"Braunkohle" - nein Danke

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Michael Michael

Guest
#1
durch einen Link vom BUND ist mir folgende Homepage aufgefallen: www.zukunft-statt-braunkohle.de

Der Verdrängung von Atom- und Braunkohlekraftwerke sollte unsere gesamte Aufmerksamkeit gelten, statt sich auf Raps zu konzentieren.

Es wird schwer genug mit Erneuerbaren Energien eine Wende bei der Stromerzeugung herbeizuführen, insbesondere wenn man bedenkt, dass neue Stromverbraucher, wie Wärmepumpen und Elektromobile auf den Markt dringen.
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#2
Hallo Michael Michael


Habe den Link den Du eingestellst hast mal durchgelesen.

Und bis auf http://www.juergen-becker-kabarettist.de/ (wenigstens etwas heiteres Nachdenken) sind alles die alten Redner, die alt bekanntes reden und schreiben

Keiner der Redner geht auf http://www.ver-gmbh.com/Aktuelles/DGMK_2004.pdf
um über alternative Zwischenlösungen nachzudenken und eventuell voneinander zu
lernen.

Aber Deinen Satz versteh ich nicht ganz

"Der Verdrängung von Atom- und Braunkohlekraftwerke sollte unsere gesamte Aufmerksamkeit gelten, statt sich auf Raps zu konzentieren."

gut das mit dem dichtmachen von Atomkraftwerken da sind wir einer Meinung.

Nur Braunkohle könnte im Notfall intelligent gemacht CO² neutral sein.
Deshalb ist ein pauschalles Urteil für mich nicht ganz zu verstehen, zuminderst
die Technik könnte man sich doch anschauen?

Tja und das da steht "statt sich auf Raps zu konzentieren" bringt mich jetzt ganz durcheinander, was meinst Du da mit konzentrieren?
Auf das verdrängen konzentrieren, wie bei Atom und Braunkohle? Oder auf das einführen von Raps?

Weiter schreibst Du

"Es wird schwer genug mit Erneuerbaren Energien eine Wende bei der Stromerzeugung herbeizuführen"

Hmm laß mal im Nahen Osten etwas weiter Auge um Auge, Zahn um Zahn gehen,
dann setzt schon ein Umdenken ein, die frage ist nur ob mit den richtigen Fakten.

Zum beispiel Wärmepumpe inwieweit siehst Du da neue Stromkunden und warum?
 
M

Michael Michael

Guest
#3
Hallo Manfred,

halte den Satz "Baggern statt Bohren" in dem Text deines Links für Interessant. Ich bin ein Gegner des Braunkohletagebaus und Bohre lieber.

Erdöl und Erdgas ist nicht so Klima schädlich wie Braunkohle und bei weitem nicht so gefährlich wie Atommüll. CO 2 freie Braunkohle halte ich mittelfristig für nicht machbar. Vielleicht hast du gelesen, dass RWE gerade dabei ist ein neues Braunkohlekraftwerk zu bauen und auch in Ostdeutschland wird fleißig geplant.

Ich halte nicht viel von Pflanzenenergie zu mobilitäts zwecken und kann mir gut vorstellen, dass Erdöl und Erdgas noch einige Jahrzehnte Autos antreibt und habe auch kein Problem damit.

Je effizienter die Motoren und je leichter die Fahrzeuge werden, desto länger halten die fossilen Energien. Das die Treibstoffpreise ansteigen wird einen Beitrag dazu leisten, dass Kleinstfahrzeuge schneller den Markt erobern.

Auch bei der Stromerzeugung wird Erdgas noch lange eine Rolle spielen, insbesondere bei der KWK. Aber hier macht Pflanzenenergie wenigstens Sinn.

Für Wärmepumpen kann ich mich begeistern, solange sie in Passivhäusern oder guten Niedrigenergiehäuser eingesetzt werden.
 
