldig sind, mit Motordrehzahlen im roten Bereich vorbeizuziehen, versuche ich zu ignorieren.
Es lebe die gepflegte Langsamkeit :)

Gruss
Herbert aus Aachen
 
W

Willi

Guest
#13
Am Anfang wollt ich mit dem Verkehr mitfahren und ging voll aufs Pedal bis ich merkte, das ich mit ca. 50-60 ( und zwar STUR ) und rechts fahren am besten zurecht kam.
Heute macht mir der andere Verkehr nichts mehr aus ( hat ca 4 Monate gedauert). Ich fahre "meine" 55 sachen" und schaue den anderen Vekehr zu und erkenne dabei, wie viele eigentlich
wegen mördersichen oder selbstmörderscher Fahrweise von der Straße sollten. Früher habe ich da auch mitgemischt.
Die Bewustseinserweiterung, daß ich mit meinen 55 besser ankomme als die anderen habe ich meinem Kewet zu verdanken.

Gruß Willi
 

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