M

Michael Michael

Guest
#4
Hallo Manfred,

glaube nicht, dass für den gerade im Bau befindlichen 2000 MW Block schon CO 2 Abscheidung vorgesehen ist.

Seltsam übrigens, dass dir die wegen dem Braunkohletagebau notwendigen umsiedlungen ganzer Dörfer und die Zerstörung einzigartiger Naturlandschaften egal sind. Ich bin beim BUND und lese oft darüber.

Braunkohle ist auch deshalb Klimaschädlicher als Erdöl und Erdgas, weil pro Kohlenstoffatom weniger Wasserstoffatome pro Molekül gebunden sind. Metan hat zum Beispiel 4 Wasserstoffatome, während bei der Kohle es wesentlich weniger sind. Pro kWh Strom werden bei der Nutzung von Braunkohle ca. 1100 g CO 2 freigesetzt.

Bei der Nutzung von Pflanzenenergie zur Stromerzeugung begeistert mich besonders der bessere Wirkungsgrad Dank KWK und die bessere Ausnutzung weil nur in einem Lastbereich gefahren wird.

Zudem halte ich die Dringlichkeit von Autofahren gegenüber der Nutzung von Strom nicht so hoch.

Übrigens befürworte ich Brennstoffzellen für die stationäre Stromerzeugung sehr, während ich Brennstoffzellen in Kraftfahrzeugen für verschwendete Liebesmühe halte.
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.934
3
#5
Michael Michael schrieb:

Je effizienter die Motoren und je leichter die Fahrzeuge
werden, desto länger halten die fossilen Energien. Das die
Treibstoffpreise ansteigen wird einen Beitrag dazu leisten,
dass Kleinstfahrzeuge schneller den Markt erobern.
hallo michael :)
da stellt es mir die haare nicht nur auf bei dem satz!
also welches fahrzeug wurde iregndwann mal leichterr??? ja, ich kenn eines aber danach ist schluss mit lustig!
die jetzigen autos sind alle ca. um den faktor 1,5 -1,7 mal so schwer wie vor 20 jahren. da nützt der CW-wert auch nix mehr...
etwas frustrierte grüss,

 
E

EVTler

Guest
#6
Hallo
da muss ich zustimmen!
Wie kann es sein das ein GOLF (ja die früher kleine Kiste) heute so viel wiegt wie eine Benz-S Klasse um 1990?
Das eine ist ein (Volks)Auto das Andere eine Luxuskarre aus den 90ern.
Gewichte von ca.1500-1600kg haben beide.
Und das alles zum erhöhen der pass. Sicherheit? Oder Komfort?
Irgendwann haben die Autonbauer angefangen "hochzurüsten" und damit die die noch leichter waren nicht hinter den anderen zurückfallen(pass.Sicherheit) mussten sie auch ihre Kisten schwerer machen.....
Ein Smart! wiegt auch 1000kg.
So wird das nie was mit den "sparsamen" Autos.

Beste Grüße
 
M

Michael Michael

Guest
#7
Hallo,

zum Glück gibt es aber auch Alternativen beim Fahrzeugkauf. Autos unter 900 kg gibt es zum Beispiel zu sehen bei unserem 1. Frankfurter Solar- und Kleinwagen Festival Anfang September. www.solar-festival.de

Es muß ja nicht ein Golf, Astra oder Focus sein.
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.934
3
#8
hallo michael
da krieg ich ne kriese!
du vergleichst solarfahrzeuge mit benzin/diesel fahrzeuge???
wobei ein golf citystromer mehr gewicht auf die waage bringt als die gleiche ausführung in benzin oder diesel. oder RR?
aber schwerer werden die modelle bei jeder modellerneuerung!

die solarautos die du da im link ansprichst sind in einer ganz anderen klasse zuhause.

 

Eurolore

Mitglied
17.02.2006
228
0
#9
In Friedrichsdorf bemängelte der Betrachter die Leichtbauweise eines Twikes, das es doch für den Fahrer bei einem Zusammenstoß mit anderen verkehrsteilnehmer zu unsicher sei.

Ich antwortete ihm darauf, das es dafür umso sicherer für andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer sei.

Die Gesamtsicherheit für die Verkehrsteilnehmer in der Summe ist bei leichteren Fahrzeugen besser.

Je schwerer ein Fahrzeug ist, umso höher sind die Überlebenschancen für die Insassen bei einem Aufprall auf andere Verkehrsteilnehmer.

Leider kann eine Fußgängergruppe nicht soviel Balast mit sich rumtragen um den immer schwereren und schnelleren Fahrzeugen etwas nennensweres entgegen zusetzen.

 
R

Rainer Partikel

Guest
#10
Moin zusammen,

Michael meint den BUND also den da http://www.bund.net/


Wenn ich meine bescheidene Meinung kund tuen darf: Ich versuche mit immer weniger Energie immer weiter zu fahren. Das zum Grundsatz. Welche Energieform dann gewählt wird ist ein anders Thema.

Möge die sonne mit uns sein
Zinneke
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#11
Lasst die Brunkohle in Ruhe!
Sie ist die Kohleart, die am schnellsten wieder nachwächst, und, wenn man sie vernünftig verwertet, den niedrigsten CO2-Ausstoß hat.
Nur, warum scheut ihr denn den geringen Aufwand, einmal dafür zusorgen, dass die Braunkohle endlich solar oder mittels der Abwärme anständig vorgetrocket wird?
Lamentieren und das Geld für Photovoltaik zum Fenster herauswerfen, aber den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.
Aber es ist überaus postiv, dass Du diesen überaus wunden Punkt tiefschwarzer grüner Politik einmal ansprichst, Michael!
Die Grünen können wir allesamt in der Pfeife rauchen, die die Braunkohle verteufelt haben, ohne auch nur etwas an der Energievergeudung zu ändern.
Die Braunkohle wird immer noch nicht vorgetrocknet. Es ist noch immer kein Abwärmenutzungsprojekt durchgeführt worden, der Himmel über der Kölner Bucht ist immer noch den größten Teil des Jahres grauverhangen...

 
M

Michael Michael

Guest
#12
Braunkohletechnologie gehört ins Museum. Klimaschutz muß höchste Priorität haben. Was können die Grünen dafür, wenn die Mehrzahl der Menschen es mit dem Energiesparen nicht so eng sehen.

Mal sehen wie warm der Sommer noch wird
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#13
Ich werfe den Grünen vor, dass sie die Braunkohle verteufelt haben, statt sich der Probleme bei der Braunkohlegewinnung und-verbrennung anzunehmen. Der Staub ist eines der Probleme. Dann war eine finanziell tragbare Entschwefelung zu entwickeln, die dann aber so teuer wurde, dass man lieber auf weitere Anlagen verzichtet.
Das Schlimmste aber war, dass man weiterhin zuließ, dass nasse Braunkohle verbrannt wurde. Ein Bruchteil des Geldes, das für Photovoltaik ausgegeben wurde, hätte genügt, mit vollen 40% Wirkungsgrad Sonnenwärme zur Trocknung der Kohle zu verwenden und in elektrische Sekundärenergie zu verwandeln.
Entsprechend 20% weniger Braunkohlengruben hätten in Betrieb genommen werden müssen, um die gleiche Energie zu erzeugen.
Tatsächlich ist Braunkohle, trotz Landschaftsverschandelung, die weniger umweltschädliche Energieform.
Wollten wir den Braunkohlentagebau verbieten, wären 100.000 große Windgeneratoren in Küstennähe nötig, um die Energie zu ersetzen. Vorausgesetzt, wir könnten sie auch speichern. Das hieße, alle zehn Meter ein großes Windrad, die gesamte Nord- und Ostseeküste entlang.

Es war genug Zeit, daran etwas zu ändern. Jetzt wird sich die CDU dieses Problems annehmen.

Erklärung: NRW hatte viele Jahre lang eine rot-grüne Regierung.

 
M

Michael Michael

Guest
#14
bei uns im Hochtaunuskreis behindert schon seit Jahren die CDU (sogenannte Christen) massiv die Windkraft und auch für die Photovoltaik hat sie nicht viel übrig.

Damit sind sie mitverantwortlich für die Zerstörung unseres Klimas, weil sie die Alternativen zu Uran und Kohle tot redet.

Ich weiß nicht, was ausgerechnet Christen davon haben, der Menschheit diesen Bären dienst zu erweisen.
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
0
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#15
Hallo Michael Michael


Das die CDU/CSU gegen die Windkraft ist, ist jetzt aber von Dir bewußt überspitzt dargestellt
Die Windkraft so wie sie heut in Deutschland dasteht ist ein Kind des Stromeinspeisungsgesetzes
initiiert von der CSU. Es gibt genug Grüne Verbände die gegen Windkraft sind, mehr als die CDU.


Und Photovoltaik nur um der Photovoltaik willen ist Augenwischerei selbst wen man dazu tolle Worte benutzt
wie Solarmobilernetzverbund.

Solange Photovoltaik irgendwie, irgendwann und irgendwo anfällt sind alle schönen Zahlen schöner Schein.
Windenergie ist inzwischen prognostizierbar und die Vorhaltung von Regelenergie dadurch reduziert.
Solarenergie nach dem EEG ist für den Anwender rentabel (wenn Er sich nicht besonders blöd anstellt)
nur für die Klimaschonung bedeutungslos.

Ein zukünftiges Stromnetz ( hier im Offtopic oft genug beschrieben *virtuelles Netz* ) braucht eine Speicherfähigkeit
um anfallenden Regenerativenstrom abpuffern zu können, hier ist das EEG derzeit völlig von der Zukunft entfernt die
es schaffen möchte.

Ich habe keine Ahnung, wieviel Ahnung Du Michael Michael von Regelenergie hast. Wäre nicht Rainer im Frankfurter
Solarmobilverein mit Seiner *bescheiden Meinung* "Ich versuche mit immer weniger Energie immer weiter zu fahren"
(Rainer Dein Beitrag 17.07.2006 13:38 ist der einzige in dem keine falsche Behauptung drinnsteht) man könnte sich ja fast fürchten, Michael Michael über Deine und Wolfgangs Ansichten von Hybriden. So wie Hybridautos Energiezwischenspeicher
um es zu geeigneten Zeitpunk abzurufen so ist auch ein zukünftiges Stromnetz zu gestalten. Der unterschied ist nur im
Gewicht, in einen Auto spielt das ein Rolle, in eine Stationären Energiespeicher ist das Volumen oder Gewicht zweitrangig,
eher von der Kostenseite her zu betrachten (VRB).

Natürlich ist Braunkohle wie sie bisher genutzt wurde falsch in der Zukunft, aber ein Braunkohleregelkraftwerk mit nachdenken gebaut
kann sehr nützlich sein Mittelfristig, vor allen ist die Technik auch für Regenerative anwendbar.

Ein paar Links die leider zeigen von UNIs, EVUs und Grünenverbänden kommt nix außer das einer vom andern abschreibt
http://www.fz-juelich.de/ptj/projekte/datapool/page/1330/Kraftwerkstechnologien2.pdf
http://www.bine.info/pdf/publikation/ba1704internetx.pdf
http://www.kwt.tu-cottbus.de/pages/texte/2005_erste_verbrennungsversuche_zum_oxyfuel_prozess.pdf
und es je nach Klientel gefühlswürzt.

alles geschrieben das man sich frägt, wozu haben die Ihr Handwerk gelernt?



Michael Michael Du schreibst
"Ich weiß nicht, was ausgerechnet Christen davon haben, der Menschheit diesen Bären dienst zu erweisen. "

Ich glaube nicht das alte Parteinamen noch viel mit der Realität zu tun haben, eine andere Partei hat ein S
im Namen für Sozial.
 

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